Samstag, 21. Juni 2014

[Rezension] Nikolas Preil - Amok Snuff


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 402 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 254 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00KTJ2MQC


Klappentext gem. Amazon:
"Mein Gott, denkt er, was ist bloß aus Hamburg geworden? Und aus seinen Einwohnern, vor allem aus ihnen? Vielleicht ist diese Stadt nicht verrückt. Etwas Böses hat sich eingeschlichen, das die Menschen packt. Kommissar Daniels würde diese übersinnliche Antwort gerne gelten lassen, aber sie gehört in Fiktionen. Die Realität sieht anders aus."

Zur falschen Zeit am falschen Ort. Ahnungslos leiht sich der unbescholtene Bürger Joachim Ringleder zum Feierabend ein paar Videos aus, nur um von einer gefährlichen Situation in die nächste zu geraten. Die Spirale der Gewalt ist unaufhaltsam, und die Reise führt tief in das finstere Herz einer Hafenstadt. Wird der ermittelnde Kommissar Richard Daniels weiteres Unheil abwenden können? Die Zeichen sprechen dagegen. Dieser Wahnsinn wird jeden einholen.

Amok Snuff ist der zweite Band aus WSPs neuer Reihe Monster, Mörder, Mutationen. Jede Geschichte wird vom Umfang her der amerikanischen Novella-Form entsprechen (generell zwischen 100 und 200 Seiten, Amok Snuff ist etwas länger). Optimal für Kindle-Leser. Seit Mai 2014 erscheint jeden Monat eine neue Novella. Bierbrut machte den Anfang. Es folgt Das Fremde (Horror) am 9. Juli 2014.
Monster, Mörder, Mutationen bietet morbide, extreme, zuweilen grenzwertige Unterhaltung.


Rezension:
Joachim Ringleder ist ein ganz normaler Kerl und an einem Freitagabend, nach einem ganz gewöhnlichen Tag, beschließt er, sich in der Videothek ein paar Filme auszuleihen. Immerhin ist seine Freundin Frieda, mit der er seit acht Jahren zusammen ist, übers Wochenende zu ihren Eltern gefahren. Er hätte ja mitfahren können, allerdings mag er ihre Eltern nicht wirklich und so hat er jetzt die Gelegenheit, ein paar Filme zu schauen, gegen die Frieda sowieso etwas einzuwenden hätte. Schnell bemerkt Joachim jedoch, dass ihm jemand von der Videothek aus folgt. Das dieser jemand nichts Gutes im Sinn hat, ist ihm sofort klar. Mit Müh und Not kann er sich in eine Kneipe retten.

Tja, dass Joachim nicht in Sicherheit ist, bemerkt er wenige Augenblicke nachdem er die Kneipe mit dem passenden Namen "Zur letzten Sause" betritt. Hier richtet ein Mann mit einer Clownmaske gerade ein Massaker an. Könnte es sich um den stadtbekannten Amokläufer handeln? Denn seit einiger Zeit macht ein Amokläufer mit einer Clownmaske Hamburg unsicher. Vier Amokläufe hat er schon begangen und er ist bisher immer entkommen. Als auch noch Joachims Verfolger in die Kneipe tritt, werden sie entdeckt und der Amoklauf nimmt seinen weiteren Verlauf. Schlussendlich gelingt es Joachim zu überleben, jedoch wird er von Unbekannten entführt.

Derweil ermittelt Kommissar Richard Daniels mit Hochdruck im Fall des Amokläufers und dennoch, er und seine Kollegen kommen einfach nicht so recht voran. Immer wieder ist es dem Amokläufer gelungen zu entkommen, nur wie? Entweder hat der Amokläufer jedes Mal unglaubliches Glück oder die Polizei unglaubliches Pech, denn das SEK unter der Leitung von Sigmar Lombarts wird jedes Mal auf dem Weg zu einem Amoklauf aufgehalten. Zufall? Bisher konnte hier noch nie jemanden was nachgewiesen werden, aber merkwürdig ist es schon. Doch Daniels, der bereits seit 24 Jahren bei der Polizei ist, ist nicht gewillt, die Flinte ins Korn zu werfen. Koste es was es wolle, er wird herausbekommen, wer oder was sich hinter dem Clown versteckt. Währenddessen beginnt für Joachim Ringleder eine Tortur, deren Ende nicht abzusehen ist ...


"Etwas Böses hat sich eingeschlichen, das die Menschen packt"! Der Plot wurde wieder spannend und blutig-abwechslungsreich erarbeitet. Für mich war zu Beginn, aber auch noch in der Mitte und zum Ende des Buches hin nicht wirklich absehbar, wo die Story schlussendlich enden wird und ganz ehrlich, damit hätte ich im Leben nicht gerechnet. Besonders gut hat mir hier gefallen, dass der Plot immer wieder Wendungen hervorbringt, die vorher so überhaupt nicht absehbar waren, sich jedoch wundervoll in die Geschichte integrieren. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Anfangs stand ich dem Protagonisten Joachim mit gemischten Gefühlen entgegen, weil ich mich nicht entscheiden konnte, ob er ein rational und von der Gesellschaft gezeichneter Mensch ist oder ein Weichei. Diese Meinung musste ich jedoch im Verlauf des Buches (glücklicherweise) völlig revidieren und er hat sich schlussendlich doch in die Richtung entwickelt, die ich gehofft hatte und meine kühnsten Träume hier jedoch weit übertroffen. Mit einer solchen Wandlung war nun wirklich nicht zu rechnen. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen packend und fesselnd, ich konnte und wollte das Buch zwischendrin nicht aus der Hand legen, sodass ich es am Stück gelesen habe. Hierbei sei allerdings angemerkt, dass es sich bei dem Buch um Lektüre handelt, die man besser bei Tageslicht genießt, vor allem, wenn man eh schon eine etwas lebhaftere Fantasie hat. Jetzt hat leider wieder die Zeit des Wartens begonnen, jedoch bin ich sicher, das mich der nächste Band aus der "Monster, Mörder, Mutationen"-Reihe "Der Fremde" ebenso gut unterhalten wird.


Bewertung: 

Auch bei diesem Buch durfte ich mich wieder über eine geniale Widmung freuen - ich liebe sowas ^^




Von Nikolas Preil bzw. Christian Sidjani oder auch Milos Never bereits gelesen und rezensiert:



Der Autor:
Seit seiner Kindheit liebt Nikolas Preil Horrorfilme und Horrorromane. Diese Leidenschaft brachte ihn auf Ideen, die er dann als Geschichten niederschrieb. Im April 2013 veröffentlichte er die Anthologie "Morbid: Abscheuliche Horror-Geschichten", die sich bisher 200 Male verkaufte. Da anscheinend ein Interesse an solchen Geschichten besteht, veröffentlichte er, zunächst in Serie, seinen ersten Roman "Das Ende der Nacht", dessen Erfolg ihm recht gab, mit über 300 verkauften Exemplaren innerhalb weniger Wochen.
Nikolas' Stil ist klar und direkt und er sucht sich Themen, die zumeist nicht in der Realität zu finden sind. Seine Geschichten dienen der Unterhaltung, nicht mehr, aber bestimmt auch nicht weniger. Aufgrund von expliziten Szenen sind seine Bücher erst ab 18 Jahren zu empfehlen. Nichts für Zartbesaitete. (übernommen von amazon)

Die Homepage des Autoren findet ihr hier


Wie ich zu dem Buch kam: 
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei


für die Bereitstellung des Buches bedanken.

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