Samstag, 3. Mai 2014

[Rezension] Benjamin Percy - Roter Mond


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 640
ISBN: 978-3-764-53123-2
Erscheinungstermin:
24. März 2014 (1. Auflage)
Preis: 1
9,99 EUR (D), 20,60 EUR (A), 28,50 CHF
Format:
Hardcover
Verlag: Penhaligon


Klappentext gem. Penhaligon:
Als Regierungsagenten Claire Forresters Haustür eintreten und ihre Eltern ermorden, muss sie erkennen, dass sie und ihre Familie schon immer Ausgestoßene waren.

Chase Williams hat seinen Wählern versprochen, die USA vor Terror zu beschützen. Doch nun wird er selbst zu dem, was er zu vernichten geschworen hat.

Bis heute wird die Bedrohung durch Gesetze, Gewalt und Drogen in Schach gehalten. Doch die Nacht des Roten Mondes rückt näher, wenn die Welt für immer ihr Antlitz verändern wird – und die Schlacht um die Menschlichkeit beginnt …

Eine überzeugende Parabel auf die Welt, in der wir leben.


Rezension:
Der 17-jährige Patrick Gamble lebt nach der Scheidung seiner Eltern bei seinem Vater Keith. Die beiden haben ein sehr gutes Verhältnis, doch diese schöne Zeit endet, denn Keith zieht in den Krieg. Der Einsatz ist für zwölf Monate geplant und während dieser Zeit soll Patrick bei seiner Mutter in Portland leben. Er ist wenig begeistert davon, zumal er mit seiner Mutter nicht viel Kontakt hat. Doch während des Fluges geschieht etwas, was vorher noch nie passiert ist. Ein Lykaner läuft Amok und tötet alle Passagiere im Flugzeug. Lediglich Patrick überlebt, weil er sich unter einer Leiche "tot" gestellt hat. Diese Erfahrung wird sein Leben von Grund auf verändern.

Claire ist Lykanerin und lebt noch bei ihren Eltern. Sie ist eher untypisch für ihre Rasse, denn sie mag es nicht, sich in einen Wolf zu verwandeln und hat dies mit ihren 17 Jahren bisher auch nur ein paar Mal gemacht. Sie mag das "Tier" in sich nicht und drängt es immer wieder zurück. Derweil ist sie beschäftigt mit ihrer College-Auswahl. Nur weit weg von ihrem Elternhaus soll es sein, irgendwo, wo es warm ist und wo sie niemand kennt, wo sie ein neues Leben beginnen kann. Es ist nicht so, dass sie ein schlechtes Verhältnis zu ihren Eltern hätte, doch diese engagieren sich sehr für die Gleichstellung der Lykaner in der Gesellschaft und Claire ist das einfach zu viel. Sie will mehr Zeit mit Menschen verbringen, nicht mit Lykanern.

Eines Nachts ändert sich jedoch alles. Claires Familie wird in ihrem eigenen Haus überfallen, ihre Eltern werden getötet und nur ihr gelingt die Flucht. Ihr Vater, der die Gefahr gespürt haben muss, hat ihr noch Geld und eine codierte Nachricht zukommen lassen. Nun ist die junge Lykanerin auf sich allein gestellt. Es gelingt ihr tatsächlich, die Nachricht zu entschlüsseln und sie weiß nunmehr, dass sie zu ihrer Tante Miriam gelangen muss, die vor Jahren aus der Familie verstoßen wurde. Unterwegs bestreitet sie so manch schwierige Situation, doch eines Nachts versucht ein Truck-Fahrer sie zu vergewaltigen. Patrick kommt ihr in letzter Minute zu Hilfe und Claire übersteht den Angriff unverletzt. Nach ihrem sehr ungewöhnlichen Kennenlernen, bringt Patrick Claire zu ihrer Tante - und bei müssen feststellen: Zwischen Mensch und Lykaner wurde ein Band geknüpft, dass alles überdauern könnte ...


Aufstand der Lykaner! Der Plot des Buches wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. In dieser Welt gibt es zwei Arten, die dominant sind. Die Menschen und die Lykaner, wobei die Lykaner hier wie Menschen 2. Klasse behandelt werden. Was die Menschen jedoch vergessen: Sie sind stärker als die Menschen, sie sind schneller und sie können durch einen Biss neue Werwölfe erschaffen - die Menschen sollten sie also niemals unterschätzen. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet, wobei mich hier die Figur des Patrick nachhaltig beeindruckt hat, denn gerade bei ihm merkt man die Wandlung von Teenager, der auch mal Fehler macht, zu einem reifen Mann, der mit den Situationen und Lektionen, die sich ihm in den Weg stellen, wächst. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, hätte mir allerdings an einigen Stellen deutlich mehr Emotionen gewünscht, denn gerade in aufwühlenden Parts wurde mehr Augenmerk auf die Spannung gelegt und hier kamen in meinen Augen die Figuren etwas zu kurz.

Bewertung


Der Autor: 
Benjamin Percy wuchs auf im tiefsten Oregon. Vor seinem Romandebüt „Wölfe der Nacht“ schrieb er zwei hochgelobte Erzählbände. Er lehrt Creative Writing an der Iowa State University. (übernommen von Randomhouse)
Zur Homepage des Autorn kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 



bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.