Montag, 18. August 2014

[Rezension] Tania Krätschmar - Eva und die Apfelfrauen



Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (21. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442381126
ISBN-13: 978-3442381128
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,8 cm

Inhalt gem. Blanvalet:
Fünf Freundinnen, ein Apfelgarten und ein Sommer auf dem Land, der alles verändert
Die Anzeige im Internet ist ein voller Erfolg: Eva und ihre vier besten Freundinnen erben tatsächlich ein Haus! Allerdings nicht in Berlin, sondern im Wilden Osten, und nur unter einer Bedingung: Sie müssen den riesigen Apfelgarten bewirtschaften, der zum Haus gehört. Aber das ist für die fünf munteren Städterinnen nur eine von vielen Herausforderungen …

Zum Buch:
Seit Jahren sind die 5 Berliner Frauen befreundet. Eva mit ihren 42 Jahren ist die Jüngste von ihnen und Marion mit 53 Jahren die Älteste. Sie treffen sich regelmäßig und haben mit der Zeit schon die verschiedensten Hochs und Tiefs der einzelnen mitgemacht.
So auch zu Julikas 50. Geburtstag. Plötzlich steht die Frage im Raum, was werden soll, wenn sie noch älter werden. Die Idee zu einer großen Frauen-WG ist geboren.
Sie machen sich auf die Suche nach einem Haus mit Garten und annoncieren in verschiedenen Berliner Zeitungen. Was ihnen jedoch angeboten wird, hat nicht wirklich was mit der Annonce zu tun, so dass sie ihr Vorhaben schon fast begraben.
Da flattert ihnen eines Tages ein Brief eines Rechtsanwaltes ins Haus, der sie zu Erben einer alleinstehenden Frau macht. Sie müssen nur eine Bedingung erfüllen, die 5 Frauen müssen gemeinsam in dem Haus leben über den Zeitraum einer Apfelreifung, also mindestens 4 Monate.
Das Haus befindet sich nicht wie gewünscht im Süden von Berlin, sondern in der Pampa, im brandenburgischen Wannsee.
Auch wenn sie vom Standort nicht begeistert sind, wollen sie es sich wenigstens ansehen ...

Natürlich lassen sich die 5 Frauen auf dieses Experiment ein. 
Eva und Nele, die beide Grafikdesignerinnen sind und Kolleginnen, werden in der Zeit für ihren Chef freiberuflich per Skype arbeiten. Julika ist seit Jahren geschieden und hofft immer noch, etwas von ihrem geschiedenen Mann, einem Italiener, zu hören. Dorothee, Mutter von 4 Kindern, kann es nicht lassen, Mimi, ihre jüngste, noch immer zu bemuttern. Marion ist Grundschullehrerin im Wedding und hat sich für 1 Jahr wegen burn out beurlauben lassen.

Diese 5 Großstädter treffen auf ein Dorf im weiten Osten mit nicht einmal 100 Einwohnern. Es riecht nach Gülle, wenn der Wind ungünstig steht, und das Umfeld ist nicht wirklich einladend, wenn man aus Berlin kommt. 

Es ist einfach herrlich zu erleben, wie die Frauen sich mit dem Landleben arrangieren. Nicht alles läuft glimpflich ab. Die Dorfbewohner stehen ihnen erst skeptisch gegenüber, zumal sie auch Kenntnis von den ungewöhnlichen Testament der alten Dame haben.
Ihr großer Widersacher ist jedoch der Bürgermeister und sein Lakai, der Dorfpolizist. Diese verteilen Strafzettel ohne Ende und ohne Grund und drehen ihr eigenes Ding.

Eva, die es genießt, auf dem Land zu sein, fühlt sich für den Garten verantwortlich. Nach einigen Pannen, die ihr unterlaufen, kann sie die Gartenarbeit auch genießen.

Auch das Zusammenleben der 5 Frauen wird das ein oder andere mal auf die Probe gestellt und nicht immer ziehen sie an einem Strang. Aber sie gehen nach dem Motto vor "Alle für eine, Eine für alle". Aber ihre Freundschaft wird ganz schönen Belastungen ausgesetzt und es ist fraglich, ob sie es schaffen, die 4 Monate gemeinsam durchzuhalten.

Turbulent und flott führt die Autorin ihre Leser in den wilden Osten in das Dorf Wannsee. Sie wird nicht müde, die Damen auf Trab zu halten, sei es mit den Gegebenheiten im Dorf an sich oder aber mit den 2 Männern, die ihre Nachbarn sind. Wobei der eine der eigentliche Nachbar ist und der andere bei ihm angestellt.

5 Frauen, die zwar befreundet, aber vom Charakter her total verschieden sind, lassen sich auf ein Abenteuer ein, das ein Erfolg werden kann, aber auch ins Gegenteil umschlagen. Der Wille ist da, aber ist es wirklich möglich, alle Eventualitäten auszuschalten, um das durchzuhalten?

Mit viel Humor geschrieben, macht es einfach nur Spaß, die 5 Berliner Frauen in der Pampa zu begleiten. Ich hatte unendlich viel Spaß mit dem Buch, musste oftmals grinsen und habe das ein oder andere mal gedacht, dass mir das hätte auch passieren können.
Nach der Lektüre hatte ich echt Appetit auf Apfelstrudel, woher der wohl kommt? :-)

Ein unterhaltsames Buch mit viel Humor, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte. 
Ich empfehle es sehr gern weiter.


Bewertung:


Zur Autorin:

(Text übernommen von Blanvalet)
Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach ihrem Germanistikstudium in Berlin, Florida und New York arbeitete sie als Bookscout in Manhattan. Heute ist sie als Texterin, Übersetzerin und Autorin tätig. Sie lebt mit ihrem Sohn in Berlin. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.taniakraetschmar.de







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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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