Mittwoch, 14. Mai 2014

[Rezension] James Bowen - Bob und wie er die Welt sieht


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 240
ISBN: 978-3-404-60802-7
Erscheinungstermin: 13. März 2014 
Format: Taschenbuch
Verlag: Bastei Lübbe


Klappentext gem. Bastei Lübbe:
Seit Bob da ist, hat sich mein Leben sehr verändert. Ich war ein obdachloser Straßenmusiker ohne Perspektive und ohne eine Idee, was ich aus meinem Leben machen sollte. Nun stehe ich wieder mit zwei Beinen auf der Erde,  ich habe die Vergangenheit hinter mir gelassen, aber ich weiß nicht, was die Zukunft bringen wird. Ich brauche wohl immer noch Unterstützung, um auf meinem Weg zu bleiben. Zum Glück steht mir Bob mit seiner Freundschaft und seiner Klugheit zur Seite.

Die wunderbare Geschichte der Freundschaft zwischen James und seinem Kater wurde mit „Bob, der Streuner“ zum Welt-Bestseller. In seinem neuen Buch erzählt James, wie Bob ihm in harten Zeiten und selbst in lebensgefährlichen Situationen immer wieder den Weg weist.


Rezension:
James Bowen und Kater Bob - ein Gespann, das weit über Londons Straßen hinaus bekannt ist. Bereits in seinem ersten Buch "Bob, der Streuner" berichtete James Bowen, wie er und Bob sich trafen und wie sie einander halfen, das Leben gemeinsam zu meistern. Doch damit ist die Geschichte der Beiden noch lange nicht zu Ende.

Zum Zeitpunkt dieses Buches sind James und Bob bereits seit ca. 2,5 Jahren ein Gespann. James berichtet hier viele kleine Anekdoten aus dem gemeinsamen Alltag mit Bob, denn nach wie vor war er zu diesem Zeitpunkt als Verkäufer von The Big Issue, der Obdachlosenzeitung, tätig und natürlich war Bob weiterhin an seiner Seite. Auch als es dann Probleme mit diesem Job gab und James schlussendlich wieder als Straßenmusiker arbeiten musste, hat Bob ihn, trotz Anfeindungen aus der Gesellschaft, nie verlassen.

Ganz entzückend fand ich die Geschichte, in der James zu einem Fahrrad kam und es sich innerhalb kürzester Zeit in ein Bob-Mobil verwandelte, denn trotz Fahrrad und dem doch nicht ungefährlichen Verkehr in London, wollte es sich Bob nicht nehmen lassen, James zu begleiten und innerhalb kürzester Zeit hatte er richtig Freude an den regelmäßigen Fahrten.

James Bowen beschönigt in diesem Buch nichts. Während dieser Zeit schaffte er endgültig den Absprung vom Drogenentzugsprogramm und ist, auch dank Bobs Hilfe, endlich clean, doch der Weg dorthin war hart und steinig. Was mir sehr gut gefallen hat, ist dass sich James der harten Realität stellt, er offen zugibt, dass nur er es war, der sein Leben versaut hat und durchaus realistisch sieht, dass seine Zukunft nicht unbedingt rosig aussieht, denn er hat keinen festen Job, er hat nichts gelernt und ihm ist durchaus klar, dass er auch mit dem Schreiben eines oder zweier Bücher nicht unbedingt für sein ganzes Leben ausgesorgt hat, doch eines steht fest, was auch passiert, James wird alles meistern, solange er Bob an seiner Seite hat, denn und das wissen die meisten Tierhalter, wenn man sich eines Tieres annimmt, übernimmt man für diese Tier Verantwortung, in guten wie in schlechten Zeiten und von daher kommt Aufgeben niemals in Frage.

Abschließend kann ich sagen, dass in diesem Buch nette, aber auch unschöne Anekdoten aus dem gemeinsamen Alltag von James und Bob niedergeschrieben wurden und dennoch liegt in diesem Buch ein Zauber, der Zauber, das Schöne im Alltäglichen zu entdecken.

Bewertung

Von James Bowen bereits gelesen und rezensiert:


Der Autor:
James Bowen ist ein Straßenmusiker aus London. Er fand Bob, den Streuner, im Frühling 2007. Seitdem sind die beiden Freunde unzertrennlich. (übernommen vom Lübbe)


Wie ich zu dem Buch kam:
Nachdem ich das erste Buch über dieses Gespann förmlich verschlungen hatte, wollte ich natürlich auch das zweite unbedingt lesen. Da traf es sich gut, dass der jährliche Muttertag ins Haus stand, sodass ich beide Bücher meiner Mutter schenken konnte, selbstverständlich erst, nachdem ich dieses Buch hier gelesen hatte ^^

Keine Kommentare: