Freitag, 23. Mai 2014

[Rezension] Nikolas Preil - Bierbrut


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 317 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 186 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00K7HESOK


Klappentext gem. Amazon:
Dieses Buch ist ein Slow Burner, vom Krimi zum extremen Horror. Man muss es lesen, um es zu begreifen. Bierbrut ist definitiv nichts für sanfte Gemüter oder Leute mit einem schwachen Magen. Ihr seid jetzt gewarnt. Empfohlen ab 18 Jahren.

Bernd Marquardt ist geschieden, pleite und verzweifelt auf der Suche nach einem Job. Als ihm die Position eines Bier-Lieferanten angeboten wird, nimmt er sie sofort an. Ein neues, lokales Bier soll in Hamburgs Kneipen verteilt werden. Das Gehalt ist stattlich, die Aufgaben simpel. Kaum hat er sich an sein neues, besseres Leben gewöhnt, geschehen merkwürdige Dinge. Irgendetwas stimmt nicht mit dem Bier. Bernd liegen schreckliche Wochen bevor.

Bierbrut ist der erste Band aus WSPs neuer Reihe Monster, Mörder, Mutationen. Jede Geschichte wird vom Umfang her der amerikanischen Novella-Form entsprechen (zwischen 100 und 200 Seiten). Optimal für Kindle-Leser. Ab Mai 2014 wird jeden Monat eine neue Novella erscheinen. Es folgt Amok-Snuff (Thriller) am 9. Juni 2014.
Monster, Mörder, Mutationen bietet morbide, extreme, zuweilen grenzwertige Unterhaltung.



Rezension:
Bernd Marquardt hatte in letzter Zeit wirklich ausgesprochen viel Pech. Erst trennt sich seine Frau Karen von ihm, die er schlicht und einfach vernachlässigt hatte und dann verlor er auch noch seinen Job. Denn zu diesem Zeitpunkt war er in der Firma seines Schwiegervaters angestellt, was natürlich so nicht mehr möglich war, nachdem die Ehe seiner Tochter gescheitert war. Karen fand recht schnell einen neuen Mann, Viktor und zog mit den gemeinsamen Kindern Peter und Laura zu ihm. Zurück blieb Bernd in einer kleinen Wohnung, ohne Job, ohne Zukunft.

Auch jetzt hat sich an Bernds Situation nichts geändert, sie ist eher noch schlimmer geworden, denn auch seine staatliche Unterstützung läuft aus, sprich: Wenn das Geld, welches er jetzt hat, alle ist, gibt es kein neues. Ein Job muss her, irgendeiner, egal was. Bernd hängt sich richtig rein, hat nicht wenige Vorstellungsgespräche und dennoch, entweder gibt es Bewerber, die sind besser qualifiziert oder jünger oder beides. Ein letztes Bewerbungsgespräch hat Bernd noch und zwar an einem eher ungewöhnlichen Ort. In einer Kneipe ist er mit Guido Davids verabredet. Dieser sucht jemanden für den Vertreib von Hanseaten-Bräu, einem Bier, dass in Hamburg hergestellt und nur dort vertrieben wird. Neben der Auslieferung des Bieres würde auch Akquise zu Bernds Job gehören. Bernd, der gerne mal ein Bier trinkt, wäre sehr angetan von diesem Job und in der Tat bekommt er ihn auch.

Mit Feuereifer macht er sich an die Arbeit und ist überaus erfolgreich. Das Hanseaten-Bräu verkauft sich großartig, Bernd kommt kaum mit den Lieferungen hinterher, denn jede Kneipe, die er akquiriert, ordert umgehend Nachschub, sobald die Verkostungsflaschen alle sind. Bernd ist glücklich, sein Job macht ihm Spaß, er verdient nicht schlecht und auch vor seinen Kindern braucht er sich nicht mehr zu schämen, wie zu Zeiten, als er arbeitslos war. Mit das Beste für Bernd ist allerdings, dass er zusätzlich zu seinem Lohn auch noch pro Woche eine Kiste Bier gestellt bekommt, denn auch Bernd ist ein großer Fan dieses Bieres. Doch irgendwas scheint mit den Menschen zu passieren, nachdem sie Hanseaten-Bräu getrunken haben. Plötzlich und unerwartet werden sie aggressiv, doch das ist erst der Anfang der Veränderungen, die mit dem Genuss von Hanseaten-Bräu einhergehen ...


Nichts für schwache Nerven! Der Plot wurde spannend und wahnsinnig abwechslungsreich erarbeitet. Nicht mal im Ansatz hatte ich eine Idee, wohin mit die Geschichte führen würde und ganz ehrlich, so was hätte ich mir im Leben nicht selbst ausdenken können. Bei der Lektüre des Buches musste ich immer wieder denken "Zum Glück trinkst du kein Bier", denn ich bin mir nicht sicher, ob mir der Genuss eines Bieres nach der Lektüre des Buches überhaupt noch gemundet hätte. Was mit einer interessanten Geschichte beginnt, entwickelt sich immer weiter in Sphären, die definitiv nichts für zartbesaitete Leser sind! Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Hier sticht natürlich eindeutig Protagonist Bernd hervor, bei dem der Leser nach und nach eine Wandlung miterleben kann, die Bernd sogar selbst mitbekommt, sich allerdings völlig außer Stande sieht, irgendetwas gegen diese Entwicklung zu tun - einfach großartig. Besonders hat mir hier gefallen, wie innerlich zerrissen Bernd ist, denn einerseits ist er ein rational denkender Mensch, der weißt, das irgendwas mit ihm geschieht und auf der anderen Seite sind dort neu erwachte Instinkte, die fordern, ausgelebt zu werden, koste es, was es wolle. Den Schreibstil empfand ich als fesselnd und erschreckend realistisch geschrieben, sodass ich mir selbst zwischendurch immer wieder zu meinem starken Magen gratuliert habe, denn wäre ich in dieser Beziehung etwas sensibler eingestellt, wüsste ich nicht, ob ich die Lektüre des Buches so ohne weiteres überstanden hätte.


Bewertung: 

Wisst ihr, was der absolute Hammer ist? Ich liebe ja signierte Bücher, doch kann man E-Books ja leider schlecht signieren, oder? Tja, denkste, schaut mal, was mich tolles erwartet hat, als ich das E-Book öffnete:



Von Nikolas Preil bzw. Christian Sidjani bereits gelesen und rezensiert:



Der Autor:
Seit seiner Kindheit liebt Nikolas Preil Horrorfilme und Horrorromane. Diese Leidenschaft brachte ihn auf Ideen, die er dann als Geschichten niederschrieb. Im April 2013 veröffentlichte er die Anthologie "Morbid: Abscheuliche Horror-Geschichten", die sich bisher 200 Male verkaufte. Da anscheinend ein Interesse an solchen Geschichten besteht, veröffentlichte er, zunächst in Serie, seinen ersten Roman "Das Ende der Nacht", dessen Erfolg ihm recht gab, mit über 300 verkauften Exemplaren innerhalb weniger Wochen.
Nikolas' Stil ist klar und direkt und er sucht sich Themen, die zumeist nicht in der Realität zu finden sind. Seine Geschichten dienen der Unterhaltung, nicht mehr, aber bestimmt auch nicht weniger. Aufgrund von expliziten Szenen sind seine Bücher erst ab 18 Jahren zu empfehlen. Nichts für Zartbesaitete. (übernommen von amazon)

Die Homepage des Autoren findet ihr hier


Wie ich zu dem Buch kam: 
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei


für die Bereitstellung des Buches bedanken.

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