Samstag, 24. Mai 2014

Ein Besuch bei Ullsteins - Ein Verlag stellt sich vor

Freitag Nachmittag.
Jeder freut sich darauf, dass das Wochenende naht, wir freuen uns auf eine Begegnung mit dem Ullstein Verlag
Dieser hatte zum ersten Mal eingeladen und wir konnten wie üblich nicht nein sagen.

Gut zu erreichen war es ebenfalls, da sich das Verlagshaus in der Friedrichstraße befindet.
Seit 2004 residiert der Verlag dort in dem sanierten Haus, welches völlig heruntergekommen und fast verfallen für sie saniert wurde.
Im Jahr 2004 wurde der Verlag vom Medienunternehmen Bonnier übernommen, der seinen Hauptsitz in Stockholm hat. Dieser wollte auch, dass der Ullstein Verlag seinen Standort wieder dort hat, wo auch seine Wurzeln sind, in Berlin.
Obwohl die eigentlichen Wurzeln in Tempelhof, im Ullsteinhaus, liegen, haben sie sich für den Standort in der Friedrichstraße entschieden.


 


Im Foyer werden wir sogleich von den neuesten Büchern begrüßt und natürlich dem Logo von Ullstein.


Frau Martin, die uns im Foyer abholte, führte uns über den Hof ins angrenzende Gebäude. 

Sehr gut zu erkennen die Verschmelzung von Altem und Neuem, worauf der Architekt bei der Sanierung großen Wert legte. Die beiden oberen Stockwerke wurden neu aufgesetzt.


Während eines Vortrages mittels Beamer erfuhren wir die Geschichte des Ullstein Verlages, der 1877 von Leopold Ullstein gegründet wurde. Er und seine 4 Brüder, die sich hervorragend in ihrem Tun ergänzten, betrieben den Verlag bis 1934. Sie wurden, da sie Juden waren, von den Nazis enteignet und der Verlag wurde "arisiert".

Die 5 Brüder Ullstein

Interessant war auch die Geschichte zum Bild, der rechts sitzende Bruder wurde später hinzugefügt, während im Bereich des weißen Fleckes zwischen den Brüdern eine Person wegretuschiert wurde.

Sehr detailliert gingen Frau Martin vom Vertrieb und Frau Kress vom Lektorat auf die Entstehung eines Buches ein, beginnend vom Manuskript des Autoren bis hin zum Verkauf.
  
 
Hier ein Beispiel der Findung des richtigen Covers. Für dieses Buch links nur zwei Beispiele von vielen, die vorgeschlagen wurden. Das ging auch soweit, dass selbst der Titel geändert wurde. Rechts die endgültige Fassung.

Nach vielen interessanten Informationen rund um das Entstehen eines Buches und dem Ullstein Verlag und ganz vielen Fragen, die gestellt und beantwortet wurden, durften wir uns noch ein wenig im Haus selbst umsehen.

 
Sehr auffällig, Bücher wohin man sieht

Autoren im gesamten Treppenhaus verewigt

 
Der Musiksaal, in dem Lesungen und Veranstaltungen stattfinden. Die Decke liebevoll restauriert, wirklich beeindruckend

Alte Kasse im Flur

Die Aussicht aus dem Zimmer der Verlegerin, tolles Panorama


Bücher im Zimmer der Verlegerin


 
Ein Blick in den Hof und über die Dächer von Berlin

Frau Martin, die uns geführt hatte und unsere vielen Fragen unermüdlich beantwortete

Mit diesen Büchern durften wir nach dem Verlagsbesuch nach Hause gehen. 

Das war für uns ein ganz besonderes Erlebnis. Schon lange wollten wir uns mal einen Verlag ansehen und wissen, wie er tickt bzw. funktioniert. Die uns gebotene Gelegenheit haben wir genutzt und es nicht bereut.

Vielen lieben Dank, dass wir dabei sein durften. Unser Dank geht speziell an Frau Martin und Frau Kress für die tolle Vorstellung des Verlages und die Beantwortung aller Fragen und an den Verlag, der dies überhaupt möglich gemacht hat und auch für die Zugabe der Bücher.

Beim nächsten Mal sind wir gern wieder dabei.

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