Dienstag, 30. April 2013

[Leseliste] von Kleeblatt für Mai 2013


Der April lieb lesetechnisch ganz gut. Dass nicht alles aufgeführte zu schaffen war, konnte man schon vorab sehen. Von daher ist die Enttäuschung nicht so groß.
Auch der Mai hat wieder ein paar Bücher auf der Liste, die es abzuarbeiten gilt.
Bin ja selbst gespannt, was ich davon am Ende des Monats abhaken kann.
Lassen wir uns überraschen.

   
Noch zu lesende Bücher: 15

Rezensionsexemplare:
Szillat, Antje - Die Tiefen deines Herzens 
Wekwerth, Rainer - Das Labyrinth erwacht 
Itterheim, Jessica & Diana - Engel 02: Tanz der Engel
Fey, Stephanie - Carina Kyreleis 02: Die Verstummten
Rosman, Ann - Die Wächter von Marstrand
Thiele, Markus - Dreizehn Tage am Meer
Schwab, Elke - Eisige Rache
Skov, Leonora Christina - Das Turmzimmer
Harvey, Sarah - Bitte nicht füttern
Roberts, Aileen P. - Elvancor 01: Das Land jenseits der Zeit
Knox, Amanda - Zeit, gehört zu werden
Steinegger, Hanna - Kein gewöhnliches Leben
Wagner, Fanny / Birk, Carolin - Garantiert wechselhaft 
Hertz, Anne - Flitterwochen 
Meaney, Flynn - Der Sommer, in dem ich Vampir wurde
Stevens, Taylor - Mission Munroe 02: Die Sekte
Scheunemann, Frauke - Herkules 04: Hochzeitsküsse
Beil, Brigitte - Ein Brief aus England
Sands, Lynsay - Das wilde Herz der Highlands
Banks, Maya - McCabe 02: Die Hure und der Krieger 
Steffan, Kristina - Nicht die Bohne

Bücher für die Blanvalet - Challenge:
Roberts, Nora - Die letzte Zeugin
Child, Lee - Outlaw
Cross, A. J. - Kalter Schlaf

E-Books:
Winter, Claudia - Heul doch, Paulina! 
Richling, Sabine - Gefühlschaos inklusive
Ollmert, Anja - Hinter Türen
Friedrich, Anita - Sebastian und das große Geld

Feldhaus, Claudi - Familie, Liebe und andere Sorgen

Bücher für zwischendurch:
Scheunemann, Frauke - Welpenalarm
Banks, Maya - McCabe 01: Im Bett mit einem Highlander 

Engelmann, Gabriella - Inselzauber

Für das Themenlesen von Lovelybooks

Bücher für Leserunden


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Tommy] FÜNF

Wisst ihr, warum als Überschrift "FÜNF" steht?
Na kommt ihr drauf?
Nein? Na dann werde ich euch mal helfen.
Ich, der "große" Tommy, habe heute meinen 5. Geburtstag.




Nun bin ich schon seit fast 5 Jahren hier bei meinem Frauchen und im letzten Jahr hat sich ganz schön was getan hier.
Vielleicht könnt ihr euch ja noch daran erinnern, dass ich im vergangenen Jahr noch ganz allein hier war. Ich war nämlich ganz schön böse gewesen und hatte den lieben Angel vergrault, der ja daraufhin zu Kerry und den beiden Katern Charlie und Jamie gezogen ist.
Nun war ich also ganz allein und mein Frauchen meinte, es würde auch keine Katzengesellschaft mehr hierher kommen, wenn ich sie immer vergraule.
Aber mir war dann doch sooooooooo langweilig, dass ich ein träges Katerchen geworden bin.
Da sagte mein Frauchen dann, dass sie es noch einmal mit mir und einer Katze versuchen wollte. Dieses mal käme aber nur ein kleines Mädchen in Betracht. Puh, dachte ich, ein kleines Mädchen, das kriege ich schon hin.
Tja..... und dann kam Lucky und stellt euch mal vor, hat die Kleene mich doch um ihre kleine Kralle gewickelt, mich den taffen Tommy?
Ihr werdet es nicht glauben, aber abgesehen von ein paar Kabbeleien, also ehrlich mal, die müssen einfach sein, lieben wir uns wirklich. Na ja, irgendwie hat die kleine Kesse hier die Oberhand gewonnen, weiß gar nicht, wie das passieren konnte.

Wollt ihr sie mal sehen? Das hier ist sie, eine kleine Schönheit, passend zu mir also.

Nun ist sie auch noch gewachsen und versucht, mir mein Körbchen, in dem ich so gerne liege, streitig zu machen. Also wie albern ist das denn? Da liegen wir zu zweit drin und eng ist es.

 Seht ihr, was ich meine?

Aber sie ist eigentlich ganz lieb und so darf sie hier auch bleiben.

Hier könnt ihr euch mal ein tagesaktuelles Bild von mir ansehen. Denn wenn ich nicht in meinem Körbchen liege, dann liege ich bei meinem Frauchen auf dem Drucker und gucke ihr zu oder ruhe ein wenig.


Wenn wir ganz lieb sind, dann dürfen wir uns bei Frauchen am Computer auch mal ein paar flotte Miezen ansehen, so wie hier:


Wisst ihr, was an einem Geburtstag das beste ist? Na die Geschenke, was denkt ihr denn?
Natürlich bekomme ich auch was zu meinem 5. Geburtstag.
Kerry und mein Frauchen haben sich nicht lumpen lassen, sie müssen mich wirklich lieb haben. Ich habe natürlich aufgepasst, dass sie auch nichts vergisst. Wollte ich doch schon mal die Stangen kosten, da hat sie mir die weggenommen beim Fototermin.
Aber zum Geburtstagsfrühstück gibt es bestimmt noch eine.

Hier nun ich mit meinen Geschenken:

Das soll es dann auch mal wieder von mir gewesen sein. 
Es war ein schönes Jahr mit meiner Lucky und ich bin froh, dass sie hier zu mir einziehen durfte.

Bis zum nächsten Mal
Euer Tommy

Montag, 29. April 2013

[Rezension] Meg Cabot - Abandon 01: Jenseits




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (18. Februar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442379679
ISBN-13: 978-3442379675
Originaltitel: Abandon
Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,4 x 3 cm

Inhalt gem. Blanvalet-Verlag:
Als Pierce Oliviera mitten im Winter in einen eiskalten Pool stürzt, stirbt sie. Die Ärzte kämpfen um ihr Leben – und können sie schließlich retten. Ein Wunder der Medizin, denken alle. Doch Pierce weiß es besser. Denn ihre Seele war an einem anderen, sehr unheimlichen Ort: der Unterwelt. Und nur durch einen Trick ist sie dem Herrscher über jene Welt entkommen. Niemand glaubt ihr, doch Pierce hat einen Beweis, dass sie dort war: Eine Kette, die gegen das Böse schützen soll, ein Geschenk des mysteriösen John Hayden, den sie dort traf. Doch was, wenn John das Böse ist?

Zum Buch:
Bei dem Versuch, einen Vogel zu retten, fällt die 15-jährige Pierce in einen Swimmingpool und verheddert sich in der Plane. Sie ertrinkt und ist ca. 1 Stunde tot. Plötzlich steht sie in einer Schlange an einem Fluß und wartet darauf, überzusetzen. Da sieht sie wieder diesen jungen Mann, den sie bereits mit 7 Jahren auf einem Friedhof getroffen hatte und der einen toten Vogel lebendig machen konnte.
Er schenkt ihr eine Kette, die sie vor dem Bösen, den Furien beschützen soll. Mit letzter Kraft reißt sie sich von ihm los und gelangt zurück ins Leben, das nie wieder so sein wird, wie es war, denn irgendwas oder irgendwer zieht sie immer wieder zurück.
Es geschehen seltsame Dinge, die immer ihr angelastet werden, dabei ist es immer von John Hayden ausgegangen, dem jungen Mann, den sie in der Unterwelt kennengelernt hatte. Aber niemand glaubt ihr.
Nach 2 Jahren zieht ihre Mutter mit ihr auf die Insel, wo sie geboren wurde, um mit Pierce einen Neuanfang zu wagen, aber wird ihnen das gelingen? ...

Meg Cabot, den meisten wahrscheinlich bekannt durch ihre Chick-lit-Romane versucht sich mit diesem Buch einmal mehr in einem anderen Genre. Es ist der 1. Teil einer Trilogie.

Mit John Hayden hat die Autorin einen Protagonisten geschaffen, der geheimnisvoll und mystisch erscheint. Er ist ernst, scheint unnahbar und verletzlich zu sein. Er ist immer zur Stelle, wenn Pierce in Bedrängnis gerät. John ist ein Wächter zur Unterwelt.

Pierce ist ein Mädchen, das sich durch ihre Nah-Tod-Erfahrung ins Abseits gebracht hat. Sie ist nicht mehr das junge unbeschwerte Mädchen, das sie einmal war. Schon immer dachte sie zuerst an andere, bevor sie an die Konsequenzen für sich selbst dachte. Durch die Kette, die ihr John in der Unterwelt schenkte, fühlt sie sich berufen, ihre beste Freundin zu beschützen. Sie ist sonderlich geworden und wird nicht ernst genommen. Dass sie trotz guter Vorsätze bei ihrer Freundin versagt, kann sie sich nicht verzeihen, aber sie will es nunmehr besser machen.

Die Handlung kommt anfangs recht stockend in Gang. Mittels Andeutungen wird aus Pierces Vergangenheit erzählt, aber leider sehr sporadisch und ziemlich zäh. Ein fortlaufender Erzählstrang hätte dem Buch ein wenig Tempo gegeben, anstatt sich dahinzuschleppen. Es dauert lange, bis der Leser wirklich im Bild ist, was alles in der Vergangenheit geschehen war.

Die Unterwelt ist noch ein wenig schwammig und in den Folgeteilen hoffentlich aussagekräftiger als hier im 1. Teil. John macht in diesem Buch das Geheimnisvolle aus, das Mystische. Auf seine Rolle im nächsten Teil bin ich am meisten gespannt, da er mich fasziniert hat.

Pierce ist durch ihre Nah-Tod-Erfahrung gereift, sie sieht viele Dinge völlig anders als Gleichaltrige. Auch wenn sie sich bemüht, in das Leben an der neuen Schule integriert zu werden, hat sie damit ihre Probleme.

Auch wenn die Autorin sonst keine Probleme hat, Liebesgeschichten zu schreiben, hier ist sie ihr nicht wirklich gut gelungen. Das war nicht das, was man von ihr gewöhnt ist, diese Liebesbeziehung fühlte sich für mich nicht wirklich an, eher zwanghaft gewollt. Schade eigentlich.
Ein wenig enttäuscht bin ich von dem Buch und ich habe lange überlegt, wieviel Pfötchen mir das Buch wert war. Ich wanke zwischen 3,5 und 4 Pfötchen, aber wir vergeben keine halben Pfoten und so habe ich mich für 4 Pfoten entschieden.
Es ist der Auftakt einer Trilogie, die ihren Ursprung in der griechischen Mythologie hat, der gedanklich sehr gut ausgearbeitet wurde.
Die Geschichte hat Potenzial und ich werde ganz sicher auch Teil 2 lesen, um mehr von John Hayden zu erfahren.


Reiheninfo:
Abandon 01: Jenseits 
Abandon 02: Underworld 
Abandon 03: Schattenliebe

Bewertung:





Zur Autorin:
(übernommen von Blanvalet)
Meg Cabot stammt aus Bloomington, Indiana, und lebt mit ihrem Ehemann und ihren zwei Katzen in New York City und Key West. Nach dem Studium hoffte sie auf eine Karriere als Designerin in New York und arbeitete währenddessen u. a. als Hausmeisterin in einem Studentenwohnheim. Mit großem Erfolg, denn immerhin ließ dieser Job ihr genügend Zeit, ihr erstes Buch zu schreiben. Inzwischen hat Meg Cabot mehr als 40 Romane verfasst und ist eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen der Welt. Ihre Plötzlich-Prinzessin-Romane wurden von Hollywood verfilmt.


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Von Meg Cabot wurden gelesen und rezensiert:


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Rod Rees - Demi Monde - Welt außer Kontrolle 01: Die Mission




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 608 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (21. Januar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442475678
ISBN-13: 978-3442475674
Originaltitel: The Demi-Monde 01 Winter
Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,6 x 4,8 cm

Inhalt gem. Goldmann-Verlag:
Ella Thomas hätte diesen Auftrag nie annehmen sollen. Aber für solche Gedanken ist es nun zu spät. Sie ist in einer Computersimulation gefangen und muss die Tochter des Präsidenten aus der virtuellen Welt der »Demi-Monde« retten. Die amerikanische Regierung entwarf diese Simulation einst als Trainingsgelände für Soldaten und schuf damit unwillentlich eine Falle, die immer mehr Menschen zum Verhängnis wird. Eigentlich ist Ella Jazz-Sängerin, doch nur sie konnte mit einer glaubhaften Tarnung in die Demi-Monde eingeschleust werden, und steht vor einer alternativen Realität, die ihre schlimmsten Albträume wahr werden lässt ...

Zum Buch:
Demi Monde ist eine Computersimulation, die geschaffen wurde, um Soldaten in Annahme von Ernstfällen zu schulen. Als in eben diese die Tochter des Präsidenten entführt wird, bittet man Ella Thomas, sie dort herauszuholen. Ella ist Jazz-Sängerin und hält das alles für einen schlechten Scherz. Aber nur sie ist in der Lage, dort glaubhaft aufzutreten und die Präsidententochter wieder zurückzubringen. Erst die Summe von 5 Mio. Dollar können sie zu diesem Einsatz überreden.
Sie tritt in eine Welt des Wahnsinns und bereut es mehr als einmal, sich auf diesen Deal eingelassen zu haben ...

In der Computersimulation Demi Monde ist das übelste aus der Realwelt vereint. Es finden sich Rassismus, Antisemitismus und Diktatoren, die die Realwelt je hervorgebracht hat, dort umgesetzt.

Norma Williams, die Präsidententochter, wird in Demi Monde als Dämon behandelt, sie wird gefangen genommen und verhört. Trixie Dashwood, fast gleichaltrig wie Norma, soll sie aushorchen.

Als Ella in Demi Monde ankommt, ist alles fremd für sie, sie hat arge Probleme, sich zurechtzufinden. Mittels eines implantierten Chips, der ihr den Zugang zu einer Datenbank ermöglicht, findet sie sich zurecht und erfährt durch Körperkontakt mit Personen die Informationen über diese. 
Sie trifft auf Vanka Maikow, mit dem sie sich zusammen tut und der ihr auch bei der Suche nach Norma hilft.

Das Buch spielt im Jahre 2018, also in naher Zukunft. Die Computertechnik ist soweit, dass das US-Militär mittels eines Computerprogramms eine allumfassende Ausbildung erfährt.
Ich für meinen Teil kann nur hoffen, dass es so etwas wie Demi Monde niemals geben wird.

Die Protagonistin Ella Thomas ist die Sympathieträgerin in diesem Buch. Sie ist blank und nur mittels 5 Mio. Dollar geneigt, sich auf dieses lebensbedrohliche Abenteuer einzulassen. Wie tief sie in die Demi Monde eintauchen muss, um überhaupt an Norma heranzukommen, hätte sie sich nie im Leben träumen lassen. Einmal drin in dem Computerspiel, setzt sie alles daran, auch erfolgreich zu sein. Denn eines ist ihr klar, stirbt sie in dem Spiel, stirbt auch ihr Körper in der realen Welt.

Zu einer für mich negativen Protagonistin entwickelt sich Trixie Dashwood. Anfangs behütete Tochter aus gutem Haus entwickelt sie sich in eine Führungsperson der Rebellion, die keinerlei Widerworte duldet und schon gar keine Zweifel an ihrer Person zulässt. Sie hat kein Empfinden mehr für Gut und Böse und zögert auch nicht, jemanden eigenhändig zu ermorden, nur weil er ihr nicht nach dem Mund redete.

Das Buch zu lesen ist keine leichte Lektüre. Es ist eine Dystopie, die zudem mit Fremdwörtern so um sich schlägt. Auch die Schreibweisen dieser Wörter wie HimPeril oder HerEtikalismus machen das Lesen nicht leicht. Zum Schluss des Buches gibt es ein mehrseitiges Glossar, in dem diese Begriffe erläutert werden.
Ich persönlich habe mich schwer getan, in dieses Buch hineinzufinden und es dauerte fast 200 Seiten, bis es mich dann gepackt hatte. 
Dieses Buch ist der 1. Teil und er endet mit einem Cliffhanger. Wer sich in der Geschichte verloren hat wie ich, möchte natürlich wissen, wie es weitergehen wird. Der Folgeband mit dem Titel "Der Widerstand" wird im Juli erscheinen.

Im inneren vorderen Klappenteil des Buches gibt es eine Karte, die Demi Monde darstellt. Es wird unterteilt in 5 Abschnitte, die jeweils durch einen Fluss getrennt wurden. Dieser vorliegende 1. Teil spielt vorwiegend in den Rookeries mit den Bezirken Berlin, Washington und London. Das ganze Demi Monde wird umgeben von "Das große Jenseits". Im inneren hinteren Klappenteil findet man die Karte zu den Rookeries.

Für Freunde der Dystopien ist dieses Buch ein absolutes Muss und wenn man den Anfang geschafft hat, erwartet den Leser Lesevergnügen pur.
    
Bewertung:




Zum Autor:
(übernommen vom Goldmann-Verlag)
Rod Rees hat in seinem Leben schon viele verschiedene Kulturen kennengelernt. Er ist durch Afrika, den Mittleren Osten, Bangladesch und Russland gereist und hat längere Zeit in Qatar, Teheran und Moskau verbracht. In Dhaka hat er eine pharmazeutische Fabrik aufgebaut, in Moskau ein Satelliten-Kommunikationsnetz errichtet und in Großbritannien ein Hotel designt. Inzwischen konzentriert er sich ausschließlich aufs Schreiben und lebt mit seiner Frau Nelli und ihren zwei gemeinsamen Kindern in der Nähe von Derby, England.



