Samstag, 7. Juni 2014

[Rezension] Milos Never - Sommertod - Der Indie-Killer


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 893 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 161 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: 
B00H9GX2XA


Klappentext gem. Amazon:
Ein Serienkiller, der es auf erfolgreiche Self-Publisher abgesehen hat.
Eine Kommissarin, die Horror-Romane auf ihrem E-Reader liest.
Und ein Indie-Autor, der ins Visier des Killers gerät.


Rezension:
Nikolas Emilius Preil ist Autor von Horrorbüchern und lebt mit seiner Freundin Jasmin im schönen Hamburg. Nikolas konnte bereits erste Erfolge verbuchen, was als Self-Publisher auf Maranon nicht so einfach ist und dennoch ist er frustriert, denn es gibt Konkurrenz. Zwar ist es so, dass Konkurrenz das Geschäft belebt, doch hier liegt der Fall anders, denn eine Gruppe von Self-Publishing-Autoren aus dem Genre Thriller hat sich zusammen geschlossen und macht es so den eigenständigen Self-Publishern fast unmöglich, erfolgreich zu sein. Denn diese Autoren stellen ihre Thriller unter der Self-Publisher-Rubrik Horror ein, sprechen sich über gegenseitige Käufe ab und auch gegenseitige positive Rezensionen sind Teil des Deals. Somit ist es für andere Autoren fast unmöglich, ebenso erfolgreich zu sein. Sollte es einem Autor trotz dieser Umstände gelingen, in die vorderen Maranon-Verkaufsränge zu gelangen, werden durch eben jene Autoren negative Rezensionen geschrieben. Diese setzen gewöhnlich den guten Verkäufen der Konkurrenz ein Ende. Dies sind Tatsachen, doch wie soll man das beweisen und vor allem, was kann man als einzelner dagegen tun? Preils Frustration ist also völlig verständlich.

Derweil treibt ein Rächer sein Unwesen in Deutschland - sein Ziel: E-Book-Autoren, die nach seiner Meinung unberechtigt zu Erfolg gekommen sind und es vor allem gewagt haben, ihre Thriller in der Kategorie Horror einzuordnen, müssen ihm drei Fragen beantworten. Beantworten sie diese nicht richtig, werden sie sterben und zwar so, wie sie es in ihren eigenen Büchern beschrieben haben. Sein neuestes Opfer ist Mina Trab, die Bekanntschaft mit Batteriesäure macht, so wie sie es selbst in ihrem Buch niederschrieb. Sie kann die drei Fragen nicht richtig beantworten und muss sterben. Als ihre Leiche gefunden wird, wird Erika Sander von der Mordkommission des BKA mit den Ermittlungen beauftragt. Sie selbst ist leidenschaftliche Horror-Buch-Leserin.

Nikolas macht inzwischen die unverhoffte Bekanntschaft mit Cornelius, einem Dschinn, der ihm seinen größten Wunsch erfüllt. Plötzlich und unerwartet ist Nikolas ein Self-Publishing-Bestseller. Allerdings ist er nicht ganz so zufrieden, denn unter seinem Namen wurde ein Thriller publiziert (ein Horror-Buch hätte niemals dieses Maranon-Ranking erreicht). Mit dieser unerwarteten Wendung in seinem Leben ruft er allerdings jemanden auf den Plan, den er besser nie auf sich aufmerksam gemacht hätte - den Killer ...


Sei vorsichtig mit dem, was du dir wünschst! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass sich der Autor hier auf seine ganz eigene Art mit der Thematik Self-Publishing und den Machenschaften einiger Self-Publisher auseinandergesetzt hat. In der Tat ist es sehr einfach herauszufinden, dass diese Thematik den Tatsachen entspricht. Wenn man als Leser einmal darauf aufmerksam gemacht wurde, bemerkt man erst, wie auffällig das Ganze eigentlich sogar abläuft. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Besonders sticht hier natürlich Protagonist Nikolas Preil hervor. Dieser wurde so lebendig erarbeitet, ich hatte das Gefühl, dass ich ihm die gesamte Geschichte über immer wieder über die Schulter geschaut habe, so real wirkte er auf mich. Richtig sympathisch war mir ebenfalls die Figur des Dschinns Cornelius. Bei ihm hatte ich immer das Gefühl, dass er eine Mischung aus Butler und Dämon ist - ich hoffe, der Gute wird noch einmal in einer Geschichte von Nikolas Preil auftreten. Den Schreibstil empfand ich als fesselnd und mit unter sehr dramatisch, sprich, eine Mischung, die mich das Buch nicht aus der Hand legen lies, ich musste einfach wissen, wie es ausgeht und wohin mich die Story führen wird. Zu meiner Freude konnte ich am Ende entdecken, dass nach "Sommertod" noch nicht Schluss war. Anschließend gab es als Bonus noch die Kurzgeschichte "Nur noch Neun", die Vorgeschichte des ersten Opfers des Serienkillers und die Kurzgeschichte "Alpträume erwacht".


Bewertung: 

Von Christian Sidjani/Nikolas Preil/Milos Never bereits gelesen und rezensiert:


Der Autor:
Seit er vor 25 Jahren zu schreiben begann, beschäftigt ihn das Unheimliche. Was in den Menschen ist, zum Spiegel verzerrt, Spukgestalten und Doppelgänger, Wahnsinn und Tod. Schon in seinem ersten Romanversuch "Das Ende der Nacht" stellte er sich zudem Fragen, wie wir leben. Aus diesem Interesse an Gesellschaft studierte er Soziologie an der Universität Hamburg.

Er lebt heute mit seiner Frau in Hamburg, im Stadtteil Barmbek, in dem er geboren wurde und aufgewachsen ist, aus dem es für ihn also kein Entkommen gibt. Das Unheimliche, die Stadt Hamburg und Betrachtungen über Individuum und Gesellschaft bilden die zentralen Aspekte seiner Arbeit, während in jeder seiner Figuren ein Teil von sich selbst lebt. (übernommen von amazon)

Die Homepage des Autoren findet ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam: 
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei



für die Bereitstellung des Buches bedanken.

Keine Kommentare: