Dienstag, 28. Januar 2014

[Rezension] Siegfried Langer - Leide!


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 435 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 301 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00HZJSLXM


Klappentext gem. Amazon:
Jemand ist hinter dir her.
Er will dich leiden sehen.

Observierungen untreuer Ehemänner und Kaufhausüberwachungen sind die Hauptgeschäftsfelder der Privatdetektivin Sabrina Lampe.
Auch der Auftrag einer schrulligen, alten Nachbarin sieht zunächst sehr nach Routine aus.
Doch im Zuge ihrer Recherchen wird Sabrina Teil eines grausamen Spiels, dessen Ursachen weit in der Vergangenheit liegen.

Ihr teuflischer Kontrahent zwingt Sabrina an ihre Grenzen - und darüber hinaus!
 

Rezension:
Willi Meisners geht mit seinen Dackeldamen Froufrou und Margot wie jeden Tag spazieren. Doch dieses Mal entwischt Margot in eine stillgelegte Fabrik. Willi geht ihr natürlich hinterher, immerhin muss er sie ja wieder aufspüren, doch er entdeckt nicht nur Margot. Diese hat einen menschlichen Fuß in ihrem Maul  - und der Rest der furchtbar verstümmelten Leiche ist nicht weit.

Der 40-jährige Niklas Steg hat an diesem Tag seinen ersten Arbeitstag als Kriminalhauptkommissar beim LKA Berlin. Erst vor wenigen Tagen ist er nach der Trennung von seiner Frau Hanna vor zwei Monaten wieder in das heimatliche Berlin gezogen. Aus naheliegenden Gründen zog er wieder zu seinen Eltern, denn seine Mutter leidet an beginnender Demenz und sein Vater ist nach einem schweren Schlaganfall sehr eingeschränkt. Indem er wieder bei ihnen wohnt, kann er ihnen zur Hand gehen und ein Auge auf sie haben. Doch seinen ersten Arbeitstag hatte er sich definitiv anders vorgestellt, denn anstatt einer ruhigen Eingewöhnungsphase, wird er gleich mit einem bestialischen Mord konfrontiert und zum Leiter der Soko Alarich ernannt. Der Tote, der von Willi Meisners gefunden wurde, hatte keine Papiere bei sich und es liegt auch keine entsprechende Vermisstenmeldung vor. Rasch stellt sich jedoch heraus, dass am Tatort gefundene Fingerabdrücke zu einem Mord nach Hamburg führen.

Derweil hat die 40-jährige Sabrina Lampe ganz andere Sorgen. Sie verdient sich als Privatdetektivin, denn für die Ausbildung zur Polizeibeamtin war sie genau einen Zentimeter zu klein. Von ihrem Ehemann lebt sie getrennt, doch die 15-jährige Tochter Lara hält ihr Leben ganz schön auf Trapp. Zurzeit ist diesen nämlich damit beschäftigt, einen neuen Mann für ihre Mutter zu finden und hat sie auf einem Datingportal angemeldet, sodass Sabrina sich einen furchtbaren Date nach dem anderen entledigen muss. Zu allem Überfluss ist ihr Job lange nicht so spannend, wie er sich anhört, denn eigentlich observiert sie nur untreue Ehepartner und arbeitet als Kaufhausdetektivin, aber eines Tages, das weiß sie, wird ihr großer Fall kommen. Doch damit nicht genug, auch Nachbarin Angelika Schimmelpfeng macht ihr das Leben mit ihrer penetranten Art nicht wirklich leichter. Als jedoch gerade diese Nachbarin Sabrina um Hilfe bittet, willigt sie widerstrebend zu, denn Frau Schimmelpfeng konnte bereits seit Tagen ihren Neffen Patrick Bender nicht mehr erreichen. Lediglich seine Frau Nadine ging ans Telefon, doch irgendwas scheint im Hause Bender nicht zu stimmen. Trotz aller Antipathie für Frau Schimmelpfeng muss Sabrina zugeben, dass dort tatsächlich etwas im Argen liegt, sie spürt es einfach. Umgehend mach sie sich an die Ermittlungen zum Aufenthaltsort von Patrick Bender - und ahnt noch nicht, wo sie dort reingeraten ist ...


"Alle warten auf das Licht. Fürchtet euch. Fürchtet euch nicht"! Der Plot wurde realistisch und packend erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass die verschiedenen Handlungsstränge aus der Sicht der jeweiligen Figuren erzählt wurden und dass diese erst relativ spät zueinander finden bzw. die entsprechenden Wege sich kreuzen. Die Figuren wurden facettenreich und lebensecht erarbeitet. Besonders gut hat mir hier die Figur der Sabrina gefallen, die sich mit den Alltäglichkeiten des Lebens einer alleinerziehenden Mutter von einer Tochter im besten Teenageralter herumschlagen muss und ganz nebenbei auch noch einen Fall bearbeitet, der weit tiefer reicht, als sie es sich jemals hätte vorstellen können. Aber auch die Figur des Niklas hat mir unheimlich imponiert, denn dieser gestandene Mann hat sich, trotz seines Berufes, in dem er immer wieder mit den Grausamkeiten der Menschen konfrontiert wird, eine einfühlsame und sehr gefühlvolle Seite in seinem Inneren bewahrt, mit der ich so auf den ersten Blick überhaupt nicht gerechnet habe. Zum Schluss bleibt natürlich noch der Täter, zu dem ich an dieser Stelle nicht viel sagen möchte, denn ich will ja nichts verraten, aber der ist böse, so richtig böse - einfach genial böse. Den Schreibstil empfand ich als sehr fesselnd zu lesen, sodass ich mich förmlich genötigt gesehen habe, das Buch am Stück zu lesen und ganz ehrlich: Es war viel zu schnell vorbei!

Bewertung: 

Von Siegfried Langer bereits gelesen und rezensiert:



Der Autor:
Siegfried Langer, geboren 1966, stand unter anderem als Schauspieler auf der Bühne und vor der Kamera. Sterbenswort ist nach dem Erfolg von Vater, Mutter, Tod sein zweiterThriller bei List. (übernommen von Ullsteinbuchverlage)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

 
Wie ich zu dem Buch kam:
Dieses Buch war ein Geschenk des Autoren - vielen Dank nochmal dafür!!!

1 Kommentar:

Sabine Büchersüchtig hat gesagt…

Hallo Kerry,

klingt sehr interessant, gibt's leider nur als eBook (und vielleicht bald als TB).

Liebe Grüße
Sabine