Freitag, 11. April 2014

[Rezension] Peter Carl - Tod im Olivenhain



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: hansanord; Auflage: 1. (21. Februar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3940873756
ISBN-13: 978-3940873750
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,8 cm

Inhalt gem. Hansanord:
Der frühere Rechtsanwalt David Mandelson und sein Lebensgefährte Thomas Boyle wollten ihren Ruhestand eigentlich geruhsam in Umbrien verbringen. Doch nach einigen Jahren sehnen sie sich nach England zurück und wollen ihr luxuriöses Anwesen verkaufen.
Ihre Verkaufsabsicht ruft den amerikanisch-italienischen Großgrundbesitzer James Martin auf den Plan, der in der unverdorben ländlichen Region zwischen dem Lago Trasimeno und der Toskana einen Country Club mit Golfplatz bauen will und das Haus der beiden Engländer als Clubhaus nutzen möchte.
Als Finanziers hat er Investoren und Organisationen gewonnen, deren Interesse vornehmlich darin besteht, Geld zu waschen. Um auch an öffentliche Fördergelder zu kommen, muss James Martin bis zu einem bestimmten Termin über die notwendigen Grundstücke verfügen, darunter das Anwesen von David und Thomas sowie die ausgedehnten Weideflächen einer sardischen Schafzüchterfamilie.
Während ihrer Verkaufsverhandlungen geraten David und Thomas zwischen widerstreitende Interessen der kriminellen Finanziers, der unfähigen Polizei und einheimischer italienischer Traditions- und Umweltschützern.
Der Mord an einem Schäfer, ein Einbruch in ihr Haus und die rituelle Schlachtung eines wertvollen Hundes verwickeln sie in ein dramatisches Geschehen mit Kindesentführung, einem weiteren Mord und einem Mordanschlag auf sie selbst.

Zum Buch:
Dem Textinhalt des Verlages ist inhaltlich nichts hinzuzufügen.

Ein Mord im Olivenhain in Italien, in Umbrien. Eine landschaftlich wunderschöne Gegend, in die jedoch eine Golfanlage gebaut werden soll.
David und Thomas haben Heimweh nach England und sind bereit, ihr Grundstück zu verkaufen und geraten damit automatisch ins Visier der / des Mörders.
Lange Zeit ist nicht klar, geschehen die Verbrechen, damit sie und andere zum Verkauf gezwungen werden oder sind Naturschützer am Werk, die die Landschaft erhalten wollen.
Die Polizei ermittelt nicht ernsthaft, nehmen sie die Dinge dort nicht wirklich ernst. Für sie liegt die Vermutung nah, dass David  und Thomas Steuersünder sind und ermitteln auch in die Richtung.
Da die Ermittlungen ein wenig schleifen, versuchen David und Thomas selbst ein wenig über noch vorhandene Beziehungen in Erfahrung zu bringen. 

Grundstücksmakler, Immobilienhaie, maffiose Verbindungen, Geldwäsche, versuchte Erpressungen, Entführungen, ja sogar Morde, es ist von allem etwas dabei. Die Spannung ist immer auf einem gleichbleibenden Level und als Leser ist man gespannt, wohin die Geschichte sich bewegen wird. Lange Zeit bleibt man im Unklaren und rätselt mit. Das Misstrauen geht um, man weiß nicht mehr, wer ist Freund, wer ist Feind.

Während ich das Buch gelesen habe, war mein Gedanke des öfteren, dass ich mit der italienischen Polizei besser nichts zu tun haben möchte, denn als besonders motivierend empfand ich ihre Arbeitsweise nicht wirklich.

Mit den Protagonisten konnte ich mich leider nicht wirklich anfreunden. Da fehlte es mir ein wenig an Tiefe, so dass sie doch recht farblos blieben, was ich sehr bedauert habe.

Geld regiert die Welt, was man auch in diesem Krimi wieder einmal erfahren kann. 
Ein Krimi mit italienischem Flair in einer Gegend, die dem Autor bestens bekannt ist und diesen auch deshalb so authentisch macht. 


Bewertung:


Zum Autor:
(übernommen von Hansanord)
Peter Carl, geb. 1943, arbeitete als Wirtschaftsjournalist bei namhaften Magazinen – während der letzten zehn Jahre seines Angestelltendaseins als Chefredakteur – bevor er als freiberuflicher Journalist und Herausgeber eines Newsletters in die Selbstständigkeit wechselte. Nach dem Abitur in Bamberg studierte er einiges Semester Volkswirtschaftslehre in Würzburg und Münster, begann während des Studiums ein Volontariat bei der Münsterschen Zeitung in Münster, bei der er dann auch als Redakteur tätig wurde.
Von 1971 bis 1975 arbeitete er bei deutschen Auslandshandelskammern in den Niederlanden (Den Haag) und Großbritannien (London) bis er schließlich in Hamburg für das manager magazin und neun Jahre später in München für das Industrie Magazin schrieb. 1995 gründete er seine Firma Presse Service & Consulting GmbH, die den wöchentlichen Newsletter dossierB herausgibt und für führende deutsche und amerikanische Unternehmen im Bereich Corporate Publishing tätig ist.

Seit 30 Jahren verbringt Peter Carl seine freie Zeit (und mehr) an seinem Zweitwohnsitz in einem Dorf in Umbrien, wo er sich gern auch als Nebenerwerbslandwirt beschäftigt. Die gesellschaftlichen Veränderungen in dieser ländlichen Gegend bilden den Hintergrund für die fiktive Handlung dieses Buches

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Keine Kommentare: