Donnerstag, 5. Juni 2014

[Rezension] Manu Wirtz - Katzenfeuer (Band 3)

Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 592 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 146 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B009LUF8WU


Klappentext gem. Amazon:
In Jules 3. Fall hat die Katze alle Pfoten voll zu tun. In ihrer Umgebung gehen nachts Ställe und Scheunen in Flammen auf. Die samtpfotige Detektivin hat Nachwuchs bekommen, aber gleichzeitig sucht sie den gefährlichen Feuerteufel, der in der Eifel Angst und Schrecken verbreitet.

Der Soldat Peter Henning aus Bolsdorf wird in den Norden Afghanistans versetzt und hat zu Hause seine schwangere Frau Daniela zurückgelassen. Als Peter bei seiner ersten Patrouillenfahrt in eine Schießerei gerät und entführt wird, wird das der Auslöser für eine Reihe von Katastrophen in seiner Heimat. Durch den Schock erleidet seine Frau eine Fehlgeburt; das löst bei ihr eine Psychose aus.
Die Katzendetektivin Jule bekommt unterdessen vier Junge in einem Heuschober vor dem Dorf. Kurze Zeit später brennen nachts Heuballen und Scheunen nieder. Die Feuerwehr stellt Brandstiftung fest.
Die Dorfkatzen verbünden sich, um den Serienbrandstifter zu finden. Von Jule zusammengerufen, schaffen sie ein dichtes Überwachungsnetz um das Dorf, als es zur Tragödie kommt.

Mit jeder Menge Fantasie und ortstypischen Details schildert die Autorin Manu Wirtz die spannenden Ereignisse aus Sicht ihrer Katze. Die verschiedenen Erzählstränge werden am Ende temporeich zusammengeführt und enden in einem feurigen Showdown auf dem Piesberg in Bolsdorf.


Rezension:
Es ist einiges los in Bosdorf in der Eifel. Hauptfeldwedel Peter Henning heiratet seine Freundin Daniela. Peter selbst ist in Bosdorf aufgewachsen und auch seine Eltern leben noch dort. Daniela hat eher Probleme mit dem dörflichen Leben, will aber ihrem Mann zu liebe versuchen, dort heimisch zu werden. Noch während der Hochzeitsreise eröffnet sie ihm, dass sie schwanger ist. Leider hat diese Tatsache nicht den gewünschten Erfolg, denn Peter hat bereits seine Kommandierungsverfügung nach Masar-e Scharif in Afghanistan bereit liegen. Sein Vorgesetzter konnte es noch so einrichten, dass Peter später zu seinen Leuten stößt, um noch in Ruhe heiraten und auf Hochzeitsreise gehen zu können. Doch auch Katze Jule ist in Liebesstimmung. In der Hochzeitsnacht von Peter und Daniela wird auch sie trächtig.

Jules Menschen Jonas und Marieke bekommen erst gar nichts mit von ihrer Trächtigkeit und auch Jule zieht es vor, sich nicht vor der Zeit zu offenbaren, da sie ein Gespräch belauscht hat, in dem es um eine Sterilisation beim Tierarzt ging - wer damit gemeint ist, ist ja wohl klar, oder? Aber Jule ist clever und als die Menschen es dann merken, ist es zu spät. Begeistert sind sie nicht, aber vor die Tatsachen gestellt, finden sie sich damit ab. Jule hat sich sogar schon einen Platz ausgesucht, wo sie ihre Jungen bekommen und großziehen will, doch das ist gar nicht so einfach, denn plötzlich ist das Haus verriegelt und verrammelt. Erwarten die Menschen ernsthaft, dass sie ihre Kinder im Haus zur Welt bringt? Nicht mit Jule, die Katzendame hat schließlich ihren eigenen Kopf und den setzt sie auch durch und haut in letzter Sekunde ab, um ihre Jungen in dem Heuschober zu bekommen, wie sie es geplant hat und tatsächlich schafft sie es sprichwörtlich in letzter Sekunde dorthin, bevor ihre vier Welpen geboren werden. Alle sind gesund und munter und Jule ist mächtig stolz auf sich und ihre Jungen.

Für Daniela Henning läuft es leider nicht so gut wie für Jule. Peter wird in Afghanistan gefangen genommen. Als seinen Eltern und ihr die Nachricht überbracht wird, erleidet sie eine Fehlgeburt. Die labile junge Frau, die im Dorf einfach keinen Anschluss findet, zieht sich immer mehr in ihrer Trauer zurück. Niemand vermag es, sie daraus zu befreien. Derweil treibt ein Feuerteufel sein Unwesen in Bosdorf. Zuerst brennen Heuballen, doch das ist nicht das Ende. Jule und die übrigen Dorfkatzen sind nervös, sie wissen um die Gefahr von Feuer und beschließen, dem Feuerteufel aufzulauern, bevor es noch Verletzte oder Tote gibt. Doch allen Maßnahmen zum Trotz ist der Feuerteufel nach wie vor aktiv, in immer kürzeren Abständen legt er Feuer und sie werden immer größer. Dann entdecken die Katzen einen neuen Brandherd - der Heuschober, in dem Jules Junge sind, brennt lichterloh ...


Der 3. Band der Jule-Reihe! Der Plot wurde wieder spannend und abwechslungsreich erarbeitet und auch die Dramatik kommt hier nicht zu kurz. Im Besonderen hat mir dieses Mal gefallen, dass Jule in diesem Band selbst Opfer wird und wie es die Charakterkatze schafft, damit umzugehen und sprichwörtlich wie ein Phoenix aus der Asche aufzuerstehen. Die Figuren wurden wieder sehr authentisch erarbeitet und ganz ehrlich, was habe ich mit Protagonistin Jule mitgelitten. Die Sorge um ihre Jungen, der Feuerteufel, der sich rumtreibt, die Angst, dass sie ihre Jungen nicht beschützen kann, als dies und viel mehr wurde in diesem Band wunderbar in Szene gesetzt. Den Schreibstil empfand ich wieder als ausgesprochen fesselnd zu lesen, sodass ich auch diesen Band am Stück lesen musste, es ging einfach nicht anders, ich konnte das Buch zwischendrin überhaupt nicht aus der Hand legen. Nun hoffe ich natürlich, dass es noch viele weitere Abenteuer mit dieser überaus cleveren und charmanten Kätzin geben wird.


Bewertung: 

Von Manu Wirtz bereits gelesen und rezensiert:


Die Autorin:
Manu Wirtz ist Jahrgang 1959 und gebürtige Solingerin. Nach einer Lehre absolvierte sie an der Bergischen Universität Wuppertal ein Studium zur Kommunikationsdesignerin. Seit Jahren arbeitet sie im Marketing, in der Werbung, für Buchverlage und Druckereien. Daneben ist sie Autorin zahlreicher Artikel über Computerkunst, Marketing oder Rettungshundearbeit. Manu Wirtz lebt in der Eifel mit ihrem Ehemann und der Katze Jule. (übernommen von HP)

Die Homepage der Autorin findet ihr hier


Wie ich zu dem Buch kam: 
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei



bedanken, die mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Keine Kommentare: