Montag, 2. Juni 2014

[Rezension] Thomas Nommensen - Arne Larsesn 01: Ein dunkler Sommer



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: rororo (2. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499234424
ISBN-13: 978-3499234422
Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 3 cm

Inhalt gem. Rowohlt:
Ein kleines Mädchen. Entführt. Tot. 
Ein Familienvater. Verdächtigt. Verurteilt. 
Zehn Jahre später …
Es ist Hochsommer, als die neunjährige Ulrike entführt wird – und in ihrem Gefängnis umkommt. Schnell findet sich ein Verdächtiger: Zeugen wollen Jens Brückner mit dem Mädchen gesehen haben. Bis zuletzt beteuert er seine Unschuld. Vergeblich. 
Zehn Jahre später wird Brückner aus der Haft entlassen. Er hat alles verloren: Arbeit, Freunde, Familie. Kurz darauf wird der Hauptbelastungszeuge von damals ermordet. Anonyme Drohbriefe kursieren und Brückner ist plötzlich spurlos verschwunden. 
Ein Racheakt? Zu naheliegend, findet der ermittelnde Kommissar Arne Larsen. Und auch sein Vorgänger Gregor Harms, der sich noch immer die Schuld am Tod des Mädchens gibt, zweifelt inzwischen, ob er vor zehn Jahren den Richtigen hinter Gitter gebracht hat. 
Als schwere Unwetter Norddeutschland heimsuchen und wieder ein Kind verschwindet, scheinen sich die Ereignisse von damals auf unheilvolle Weise zu wiederholen. Doch diesmal vermag niemand zu sagen: Wer ist Opfer und wer Täter? 

Zum Buch:
10 Jahre ist es her, dass der verurteilte Mörder Jens Brückner ins Gefängnis kam, trotzdem er all die Jahre auf unschuldig plädierte. 
Er soll die 9-jährige Ulrike entführt haben, die später durch einen Unglücksfall in ihrem Gefängnis zu Tode kommt.
Nun hat er seine Zeit abgesessen und wird freigelassen. Er hat alles verloren, nur seine Mutter steht noch zu ihm.
Er macht sich auf die Suche nach dem wahren Schuldigen.
Kurz darauf stirbt der Zeuge, der seine Aussage zu Lasten von Jens Brückner revidiert hatte, auf grausame Art.
Jens Brückner ist nicht auffindbar und wieder verschwindet ein Kind.
Die Vorfälle von vor 10 Jahren gleichen sich. Hauptkommissar Arne Larsen und sein Team beginnen zu ermitteln, parallel dazu aber auch Gregor Harms, der vor 10 Jahren die Ermittlungen leitete...

Dieser Krimi ist der 1. Teil einer Reihe um Hauptkommissar Arne Larsen. Gleichzeitig ist es auch das Erstlingswerk des Autoren Thomas Nommensen, der bislang mit Kurzkrimis und -thrillern in Anthologien von sich Reden machte.

Gleich zu Beginn des Buches wird man mittels Prolog 10 Jahre zurückversetzt. Als Leser ist man dabei, die Ängste der 9-jährigen Ulrike wahrzunehmen und ihren kommenden Tod zu erkennen.

Die eigentliche Handlung beginnt mit der Entlassung von Jens Brückner, der seine 10 Jahre Haft abgesessen hat.
Fast zeitgleich beginnt jemand, Briefe mit kurzen Inhalten zu versenden. Alle beziehen sich auf die Ereignisse von vor 10 Jahren.
Auch der ehemalige Hauptkommissar Gregor Harms wird mit einem solchen Brief überrascht.
Hauptkommissar Arne Larsen fängt an zu ermitteln, als einer der damaligen Zeugen ermordet wird. Es dauert recht lange, bis er den Bezug des Mordes zu den Ereignissen von vor 10 Jahren erkennt und von da an laufen die Ermittlungen in alle Richtungen.

Die Person des Protagonisten Arne Larsen kann ich auch nach der Lektüre noch nicht richtig einschätzen. 
Er hatte vor Jahren kurz mit Gregor Harms zusammengearbeitet. Die Zusammenarbeit war jedoch nicht sehr effektiv, so dass die beiden wieder getrennt wurden. Nach dem Ausscheiden aus dem Polizeidienst von Gregor Harms übernahm Larsen dessen Posten. Heute ist sein Partner Frank Kuhlmann, aber auch diese Zusammenarbeit gestaltet sich nicht sehr harmonisch. Sehr gut zu erkennen ist es allein schon daran, dass Kuhlmann eigenhändig handelt, ohne Larsen darüber zu informieren. 
Obwohl die beiden dienstlich viel Zeit miteinander verbringen, weiß er von Kuhlmann nicht allzu viel. Wie wenig er von ihm weiß, erfährt er von einer anderen Angestellten. 
Dieses förmliche Nebeneinander im Dienst machte mir die beiden nicht wirklich sympathisch, obwohl gegen Ende eine Besserung ersichtlich ist. 

Das Buch ist in Kapitel unterteilt, die jeweils eine Person zum Thema haben und an deren Tun und Denken der Leser Anteil hat.

Es dauert ein wenig, bis der Krimi in Fahrt kommt, aber hat man als Leser erst einmal angebissen, lässt man ihn nicht mehr los. Die Spannung steigt stetig und die Aufklärung ist, trotzdem einiges schon erkennbar ist, doch überraschend und nicht vorsehbar.

Nicht alle meine Fragen, die ich mir während des Lesens stellte, wurden beantwortet.

Die Figur des Arne Larsen ist definitiv entwicklungsfähig. Beim jetzigen Kennenlernen machte er auf mich keinen großen Eindruck, zumal auch er genau den gleichen Fehler wie sein Vorgänger vor 10 Jahren machte.

Der Krimi verspricht Spannung und überzeugt mit seiner Aufklärung.
Zumindest ich bin schon gespannt darauf, wie sich Arne Larsen weiter entwickeln wird und freue mich schon auf den Folgeband.

Bewertung:





Zum Autor:
(Text vom Rowohlt-Verlag)
Thomas Nommensen, in Schleswig-Holstein geboren, zog vor dem Fall der Mauer nach Berlin und arbeitete dort als Musiker, Toningenieur, Dozent und Software-Entwickler. Seine Kurzkrimis und -thriller erschienen in zahlreichen Anthologien und wurden mit dem Freiburger Krimipreis, dem Agatha-Christie-Krimipreis und dem 1. Deutschen E-Book-Preis ausgezeichnet. Mit seiner Frau lebt er vor den Toren Berlins im brandenburgischen Panketal.






Von Thomas Nommensen wurden gelesen und rezensiert:
 

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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