Dienstag, 5. August 2014

[Rezension] Christiane Lind - Endlich Schnurrlaub



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: rororo; Auflage: 2 (2. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499268337
ISBN-13: 978-3499268335
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,6 cm

Inhalt gem. Rowohlt:
Manchmal muss eine Katze das Schicksal in die eigenen Pfoten nehmen: Als Kater Lucky, mit Haut und Fell Berliner, im Tierheim in Niedersachsen landet, steht für ihn fest: Ein echter Straßenkater eignet sich nicht als Stubentiger. Und so macht Lucky sich mutig auf die Reise in die ferne Hauptstadt. Auch Hope treibt das Heimweh nach Hause. Auf dem Weg einmal quer durch Australien trifft das schüchterne Kätzchen auf nachdenkliche Dromedare, listige Dingos und ein skeptisches Wombatpärchen und muss mehr als einmal beweisen, dass auch sie Krallen hat. Stadtkatze Mimi hingegen ist wenig begeistert von den Ferienplänen ihres Frauchens, denn das bedeutet für sie: Zwangsurlaub auf dem Bauernhof!
Abenteuerliche, heitere und erstaunliche Geschichten über unsere schnurrenden Freunde auf Reisen.

Zum Buch:
Nachdem die Autorin bereits 2012 Katzengeschichten zum Thema Weihnachten veröffentlichte, hat sie sich nun dem Thema Urlaub gewidmet.

Den meisten der 8 Geschichten liegen wahre Begebenheiten zugrunde. Die Geschichten spielen in den unterschiedlichsten Ländern.

So wird bereits in der ersten Geschichte eine Katze, Hope, aus ihrer vertraute Umgebung in Australien gerissen, weil ihre Besitzer umziehen. Ihr Bruder war zum Umzugstag nicht zu finden und blieb letztendlich da.
Aber Hope hatte Sehnsucht nach ihrer angestammten Heimat und machte sich nach nur wenigen Wochen auf den Weg zurück. Sie braucht dazu 15 Monate, was unglaublich erscheint, aber sie schafft es. Unterwegs trifft sie auf Dromedare, Känguruhs, Wombats und andere Tiere und fragt sich durch. Schöne Idee, aber ganz so wird es sicher nicht abgelaufen sein. Aber es ist schon eine erstaunliche Leistung, was diese Katze geleistet hat.

In der nächsten Geschichte hat man es mit einer Berliner Katze zu tun, die nach mehrmaligen Besuchen im Tierheim, die alle nicht freiwillig waren, aus Platzmangel nach Braunschweig ins dortige Tierheim gegeben wird. Aber was soll man tun, wenn man unbedingt wieder Berliner Luft schnuppern möchte? Wo ein Wille, da ein Weg, auch wenn man eine Katze oder Kater ist.

Weiterhin kann man erfahren, wie eine Katze Urlaub auf dem Bauernhof erlebt, was ein Ehepaar dazu treibt, eine Katze aus Madeira zu adoptieren oder wie beispielsweise eine andere Katze auf Tramptour geht, während ihr Personal zu Hause sitzt und mit dem schlimmsten rechnet.

Wunderschöne Geschichten rund um die Katze / den Kater und dem Thema Urlaub. 
Die Geschichten wurden von einer Katzenfanatikerin und -kennerin geschrieben, die anhand ihrer eigenen 5 Fellchen weiß, wie Katzen ticken.
Liebevoll hat Christiane Lind aus den nachweisbaren Erlebnissen der Katzen eine jeweils schöne Geschichte geschrieben. Man wagt gar nicht daran zu zweifeln, dass es so und nicht anders abgelaufen sein könnte.

Ich hatte wieder viel Spaß mit den Geschichten, auch wenn ich kein spezieller Freund von Kurzgeschichten bin. Kaum hat man sich mit ihr angefreundet, muss man sich schon wieder verabschieden.
Aber diese Miezen habe ich alle gern begleitet, bin einmal quer durch Australien gewandert, bin getrampt oder mit ins Auto gesprungen, um nicht laufen zu müssen. Alle diese kleinen Persönlichkeiten hatte ich ins Herz geschlossen und mit ihnen gehofft und gebangt, dass sich für sie alles zum Guten wenden möge.

Das Buch ist empfehlenswert und nicht nur für Katzenfreunde. Die Geschichten sind unterhaltsam und regen auch das ein oder andere mal zum nachdenken an.

Bewertung:



Zur Autorin:

(Text vom Rowohlt-Verlag)
Christiane Lind, Jahrgang 1964, wuchs im niedersächsischen Zonenrandgebiet auf. Heute lebt sie abwechselnd mit einem Ehemann in Duisburg und fünf Katern in Kassel. Sie liebt Bibliotheken und Kunstmuseen, kann auf Zigaretten und Fleisch verzichten, nicht aber auf Latte Macchiato und ihren iPod. Die promovierte Sozialwissenschaftlerin arbeitete in unterschiedlichen Berufen, bis sie sich als Unternehmensberaterin und Sozialforscherin selbstständig machte. Neben Sachbüchern und Artikeln in Fachzeitschriften hat Christiane Lind bereits zahlreiche Kurzgeschichten veröffentlicht. «Die Geliebte des Sarazenen» ist ihr erster Roman.




An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin Christiane Lind sowie beim Verlag
bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Von Christiane Lind (und ihren Pseudonymen) wurden gelesen und rezensiert:
Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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