Samstag, 22. Februar 2014

[Rezension] Julie Kagawa - Plötzlich Prinz: Das Erbe der Feen (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 512
ISBN: 978-3-453-26866-1
Erscheinungstermin:
20. Januar 2014
Format: Hardcover
Verlag:
Heyne 


Klappentext gem. Heyne:
Der achtzehnjährige Ethan Chase wäre gern so wie alle anderen an seiner Highschool. Doch seit er denken kann, ist sein Leben alles andere als normal. Denn als Kind wurde er von den Feen nach Nimmernie verschleppt. Und wen die Feen einmal in ihrer Gewalt hatten, den lassen sie nicht mehr los. Ihre Macht reicht bis in den hintersten Winkel der Menschenwelt hinein. Ethan muss erkennen, dass es sinnlos ist, sich vor ihnen zu verstecken. Und so nimmt er sein Schicksal an und kehrt nach Nimmernie zurück.
Schau dich nie nach ihnen um. Tu einfach so, als wären sie nicht da – das ist die goldene Regel, mit der Ethan Chase jeden Ärger zu vermeiden sucht. Ärger, den ihm seine ältere Schwester Meghan Chase eingehandelt hat, die in Nimmernie, dem Land der Feen, lebt und dafür gesorgt hat, dass die Grenzen zur Menschenwelt durchlässiger werden. Wo Ethan geht und steht, ereignen sich seltsame Dinge. Immer sieht es so aus, als sei er daran schuld. Wie zum Beispiel an dem mysteriösen Feuer in der Bibliothek seiner alten Schule, die er daraufhin verlassen muss. Als Ethan am ersten Tag an seiner neuen Highschool persönlich angegriffen wird, kann er die Boten Nimmernies allerdings nicht mehr länger ignorieren. Er muss sich seinem verhängnisvollen Erbe stellen, um sich und seine Familie vor dem Schlimmsten zu bewahren – und um ein Mädchen zu retten, von dem er bislang nicht einmal wusste, dass er eigentlich unsterblich in sie verliebt ist …


Rezension:
Ethan Chase ist das, was man einen Problem-Teenager nennt. Von seiner letzten Schule ist er wegen eines Brandes in der Bibliothek geflogen und das war nicht das erste Mal, dass er eine Schule verlassen musste. Doch nicht Ethan ist das Problem, vielmehr hat er eines. Seit er als Kind in das Feenreich entführt wurde, aus dem ihn seine Schwester Meghan Chase, die nunmehr die Eiserne Königin in einem der Feenreiche ist, gerettet hat, kann er Feen und andere mystische Wesen sehen. Das Schlimmste jedoch, diese Wesen wissen, dass Ethan sie sehen kann und nutzen diese Tatsache für allerhand Bösartigkeiten, sodass ihm der Brand in der Bibliothek seiner letzten Schule angedichtet wurde, obwohl er ihn nicht gelegt hat. Halt findet Ethan bei seiner Mutter und bei Kali, einer Kampfsportart, die er seit sieben Jahren betreibt.

Nun steht ein erneuter Erstanfang für Ethan an, denn es ist der erste Tag in seiner neuen Schule. Seinen Ruf hat er bereits vorab weg, denn die Gerüchte waren schneller als er. Ethan will einfach nur seinen Schulabschluss machen, an Freundschaften oder sozialen Bindungen an seiner neuen Schule ist er nicht interessiert. Doch (Mac)Kenzie St. James, die Redakteurin der örtlichen Schülerzeitung, ist mehr als interessiert an einem Interview mit Ethan, sodass sie immer wieder seine Nähe sucht, um die Gunst der Stunde zu nutzen, sollte sie sich ergeben. Ethan ist genervt von ihrer offenen und freundlichen Art, denn beliebte Mädchen, die auch noch super aussehen, bringen bekanntlich nichts als Ärger und in der Tat ist es so, dass er bereits am ersten Tag mit Spielern des Footballteams aneinander gerät, u. a. wegen Kenzie. Als er auch noch Todd Wyndham, einen Mitschüler, aus einer misslichen Lage hilft, ist es endgültig mit der Ruhe vorbei, denn Todd ist ein Halb-Púca und hat zu Ethans Unglück auch noch Blumenelfen zur Gesellschaft. Zusammen hecken sie einen Streich nach dem anderen aus.

Dann wird ihm jedoch noch auf dem Schulgelände von einer neuen Feenart aufgelauert. Diese warnen ihn, sich nicht einzumischen, doch als Todd plötzlich verschwindet, beginnt Ethan, vorsichtig nachzuforschen. Jedoch nicht vorsichtig genug, denn die neuen Feen werden auf ihn aufmerksam und wollen ihn ein für alle Mal ausschalten. In letzter Sekunde gelingt ihm, zusammen mit Kenzie, die bei ihm war, die Flucht mit Hilfe eines Kleinods seiner Schwester nach Nimmernie und dorthin wollte Ethan nie wieder zurückkehren. Nun steht ihm und Kenzie nicht nur eine abenteuerliche Reise durch Nimmernie bevor, um wieder nach Hause zu kommen, sondern auch die Begegnung mit seiner Schwester, die er seit Jahren nicht mehr gesehen hat ...


Der 1. Band der Plötzlich-Prinz-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreiche erarbeitet. Erneut entführt die Autorin den Leser ins Nimmernie, doch dieses Mal steht nicht Meghan, die Eiserne Königin im Mittelpunkt, sondern ihr jüngerer, menschlicher Bruder, der allerhand Abenteuer bestehen muss und auch die Situation zwischen den Geschwistern ist alles andere als geklärt. Zu Ethans Leidwesen ist auch Kenzie mit auf dieser Reise, die es jedoch schafft, das Ethans sich ihr gegenüber öffnet. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet, wobei hier natürlich das Augenmerk eindeutig auf Protagonist Ethan liegt. Ich kann seine Verbitterung über sein Leben, die er gerade zu Beginn des Buches nicht verbergen kann, verstehen und nachvollziehen und ich bin mir absolut sicher, dass ich mit dieser ganzen Situation nicht so souverän umgegangen wäre. Den Schreibstil empfand ich wieder als fesselnd zu lesen, sodass ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt hätte. Jetzt hoffe ich natürlich, dass der Nachfolgeband nicht allzu lange auf sich warten lässt.

Bewertung

Von Julie Kagawa bereits gelesen und rezensiert:



Die Autorin:
Schon in ihrer Kindheit gehörte Julie Kagawas große Leidenschaft dem Schreiben: Langweilige Schulstunden vertrieb sie sich damit, all die Geschichten festzuhalten und zu illustrieren, die ihr im Kopf umher spukten - nicht gerade zur Freude ihrer Lehrer. Nach Stationen als Buchhändlerin und Hundetrainerin machte sie später ihr größtes Interesse zum Beruf und wurde Autorin. Sie lebt und schreibt mit ihrem Mann, zwei schwer erziehbaren Katzen und zwei Hunden in Louisville, Kentucky. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Dieses Buch habe ich  mir geliehen.

Keine Kommentare: