Donnerstag, 10. Juli 2014

[Rezension] Nikolas Preil - Das Fremde (Band 3)


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 338 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 170 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: 
B00LLF2AEM


Klappentext gem. Amazon:
Nenne mich Geist. Oder um in deiner primitiven Sprache zu bleiben, die nie auszudrücken vermag, was wirklich ist, nenne mich Dämon. All das nur, weil du dir nie vorstellen kannst, was ich wirklich bin. Ich habe kein Geschlecht, ich habe kein Alter. Im Prinzip bleibe ich für dich und euch nur das Fremde, das nicht war, bevor ich erschienen bin.


Rezension:
Der 67-jährige Rentner Karl Gustaf Polycke lebt seit dem Tod seiner Frau recht zurückgezogen. Zwar hat er einen guten Kontakt zu seinen Mitmenschen (besonders mit seinen Nachbarn versteht er sich sehr gut), aber alles in allem ist es recht ruhig in seinem Leben. Das ändert sich allerdings, als er vom Nachbarsehepaar Sabrina und Martin Müller zu einem Sonntagskaffee eingeladen wird. Er verstümmelt und tötet erst Martin und bringt anschließend Sabrina auf offener Straße um. Er selbst stirbt durch die Kugel eines Polizisten.

Monika Hansen ist Mitte 30 und will nur eines in ihrem Leben: Spaß - was laut ihrer Definition heißt: Jedes Wochenende feiern gehen und sich einen neuen Bettgefährten suchen. Aber da Monika ledig ist, ist sie auch niemanden Rechenschaft schuldig und lebt von daher seit gut 20 Jahren sehr zufrieden so ihr Leben. Die Begegnung mit Ben und Makil nimmt allerdings eine Wendung, mit der sie so nicht gerechnet hat.

Benjamin "Ben" Theodor Hubertus ist 29 Jahre alt und arbeitet seit acht Jahren als Versicherungskaufmann. An sich kein besonders aufregender Job, allerdings finanziert er das Leben, das er führen will: viel Alkohol, noch mehr Frauen und ein schickes Auto. Punktum, Ben ist ein oberflächliches A****, wie es im Buche steht. Doch seine Begegnung mit der "Fremde" ändert alles, denn dieses "Fremde" ist nicht nur in ihm, es war auch in Karl Gustaf und in Monika und deren Symbiose mit ihm endete gar nicht gut ...


Ist das Fremde auch in dir? Der Plot wurde in diesem Band ruhiger, aber nicht minder spannend erarbeitet. Besonders gut haben mir hier die verschiedenen Erzählperspektiven gefallen und dass dieser Band aufzeigt, welche Verbindung zwischen den Vorgängern "Bierbrut" und "Amok Snuff" besteht und ich kann nur sagen, faszinierend, faszinierend oder einfach nur: genial. Jetzt, wo sich mir ein konkretes Bild ergeben hat, muss ich unbedingt und am liebsten sofort wissen, wie es weiter geht. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Besonderes Augenmerk wurde hier auf den Protagonisten "Das Fremde" gelegt und ich muss sagen, ich bin überwältigt, denn dieses Wesen, was auch immer es genau sein mag, sieht unsere Welt mit seinen Augen und hält uns Menschen förmlich einen Spiegel vors Gesicht. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen faszinierend und packend, ich konnte mich von dem Buch kaum lösen, denn es blieb eine unterschwellige Angst in mir: ich verpasse was, wenn ich nicht sofort weiter lese, zumal ich unbedingt wissen wollte, wohin mich die Geschichte führt. Abschließend kann ich sagen, dass mich auch dieser Band wieder in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen hat und ich nunmehr gespannt und sehnsüchtig auf das nächste Buch der "Monster, Mörder, Mutationen"-Reihe warte, das mit dem vielversprechenden Titel "Messer" angekündigt ist.


Bewertung: 

Auch bei diesem Buch durfte ich mich wieder über eine geniale Widmung freuen - ich liebe sowas ^^

sorry für das nicht so tolle Foto

Von Nikolas Preil bzw. Christian Sidjani oder auch Milos Never bereits gelesen und rezensiert:



Der Autor:
Seit seiner Kindheit liebt Nikolas Preil Horrorfilme und Horrorromane. Diese Leidenschaft brachte ihn auf Ideen, die er dann als Geschichten niederschrieb. Im April 2013 veröffentlichte er die Anthologie "Morbid: Abscheuliche Horror-Geschichten", die sich bisher 200 Male verkaufte. Da anscheinend ein Interesse an solchen Geschichten besteht, veröffentlichte er, zunächst in Serie, seinen ersten Roman "Das Ende der Nacht", dessen Erfolg ihm recht gab, mit über 300 verkauften Exemplaren innerhalb weniger Wochen.
Nikolas' Stil ist klar und direkt und er sucht sich Themen, die zumeist nicht in der Realität zu finden sind. Seine Geschichten dienen der Unterhaltung, nicht mehr, aber bestimmt auch nicht weniger. Aufgrund von expliziten Szenen sind seine Bücher erst ab 18 Jahren zu empfehlen. Nichts für Zartbesaitete. (übernommen von amazon)

Die Homepage des Autoren findet ihr hier


Wie ich zu dem Buch kam: 
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei


für die Bereitstellung des Buches bedanken.

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