Freitag, 31. Mai 2013

[Leseliste] von Kleeblatt für Juni 2013

Nur gut, dass es im Mai soviele Feiertag gab, so dass man seinem Lesevergnügen genügend Zeit einräumen konnte. Geschafft habe ich eine ganze Menge, wenn auch nicht alle Bücher, was ich ehrlich gesagt, auch nicht erwartet hatte.
Nun schauen wir mal, was der Juni so schönes für mich bereit hält.
   
Noch zu lesende Bücher: 09

Rezensionsexemplare:
Skov, Leonora Christina - Das Turmzimmer
Harvey, Sarah - Bitte nicht füttern
Roberts, Aileen P. - Elvancor 01: Das Land jenseits der Zeit
Knox, Amanda - Zeit, gehört zu werden
Steinegger, Hanna - Kein gewöhnliches Leben
Stevens, Taylor - Mission Munroe 02: Die Sekte
Beil, Brigitte - Ein Brief aus England
Steffan, Kristina - Nicht die Bohne
Legardinier, Gilles - Julie weiß, wo die Liebe wohnt
Callahan Henry, Patti - Die Schwere des Lichts
Jung,Ina / Lemmer, Christoph - Der Fall Peggy
Walter, Jess - Schöne Ruinen

Bücher für die Blanvalet - Challenge:
Roberts, Nora - Die letzte Zeugin
Child, Lee - Outlaw

Phillips, Susan Elizabeth - Wer ja sagt, muss sich wirklich trauen

E-Books:
Winter, Claudia - Heul doch, Paulina! 
Richling, Sabine - Gefühlschaos inklusive
Ollmert, Anja - Hinter Türen
Friedrich, Anita - Sebastian und das große Geld

Arnold, Kajsa  - Reservierung für Lucky One

Bücher für zwischendurch:
Schier, Petra - Frevel im Beinhaus
Boltz, Tim - Linksträger
Charbonneau, Joelle - Die Auslese: Nur die Besten überleben

Für das Themenlesen von Lovelybooks
Banks, Maya - Breathless 01: Gefährliches Verlangen
Engelmann, Gabriella - Inselsommer


Bücher für Leserunden

Mommsen, Janne - Omas Erdbeerparadies



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Mila Roth - Janna und Markus 04: Operation Maulwurf



Leseprobe



Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 298 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 172 Seiten
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00CWHIANI


Inhalt gem. HP von Mila Roth:

Wer verbirgt sich hinter der Maske?
Nur knapp kann Agent Markus Neumann verhindern, dass Janna Berg vom Anführer der terroristischen Vereinigung Söhne der Sonne entführt wird. Um sie vor weiteren Übergriffen zu schützen, soll er ihr fortan nicht mehr von der Seite weichen. 
Gleichzeitig laufen die Ermittlungen des Geheimdienstes auf Hochtouren: Wer verbirgt sich hinter dem geheimnisvollen Burayd und gibt es möglicherweise einen Verräter im Institut?
Janna und Markus kommen der Lösung dieses Rätsels gefährlich nahe …

Zum Buch:
Burayd hat nunmehr mehrere Schlappen durch Janna und Markus hinnehmen müssen. Nun muss etwas geschehen. Er heckt einen bösen Plan aus. 

Vor Janna, die gerade dabei ist, ihre neue Wohnung zu tapezieren, steht plötzlich Burayd mit gezogener Waffe und will sie mittels Sprengsatz aus dem Weg räumen. 
Markus, der nur pro forma abends noch unterwegs ist und sehen will, dass bei Janna alles in Ordnung ist, sieht dies durchs Fenster und kann so das schlimmste verhindern. Leider gelingt es ihm nicht, Burayd festzusetzen, so dass dieser wieder einmal flüchtig ist. 
Markus und das Institut wissen schon seit einiger Zeit, dass es einen Maulwurf in ihren eigenen Reihen gibt. Wer kann das sein, wer verrät sie? Nun ist auch noch der stumme Alarm, den Janna abgesetzt hatte, nicht gehört worden, jetzt wird in alle Richtungen ermittelt, die eigene Abteilung fast lahmgesetzt.
Wird es ihnen gelingen, den Maulwurf zu finden? ...

Burayd, einer der Mitglieder der Vereinigung "Söhne der Sonne", will seine Misserfolge rächen und eine der Schuldigen, Janna, aus dem Verkehr ziehen. Er plant, ihr Haus in die Luft zu sprengen. Sie und Markus haben mehrfach seine Pläne durchkreuzt und so sieht er sich gezwungen, das zu ändern.
Nur durch einen glücklichen Zufall, den Markus herbeiführte, misslingt die geplante Aktion Burayds, der daraufhin flüchtig ist.
Niemand kennt sein wahres Gesicht, so dass die Ermittlungen, die zu seiner Ergreifung führen sollen, nicht zum Erfolg führen.
Erschwerend musste das Team um Markus Neumann erkennen, dass es in ihrer Organisation einen Maulwurf gibt, der geplante Einsätze zum Teil vereitelte oder gar behinderte. Das Misstrauen ist groß, die Frage, wer es denn sein möge, schwebt über alle. Der Teil der Organisation ist fast lahmgelegt, da man kein Risiko eingehen möchte.

Wieder einmal hat Petra Schier unter dem Pseudonym Mila Roth eine weitere Episode mit dem Traumteam Janna und Markus geschrieben. Gleich zu Beginn steigt sie voll in die Story ein und schürt den Leser mit Spannung an. Diese hält sie auch auf einem hohen Level das ganze Buch über. Die Frage, wer der Maulwurf ist, stellt sich nicht nur das Team, ich stellte sie mir als Leser auch ständig. Meine Vermutungen, die ich diesbezüglich hatte, waren völlig falsch, wurden ständig umgeschmissen und neu sortiert. Die Auflösung kam für mich schon überraschend.

So langsam kommen sich auch Janna und Markus näher, wenn auch noch nichts weiter passiert ist. Die Gedanken Jannas gehen in Richtung Markus und lassen den Leser auf mehr hoffen.
Ich hoffe, dass uns die Autorin diesbezüglich nicht mehr lange zappeln lässt, so dass auch ein wenig Liebe mit in die Story einziehen kann.

Wieder war es ein Erlebnis, die beiden sympathischen Protagonisten Janna und Markus zu begleiten. Die beiden sind mir ans Herz gewachsen und ich freue ich mich schon immer zu wissen, wenn bald der nächste Teil erscheinen wird.
Der Plot ist gut durchdacht und überzeugend umgesetzt. Eine sehr gute Recherche der Autorin rundet das ganze Lesevergnügen ab.

Ich kann, wie schon die vorhergehenden Teile, wärmstens weiterempfehlen und freue mich schon auf Episode Nr. 5.

Bewertung:





Zur Autorin:
(übernommen von ihrer HP)

Mila Roth ist ein Pseudonym der Autorin Petra Schier. Sie ist 1978 geboren und lebt mit ihrem Mann und einem Deutschen Schäferhund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel, studierte  Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen. Seit 2003 arbeitet sie als freie Autorin. 
Unter dem Pseudonym Mila Roth veröffentlicht die Autorin verlagsunabhängig die Action-Romance Serie um den Geheimagenten Markus Neumann und die Zivilistin Janna Berg.

An dieser Stelle noch ein herzliches Dankeschön an die Autorin Mila Roth, für die ich das E-Book vorab testlesen durfte

Die Bibliographie von Petra Schier / Mila Roth und unsere Rezensionen findet ihr HIER 


Von Petra Schier wurden von uns bereits gelesen und rezensiert: 




Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Elke Schwab - Baccus-Borg 03: Eisige Rache





Leseprobe


Eckdaten:
Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Solibro Verlag; Auflage: 1 (4. Februar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932927540
ISBN-13: 978-3932927546
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2,6 cm

Inhalt gem. Solibro-Verlag:
Als im verschneiten Saarland aus dem Hinterhalt auf Autos geschossen wird, beginnt für die Kriminalkommissare Lukas Baccus und Theo Borg eine dramatische Tätersuche, deren Bezüge bis nach Afghanistan reichen. 
In ihrem dritten Fall geraten sie selbst ins Fadenkreuz des Täters und müssen den Wahnsinnigen stoppen, ohne sein Motiv zu kennen. Je mehr dabei die Presse den Fall aufpeitscht, umso gefährlicher wird das Leben auch für die anderen Menschen in dem eingeschneiten Dorf. Es scheint fast so, als fühlte sich der Schütze dadurch angetrieben, weiter zu töten. So entwickelt sich ein eiskaltes Abenteuer mit kriegsähnlichen Zuständen. Die nur scheinbar beschaulichen Provinz offenbart dabei ungeahnte Abgründe.
Elke Schwab verknüpft geschickt einen klassischen Whodunit-Krimi in der Provinz mit dem aktuellen Thema der Kriegstraumata von aus Afghanistan heimgekehrten Bundeswehrsoldaten.

Zum Buch:
Das Ermittlerduo Lucas Baccus und Theo Borg befindet sich gerade auf der Rückfahrt aus dem kleinen saarländischen Ort Buweiler, als plötzlich auf ihr Auto geschossen wird. Sie können flüchten und es gelingt ihnen, sich vor weiteren Schüssen im Wald in eine Jagdhütte zu retten. Einem jungen Mann, der ihnen buchstäblich tot ins Haus fällt, gelingt dies leider nicht.
Kurze Zeit darauf geschehen weitere Morde, wieder an jungen Männern, so dass die Polizei von einem Serienmörder ausgeht. Die Toten waren Freunde, so dass die Kommissare einen Zusammenhang vermuten. Warum mussten sie sterben und welche Zusammenhänge bestehen zum zweiten Weltkrieg oder dem Krieg in Afganisthan? Oder sind etwa Drogen im Spiel? ...

Elke Schwab lässt mit diesem Roman ihre Ermittler Lucas Baccus und Theo Borg zum dritten mal gemeinsam ermitteln. Die beiden arbeiten bereits seit 10 Jahren zusammen und das merkt man ihnen an. Sie sind nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde geworden.

Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, es ist Winter, kalt und die Spuren sind oftmals verwischt. Der Todesschütze scheint allgegenwärtig zu sein. Fragen werden gestellt, die beantwortet werden wollen. Wer besitzt noch eine Waffe und Munition aus dem zweiten Weltkrieg? Geht es darum, einen Drogendealerring in Buweiler auszuheben, wie es ihnen der Dorfpolizist weissagen möchte? 

Bei den Ermittlungen sind auch wieder alle anderen Mitarbeiter involviert, die dem Leser schon aus Band 2 bekannt sind. Die Kolleginnen Monika und Andrea haben die unerfreulichen Aufgabe, ständig bei den Obduktionen dabei sein zu dürfen, die dem Leser sehr anschaulich wiedergegeben werden.

Zu allem erhalten Baccus und Borg auch noch die Auflage, mit dem Zeitungsreporter Daniel Bauer zu kooperieren, damit die Darstellung der Polizei in der Presse nicht aus Ahnungen erfolgen muss.

Baccus und Borg kommen dem Todesschützen ziemlich nahe, denn sie geraten ebenfalls massiv in sein Fadenkreuz.

Auch dieser Roman ist wieder aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Zusätzlich zu den Ermittlungen der Kommissare werden die Gedankengänge des Schützen vermittelt. Zur besseren Abgrenzung sind diese kursiv dargestellt.
Elke Schwab macht es dem Leser nicht leicht, sich selbst zu strukturieren. Hat man anfangs eine Ahnung oder Vermutung, wer der Täter sein könnte, kippt man diese schon bald um, um sich neu zu orientieren. Auch wenn ich den Auslöser recht bald erraten hatte, war es bis zum Mörder selbst für mich ein weiter Weg. Immer neue Aspekte während der Ermittlungen nötigten mich, umzudenken.

Die beiden Ermittler Baccus und Borg sind mir sehr sympathisch, auch wenn sie an einigen Stellen ihre Kanten und Macken haben. Mit den beiden Frauen Monika und Andrea konnte ich nicht wirklich warm werden, dieses Rumgezicke ist nicht ganz so mein Fall. 
Wer mir aber wirklich gehörig gegen den Strich ging, ist der Kommissar Dieter Marx. Da ich nun wirklich nichts mit der Kirche am Hut habe, gingen mir die dauernden Bibelsprüche wirklich auf die Nerven. Bevor er den Mund aufmachte, um etwas zum Fall beizutragen, glänzte er mit einem Bibelspruch. Ob sich ein Kommissar das im wirklichen Berufsleben erlauben kann wage ich zu bezweifeln. Ich könnte jedenfalls nicht mit so einem Kollegen zusammenarbeiten.

Der Autorin ist es gelungen, die Spannung, die sie von Beginn an aufgebaut hat, zu halten bzw. zu steigern. Schon zu Anfang hält man den Atem an, als auf Baccus und Borg geschossen wird und als sie später massiv in die Schusslinie des Mörders geraten, bangt und hofft man mit ihnen, dass sie heil aus der Sache herauskommen.

Ein spannender saarländischer Regionalkrimi mit einem fähigen Ermittlerteam, die ich gern wieder bei ihren Ermittlungen begleitet habe.
   

Bewertung:




Zur Autorin:
(übernommen vom Solibro-Verlag)

Im Nordosten von Frankreich in einem alten elsässischen Bauernhaus entstehen die spannenden Krimis der gebürtigen Saarländerin Elke Schwab. In der Nähe zur saarländischen Grenze schreibt und lebt sie zusammen mit Lebensgefährte samt Pferden, Esel und Katzen.
Elke Schwab wurde 1964 in Saarbrücken geboren und ist im Saarland aufgewachsen. Nach dem Gymnasium in Saarlouis arbeitete sie über zwanzig Jahre im Saarländischen Sozialministerium, Abteilung Altenpolitik.
Schon als Kind schrieb sie über Abenteuer, als Jugendliche natürlich über Romanzen. Später entschied sie sich für Kriminalromane. Vor elf Jahren brachte sie ihr erstes Buch auf den Markt. Seitdem sind elf Krimis und drei Kurzgeschichten von ihr veröffentlicht worden. Ihre Krimis sind Polizeiromane in bester „Whodunit“-Tradition. Neben Baccus und Borg ist Hauptkommissar Kullmann eine ihrer Hauptfiguren.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag




bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Von Elke Schwab wurden von uns gelesen und rezensiert:




Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Donnerstag, 30. Mai 2013

[Rezension] Stefanie Maucher - Fida


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 428
ISBN: 978-1-483-95751-7
Erscheinungstermin: 26. März 2013
Format:
Taschenbuch
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform 


Klappentext gem. amazon:
Nach einem Besuch in der Stadtbücherei wurde Laura zum letzten Mal gesehen. Was geschah mit ihr? Wie gehen ihre Eltern mit dem Verschwinden des einzigen Kindes um? Das erzählt Stefanie Maucher in ihrem neuen Thriller FIDA. Was würden Sie tun, wenn ihr Kind einfach verschwindet? Wenn Sie nicht wissen ob es noch am Leben oder schon tot ist? Würde Ihre Familie näher zusammenwachsen oder unter der Last auseinanderbrechen? Wann würden Sie die Hoffnung aufgeben? Und wie weit würden Sie gehen, wenn Sie den Täter finden?


Rezension:
Am 06.03.2012 wird die 13-jährige Laura Wenz zum letzten Mal gesehen. Sie war mit ihren Freundinnen in einer Drogerie und anschließend noch in der Bücherei. Doch genau dort, der Ort, an dem sie sich immer so sicher gefühlt hat, spricht sie ein älterer Mann an. Das ganze ist ihr unheimlich und sie verlässt fluchtartig die Bibliothek, um nach Hause zu gehen. Der ältere Mann bietet ihr später noch an, sie in seinem Auto mitzunehmen und Zuhause abzusetzen, doch Laura lehnt ab ... danach wurde sie nicht mehr gesehen.

