Mittwoch, 30. Juli 2014

[Rezension] Rike Wolf - Partus und die Zettelkatzen


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 108
ISBN: 978-3-941-72518-8
Erscheinungstermin: September 2012
Format: Taschenbuch
Verlag: Razamba

Klappentext: gem. Razamba
Wer kennt sie nicht - die Zettel an Häusern und Bäumen, mit denen die Menschen nach ihren Katzen suchen. Aber wer weiß wirklich, welche Abenteuer die "Zettelkatzen" erleben?

Lydias geliebter weißer Kater Mozart ist verschwunden. In ganz Sankt Petrihafen hat sie Suchzettel aufgehängt. Jetzt hofft sie, dass ihn jemand findet und ihr zurückbringt. Wie schrecklich ist es, im Ungewissen zu sein und zu warten! Was mag ihm inzwischen alles passieren! Wie gut, dass Lydias Nachbarin mehr über die Katzen erzählen kann, die mit Zetteln gesucht werden. Gespannt hört Lydia von den Abenteuern der Streuner Harpo, Nelson und Lili. Werden die drei sich auch um Mozart kümmern?


Rezension:

Die 9-jährige Lydia Meilenstein ist ein aufgewecktes kleines Mädchen und lebt zusammen mit ihrer Familie in Sankt Petrihafen am Meer. Sie geht in die 4. Klasse und hat ein ausgesprochen sonniges Gemüt. Lydia ist für ihr Alter schon sehr reif, sodass ihre Eltern sie nicht zwingen mit auf eine Küchenausstellung zu kommen, die sie zusammen mit Lydias Oma besuchen. Lydia hat ein sehr enges Verhältnis zu ihrer Nachbarin, sodass sie zusammen frühstücken. Das kleine Mädchen hat auch einen Kater, den schneeweißen Mozart. Doch genau in dem Moment, in dem Lydia mit ihrer Nachbarin frühstückt, verspürt eben jener Mozart Abenteuerlust und entwischt aus seinem Heim.

Lydia sieht ihn noch fortlaufen und zusammen mit der Nachbarin versucht sie, Mozart einzufangen, aber dieser ist wie im Rausch und will die Welt erkunden. Die kleine Lydia ist am Boden zerstört und zusammen mit der Nachbarin fertigt sie Suchzettel an, mit deren Hilfe sie Mozart wiederfinden wollen. Natürlich meldet sich erst einmal niemand und Lydia ist untröstlich. Daraufhin berichtet ihr die Nachbarin, dass Mozart bestimmt zum "Astronomischen Turm" gelaufen ist, denn dorthin gehen alle "Zettelkatzen". Was es mit diesem "Astronomischen Turm" auf sich hat, wissen nur eben jene Katzen und nur durch Zufall sind sehr wenige Menschen zu diesem Wissen gekommen.

Vor etwa drei Jahren hat sich Patrus, ein Zauberer und Inhaber von "Partus´ Zauberkräftige Hustenbonbons und Magische Trinkbecher" versehentlich in eine Katze verwandelt. Er traf auf Nelson, Harpo und Lili und erlebte mit ihnen so manches Abenteuer, doch das größte Abenteuer bestand darin, die Voraussetzungen zu schaffen, dass Patrus wieder seine menschliche Gestalt annehmen konnte. Die erforderte viel Cleverness und Mut ...


Wohin die Zettelkatzen gehen! Der Plot des Buches wurde kindgerecht und anschaulich erarbeitet. Ich selbst hatte beim Lesen immer wieder das Gefühl, die Szenen direkt vor meinen Augen zu sehen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei mir hier besonders Lydia aufgefallen ist. Ich habe mich allerdings zwischendrin immer wieder gefragt, wie gut verkraftet ein Kind den Verlust bzw. das Vermisstsein seines Haustieres. Ich wäre definitiv untröstlich gewesen, soviel weiß ich. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen und auch sprachlich wurde das Buch so angelegt, dass ein Leseanfänger ab 8 Jahren das Buch meistern kann.
Bewertung
Die Autorin:
Rike Wolf, 1980 in Hamburg geboren, studierte Lite­ratur- und Filmwissenschaften. Sie arbeitet als Auto­rin, Journalistin und Lektorin, hat an verschiedenen Drehbüchern mitgewirkt und schrieb den Kinderro­man Partus und die Zettelkatzen. (übernommen von Razamba)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim Verlag



bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

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