Montag, 2. Juni 2014

[Rezension] Mia March - Sommerblau



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: rororo (2. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499268566
ISBN-13: 978-3499268564
Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,4 x 2,4 cm

Inhalt gem. Rowohlt:
Drei Frauen, drei Schicksale. Ein Sommer, der alles verändert.
Blaues Meer, der Himmel in azur und der beste Blaubeerkuchen von Maine: Der Sommer in Boothbay Harbor könnte nicht schöner sein. Doch Veronica, die in einem kleinen Diner arbeitet, kann keinen Sommer mehr genießen, seit sie vor vielen Jahren ihre neugeborene Tochter zur Adoption freigeben musste. Erst die Begegnung mit zwei Besucherinnen des kleinen Küstenstädtchens hilft ihr, wieder nach vorn zu blicken: Gemma, ungewollt schwanger, und Bea, auf der Suche nach ihrer Mutter. Im Laufe des Sommers werden die drei Frauen zu Freundinnen. Und entdecken, dass das große Glück manchmal nur einen kleinen Augenblick entfernt liegt.

Zum Buch:
Seit einem Jahr ist Beas Mutter schon tot, als sie von ihr einen Brief erhält, den ihr eine Anwaltskanzlei schickte. In diesem Brief ihrer Mutter erfährt sie, dass sie von ihren Eltern adoptiert wurde. Sie kann es nicht fassen, dass sie ihr Leben lang von ihnen belogen wurde.
Sie ringt lange mit sich, ob sie sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter machen soll oder nicht. Nach einem Anruf bei der Adoptionsstelle erfährt sie, dass diese ihre Kontaktdaten hinterlassen hat, so dass sie bei Bedarf gefunden werden kann. Schließlich wagt sie es und fährt nach Boothbay Harbor, wo ihre leibliche Mutter lebt. Ob sie allerdings den letzten Schritt noch wagen wird, weiß sie noch nicht.

Gemma, verheiratet und mit Leib und Seele Journalistin, ist gerade entlassen worden. Sie ist schwanger und sie ist entsetzt darüber. Ihrem Mann hat sie noch nichts davon erzählt, obwohl sie weiß, dass er sich nichts sehnlicher wünscht. Damit würde er aber auch sein Vorhaben umsetzen wollen, in die Nähe seiner Eltern zu ziehen. Wenn Gemma sich alles vorstellen kann, das gehört nicht dazu.
Als sie eine Einladung von Freundinnen aus Boothbay Harbor erhält, ein Wochenende bei ihnen zu verbringen, macht sie sich auf den Weg.

Veronica, 38 Jahre alt, lebt seit einem Jahr wieder in Boothbay Harbor, dem Ort, wo sie geboren wurde und aufgewachsen ist. Sie ist vor Jahren, 16-jährig schwanger geworden. Als sie es ihren Eltern erzählte, brach für alle die Welt zusammen. Ihr Freund glaubte nicht, dass das Kind von ihm sei, ihre Eltern brachten sie gleich am kommenden Tag in ein Heim, wo ledige Frauen oder Mädchen ihre Kinder zur Welt bringen. Veronica war allein und gab nach der Geburt das Kind zu Adoption frei, darauf hoffend, dass es ein liebevolles Zuhause finden würde. 
Nun ist sie wieder zurück in ihrer Heimatstadt, noch immer ledig und sie bäckt Kuchen, Hoffnungskuchen, Seelenkuchen, Glückkuchen und andere. 
Sie selber hat die Hoffnung, dass ihre Tochter eines Tages nach ihr suchen wird ...

Boothbay Harbor, Treffpunkt von 3 Frauen, wenn auch unwissentlich.
Jede Frau hat ihr eigenes Schicksal und ihr eigenes Leben. Jede von ihnen hat Probleme zu bewältigen, die scheinbar unlösbar sind.
Bea erfährt, dass sie adoptiert wurde, so dass ihr vorheriges Leben wie ein Lügenhaus zusammenbricht. Sie sieht ihre leibliche Mutter, ohne dass diese es auch nur ahnt. Anschließend ist sie sich nicht schlüssig, ob sie den Kontakt herstellen will oder nicht.

Gemma, die Journalistin, erhält in dem Ort die Möglichkeit, für eine kleine Zeitung einen Artikel zu schreiben. Für sie die ideale Gelegenheit, noch etwas länger zu bleiben, sich nicht ihrem Problem mit der Schwangerschaft stellen zu müssen.
Sie soll einen Artikel über das Heim der Guten Hoffnung schreiben, das demnächst seinen 50. Geburtstag feiern wird.

Veronica hat sich in ihrem Heimatort neben ihrer Arbeit in einem Café auch aufs Kuchen backen spezialisiert. Es sind keine gewöhnlichen Kuchen. Die Menschen kommen auf sie zu und wünschen sich diese speziellen Kuchen, um ihren Mann zu halten, um Träume erfüllt zu bekommen oder ähnliches. Auch bietet sie Backkurse an, die sehr gut angenommen werden. Dabei lernt sie auch die Menschen von ihrer anderen Seite kennen, eine Seite, die sie aus ihrer Vergangenheit nicht von ihnen kannte.

Es ist ein fantastisches Buch voller Liebe und Hoffnungen. Es werden Vergangenheiten aufgearbeitet, die zum Teil mit schlimmen Erinnerungen in den Köpfen vorherrschen.
Es werden Lösungen gesucht, wo man keine Hoffnung mehr hat und eigentlich resignieren möchte. So viele Entscheidungen werden in diesem Buch getroffen, bei denen man als Leser mit gebangt und gehofft hat, dass alles gut ausgehen möge.

Die Autorin beschreibt mit jedem Kapitel eine der drei Frauen, krempelt ihr Leben völlig um.
Nach diesem Sommer, an dem die 3 Frauen sich kennenlernen wird nichts mehr so sein, wie es war.
Es gibt viele positive überraschende Momente, wo ich als Leser dachte, na bitte, geht doch. 

Die Protagonistinnen sind alle sehr sympathisch und sehr glaubhaft dargestellt. Die Geschichte überzeugt mit ihren Themen, die aktuell und glaubhaft dargestellt sind.

Mir bleibt nach diesem Buch nur noch eines zu tun, den Vorgänger zu lesen, denn "Der Sommer der Frauen" spielt ebenfalls in Boothbay Harbor.
Man muss ihn aber nicht kennen, um dieses Buch zu lesen.
Mich hat jedoch der Schreibstil der Autorin und der Roman so überzeugt, dass ich das andere unbedingt lesen muss. Eine Autorin, deren Namen ich mir merken werde.

Dieses Buch voller Wärme, Hoffnung, Glauben und Liebe kann ich allen wärmstens empfehlen.   


Bewertung:


Zum Autor:
(Text übernommen vom Rowohlt-Verlag)
Mia March lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Ort an der Küste von Maine. Ihr anrührender Debütroman «Der Sommer der Frauen» ist bei Simon & Schuster erschienen und verkaufte sich bislang in knapp 20 Länder..

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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