Am 10.04.2013 geht Tatjana wie jede Woche die Strecke ab, die ihre Tochter hätte nehmen müssen, um nach Hause zu kommen und klebt Suchanzeigen auf. Irgendwer muss doch wissen, was mit ihrem Kind passiert ist. Sie wäre mittlerweile 14 Jahre alt - nein, sie ist 14 Jahre alt, denn Tatjana weiß tief in ihrem Inneren, dass ihr Kind noch lebt. Ihr Mann Jochen hat sich mit der Situation arrangiert, das Thema Laura wird Zuhause so gut wie nicht angesprochen, zu sehr schmerzt der Verlust und die Hoffnung schwindet mit jedem Tag, zumindest bei ihm. Auch um die Ehe von Tatjana und Jochen steht es nicht mehr zum Besten - das Verschwinden Lauras ist wie ein tiefer Graben zwischen ihnen und beide sind nicht in der Lage, eine Brücke zum anderen zu bauen. Was wird aus ihrer Familie, wenn Laura nicht wiederkommt?

Was derweil niemand weiß - Laura ist in der Nähe, ganz nah ist sie ihren Eltern, doch fliehen kann sie nicht. Sie wurde entführt und wird aufs Äußerste misshandelt und missbraucht, doch die Hoffnung, die Hoffnung auf Rettung ist nach wie vor da. Ihr Entführer plante schon lange, sich ihrer zu bemächtigen und an jenem Abend war Fortuna mit ihm und er nutzte seine Chance. Nun hat er sie und sie wird ihm seinen Traum von absoluter Dominanz erfüllen, doch zuerst muss ihr Wille gebrochen werden. Doch er hat da schon ein paar Ideen, deren Umsetzung ihn ausgesprochen befrieden und seinem Ziel von Mal zu Mal ein Stück näher bringen. Wie lange jedoch wird Laura durchhalten, bis sie vollends zerbricht?


Was für ein erschreckendes Buch!!! Der Plot wurde ausgesprochen detailliert und bildhaft erarbeitet - mir kam zwischendrin immer wieder das Grauen und der Hintergedanke "Hältst du das bis zum Ende durch?" - Jepp, habe ich!!! Die Figuren wurden facettenreich und tiefgründig erarbeitet, wobei ich mich ab und an gefragt habe, was muss das für eine Person sein, die sich solch einen grausamen Charakter wie dem des Entführers ausdenkt? Ans Herz gewachsen ist mir von Anfang an Laura - die unschuldig mit einer Situation klarkommen muss, an der die meisten innerhalb kürzester Zeit zerbrechen würden. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen realistisch, also ich hätte während der Lektüre des Buches nur sehr ungern an einem verfallenen Haus vorbeikommen wollen. Als Fazit kann ich sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat, die Figuren sehr ansprechend erarbeitet wurden und auch der Schreibstil einiges auf Lager hat, sodass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Leider, ein kleines Manko, was mir ein bisschen aufgestoßen ist: Der Entführer ist meines Erachtens viel zu gut bei der ganzen Geschichte bei weggekommen, da hatte ich mehr erwartet und im realen Leben hätte er auch mehr von mir bekommen!

Bewertung

 
Die Autorin:
Stefanie Maucher wurde 1976 in Stuttgart geboren und lebt, nach einem mehrjährigen Ausflug nach Graz in Österreich, mit einem Mann und zwei Kindern im Baden Württembergischen Schorndorf. Als situationsangepasste Lebenskünstlerin sammelte sie Erfahrung in verschiedenen Berufszweigen und widmet sich nun ihrem heimlichen Kindheitstraum, dem Schreiben spannender Geschichten. Sie veröffentlichte bereits den Roman Franklin Gothic Medium. Beim Verlag dotbooks erschien ihr Thriller Kalte Berechnung – Eine Rachegeschichte. Im März 2013 erschien ihre Kurzgeschichte Mängelexemplar in der Anthologie Mängelexemplare. (übernommen vom amazon)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Irgendwie tauchte dieses Buch in letzter Zeit überall im Internet auf, wo ich mich rumgetrieben habe, sodass natürlich schnell das MUSST-DU-UNBEDINGT-AUCH-LESEN-Gefühl sich meldete. Also, was sollte ich machen, hab mir sodann fix das Buch gekauft und los gings.

[Rezension] Christian Sidjani - Vom Vater an den Sohn


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 156 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 11 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: 
B00C8SCSHA


Klappentext gem. Amazon:
Marcel bekommt von seinem Vater einen Füllfederhalter zur Einschulung. Ein altes Erbstück, das alles Wissen der Generationen in sich birgt. Um welchen Preis wird Marcel der Beste in der Schule? Und was tut sein Vater im abgeschlossenen Büro, wenn er sich den Füllfederhalter leiht?

"Vom Vater an den Sohn" ist auch Bestandteil der Sammlung "Mondlos", die ebenfalls für den Kindle erhältlich ist.


Rezension:
Zur Einschulung bekommt der kleine Marcel von seinen Eltern eine Füllfederhalter geschenkt - ein Familienerbstück, das seit Generationen vom Vater an den Sohn weitergegeben wird und tatsächlich, von Beginn an ist Marcel in der Schule ein Überflieger. Alles, was er mit seinem Füller schreibt, gelinkt, über Jahre hinweg schreibt er nur hervorragende Noten und auch später an der Universität kann er nur Erfolge verbuchen.

Eigentlich läuft alles perfekt für ihn, wenn da nicht die Sorgen um seinen Vater wären, der mit den Jahren immer weiter und immer schneller abbaut und da ist natürlich das Familienerbstück: der Füllfederhalter. Auch als Student übernimmt, wie bereits seit Marcels Kindertagen, sein Vater das Nachfüllen der Tinte und darin liegt anscheinend das Geheimnis dieses Füllers. Als Marcel jedoch durch Zufall hinter die "Magie" des Füllers kommt, ändert sich seine Welt schlagartig.


