Samstag, 28. Juni 2014

[Rezension] Klaus Struck - Sportstadtmord


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 292
ISBN: 978-3-862-82280-5
Erscheinungstermin:
16. Mai 2014
Preis: 1
3,90 EUR (D)
Format:
Broschiert
Verlag: ACABUS


Klappentext gem. ACABUS:
Der mysteriöse Tod eines beliebten Ausbilders am Hamburger AFA Umschulungsinstitut in Steilshoop sorgt für Aufregung. Nicht nur der Fundort und Todeszeitpunkt, sondern auch die ungewöhnliche Drapierung des Toten stellen die Kripo vor eine schwierige Aufgabe. Erst mithilfe von Cybercrime-Spezialisten werden ungeahnte Machenschaften am Institut aufgedeckt.
Das Opfer nutzte das firmeneigene Penthouse für besondere Soirées mit bekannten Kiez-Größen, und die bisher unentdeckte Anwesenheit eines Militariavereins in der fast vergessenen, ungenutzten U-Bahn-Station unterhalb der Anlage erweitert das potenzielle Täterumfeld. Doch Kommissar Schrenk und sein Team werden den Verdacht nicht los, dass der Mord nur ein Mittel für einen ganz anderen Zweck war.


Rezension:
Bei der AUSBILDUNG FÜR ALLE - Berufliche Fort- und Weiterbildung GmbH, kurz AFA, wird die Leiche von Jens Regen aufgefunden. Dieser war Dozent und Abteilungsleiter für Integrationsmanagement bei der AFA und ausgesprochen beliebt. Sein Tod lässt jedoch vermuten, dass er doch Feinde hatte, denn er stürzte aus einer firmeneigenen Penthouse-Wohnung, welches sich auf dem Gelände der AFA befindet. Hauptkommissar Heinz Schrenk wird mit den Ermittlungen beauftragt. Augenscheinlich sind alle Angestellten der AFA und auch die Umschüler/Auszubildenden geschockt, denn Regen war allseits beliebt und geachtet. Auch die Geschäftsführerin der AFA, Cordula Günther, kann keinerlei Anhaltspunkte liefern, wer auch nur ein Motiv gehabt haben könnte, ihn zu töten.

Schnell stellt sich heraus, dass Jens Regen anscheinend noch andere Aktivitäten auf dem AFA-Gelände am Laufen hatte. So hat er besagtes Penthouse, aus dem er stürzte, bereits seit geraumer Zeit immer wieder gebucht, um dort diverse Veranstaltungen abzuhalten. Das es bei diesen Veranstaltungen immer mit rechten Dingen zuging, darf bezweifelt werden. Könnte es sein, das er etwas gegen einen der Teilnehmer einer solchen Veranstaltung in der Hand hatte und deswegen sterben musste?

Während die Ermittlungen eher schleppend vorankommen, stürzt sich die Presse auf diesen Fall und deckt einige Ungereimtheiten bei der AFA aus. Was geschieht wirklich in diesem bisher zu hoch gelobten Ausbildungszentrum? Hatte Regen etwas damit zu tun und musste deswegen sterben? Steckt womöglich etwas ganz anderes dahinter und warum schweigen die übrigen Abteilungsleiter, die nachweislich an Regens Veranstaltungen teilgenommen haben? Ist einer von ihnen der Täter?


Ein Hamburg-Krimi! Der Plot wurde detailliert und abwechslungsreich ausgearbeitet. Der Autor eröffnet in diesem Roman mehrere Möglichkeiten eines Motivs, denn, auch wenn augenscheinlich niemand einen Grund gehabt hätte, das Opfer zu töten, gibt es hinter den Kulissen anscheinend doch eine Menge Menschen, die vom Tod des Opfer profitieren konnten. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, hätte mir hier an einigen Stellen jedoch etwas mehr Nervenkitzel gewünscht. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet, wobei ich an dieser Stelle gestehen muss, dass mir das Opfer nicht wirklich sympathisch war, sodass ich mit ihm im Endeffekt wenig Mitleid hatte.

Bewertung
Der Autor:
Klaus Struck wurde 1953 in Hamburg geboren und wuchs am Stadtrand der Hansestadt auf. Nach einer Ausbildung zum Flugzeugmechaniker bei der Lufthansa, studierte er Maschinenbau und ist seitdem als Ingenieur im Bereich Luftfahrt und Automobilbau tätig. Ein Aufenthalt in einem Flüchtlingslager der Polisario in der Westsahara 2010 beeindruckte ihn derart, dass er das Bedürfnis, darüber zu berichten, mittels eines Krimis umsetzte. Er verarbeitet in seinen Krimis nicht nur aktuelle Ereignisse, sondern auch Erfahrungen aus seinem Berufsumfeld.
Sein neuer Krimi, der ausschließlich in Hamburg spielt, zeichnet sich durch Aktualität und Lebensnähe aus. Man merkt: Der kennt sich aus, weiß, wovon er schreibt, steht im wirklichen Leben und greift aktuelle Themen wie Facebook-Fahndung, Handy-Tracking u. ä. auf.
Neben seinem Beruf engagiert er sich in seinem Stadtteil ehrenamtlich, u.a. in einer Geschichtswerkstatt. (übernommen von ACABUS)


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim



bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

1 Kommentar:

karin hat gesagt…

Hallo und guten Tag,

habe den Roman auch schon gelesen. Der eigentlich gar nicht so schlecht war, wenn man gerne von der Arbeit der Polizei lies.

Für mich persönlich ging, da leider etwas an Handlung und Spannung verloren.

LG..Karin..