Montag, 13. Januar 2014

[Rezension] Dirk van Versendaal - Die Engel warten nicht



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: btb (Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-442-74663-7
Größe: 11,8 x 18,7 cm

Inhalt gem. btb:
Rasant und atmosphärisch – ein neuer, unverwechselbarer deutscher Krimi!
Hamburg. Auf die beiden Autodiebe Knut Giovanni Myrbäck und Jan Holzapfel wartet ein neuer Deal. Ein Audi Q7. Ein Highlight für die beiden. Doch dann brennt auf einem Kartoffelacker eine Leiche. Und in Jans verstaubter Hinterhofwerkstatt wird ein weiterer Toter gefunden. Den beiden bleibt nur die Flucht in den Norden. In Nynäshamn, einer Kleinstadt südlich Stockholms, stoßen sie auf die frustrierte Schulkrankenschwester Heidi Olofsson und ihre zu Hausarrest verurteilte Mitbewohnerin Sassie, deren Kindheit in der dänischen Hippiekommune Christianias ein grausames Geheimnis birgt. Und auf einmal geraten die Dinge aus dem Ruder. Ihre letzte Flucht führt das unglückselige Quartett auf eine Schäreninsel, ins Visier eines mächtigen Gegners.

Zum Buch:
Schon als die Ganoven Knut Giovanni Myrbäck und Jan Holzapfel einen Audi Q7 stehlen wollen, klappt nicht alles nach Plan. Jan glänzt durch Abwesenheit. Derweilen sterben 2 Menschen, der eine wird brennend auf einem Acker gefunden, der andere stirbt in einer Autowerkstatt, die in die Luft geht.
Knut und Jan türmen nach Schweden zu Jans Schwester Heidi, einer Schulkrankenschwester. 
Diese hat in ihre Wohnung Sassie aufgenommen, die mittels einer Schiene am Bein auf Hausarrest gesetzt wurde.
Als die beiden Ganoven dann auch noch plötzlich türmen müssen, befreit sich Sassie kurzerhand von ihrer Beinschiene und geht mit den beiden mit. Unterschlupf finden sie in einem Haus, das Heidi während der Abwesenheit der Eigentümer housesitten soll.
Aber sie werden verfolgt und die Verfolger sind ihnen nahe auf den Fersen...

Als die beiden Ganoven Knut und Jan einen Audi Q7 auf Bestellung klauen, ahnen sie nicht, in welche Bedrängnis sie das bringen wird. In diesem Audi befindet sich ein Kästchen, das mit Geld nicht zu bezahlen ist. Die Eigentümer sind wenig amüsiert, dass es ihnen abhanden gekommen ist und machen sich auf die Spur, die Diebe zu finden.
Das sind aber nicht die Einzigen, die ihnen auf die Pelle rücken und sie suchen.
Dieses geheimnisvolle Kästchen wird einige Menschenleben kosten. Selbst die 4 Protagonisten verstecken es voreinander, man hat als Leser bald keinen Überblick mehr.
Sie sind des Öfteren auf der Flucht, werden später erpresst und bedroht. 

Es passiert viel in dem Buch.
Einiges wird nur am Rand angeschnitten, wie ein kurzer Blick auf Polizeiinternes. Personen kommen ins Bild, von denen man nie wieder etwas hört oder liest. Vieles erscheint chaotisch und unüberlegt, das keinen Sinn macht.
Zwischendurch erfährt der Leser aus dem Jahr 1985, als Sassies Mutter starb. 

Während des Lesens nahm ich die Geschehnisse wahr, als wären sie weit weg unter einer Gummiblase. Es kam keine Spannung auf, sondern die Ereignisse wurden hintereinander erzählt, mir kam es leider sehr emotionslos vor. 
Der Plot versprach einiges, was aber nicht gehalten werden konnte. Die Story plätscherte so dahin, ohne mich fesseln zu können.
Was mich ein wenig irritiert hatte, war das Fehlen von Anführungszeichen bei der direkten Rede. Oftmals hatte ich zu tun, wer denn nun was gesagt hatte, weil das nicht immer eindeutig war. Ich musste viele Stellen doppelt lesen, um den Sinn zu begreifen. Das störte den flüssigen Leseverlauf enorm.

Für mich war dieses Buch leider eines von denen, das man schon vergessen hat, wenn man es zugeschlagen hat, schade eigentlich.


Bewertung:




Zur Autorin:

(Text vom btb-Verlag)
Dirk van Versendaal, in Rotterdam geboren, in Hamburg aufgewachsen, Ausbildung zum Schneider und Schnitttechniker in Mailand, danach Journalistenschule Hamburg. Redakteur beim SZ-Magazin und später als freier Autor für SZ-Magazin, Zeit, Spiegel-Extra, NZZ und Vogue. Seit 2000 fester Freier beim Stern. Lebt mit Frau und Kindern abwechselnd in Hamburg und in der Nähe von Stockholm.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. 


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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