Samstag, 24. Mai 2014

[Rezension] Ingrid Pernkopf - Resteküche



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Pichler; Auflage: 1 (7. April 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3854316534
ISBN-13: 978-3854316534
Größe und/oder Gewicht: 25 x 19,4 x 3 cm

Inhalt gem. Pichler:
Bei ihren Kochkursen, so betont Ingrid Pernkopf, legt sie großen Wert darauf, dass alles verwertet wird – bis hin zum Knödelkochwasser. Mit etwas Kreativität kann man auch aus Resten noch etwas Köstliches zubereiten. Aufgewachsen bei ihrer Oma, die eine einfache Bäuerin, aber sehr gute Köchin war, lernte Ingrid Pernkopf schon früh den Wert eines Apfels oder einer Handvoll Kirschen, von einem Stück Bratenfleisch oder von Sauerkraut zu schätzen. Eine Erfahrung, die sie bis heute prägt: Mit Liebe und großer Kreativität widmet sie sich all jenen Resten und Überbleibseln, die wir nur allzu oft gedankenlos im Abfalleimer verschwinden lassen, und beweist, dass diese mit ein bisschen Fantasie zu hervorragend schmeckenden Gerichten verkocht werden können. Aus übrig gebliebenen Gemüse- und Obstresten zaubert sie Chutneys und Relishes, Fleisch-, Mais- und Reisreste werden zu köstlichen Ofengerichten oder Kroketten verarbeitet, gekochte oder gebratene Fleischreste zu Knödel- und Strudelfülle, Altbrot zu Brotschmarren und Brotsuppe. Ein Kochbuch, das umfassend demonstriert, wie man Lebensmittel optimal nützt, unnötiges Wegwerfen von Resten vermeidet und im Küchenhaushalt nachhaltig und kostengünstig wirtschaftet.

Zum Buch:
"Resteküche", so der Name des Buches. So genau kann man es damit aber nicht nehmen.
Erstens habe ich nie in der Größenordnung Reste von Mahlzeiten übrig, wie sie hier im Buch angegeben wurden und zweitens, wer will schon solange warten, bis sich die Reste ergeben?
Dazu sind die Rezepte im Buch viel zu lecker und interessant, als das man warten möchte.

Nach der ersten Inaugenscheinnahme befanden sich im Buch jede Menge bunter Markierzettel, die mir auf Anhieb zeigen sollen, wo es sich meiner Meinung nach lohnt, etwas nachzukochen.
Ehrlich gesagt, wäre es übersichtlicher gewesen, ich hätte die Seiten markiert, wo es Rezepte gibt, die mir nicht so zusagen, denn davon gab es wirklich reichlich wenig.

Im Buch geht es um Rezepte, die man aus Reste von Mahlzeiten machen kann. Da ist es egal, ob es sich um Reste von Kartoffeln, Fleischreste oder anderes handelt. Es besteht keine Notwendigkeit, die Reste zu entsorgen, denn auch aus ihnen kann man leckeres Essen zubereiten.

Das Buch unterteilt sich in folgende Abschnitte:
- Fleisch, Geflügel und Fisch
- Milch, Butte, Mehl, Eier und Käse
- Knödel, Nudeln, Reis und Gries
- Ein Blick in die Brotdose
- Aus der immer vollen Schoko-"Lade"
- Erdäpfel und Kraut, Rüben und aromatisches Grünzeug
- Köstliches aus Früchten
- Geschmackvolle Saucen und Fonds
- Gewürze und Kräuter, Salze, Essige und Öle
- Tipps für einen sparsamen Umgang mit Lebensmitteln und Energie - ein Sammelsurium

Schon allein an den Überschriften der Abschnitte ist sehr gut erkennbar, wie groß die Vielzahl von Angeboten sein kann, was man aus den Resten machen kann.
Das Buch umfasst ein unglaubliche Menge von Rezepten, die schon beim Lesen das Gehirn rotieren lassen und mich mit Gedanken beschäftigte, was ich denn nun unbedingt nachkochen möchte.

Auch weiß ich jetzt schon, dass das Buch nicht irgendwo im Regal verschwinden wird, sondern immer in Reichweite, denn davon möchte ich noch eine ganze Menge nachkochen.

Die Rezepte sind sehr genau beschrieben und lassen sich super gut nachkochen. Zusätzlich gibt es bei vielen der beschriebenen Gerichte auch die Möglichkeit, Variationen dazu auszuprobieren, wo z. B. noch Zutaten hingefügt bzw. ausgetauscht werden können.
Viele Rezepte sind fachmännisch mit Fotos bebildert. Bei denen, wo es kein Bild gibt, bleibt dem Nachkocher die eigene Kreativität und Fantasie überlassen.

Auch in diesem Buch befindet sich im Anhang wieder ein Glossar, in dem der Nicht-Österreicher Begriffe wie Melanzani oder Topfen auf deutsch nachschlagen kann.

Die Rezepte sind einfach nachzukochen, auch wenn keine Reste vorhanden sind und man, so wie ich, frische Zutaten nehmen musste.
Ich habe einiges nachgekocht und Spaß dabei gehabt, denn es kann einfach nichts schief gehen, dazu ist die Beschreibung einfach zu perfekt.

Für mich ist es ein Buch, das ich in meiner Küche nicht mehr missen möchte und empfehle es sehr gern weiter.
Sehr positiv ist mir aufgefallen, dass viele Gerichte auch vegan zu kochen waren, so dass ich meine vegan lebende Tochter auch zum Kosten einladen konnte.
Wir waren beide von den Ergebnisse beeindruckt und ich darf sie nunmehr öfter machen.

Hier noch ein kleiner Blick auf mein zusammengerührtes, aber bedenkt bitte, ich bin kein Fotograf :-) 

Kokos-Karotten-Suppe (Seite 247)

Erdäpfelgulasch mit gekochten Erdäpfeln (Seite 218)
Gefüllte Melanzanirolle (Seite 251)
Würzige Paprika-Auberginen-Paste (Seite 259)
Melanzanirolle mit würziger Paprika-Auberginen-Paste (Seite 251, 259)











Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen von Pichler-Verlag)
Ingrid Pernkopf, geboren in Gmunden am Traunsee, führt seit 1989 gemeinsam mit ihrem Mann Franz das elterliche Gasthaus „Grünberg am See“. Im Pichler Verlag erschienen von ihr u. a. die Kochbuch- Bestseller „Süßes zur Weihnachtszeit“, „Die Vorratskammer“, „Knödelküche“, „Das große Mehlspeisen-Kochbuch“, die „Strudelküche“ und „Die traditionelle österreichische Küche“.

Von Ingrid Pernkopf wurden gelesen und rezensiert:


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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