Eine schöne Kurzgeschichte um ein Familiengeheimnis. Der Plot wurde detailliert erarbeitet, wobei hier aus verschiedenen Lebenslagen Marcels immer wieder kleine Szenen zu einer schönen Kurzgeschichte zusammengefasst wurden, sodass der Leser seinen Lebensverlauf sozusagen nachverfolgen kann. Der Protagonist wurde ausgesprochen sympathisch erarbeitet - ich mochte ihn wirklich von Anfang an. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, doch leider, leider war die Kurzgeschichte wirklich sehr kurz und somit ganz schnell vorbei.

Bewertung: 


Der Autor:
Seit er vor 25 Jahren zu schreiben begann, beschäftigt ihn das Unheimliche. Was in den Menschen ist, zum Spiegel verzerrt, Spukgestalten und Doppelgänger, Wahnsinn und Tod. Schon in seinem ersten Romanversuch "Das Ende der Nacht" stellte er sich zudem Fragen, wie wir leben. Aus diesem Interesse an Gesellschaft studierte er Soziologie an der Universität Hamburg.

Er lebt heute mit seiner Frau in Hamburg, im Stadtteil Barmbek, in dem er geboren wurde und aufgewachsen ist, aus dem es für ihn also kein Entkommen gibt. Das Unheimliche, die Stadt Hamburg und Betrachtungen über Individuum und Gesellschaft bilden die zentralen Aspekte seiner Arbeit, während in jeder seiner Figuren ein Teil von sich selbst lebt. (übernommen von amazon)

Die Homepage des Autoren findet ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
 
Seit ich ein Kindle habe, schaue ich fast täglich nach den gratis-ebooks und dieses hier sprach mich unheimlich an, sodass ich es mir mit einem Klick gezogen habe ^^

[TTT] - Top Ten Thursday #118

Es ist wieder Donnerstag und auch diese Woche hat sich Alice im Bücherland wieder was tolles ausgedacht




Diese Woche lautet das Thema:

"10 Bücher, deren Titel mit einem M beginnen"



Puh, die Qual der Wahl - welches nehme ich? Da wären so einige, mmhhh, fangen wir einfach mal an:



Auch in dieser Woche war es für mich, dank Bücherliste, wieder sehr einfach, den Anforderungen des TTT gerecht zu werden - und wieder habe ich 10 Bücher von 10 verschiedenen Autoren gefunden und ich habe mich für eine Mischung von 50 % jeweils signierten und unsignierten Büchern entschieden - wer die Qual hat ... 

In der letzten Woche fragte Franziska, wie ich zu den ganzen Signierungen komme. Tja, eigentlich ist es ganz einfach, erfordert aber Organisation und Muskelkraft. Zum ersten wären da Messen, wo ich immer unheimlich viele Bücher mitschleppe, aber gewöhnlich alle signiert nach Hause mitnehmen kann, Lesungen sind auch sehr ertragreich, vor allem, wenn ein Autor liest, von dem man mehrere Bücher hat, auf Conventions kann man auch Glück haben und dann gibt es sie natürlich noch, die netten Autoren, die man privat kennt, die einem dann auch gerne mal ein signiertes Buch zusenden, aber gewöhnlich veredle ich meine Bücher auf Messen und Lesungen.
 

Ich wünsche euch eine schöne Restwoche

Liebe Grüße

Kerry 

Mittwoch, 29. Mai 2013

[Rezension] Jessica & Diana Itterheim - Engel 02: Tanz der Engel




Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 527 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (18. Februar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 374662911X
ISBN-13: 978-3746629117
Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,2 x 2,4 cm

Inhalt gem. Aufbau-Verlag:
Gefährliche Wege eines Engels
Alles hätte so schön werden können. Die fast siebzehnjährige Lynn ist überglücklich, dass Christopher Schüler bei ihr im Schlossinternat wird. Doch Christopher, einer der sieben Racheengel, unterläuft bei der Auswahl des neuen Mitglieds des Zirkels ein folgenschwerer Fehler, der ihn zwingt, in die Welt der Engel zurückzukehren. Lynn ahnt, wo sie ihn finden kann, doch der Weg zu Christopher ist ihr verwehrt. Sie plant, ihren Schutzengel herauszufordern, doch anstatt der erhofften Hilfe, erhält sie höchste Gefahr.
Lynns Ärger und ihr zunehmendes Misstrauen gegen ihren sadistischen Schutzengel vereinfachen die Pläne von Christophers Widersacher Sanctifer. Getrieben von ihrer Sehnsucht nach Christopher, lässt sich Lynn auf das heimtückische Angebot des dunklen Wächterengels ein. Denn sie ahnt nicht, dass in der Welt der Engel viel mehr als nur Christopher auf sie wartet. Ausgestattet mit einer dämonischen Waffe erkämpft sich Lynn den Zugang ins Schloss der Engel und ist gezwungen, sich dem unberechenbarsten Geschöpf zwischen Himmel und Hölle zu stellen: einem Racheengel in seiner gefährlichsten Form - einem diabolischen Schattenengel.
Die romanische Saga um ein Mädchen und einen Engel, die an tatsächlich existierenden Orten spielt

Zum Buch:
Christopher ist wieder in seiner Welt und Lynn weitab von ihm, im Internat. Ihre Sehnsucht nach ihm ist grenzenlos, jeden Tag vermisst sie ihn mehr.
Dann ist er eines Tages da und nicht nur Lynns Herz schlägt höher, auch die anderen Mädchen haben einen Blick auf ihn geworfen. Lynn, die sich seiner Liebe sicher ist, verspürt trotzdem permanent Eifersucht.
Sie wollen in den Ferien drei Wochen gemeinsam nach Italien, doch Christopher fährt nicht mit, Lynn macht sich allein auf den Weg. Er kommt auch nicht nach, wie er es versprochen hat und sie fühlt sich allein und verlassen.
Sie will ihren Schutzengel provozieren und geht ein großes Wagnis ein, der ihr fast das Leben kostet.
Bei einer Begegnung, die sie in Italien mit Sanctifer hat, gibt er ihr den Dolch, mit dem er sie bedroht hat, damit sie ihn Christopher bringt.
Von da an ist in Lynns Leben nichts mehr, wie es war. Wer oder was ist sie? ...

Fast nahtlos geht die Geschichte um die Liebe zwischen Christopher, einem Racheengel, und Lynn weiter.
Lynn gelingt es, wieder in das Schloss der Engel zu gelangen, zu ihrem Christopher, doch irgendetwas ist anders. Christopher hält sie auf Distanz und sie kann es nicht verstehen.
Was genau mit Lynn passiert, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn das macht einen großen Teil des Buches aus.

Christopher und Lynn haben eine schwere Zeit vor sich, eine Zeit voller Schmerzen und Missverständnisse, aber trotz allem eine Zeit der Liebe. Sie sind das, was der andere braucht, aber etwas steht zwischen ihnen, das überwunden werden muss. Aron, ein Engel, ist bei vielen Belangen, die Lynn angehen, ihr Ansprechpartner und ihr eine wahre Stütze. Er kümmert sich um sie, wenn es gar nicht mehr weitergeht. Er wird ein Vertrauter von Lynn.

Viele bekannte Gesichter aus dem Vorgängerband "Schloss der Engel" trifft man wieder. Einige damalige Freunde haben sich von ihr abgewandt, andere sind ihr treu geblieben. Sie tut sich schwer, wieder in die Gemeinschaft hineinzufinden, zuviel hat sich verändert.
Auch Christophers Verhältnis zu ihr hat sich verändert, ja es stellt sich die Frage, ob es eine Liebe zwischen den beiden überhaupt wieder geben kann.
Lynn ist nicht mehr sie selbst, sie kann eine Gefahr für Christopher sein.

Nachdem das Buch im Stil vom Vorgängerband anfing, dauerte es nicht lange, bis es an Fahrt gewann, die Ereignisse überschlugen sich und der Spannungsbogen wurde massiv angezogen. Als Leser fühlte man sich an Fahrten auf einer Achterbahn erinnert, auf und ab, das alles in einem rasanten Tempo.

Dieses Buch ist härter und düsterer als der 1. Teil, aber auch rasanter und spannender. Das Autorenduo hat wieder ganze Arbeit geleistet, es zieht den Leser in seinen Bann und lässt ihn nicht mehr los. Man befindet sich in einem Aufwärtsstrudel, ohne ein Ende zu sehen. Das wird dann sicher im Folgeband kommen.
Empfehlenswert ist es, vor der Lektüre dieses Buches doch erst den 1. Teil zu lesen (Schloss der Engel), damit man die Hintergründe kommt.

Eine Frage habe ich noch an die Autorinnen - Wie kommt man auf die Idee der rosaroten Flügel? :-) 


Bewertung:



Zu den Autorinnen:
Jessica Itterheim                                                       Diana Itterheim
(übernommen vom Aufbau-Verlag)
Jessica Itterheim, Jahrgang 1995, und ihre Mutter Diana haben sich gemeinsam diesem Romanprojekt verschrieben. Nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Portugal leben sie nun wieder in Deutschland. Jessica besuchte ein Internat in Torgelow am See und studiert derzeit Medienwirtschaft an der HdM in Stuttgart. 


Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich beim Aufbau Verlag bedanken,


der mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.


Von Jessica & Diana Itterheim wurden von uns gelesen und rezensiert: 



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Rainer Wekwerth - Labyrinth 01: Das Labyrinth erwacht




Leseprobe 



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 407 Seiten
Verlag: Arena (Januar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401067885
ISBN-13: 978-3401067889
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 15,4 x 4,8 cm

Inhalt gem. Arena-Verlag:
Das Labyrinth. Es denkt. Es ist bösartig.
Sieben Jugendliche werden durch Raum und Zeit versetzt.
Sie wissen nicht mehr, wer sie einmal waren.
Aber das Labyrinth kennt sie.
Jagt sie.
Es gibt nur eine einzige Botschaft an jeden von ihnen:
Du hast zweiundsiebzig Stunden Zeit das nächste Tor zu erreichen oder du stirbst.
Problem Nummer Eins, es gibt nur sechs Tore.
Problem Nummer Zwei, ihr seid nicht allein.
Ein Mystery-Thriller der Extraklasse: wekwerth-labyrinth.de

Zum Buch:
Sie erwachen an einem Ort, den sie nicht kennen. Außer ihrem Namen wissen sie nicht, wer sie sind. Jeb ist der erste, der dort auftaucht, mit einem Zettel in der Hand. Auf dem steht, dass er die anderen 6 finden soll. Sie haben 72 Stunden, um an das nächste Tor zu kommen oder sie sterben. 7 Jugendliche, aber nur 6 Tore und mit jedem weiteren Tor wird es eines weniger sein. Es wird zum Schluss nur einen Überlebenden geben. Und sehr bald müssen sie der Gewissheit ins Auge sehen, sie sind nicht allein, sie werden gejagt ...

Lange habe ich nicht mehr einen derart spannenden, fesselnden Roman gelesen, der mich nicht mehr losgelassen hat. Lange habe ich aber auch nicht mehr einen Autoren verflucht, der einem solch ein Buch vorsetzt und den Leser nach Ende flehend fragen lässt, wann denn bitteschön der nächste Band kommt.

7 Jugendliche erwachen an einem ihnen unbekannten Ort, von dem sie nicht wissen, wo er ist und wie sie dorthin gekommen sind. Nur einer von ihnen, Jeb, hat Informationen darüber, wie sie dort wieder rauskommen. Die Sache hat nur einen Haken, es wird nur einer von ihnen überleben. Misstrauen breitet sich unter den Jugendlichen aus, hat Jeb ihnen wirklich alle Informationen gegeben oder hält er noch Informationen zurück?
Jeder von ihnen erwachte neben einem Rucksack mit Sachen, ein wenig Verpflegung und einem Werkzeug, dass ihnen helfen kann. 
Schnell begreifen sie, dass sie gejagt werden, sie wissen jedoch nicht, wer oder was sie jagt. Sind es Tiere oder Bestien? Sie können sie hören und sie machen ihnen Angst, große Angst. Laut dem Zettel müssen sie auf die Nacht warten, dort zeigt ihnen ein Stern den Weg, den sie nehmen müssen, um zum ersten Tor zu gelangen.
7 Jugendliche, die nicht wissen, ob sie sich trauen können, ob sie gemeinsam versuchen sollen, den Weg, der vor ihnen liegt, zu meistern, oder doch lieber im Einzelgang sich auf den Weg machen sollten.
Das Misstrauen ist groß, zurecht, wie man sehen wird. 

Sie machen sich gemeinsam auf den Weg, bis ein Unglück passiert und zwei sich von ihnen trennen müssen. 
Die 7 haben einige Strapazen vor sich, die sie meistern müssen, sie stoßen dabei an ihre Grenzen, aber sie müssen weitermachen, auch wenn sie das Maß des Machbaren hinter sich gelassen haben. Unmenschliches wird gemeistert, Vertrauen wird aufgebaut, aber das Misstrauen schläft auch nicht. 
Als dann der erste Todesfall eintritt, sind alle geschockt, aber auch erleichtert, denn die ersten 6 Tore können durchschritten werden.

Langsam erwachen auch wieder Bruchstücke der Erinnerungen der einzelnen Personen, die aber noch keinen Bezug zu den jeweiligen Jugendlichen zulassen. Sie selbst können mit den Erinnerungen nichts anfangen, ja sie ängstigen sie zum Teil.
Es herrscht eine beklemmende Atmosphäre, die man als Leser spürt, mögen es die Bestien sein, die sie verfolgen oder später die Individuen, auf die sie nach den ersten Toren treffen.
Als Leser wird man genau wie die Protagonisten in diese Welten hineinkatapultiert und muss sich genau wie sie erst einmal orientieren. Zu der fremden Umgebung gleichzeitig das Gefühl zu haben, mit 6 weiteren Jugendlichen irgendwo festzusitzen, ohne zu wissen, wie die anderen ticken, ist nicht leicht und bringt einen schnell an die Belastungsgrenzen.

Ein packender, von Anfang an spannender Thriller, bei dem es auch dem Leser nicht gelingt, durchzuatmen und eine Verschnaufpause einzulegen. Action pur, durchgehend. Man wird weiter getrieben, immer mit der Frage im Nacken, wer wird überleben. Dann am Schluss ist man mit den Nerven fertig, weil die Story noch lange nicht zu Ende ist, man aber den 2. Teil noch nicht in den Händen hält. Das ist pure Folter. Noch nie habe ich sehnsüchtig so auf den Folgeband gewartet.
Einmal in die Geschichte eingetaucht, gibt es kein Entrinnen, man hängt drin und lebt oder geht mit den Protagonisten unter, es gibt auch für den Leser keine Erlösung. 

Das Buch bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.


Bewertung:




Zum Autor:

(Text übernommen vom Arena-Verlag)
Rainer Wekwerth ist Autor aus Leidenschaft. Oft liest man, ein Autor habe sein Hobby zum Beruf gemacht. Rainer Wekwerth dagegen bezeichnet das Schreiben als Sucht: Er kann gar nicht anders. Wekwerth ist Autor erfolgreicher und preisgekrönter Bücher, die er teilweise unter Pseudonym veröffentlicht. Bisher war er hauptsächlich in der Fantasy heimisch, nun erzählt er mit dem Labyrinth-Zyklus eine mitreißende Geschichte, die die Grenzen der Genres sprengt. Neben dem Schreiben coacht er Autoren und Schreibschüler, ist Ehemann und Vater einer Tochter. Rainer Wekwerth lebt mit seiner Familie im Stuttgarter Raum.



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
 bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Bücher von Rainer Wekwerth, die von uns gelesen und rezensiert wurden:




Reiheninfo:
01: Das Labyrinth erwacht Rezension
02: Das Labyrinth jagt dich Rezension

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 28. Mai 2013

[Rezension] Flynn Meaney - Der Sommer, in dem ich Vampir wurde




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Egmont INK; Auflage: 1 (11. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3863960548
ISBN-13: 978-3863960544
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Originaltitel: Bloodthirsty
Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 12,4 x 2 cm

Inhalt gem. INK Egmont.Verlag:
Checkliste: Blasse Haut? Ja. Ungewöhnlich helle Augen? Ja. Schmächtiger Körper und grüblerisches Auftreten? Ja. Und ja. Übersinnliche Fähigkeiten? Nicht ganz. Der unscheinbare sechzehnjährige Finbar Frame ist in Sachen Mädchen ein absoluter Loser. Als er davon Wind bekommt, dass seine Mitschülerinnen total dem Vampirkult verfallen sind, beschließt er kurzerhand, Vampir zu werden - selbstverständlich ohne den Blutsauger-Part. Finbars Täuschung funktioniert besser als gedacht. Schon bald scharen sich unzählige Möchtegernfreundinnen um den geheimnisvollen Untoten. Aber als Finbar das Mädchen seiner Träume trifft, erkennt er, dass das Leben als Pseudo-Vampir ganz schön kompliziert ist.