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Sabine Klewe - Louis / Salomon 02: Die weißen Schatten der Nacht




Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (20. Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442479487
ISBN-13: 978-3442479481

Inhalt gem. Goldmann-Verlag:
Ein ermordetes Mädchen. Eine schockierende Entdeckung. Und zwei Ermittler, die mit ihrer eigenen Vergangenheit kämpfen.
Düsseldorf in der Vorweihnachtszeit. Die zehnjährige Antonia Bruckmann wird mit gebrochenem Genick zu Hause aufgefunden. Zahlreiche Hämatome und Abschürfungen sprechen gegen einen Unfall. Bei der Obduktion stellt sich obendrein heraus, dass das Mädchen nach seinem Tod missbraucht wurde. Die Kommissare Lydia Louis und Christopher Salomon stehen vor einem Rätsel: Ist Antonia das Zufallsopfer eines Perversen geworden, oder haben sie es mit einem Fall von häuslicher Gewalt zu tun? Ihre Ermittlungen führen Louis und Salomon zu der mysteriösen Leonie – und zu einer Wahrheit, die sie lieber nie herausgefunden hätten ...

Zum Buch:
Als die Ermittler Lydia Louis und Christopher Salomon an den Tatort kommen, finden sie ein totes, zehnjähriges Mädchen vor, das von einer Treppe gestürzt ist oder gestoßen wurde. Im Gesicht hat sie Kratzspuren und offensichtlich wurde sie nach ihrem Tod vergewaltigt. Die Eltern sind untröstlich und der Vater verdächtigt sofort einen Exhibitionisten, der in der Gegend sein Unwesen treibt.
Louis und Salomon ermitteln in viele Richtungen, die sich auftun und stoßen auf ein gleichaltriges Mädchen namens Leonie. Wie sind die Zusammenhänge, was verbergen die Eltern, wieso ist Leonie nicht auffindbar und was wird sich ihnen noch im Laufe der Ermittlungen offenbaren? ...

Als Lydia Louis und Christopher Salomon an den Tatort gerufen werden, ahnen sie noch nicht, in welche Richtung ihre Ermittlungen laufen und auf welche dramatische Weise sie den Fall lösen werden.
Zu viele Ungereimtheiten tun sich auf. Das seltsame Verhalten der Eltern der toten Antonia, der Exhibitionist, die Freundin Nora und das nicht auffindbare Mädchen Leonie.
Viele lose Enden, die die Autorin letztendlich erfolgreich verknüpft.

Das Buch beginnt mit einem Prolog und einem Ereignis, das vor 10 Jahren in der Ukraine stattfand. Lange rätselte ich, wie an der Stelle die Zusammenhänge sein mögen, denn das vorliegende Buch spielt vornehmlich in Düsseldorf ohne erkennbare Zusammenhänge mit der Vergangenheit. Dieses Rätsel wird erst mit dem Epilog gelöst, wenn man nicht schon vorher eine Ahnung darauf hat. 

Gekonnt lässt die Autorin ihre Ermittler an mehreren Strängen arbeiten, auch wenn anfangs keine Zusammenhänge erkennbar sind.
Für das Ermittlerduo Louis und Salomon ist es der zweite gemeinsame Fall. Sie haben sich zusammengerauft und für den Leser, der den ersten Teil nicht kennt, wird zwischendurch kurz auf Ereignisse zurückgegriffen, so dass man dieses Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen kann. 
Ich für meinen Teil bin auf die Hinweise zum vorhergehenden Fall so neugierig geworden, dass ich diesen auch lesen werde, schon, um einige Zusammenhänge noch im nachhinein besser verstehen zu können.

Beide Ermittler lernt der Leser auch von ihrer privaten Seite kennen. Sie haben beide ein Vorleben und einen Knacks weg, das sie aber einerseits auch menschlich wirken lässt.
Salomon ist geschieden. Seine Ehe scheiterte an dem Versuch, das Verschwinden ihrer damals 5-jährigen Tochter zu verarbeiten. Diese ist bis heute verschwunden und es gibt kein Lebenszeichen. Umso schlimmer ist dieser Fall für Salomon, denn seine Tochter wäre genau in dem Alter wie Antonia und er zieht des öfteren Parallelen zwischen den Mädchen.
Louis lebt allein, trinkt und geht abends auf Männerjagd, die sie in Bars aufgreift. Warum das so ist, kam leider nicht zur Sprache, so dass ich vermute, dass das auch Thema von Teil 1 war.

Zu Salomon konnte ich gleich einen Sympathiebogen spannen, was mir bei Louis zugegebenerweise schwer fällt. Sie ist mir ein wenig zu dominant und vorherrschend, obgleich sie in ihrer Arbeit sehr effizient und erfolgreich ist.

So nebenbei läuft noch ein anderer Strang mit, bei dem der Kollege Thomas Hackmann eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Dieser Strang läuft aber so, dass er neugierig macht auf den nächsten Teil, weil es hier kein Ende gibt und ein warum auch nicht zu erfahren war.

Für mich war es das erste Buch von Sabine Klewe und ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht das letzte von ihr gewesen ist.


Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen vom Goldmann-Verlag)
Sabine Klewe, Jahrgang 1966, arbeitet als Schriftstellerin, Übersetzerin und Dozentin in Düsseldorf und hat zahlreiche Kriminalromane veröffentlicht. »Der Seele weißes Blut« ist der erste Fall für das Düsseldorfer Ermittlerduo Lydia Louis und Christopher Salomon.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei 
und dem Verlag 

bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 28. April 2013

[Neuzugänge] der 17. KW 2013

Schon wieder ist eine Woche ins Land gezogen, die letzten Tage des 4. Monats des Jahres sind da. Bei uns ist alles wie gehabt - mit anderen Worten: Es gab neue Bücher!!!

Kerrys Neuzugänge:



Kleeblatts Neuzugänge:


Steinegger, Hanna - Kein gewöhnliches Leben
Tamm, Philip - Herrengedeck 
Kinsella, Sophie - Reizende Gäste
Wagner, Fanny / Birk, Carolin - Garantiert wechselhaft

Für Informationen zu den Büchern bitte auf das jeweilige Bild klicken  

und dieses Buch


Wir wünschen einen schönen Sonntag

Kleeblatt und Kerry

Samstag, 27. April 2013

[Rezension] Markus Walther - Buchland


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 241
ISBN: 978-3-862-82186-0
Erscheinungstermin:
März 2013
Preis: 1
2,90 EUR (D)
Format: Taschenbuch
Verlag: ACABUS


Klappentext gem. ACABUS:
Dieses Antiquariat ist nicht wie andere Buchläden!
Das muss auch die gescheiterte Buchhändlerin Beatrice feststellen, als sie notgedrungen die Stelle im staubigen Antiquariat des ebenso verstaubt wirkenden Herrn Plana annimmt. Schnell merkt sie allerdings, dass dort so manches nicht mit rechten Dingen zugeht:
Wer verbirgt sich hinter den so antiquiert wirkenden Stammkunden „Eddie“ und „Wolfgang“? Und welche Rolle spielt Herr Plana selbst, dessen Beziehung zu seinen Büchern scheinbar jede epische Distanz überwindet?
Doch noch ehe Beatrice all diese Geheimnisse lüften kann, gerät ihr Mann Ingo in große Gefahr und Beatrice setzt alles daran, ihn zu retten. Zusammen mit Herrn Plana begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch das mysteriöse Buchland. Dort treffen sie nicht nur blinde Buchbinder, griechische Göttinnen und die ein oder andere Leseratte, auch der Tod höchstpersönlich kreuzt ihren Weg.
Und schon bald steht fest: Es geht um viel mehr, als bloß darum, Ingo zu retten. Vielmehr gilt es, die Literatur selbst vor ihrem Untergang zu bewahren!


Rezension:
Als Beatrice Liber ihren neuen Job im Antiquariat von Herrn Plana antritt hätte sie mit allem gerechnet, aber nicht damit, dass sich von diesem Tag an ihr Leben komplett ändern wird. Bis jetzt hatte Beatrice wenig Glück in ihrem Leben. Ihr Mann Ingo ist arbeitslos und dem Alkohol mehr als nur zugetan, sie musste ihre eigene Buchhandlung schließen und auch der Tod ihrer kleinen Tochter zehrt an ihren Kräften. Eigentlich keine guten Voraussetzungen, um einen neuen Job anzufangen, aber ohne Bücher zu leben, das geht für Beatrice auch nicht. Sie ist sich nicht sicher, ob sie das Angebot von Herrn Plana annehmen will, aber anschauen will sie es sich schon.

Irgendetwas ist merkwürdig in diesem Antiquariat, dass ist Beatrice schnell klar. Der Keller, der als Lager dient, scheint gigantische Ausmaße zu haben und auch das Klientel ist, nun ja, einzigartig. Eddie zum Beispiel sieht genau so aus wie Edgar Allen Poe und bei einer Lesung eines E-Book-Autoren (er ist der beste Autor der Welt, laut eigener Meinung, doch noch niemand hat sein Genie erkannt - warum wohl?) lernt sie Wolfgang kennen, der sich ihr wirklich als (Johann) Wolfgang von Goethe vorstellt. Als sie in dem gigantischen Keller auch noch ihr eigenes Buch entdeckt, ein Buch, von dem nur sie weiß, das nie gedruckt wurde, weiß sie, dass irgendwas nicht stimmt.

Was sie jedoch noch nicht weiß, Herr Plana ist ein Auktoral und es ist seine Aufgabe dafür zu sorgen, dass sie ihr naturgegebenes Talent zum Schreiben endlich nutzt und sich der Schriftstellerei nicht weiter verwehrt. Denn nicht nur ihr eigenes Schicksal hängt davon ab, dem ganzen Buchland droht der Untergang. Beatrice jedoch hat erst ein Einsehen, als ihr Mann Ingo in Gefahr gerät. Zusammen mit Herrn Plana macht sie sich auf ins Buchland, um Ingo zu retten und allen Gefahren zu trotzen. Doch, ist es überhaupt noch möglich, das Schicksal aufzuhalten oder verliert sie nach allem, auch noch ihren Mann?


Tauche ein ins Land der Bücher! Der Plot wurde detailliert und bildgewaltig ausgearbeitet und was soll ich sagen außer: Ich will ins Buchland, jetzt, sofort - lasst mich doch bitte in diesen Keller!!! Den Schreibstil empfand sehr angenehm zu lesen, ja schlimmer noch, ich war dermaßen fasziniert von der Welt, in die der Autor mich eingeführt hat, dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen mochte. Die Figuren wurden allesamt facettenreich und tiefgründig erarbeitet, wobei ich gerade die Figur der Beatrice ausgesprochen faszinierend fand. Die Liebe zu Büchern kann ich bei ihr durchaus nachvollziehen, aber wie sie es geschafft hat an ihrem bisherigen Schicksal nicht zu zerbrechen, dass ist das, was ich an ihr voll und ganz bewundere. Abschließend kann ich sagen: Ein wundervolles Buch über das Land, in dem die Bücher leben (!) und ich hoffe baldmöglichst auf weitere Werke des Autoren.


Bewertung

Der Autor:
Markus Walther, geboren 1972 in Köln, lebt seit 2006 mit seiner Frau und zwei Töchtern in Rösrath. Als ausgebildeter Werbetechniker begeisterte er sich bald für die Schriftgestaltung und machte sich 1998 als Kalligraph selbstständig. Der Schwerpunkt seiner schriftstellerischen Arbeit liegt in der Gattung der Kurz- und Kürzestgeschichte. Die Gratwanderung zwischen Klischee und Pointe, Independent und Mainstream führt ihn seither quer durch sämtliche Genres der Bücherwelt. (übernommen von ACABUS)
Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim



bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.


[Rezension] Hans-Peter Grünebach - Sir Archibalds Seelenreise


Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 207
ISBN: 978-3-845-90514-3
Erscheinungstermin:
1. Dezember 2012 (1. Auflage)
Format: Taschenbuch
Verlag:
AAVAA

Leseprobe


Klappentext gem. AAVAA:
Der feinfühlige Münchner Jungjournalist Marcel Bouchard reist mit Sir Archibald, seinem treuen Gefährten, ans Meer. Er findet an einer Lagune sein Paradies. Marcel schreibt an einem Essay, bis er, aus Sehnsucht und aus Kummer um den zwischenzeitlich verunglückten Archibald, Hilferufe verschickt. Bald ist Marcel von einem Kreis starker Frauen umgeben. Es folgen turbulente Strandtage mit Romanzen, Heilungen, dem Verschwinden einer jungen Österreicherin und einem handfesten Skandal, der die Fischer gegen die Fremden aufbringt. Dass Archibald die Reise weiter miterlebt, nehmen selbst diejenigen nicht wahr, die an Wiedergeburt glauben. Archibald erzählt dazu seine eigene, spektakuläre, niemals vorher dagewesene Geschichte, die berührt, Vorurteile vertreibt und Hoffnungen erweckt.


Rezension:
Eigentlich wollte der Journalist Marcel Bouchard mit seiner Freundin Isabell ein paar schöne Tage in Portugal verbringen und an seinem Essay schreiben, doch noch kurz vor Urlaubsbeginn trennte sich diese von ihm, sodass Marcel, zusammen mit seinem Hund Archibald, die Reise allein antritt. Er ist nicht unzufrieden mit seiner Situation, hat er doch den Rauhaardackelrüden Archibald an seiner Seite und auch alte und neue Freunde begleiten ihn auf seiner Reise. Noch in München trifft er sich mit seinen niederländischen Freunden Adri und Trijnie, welche zu einem späteren Verlauf seiner Reise zu ihm stoßen wollen.

Ursprünglich war im Urlaub die gemeinsame Pilgerung des Jakobswegs geplant, um die Festigkeit der Beziehung zwischen Marcel und Isabell zu prüfen - diese Prüfung überstand noch nicht einmal die endgültige Planung. Also setzt sich Marcel in sein altes Auto, schnappt sich Archibald und los geht es. Doch mitten im Nirgendwo ihrer Reise beginnt das, womit niemand gerechnet hat, obwohl Archibald bereits ein stolzes Alter erreicht hatte. Archibald stirbt und lässt Marcel gebrochen zurück. Diesem bleibt nichts anderes übrig, als seinen jahrelangen treuen Begleiter vor Ort zu begraben und seine Reise nunmehr allein und einsam fortzuführen. Was Marcel jedoch nicht ahnt - Archibald ist weiter bei ihm, nicht als Geist, sondern als wiedergeborener Kakerlak, denn Archibald kann Marcel einfach nicht alleine lassen, irgendwer muss ja auf ihn aufpassen.

Allein und einsam erreicht Marcel schlussendlich Portugal und beschließt, dort erst einmal, im Rahmen Der familiären Atmosphäre seiner Wirtin, zur Ruhe zu kommen und tatsächlich gelingt es ihm, nach und nach neuen Lebensmut zu finden. Doch ganz alleine wird er es nicht schaffen, das weiß er, sodass er in einem sehr einsamen Moment einen Hilferuf abschickt - und die Resonanz ist überwältigend. Archibald derweil beobachtet als Kakerlak den weiteren Verlauf und muss sich endlich schlüssig werden, wie er Marcel von seiner Wiedergeburt als Kakerlak in Kenntnis setzt und zwar so, dass Marcel ihm nicht vor Schreck gleich wieder ein vorzeitiges Ende setzt.


Ein entzückendes Buch über Freundschaft, Familie und Wiedergeburt! Den Plot empfand ich als detailliert und bildgewaltig ausgearbeitet, ich konnte förmlich den Sand am Strand zwischen meinen Füßen spüren, das Wasser um meinen Körper und die Sonne auf meiner Haut - ein Buch, perfekt für einen Urlaub, auch wenn man gerade keinen hat. Die Figuren wurden allesamt facettenreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass jede Figur einzigartig war, keine glich auch nur im entferntesten der anderen, sodass eine jede Figur einen sehr hohen Wiedererkennungswert hat. Auch fand ich die Idee, Archibald als Kakerlak wiederauferstehen zu lassen und diesen mit Handeln und Denken auszustatten, ausgesprochen hinreißend fand, obwohl ich allgemein mit derlei Krabbelgetier nicht wirklich etwas anfangen kann. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass sich das Buch eigentlich wie von selbst gelesen hat. An einigen Stellen hätte ich mir dennoch etwas mehr Dramatik gewünscht, was dem Lesefluss und Lesegenuss jedoch keinen Abbruch getan hat.

Bewertung: 


Der Autor:
Hans-Peter Grünebach ist 1948 in Bogen a.d. Donau geboren und in Garmisch-Partenkirchen und München aufgewachsen. Weitere Stationen seines Lebens führten ihn u.a. nach Berlin, in die Niederlande, nach Italien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Afghanistan. Ziele von Studienreisen waren Russland, die USA und China. Er ist Verfasser von friedenspolitischen Schriften, Beiträgen in Anthologien, schrieb Kurzgeschichten, politische Gedichte, romantische Lyrik, ein Theaterstück und einen Kriminalroman. Heute lebt der Autor in Polling bei Weilheim/Obb. (übernommen von AAVAA)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei


bedanken, der mir dieses Buch völlig überraschend zugesandt hat. Solche Überraschungen im Briefkasten finde ich toll ^^

[Rezension] Achim Peters - Mythos Übergewicht - Warum dicke Menschen länger leben


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 272
ISBN: 978-3-570-10149-0
Erscheinungstermin:
18. Februar 2013 (2. Auflage)
Preis: 1
9,99 EUR (D), 20,60 EUR (A), 28,50 CHF
Format:
Hardcover
Verlag:
C. Bertelsmann


Klappentext gem. C. Bertelsmann:
Dicksein macht nicht krank, sondern schützt sogar vor Krankheit. Der wahre Grund für das Dickwerden ist Stress. Diäten sind sinnlos, gefährlich und nur ein milliardenschweres Geschäft. Diese provokanten Thesen stehen im Zentrum des neuen Buches von Achim Peters. Er zeigt auf, dass es kein Übergewicht gibt, sondern nur ein aus der individuellen Lebenssituation erwachsendes Gewicht, das exakt dem Energiebedarf des Gehirns entspricht. Wenn Menschen sich unterdrückt, unverstanden, bedroht fühlen, reagiert das Gehirn mit einem Überlastungsschutz. Aber dieser ist energetisch kostspielig und verlangt: essen! Nur so kann der Gehirnstoffwechsel und das Stresshormon Kortisol, das uns auf Dauer krank macht, ausgeglichen gehalten werden. Dicken Menschen gelingt das leichter, Dünne sind viel gefährdeter.
Achim Peters wendet sich entschieden gegen die Diskriminierung von dicken Menschen und zeigt, wie jeder sein persönliches Stresssystem in ein gesundes Gleichgewicht bringen kann.


Rezension:
Im Laufe der letzten Jahrhunderte wandelte sich das Schönheitsideal. Waren eins üppige Formen gefragt, sind nunmehr, im Zeitalter, wo ein jeder in Industrienationen genügend Nahrung und Wohlstand erfährt, eindeutig überschlanke Erscheinungen begehrenswert. Doch wie kommt das überhaupt und leben dicke Menschen wirklich mit erhöhtem Risiko für sogenannte Zivilisationskrankheiten und steuern einem früheren Ende entgegen, als schlanke? Wie kommt es überhaupt, dass manche Menschen dick werden, während andere, die dieselbe Nahrung zu sich nehmen und zum Teil sogar mehr und ungesünder essen, auf ewig schlank bleiben? In diesem Buch hat sich der Autor aufgemacht, mit Vorurteilen aufzuräumen und Erklärungen zu liefern, warum wir Menschen (figürlich) so sind, wie wir sind.

Gleich zu Beginn klärt der Autor auf, dass die körperliche Veränderung des Menschen mit seinem Stressmanagement unmittelbar verbunden ist. In stressfreien Zeiten hat der menschliche Körper die Veranlagung, durchweg schlank zu sein. Doch mal ehrlich, gerade in der heutigen Zeit, wer steht da nicht unter Stress - immer und überall? Sobald jedoch das Stressmanagement in Kraft tritt, beginnen die Veränderungen an unseren Körpern. Einige werden dick, während sich andere scheinbar gar nicht verändern - doch dies nur auf den ersten Blick. Auch in dünnen Menschen gehen Veränderungen vor, diese merken sie nur nicht so schnell und diese Veränderungen erweisen sich bei den dünnen Menschen zum Teil als tödlich, denn: Zur Jahrtausendwende begannen Nierenspezialisten das sogenannte "Gewichtsparadoxon" zu untersuchen, denn wenn es in der Theorie heißt, ein schlanker Körper wäre gesund und könne besser mit Krankheiten umgehen, so sieht es in der Realität so aus, dass Krankheiten wie Nierenversagen, Schlaganfälle, Hirnblutungen, Herzinfarkte, Herschwäche, Lungenversagen, Leberversagen, Blutvergiftungen und Diabetes Typ 2 eher von dicken Menschen überlebt werden, als von dünnen.

In diesem Buch klärt der Autor klar und verständlich auf, warum, wieso und weshalb gerade dicke Menschen, deutlich bessere Überlebenschancen haben als dünnere und an den meisten Mythen zum Thema Übergewicht, nichts dran ist. Wobei hier anzumerken ist, dieses Buch ist kein Diät-Buch, es soll lediglich über Fakten aufklären!


Ein überaus interessantes und informatives Sachbuch zum Thema Übergewicht! Der Aufbau des Buches hat mir unheimlich gut gefallen. Zu Beginn klärt der Autor über geschichtliche Veränderungen der Körperbetrachtung auf und, was ich wahnsinnig faszinierend finde, er räumt von vorne bis hinten mit den gängigen Vorurteilen gegen dicken Menschen auf. Das Buch wurde sprachlich so angelegt, dass auch ich als Laie durchaus behaupten kann, es verstanden zu haben und überhaupt konnte ich mir das ein oder andere zynische Lächeln nicht verkneifen, wenn so manches Vorurteil untersucht und von vorne bis hinten widerlegt wurde, denn mal ehrlich, auch ich gehöre zu denjenigen, die mit bestimmten Krankheiten besser klarkommen müsste, als andere - wenn ihr versteht was ich meine.


Bewertung


Der Autor: 
Professor Dr. med. Achim Peters, geboren 1957, ist Hirnforscher, Endokrinologe und Diabetologe. Er leitet die interdisziplinäre Forschergruppe "Selfish Brain" an der Universität Lübeck. 2011 erschien sein Bestseller "Das egoistische Gehirn". (übernommen von Randomhouse)


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 


bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Freitag, 26. April 2013

[Rezension] Brigitte Teufl-Heimhilcher - Papst 01: Die andere Schwester des Papstes



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 146 Seiten
Verlag: Brigitte Teufl-Heimhilcher; Auflage: 1., Aufl. (4. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 395034781X
ISBN-13: 978-3950347814
Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,8 x 1,4 cm

Inhalt gem. HP der Autorin:
Anlässlich der Amtseinführung von Papst Leo XV berichtet die Presse ausführlich über seine Schwester Maria, einer Klosterschwester. Doch dann entdeckt ein findiger Journalist, dass der Pontifex noch eine Schwester hat. Aber die passt nicht ins päpstliche Bild. Katharina hat eine uneheliche Priester-Tochter, ist geschieden, glücklich wiederverheiratet und unterstützt auch noch die Reforminitiative!
Dennoch bewegt dieser Bericht den Pontifex dazu, sich anlässlich eines Heimatbesuches mit Katharina zu treffen. Doch damit nicht genug. Eine höchst unpassende Krankheit zwingt ihn, ihre Dienste als Ärztin in Anspruch zu nehmen. So kehrt der Papst inkognito zurück und höchst unterschiedliche Standpunkte prallen aufeinander.
Wird es Katharina gelingen, Leo ihre Ideen näher zu bringen?

Zum Buch:
Katharina ist Ärztin, hat eine uneheliche Tochter von einem Priester, sie ist geschieden und in zweiter Ehe verheiratet, aber nicht mit kirchlichem Segen. Eigentlich ist an Katharina nichts besonderes, nur eines unterscheidet sie von allen anderen Frauen ... ihr Bruder ist der Papst. Aufgrund des Lebenslaufes von Katharina entscheidet dieser, ihre Verbindung nicht öffentlich zu machen, zumal er ja glücklicherweise noch seine Schwester Maria hat, die Klosterschwester ist und mit der er Kontakt hält.
Nun rückt der Welt-Jugend-Tag in Wien näher, an dem der Papst teilnehmen wird und bei Katharina kreuzt ein Journalist auf, der sie auf ihre Verbindung zum Papst befragt. Auch tritt die Frage auf, wird der Papst seine Schwester besuchen?
Der Journalist wusste nicht, dass Katharina und ihr Bruder sich in 20 Jahren nur 2 x getroffen haben, das letzte Mal bei der Beerdigung ihrer Mutter, nach der sie im Streit auseinander gegangen sind. Zuviel war passiert, bei dem sich ihr Bruder in ihr Leben eingemischt hat.
Katharina hat nichts gegen ein Treffen mit ihrem Bruder, unter der Bedingung, dass auch ihr Mann mit eingeladen wird.
Wird der Papst es schaffen, über seinen eigenen Schatten zu springen und wird es ein Treffen zwischen den Geschwistern geben? ...

Wie aktuell das Buch der Autorin ist, hätte sie sich sicher auch nicht träumen lassen.
Sie schreibt noch im Buch, dass man Papst auf Lebenszeit ist, aber der aktuelle Fall von Papst Benedikt XVI zeigt auf, dass es auch anders geht, man tritt zurück.

Katharina und Leo, ihr Bruder und gleichzeitig der Papst, haben sich nichts zu sagen. Sie sind vor Jahren im Streit auseinander gegangen und haben zwischenzeitlich keine Annäherung gesucht.
Nun provoziert durch den Zeitungsartikel des Journalisten rückte Katharina ein wenig in die Öffentlichkeit, so dass sich nunmehr auch ein privates Treffen nicht mehr verhindern lässt.
Bei diesem erkennt Katharina, dass es ihrem Bruder nicht gut geht. So ruft er sie als Ärztin auch den nächsten Tag, damit sie ihn behandelt. Sie hat gerade erst ein Buch geschrieben über Allergiebehandlung und stellt bei Leo zahlreiche Lebensmittelallergien fest. Da diese Allergien eine umfangreiche Behandlung erfordern, wird organisiert, dass Leo offiziell zwar abreist, aber inkognito zur Behandlung wieder bei Katharina erscheint und bei ihr einzieht.
Er ist ein ungeduldiger Patient und zudem auch von all dem überzeugt, wozu die Kirche steht.
Nun bekommt er wieder Kontakt zu einer früheren Freundin von ihm und muss erfahren, dass nicht nur sie die Reforminitiative der Kirche beführwortet.

Katharina steht für vieles, was gegen den Glauben ihres Bruders geht. Er tut sich schwer im Umgang mit Katharinas Mann, denn nach dem Glauben der Kirche sind sie nicht verheiratet.
Es wird gezeigt, wie Leo in Katharinas Leben eingegriffen hat, damit über allem Übel, wie eine uneheliche Tochter und das auch noch von einem Priester, das Mäntelchen der Ehrbarkeit gezogen werden kann. Der Spruch "scheinheiliger als der Papst" bekommt angesichts seiner Machenschaften eine neue Dimension.
Aber Leo wird auch mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert, mit Erika, einer Studienkollegin. Auch durch die Gespräche mit ihr beginnt ein ganz langsames Umdenken von Leo, er sieht viele Dinge anders, auch wenn er sich nicht in der Lage sieht, diese zu ändern.
Die Dogmen der Kirche sind festgefahren und bedürfen dringend einer Reform, die Erika und auch Katharina unterstützen.

Katharina ist in diesem Buch die Sympathieträgerin. Leo zu Beginn des Buches reichlich von sich eingenommen und überzeugt, ein wahrer Diener der Kirche.
Das langsame Umdenken seinerseits erscheint mir zwar wünschenswert, aber in der Realität utopisch, aber träumen darf man ja schließlich.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und das Buch lässt sich gut lesen.
Der Roman ist ab und an mit östereichischen Worten bestückt, die ich nicht immer verstanden habe. Da es aber nicht so viele waren, die mir unbekannt waren, störte es den Lesefluss nicht.

Ein Buch, das dem Leser einen kleinen Blick in die Belange der katholischen Kirche gewähren ließ und mit einem Ende, das zwar wünschenwert wäre, aber nicht wirklich real ist.

Reiheninfo:
Papst 01: Die andere Schwester des Papstes
Papst 02: Als Papst lebt man gefährlich


Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen von ihrer HP)
Geboren: 1955, im Zeichen des Zwillings
Wohnort: Wien
Beruf: Immobilienbewerter und Autorin
Verheiratet
Lebensmotto: Jeder Mensch kann glücklich sein, wenn er nur will.
Lesestoff: unterhaltsame Belletristik, Gesellschaftsroman
Literarische Vorbilder: Utta Danella, Erich Kästner, Georgette Heyer
Sportliche Aktivitäten: Spaziergänge mit und ohne Golfschläger.
Hobbies: Kochen, Essen, Kommunizieren.


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin


bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte.

Von Brigitte Teufl-Heimhilcher wurden gelesen und rezensiert:



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt