Samstag, 14. Dezember 2013

[Rezension] Nikolas Preil - Das Ende der Nacht


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 304 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 200 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00FD5HOJ2


Klappentext gem. Amazon:
Dringend empfohlen ab 18 Jahren!
Lesen auf eigene Gefahr.

Ein typischer Abend in der norddeutschen Metropole. Regenschauer, Kälte, Wind. Eine besondere Zeit aber für Xaver, denn er ist gerade Vater geworden. Und eine ausgelassene Zeit für Michelle, die mit ihrer Freundin den perfekten Videoabend zelebriert, inklusive männlichem Besuch.

Doch irgendetwas ist nicht in Ordnung. Sperlinge fallen tot vom Himmel und keiner bemerkt es. Menschen werden grundlos aggressiv. Eine Nacht aus Chaos, Wahnsinn und Tod steht bevor. Die letzte Nacht...

Was nach einem apokalyptischen Roman klingt, ist auch genau das. Nur anders. Keine Zombies, kein Krieg, keine Katastrophe. Hamburg wird untergehen und mit ihm die ganze Welt. Wenn sich die Pforten zu bisher unbekannten Dimensionen öffnen, bleibt nur die Frage, wer dafür verantwortlich ist.


Rezension:
Der 30-jährige Xaver Baumeister ist Polizist in Hamburg und führt ein glückliches und zufriedenes Leben. Das Verhältnis zu seinem 10 Jahre älteren Bruder Günther ist nicht unbedingt das Beste, zumal Xaver kurz vor einer Beförderung zum Hauptkommissar steht und Günther diese Karrierestufe noch immer nicht erreicht hat. Doch Xaver ist glücklich, denn seine Frau Maria hat an diesem Abend das erste gemeinsame Kind entbunden. So macht sich Xaver von einer abendlichen Veranstaltung, auf der ebenfalls Günther samt Gattin Clara ist, auf, um seinen Sohn in der Welt willkommen zu heißen. Als Xaver jedoch im Krankenhaus ankommt, beschleichen ihn Zweifel bezüglich der Treue seiner Frau, sodass er diese in einem unbeobachteten Moment umbringt. Den Säugling lässt er vor Ort in der Klinik.

Auf der Fahrt ins heimische Eigenheim hat Xaver den Mord an seiner Frau völlig verdrängt, wird jedoch auf ein Kind aufmerksam, das in Not ist. Er beschließt, diesem zu helfen und ihn anschließend nach Hause zu bringen. Bei dem Kind handelt es sich um Kevin, der mit ansehen musste, wie sein Vater seine Mutter und anschließend sich selbst tötete. Trost findet er in seinem Licht, dem er den Namen Benny gibt und das ihm als Freund zur Seite steht.

Derweil ist Christina Baumeister, Günthers Tochter und somit Xavers Nichte, zusammen mit ihrer Freundin Michelle bei sich zu Hause und die beiden machen das, was sie am liebsten machen: Horrorfilme anschauen. Dann jedoch beschließen sie, ihre jeweiligen Freunde dazu zu holen und den Abend zu viert ausklingen zu lassen. Doch kaum sind die Männer da, versuchen diese, die Mädchen ohne den geringsten Anlass zu töten. Den jungen Frauen gelingt es in letzter Sekunde, die Männer in Notwehr zu töten, doch dann steht Polizist Xaver vor der Haustür, um bei seiner Nichte nach dem Rechten zu schauen - und das, ist erst der Anfang einer Nacht ohne Ende ...


Die Apokalypse kommt innerhalb einer Nacht! Der Plot wurde abwechslungsreich und ausgesprochen erschreckend realistisch erarbeitet. Der Leser kommt während der Lektüre kaum dazu, zwischendurch auch nur nach Luft zu schnappen, so nimmt einen die Geschichte gefangen und durch unvorhersehbare Wendungen ist es dem Leser überhaupt nicht möglich herauszufinden, wohin ihn das Buch führen will, sodass man als Leser regelrecht gezwungen ist, weiterzulesen, denn an aufhören ist definitiv nicht zu denken. Die Protagonisten wurden facettenreich und tiefgründig erarbeitet. Positiv überrascht war ich über die Fülle der dargestellten Figuren in diesem doch relativ dünnen Buch und das nicht eine Figur der anderen auch nur ähnelt, sondern wirklich eine jede ihre eigenen Charakteristika hat und somit Verwechslungen bzw. Unklarheiten zu den Figuren definitiv ausgeschlossen werden kann. Besonders beeindruckt hat mich hier die Figur der Michelle, die zu Beginn des Buches erst als Nebenfigur erscheint, nach und nach aber immer mehr in die Geschichte eingebunden wird. Ganz ehrlich, so tough ich diese Frau auch finde, mit ihrer Vorliebe für Horrorfilme würde sie allerdings nicht unbedingt zu meinem persönlichen Freundeskreis zählen, die gute ist mir zwischendrin fast eine Spur zu hart. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen fesselnd und wahnsinnig spannend, so dass aus einem anfänglichen Anlesen ein absolutes Durchlesen des Buches wurde und ganz ehrlich, diese Buch lässt mich begeistert zurück und dennoch bin ich sehr dankbar, dass ich es bei Tageslicht gelesen habe, denn wenn es draußen noch dunkel und stürmisch gewesen wäre, ich glaube, meine Nerven hätte da nicht stand gehalten. Abschließend kann ich sagen: Wenn alle Bücher aus dem Horror-Genre so wie dieses wären, würde ich sofort mein bevorzugtes Hauptgenre wechseln und vermehrt Horrorliteratur lesen.

Bewertung: 

Von Nikolas Preil bzw. Christian Sidjani bereits gelesen und rezensiert:


Der Autor:
Seit seiner Kindheit liebt Nikolas Preil Horrorfilme und Horrorromane. Diese Leidenschaft brachte ihn auf Ideen, die er dann als Geschichten niederschrieb. Im April 2013 veröffentlichte er die Anthologie "Morbid: Abscheuliche Horror-Geschichten", die sich bisher 200 Male verkaufte. Da anscheinend ein Interesse an solchen Geschichten besteht, veröffentlichte er, zunächst in Serie, seinen ersten Roman "Das Ende der Nacht", dessen Erfolg ihm recht gab, mit über 300 verkauften Exemplaren innerhalb weniger Wochen.
Nikolas' Stil ist klar und direkt und er sucht sich Themen, die zumeist nicht in der Realität zu finden sind. Seine Geschichten dienen der Unterhaltung, nicht mehr, aber bestimmt auch nicht weniger. Aufgrund von expliziten Szenen sind seine Bücher erst ab 18 Jahren zu empfehlen. Nichts für Zartbesaitete. (übernommen von amazon)

Die Homepage des Autoren findet ihr hier


Wie ich zu dem Buch kam: 
Dieses E-Book habe ich mir als gratis-E-Book bei amazon gezogen und hatte jetzt im Rahmen einer Leserunde die Möglichkeit es endlich zu lesen und ganz ehrlich: Warum habe ich es nicht gleich gelesen???

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