Zum Buch:
Finbar und Luke sind Zwillinge, zwar zweieiige, aber sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Luke der sportliche Typ ist, dem die Mädchen hinterherlaufen, ist Finbar eher der blasse unscheinbare Typ, der es schwer hat, überhaupt bemerkt zu werden.
Als sie mit ihren Eltern nach New York ziehen, sehen beide es als Neuanfang an. Finbar geht erstmals in eine Jungen / Mädchen-Schule und macht sich Hoffnungen, dass nun alles besser wird.
Zu allem Übel stellt sich auch noch heraus, dass er eine Sonnenallergie entwickelt hat, die ihn zwingt, sich nicht allzu lange in der Sonne aufzuhalten. Durch seine blasse, blutleere Haut kommt er dem Idealtyp eines Vampirs schon sehr entgegen. So wird er auch eines Tages in der Bahn als solches erkannt. Da Vampire momentan sehr angesagt zu sein scheinen, sagt er auch nichts dagegen und benimmt sich entsprechend, was ihm doch tatsächlich auch einen Zulauf aus der Mädchenwelt beschert. Er fühlt sich zum ersten Mal in seinem Leben so richtig gut. In der Schule hat sich herumgesprochen, dass er ein Vampir ist und die Mädchen nehmen ihn wahr.
Dann lernt er Kate kennen, die ist völlig anders als die anderen Mädchen. Auch sie scheint ein Außenseiter zu sein. Welches Geheimnis birgt sie und wieso fühlt sie sich zu Finbar hingezogen? ...

Hält man das Buch in den Händen, sieht man zuerst auf ein wunderschön gestaltetes Cover. In schwarz / blau gezeichnet, mit einem riesigen Mond und Fledermäusen. Die Gänsehaut lässt grüßen. Da kann man sich gut in die Szene einen blutgierigen Vampir hineindenken.

Nur, dieses Jugenbuch ist ein Vampirroman so ganz ohne Vampir. Wie das gehen soll? 
Allein durch die Tatsache, dass Finbar dem Idealtyp eines blutgeifernden Vampirs entspricht, blasse Haut, Sonnenallergie, lässt bei den Mädchen der Verdacht aufkommen, dass er ein Vampir ist. Die sind momentan gut angesagt, die Literatur ist voll davon und was liegt da näher, als sich mich jemandem bekannt zu machen, der scheinbar einer sein könnte.
Finbar, der zum ersten Mal das Interesse von Mädchen an seiner Person genießt, lässt sie auch in dem Glauben und versucht sich entsprechend zu benehmen. Blöd ist nur, wenn ihn ein Mädchen bittet, ihn zu beißen. Da kann man schon mal in dumme Situationen kommen, die für Finbar zwar unangenehm sind, dem Leser aber mehr als ein Grinsen ins Gesicht zaubern.

Finbar ist, auch wenn er als Vampir ein wenig hochstapelt, trotz allem ein sympatischer Protagonist, den ich als Leser sehr gern begleitet habe. 
Da das Buch aus der Sicht von Finbar in der Ich-Form geschrieben wurde, fällt es dem Leser leicht, sich in die Sichtweise von Finbar hineinzuversetzen. Seine eigenen Gedanken, die er besser nicht ausspricht, sind für den Leser in kursiver Schrift geschrieben und entlockten mir nicht nur einmal ein Schmunzeln.

Ist schon erstaunlich mitzuerleben, wie aus einem Loser fast ein Frauenheld wird, allein durch die Tatsache, dass er sich als Vampir gibt. Wie schnell sich doch das Bild wandeln kann allein aufgrund von irgendwelchen Trends.

Das Buch ist in einem leicht lesbaren Stil geschrieben, der sich gut lesen lässt. Man muss kein Vampirfan sein, um Freude an dem Buch zu haben. Die Protagonisten machen es einem leicht, sie zu mögen und sie ein Stück zu begleiten.
Zwischendurch habe ich mich gefragt, wo mag das Buch hingehen, wie kommt er aus der Nummer wieder raus.
Das Ende hat mir sehr gut gefallen, die Autorin hat es zu einem logischen und nachvollziehbaren Ende gebracht, das mich völlig überzeugt.

Ein Jugendbuch, dass ich gern weiterempfehle.


Bewertung:




Zur Autorin:
(übernommen von Ink Egmont)
Flynn Meaney wurde zu ihrem Debütroman von der Bemerkung einer Freundin inspiriert, die meinte: „Jetzt, wo Vampire so angesagt sind, können wir uns endlich den Selbstbräuner sparen.“ Erstaunlich, was für einen Einfluss auf einmal dieser ganze Vampirkult auf die schmächtigen, blassen Teenager hat, die während der Baywatch-Jahre lange Durststrecken durchlitten haben! Die Autorin lebt in Mamaroneck, New York. Sie hat ein Studium an der Universität Notre Dame absolviert und ist zurzeit am Hunter College für Kreatives Schreiben und Poesie eingeschrieben.



An dieser Stelle möchte ich mich beim Verlag 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt