Mittwoch, 7. Mai 2014

[Rezension] Christine Lawens - Ricardas Erbe



Leseprobe



Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1042 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 257 Seiten
Verlag: Edel:eBooks (18. Dezember 2013)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00H9BA67K

Inhalt gem. Edel-Verlag:
In der endlosen, hitzeflirrenden Weite Andalusiens mit seinen großen Hazienden und seiner windumtosten Atlantikküste entfaltet sich die wechselhafte Geschichte der mächtigen Familie Alfaro-Sanchez von den späten 1930er Jahren bis in die Gegenwart. Es ist vor allem die Geschichte der Alfaro-Frauen, die die Geschicke der Familie und ihrer Heimat bestimmen. Graciana, die Urgroßmutter, die vor der Säkularisation das Land von Kartäusermönchen übertragen bekommt. Ricarda, die Großmutter, die sich 1938 gezwungen sieht, scheinbar mit dem Franco-Regime zu paktieren, um ihr Land für die Familie zu bewahren. Und schließlich Carmela, Ricardas Enkelin, die unter dramatischen Bedrohungen den Erhalt der Hazienda La Verdad sichert – und dabei auf ihr Herz hören muss.
Es sind schöne, starke Frauen mit unbeugsamem Willen und tiefer Leidenschaft für das Land und die ihnen anvertrauten Menschen und Tiere. Alle haben sie die besondere Gabe, verletzte und traumatisierte Pferde heilen zu können. Und so ist das Schicksal der Alfaro-Frauen für immer aufs Engste mit den Pferden auf La Verdad verwoben...

Zum Buch:
Carmela betreibt gemeinsam mit ihrem Vater die Finca "La Verdad", auf der Pferde gehalten werden. Sie selbst ist das, was man eine Pferdeflüsterin nennt und sie liebt es, mit den Tieren zu arbeiten.
Als ihr Vater Enrique als Verwalter einstellt, ist sie alles andere als begeistert.
Dann stirbt ihr Vater urplötzlich und ihre beiden Geschwister, die mit der Finca nichts zu tun haben wollen, haben nichts eiligeres zu tun, als die Finca verkaufen zu wollen, damit dort ein Disneypark gebaut werden kann.
Carmela sträubt sich mit Händen und Füßen, ist sie doch mit ihrem Zuhause verwachsen. Ihr Vater hat in seinem Testament verfügt, dass das Land an alle drei Geschwister geht. Nun gilt es, diese beiden davon zu überzeugen, dass sie das Land nicht verkaufen.
In Träumen erscheint ihr ihre verstorbene Großmutter Ricarda, die ihr versucht, den richtigen Weg zu zeigen und die um etwas bittet ...

Ein wundervolles Buch, das in den Weiten von Andalusien handelt.
Die Geschichte spielt in zwei Zeitsträngen, in den 30er Jahren und in den 90er Jahren des 20. Jh. Ricarda und Carmela sind die Protagonistinnen, die das Buch tragen. Sie sind beide starke Persönlichkeiten und lassen sich nicht unterkriegen.
Ricarda kämpft während der Franco-Diktatur um den Erhalt der Finca und ihre Enkelin Carmela nach dem Tod des Vaters. Auch die Gabe, Pferde heilen zu können, hat Ricarda ihrer Enkeltochter vererbt.
Ein Geheimnis, das Ricarda ihr Leben lang gehütet hat, erlangt nunmehr an Wichtigkeit und Carmela ist bestrebt, dieses zu lüften und die Finca zu retten. Dabei gerät sie auch in Bedrängnis, denn nicht jeder meint es gut mit ihr, ganz im Gegenteil, sie ist sogar in Gefahr.

Der Autorin ist es sehr gut gelungen, die beiden Zeitebenen miteinander in der Gegenwart zu verknüpfen.
Nach und nach reiht sich Puzzle an Puzzle und man erhält ein Ganzes. Die beiden Frauen kämpfen mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, um die Finca behalten zu können.
Ricarda wie auch Carmela sind starke Frauen, die sich nicht entmutigen lassen und die ihr Erbe festhalten wollen, nicht einen Zentimeter des Grund und Bodens wollen sie weggeben.

Ein klein wenig hat die Autorin es geschafft, mir Andalusien nahe zu bringen. Ich habe es mit ihren Augen gesehen, was sie sehr gut beschrieben hat.
Es ist eine lebendige Geschichte, die sich selbst trägt.
Die Geschehnisse während der Franco-Diktatur sind sehr gut recherchiert, was die Geschichte glaubhaft macht.

Ich habe die beiden Frauen sehr gern auf ihrem Weg und bei ihrem Kampf um die Erhaltung der Finca begleitet, sowohl in der Vergangenheit wie auch in der Gegenwart.
Lebendig, mutig und aufrecht gehen sie ihren Weg und kämpfen für das, was sie lieben. 

Bewertung:




Zur Autorin:

(Die Autorin über sich selbst: übernommen von ihrer HP)
Man schrieb das Jahr 1964, um genau zu sein im Tierkreiszeichen Zwilling, hatte ein Mädchen in den frühen Morgenstunden, das Licht der Welt erblickt. Wie Zeitzeugen mit ihren Erzählungen vermuten lassen, dass es sich dabei um mich handelte, fehlt mir bis heute jegliche Erinnerung an diesem globalen Ereignis. 
Meine Ideale bestimmen fast immer meine Handlungen, meistens ohne Kompromisse. Die Polarität - Gut und Böse, Licht und Schatten, treten als ergänzende Gegensätze auf. Aber auch zwiespältig, wie die Tierkreiszeichen, die Sterne Kastor und Pollux, verraten. Zwei Seelen! 
Ich arbeitete fünfzehn Jahre bei einem Kommunikations-unternehmen. 1993 veröffentlichte ich mein erstes Sachbuch, danach folgte die Mitarbeit bei verschiedenen Tageszeitungen als freie Mitarbeiterin und PR-Assistentin.
Meine erste Kurzgeschichte wurde in einer Anthologie veröffentlicht.
Die immer wiederkehrende Frage, die sich darum dreht, wann und warum und mit was für Absichten ich anfing zu schreiben, beantwortete ich wahrheitsgetreu und ausweichend zugleich: Irgendwas geschrieben habe ich, seit ich lesen und schreiben lernte

Von Christine Lawens wurden gelesen und rezensiert:


An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei der Autorin 



und dem Verlag


bedanken, der mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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