Samstag, 19. April 2014

[Rezension] Kimberley Wilkins - Das Haus am Leuchtturm



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: Knaur HC (1. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426652900
ISBN-13: 978-3426652909
Originaltitel: Lighthouse Bay
Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15 x 4 cm

Inhalt gem. Knaur-Verlag:
Jedes Geheimnis braucht eine Liebe, die es trägt
Australien 1901: Isabella Winterbourne überlebt als Einzige ein Schiffsunglück vor der Küste Australiens. Sie beginnt ein neues Leben unter falschem Namen. Nur der Leuchtturmwärter Matthew weiß davon und kennt das kostbare Schmuckstück, das sie bei sich trägt – doch er schweigt, aus Liebe.
London 2011: Nach dem Tod ihres langjährigen Geliebten Mark Winterbourne zieht sich Elizabeth voller Trauer in ein Cottage in ihrer Heimat Australien zurück. Dort stößt sie auf mysteriöse Hinweise über den Verbleib eines legendären Schmuckstücks, das angeblich beim Untergang eines Passagierschiffs verlorenging. Fasziniert entdeckt sie das Geheimnis der Familie Winterbourne.

Zum Buch:
1901: Isabella Winterbourne ist nie über den Tod ihres Kindes hinweggekommen und erhält in ihrer Trauer auch keine Unterstützung von ihrem Mann und seiner Familie. Ihr Mann hat alles, was nur irgendwie ans Kind erinnern könnte, entsorgt, nur ein kleines Armband hat er übersehen. Dieses ist ihr größter Schatz und sie behütet es.
Als sie mit ihrem Mann nach Australien fährt, wo er den kostbaren Amtsstab, den er als Juwelier selbst gefertigt hat, der australischen Regierung als Geschenk der englischen Königin übergeben soll, kentert das Schiff und sie ist die einzige Überlebende. 
Als ihr Mann ihr auf dem Schiff das Armband wegnehmen wollte, hat sie es in der Kiste versteckt, wo der Amtsstab lagert. Nun ist diese Kiste das einzige, was sie unbedingt retten muss, damit sie wieder an ihr Armband kommen kann. 
Sie schleppt sich mit der Kiste meilenweit vorwärts, immer in der Hoffnung, auf Menschen zu treffen. Als es soweit ist, nimmt sie einen neuen Namen an und beginnt in Australien ein neues Leben, da sie damit rechnet, dass die Familie ihres Mannes nach dem Amtsstab suchen wird.
2011: Mark Winterbourne hat eine Familie und eine Geliebte, mit der er jahrelang zusammen war. Als er urplötzlich stirbt, bricht für Elizabeth, Libby genannt, eine Welt zusammen. Sie kann es nicht glauben, es hat sie eiskalt erwischt.
Mark hatte in dem Ort, aus dem Libby kam, ein Cottage gekauft, konnte sie aber zu seinen Lebzeiten nie davon überzeugen, mit ihm dort gemeinsam hinzufahren. Ihre Schwester lebt noch dort, mit der sie jedoch keinen Kontakt mehr hat und sie sind im bösen Streit auseinander gegangen.
Nun aber ist Libby entschlossen, wieder nach Hause, nach Australien zu gehen und sich ihrer Vergangenheit zu stellen.
Dort stößt sie auch auf ein lange verschollenes Geheimnis der Familie Winterbourne.

Nachdem ich das Buch "Der Wind der Erinnerung" von Kimberley Wilkins verschlungen hatte, freute ich mich umso mehr, als ich wusste, es gibt ein neues Buch von ihr.

Wieder einmal gelingt es der Autorin mich in ihren Bann zu ziehen und mich auch mit diesem Buch zu ihrem Fan werden zu lassen.
Gekonnt verbindet sie die beiden Zeitebenen 1901 und 2011 durch die Familiengeschichte der Winterbournes.
In der Zeitebene von 1901 nimmt der Leser Anteil am Schicksal von Isabella Winterbourne, die sich als einzige Überlebende eines Schiffsunglücks in Australien ein neues Leben aufbaut. Sie hat es nicht leicht, muss sie doch jederzeit damit rechnen, dass plötzlich jemand der Familie Winterbourne vor der Tür steht und die Kiste mit dem Amtsstab zurückverlangt.
In 2011 geht es vorrangig um die Beziehung der beiden Schwestern, die es sich auch nach 20 Jahren nicht leicht machen, miteinander zu reden und vor allem zu verzeihen.

Das Rätsel um den Verbleib des Amtsstabes, der 1901 verloren ging, wurde nie aufgeklärt. Suchen im Schiffwrack führten zu nichts, und es gibt noch immer Schatzsucher, die diesen wertvollen Schatz auch noch in der heutigen Zeit suchen und die schrecken vor nichts zurück.

Das ist wieder ein Roman, der einen nicht loslässt. Man erlebt Spannung und Liebe, sowohl in der Vergangenheit wie in der Gegenwart.
Das Leben der Frauen zu Beginn des 20. Jh. ist sehr gut recherchiert und macht betroffen.

Sehr detailliert hat die Autorin die Örtlichkeiten beschrieben, so dass man sich förmlich in die Nähe des Leuchtturms versetzt fühlte. 
Ich liebe den Schreibstil der Autorin, sie erzählt 
Ihre Protagonistinnen sind starke Persönlichkeiten, in die man sich als Leser sehr gut hineinversetzen kann.
Die Geschichte ist glaubhaft und in sich schlüssig. Es macht einfach nur Spaß, sie zu lesen und in eine vergangene Zeit einzutauchen.

Ein Roman, den ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.       


Bewertung:



Zur Autorin:
(Text von Knaur)
Kimberley Wilkins hat erfolgreich sowohl Kinder- und Jugendbücher als auch Romane für Erwachsene publiziert. Ihre Werke wurden unter anderem mit dem Romantic Book of the Year Award, dem Aurealis Award und dem Lynne Wilding Award ausgezeichnet sowie für zahlreiche andere Preise nominiert. Kimberley Wilkins lebt mit ihrer Familie in Brisbane, sie ist Dozentin an der Universität von Queensland.


Von Kimberley Wilkins wurden gelesen und rezensiert:



Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich bei der
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. 

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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