Dienstag, 30. September 2014

[Sonstiges] Siegfried Langer - Alles bleibt anders (E-Book)

Es ist ja kein Geheimnis, Kerry liebt Krimis und Thriller, doch es gibt nur wenige Autoren, die es auch schaffen, Kleeblatt in diesem Bereich gut zu unterhalten. Siegfried Langer ist jedoch so ein Autor, der sowohl Kerry, wie auch Kleeblatt allzeit literarisch gut unterhält.

http://www.amazon.de/Alles-bleibt-anders-Siegfried-Langer-ebook/dp/B00NIQ4ENW/ref=tmm_kin_swatch_0?_encoding=UTF8&sr=8-1&qid=1412060426


Erst kürzlich hat er die Rechte zu seinem Debüt-Roman "Alles bleibt anders" zurück erhalten und hat nunmehr das Buch als E-Book neu aufgelegt. Um diese Tatsache zu feiern, gibt es derzeit eine Preisaktion auf Amazon & Co, wo es das Buch für 0,99 € (bis 05.10.2014) zu kaufen gibt. Nicht viel Geld und ganz ehrlich, vor allem Kerry will ja unbedingt wissen, wie sich der Autor entwickelt hat, denn seine neueren Bücher kennt sie, aber sein Debüt? ... noch  nicht, aber wer weiß ...

Einmal *klicken* und schon kommt ihr direkt zu unseren Rezensionen seiner Bücher und versteht vielleicht, warum auch das Interesse an seinem Erstlingswerk so groß ist.

Der Autor:
Siegfried Langer wurde im bayrischen Allgäu geboren. Er lernte Groß- und Außenhandelskaufmann. Er verkaufte unter anderem Schreibmaschinen und Computer, arbeitete bei einer Bank und auch schon mal beim Inkassodienst. Sogar als Schauspieler verdiente er sein Geld.
Bereits während seiner Lehrzeit erschien die erste Kurzgeschichte.
Trotz seiner vielen beruflichen Tätigkeiten blieb er dem Schreiben treu und veröffentlichte mit "Alles bleibt anders" seinen ersten Roman.
Zwischendurch lebte Siegfried Langer einige Jahre in Berlin, doch schlussendlich hat es ihn wieder in den Allgäu gezogen, von wo aus er weiterhin dafür sorgt, dass seinen Lesern der Lesestoff nicht ausgeht.

Montag, 29. September 2014

[Rezension] Allie Brosh - Ich. Neben der Spur



Leseprobe



Eckdaten:
Verlag: Mosaik (29. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442392713
ISBN-13: 978-3442392711
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 16 Jahre
Originaltitel: Hyperbole and a Half
Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 3 cm

Inhalt gem. Mosaik-Verlag:
Absurd, seltsam, einfach wundervoll: Hilfloses Gelächter und ein hoher Wiedererkennungswert sind garantiert, wenn die überaus erfolgreiche Bloggerin Allie Brosh in ihren unnachahmlichen Zeichnungen und genialen Texten davon erzählt, welcher Fluch eine leichtfertige Äußerung sein kann, vor allem, wenn es dabei auch noch um Tabasco-Sauce geht; wie sie herausfindet, dass ihr Hund minderbemittelt ist (sie liebt ihn trotzdem); warum sie nicht erwachsen werden kann (Verantwortung führt nur zu Systemabstürzen); und vor allem natürlich von ihrer Fähigkeit, Dinge, die getan werden müssen, nicht zu tun. So macht sie ein für alle Mal klar, warum Tiefpunkte, Macken und andere Katastrophen einen gleichzeitig weinen und lachen lassen.

Zum Buch:
Allie Brosh hat bislang einen Blog erfolgreich geführt. Meist geht es um Alltäglichkeiten, die sie selbst illustriert. 
Ihr Blog hat eine große Anhängerschar, so dass es schon logisch ist, ein Buch herauszubringen, welches man nunmehr in Händen hält.

Sie erzählt humorvoll die unterschiedlichsten Geschichten. 
So schreibt ihr 10-jähriges Ich sich selbst einen Brief in die Zukunft und vergräbt ihn. Als sie ihn nach 17 Jahren ausbuddelt ist sie selbst überrascht, wie naiv sie war, erwartete sie doch tatsächlich vom Zukunft-Ich eine Antwort. Also schreibt sie verschiedene Briefe an ihr früheres Ich mit 2 Jahren, 4 Jahren, 10 Jahren und und und.
Eine andere Geschichte erzählt von einem Spaziergang mit ihrer Schwester und Mutter in den Wald. So nach dem Motto, Kinder müssen an die Luft und Mutter kann mit ihren Pfadfindererinnerungen glänzen. Nur dass das ganze Ding nach hinten losging. Wie versucht eine Mutter zu unterdrücken, dass sie sich hilflos im fremden Wald verlaufen hat und wie versucht man krampfhaft, diese Angst nicht ihren Kinder zu zeigen. Diese Mutter hatte jedenfalls lange durchgehalten und ihre Kinder anständig beschäftigt.
Eine weitere Geschichte handelt von einem Spielzeugpapagei, der das nachplappert, was er so hört. Ja, so ein Spielzeug, von den Eltern geschenkt, kann schon mal nach hinten losgehen und die Eltern ein klein wenig nerven. Da hilft es auch nicht, wenn man selbst nachhilft, dass das gute Stück kaputt geht. Manchmal halten die Kinder länger durch als gedacht.

Besonders viel Spaß hatte ich jedoch mit der Geschichte, in der es um eine Gans geht, die so einfach ins Haus spazierte und ein wenig randalierte. Gänse sind so eigene Kreaturen, die machen natürlich nicht, was man ihnen sagt. Und schon gar nicht, wenn man sie nett bittet.
Das war eine der Geschichten, die Allie selbst erlebt hat, sie kann es anhand von Fotos belegen. Ich glaube ihr jedes Wort, hatte ich doch schon meine eigenen Erlebnisse mit der Gattung Gans.

Viele Erzählungen sind aus dem Leben gegriffen, bei einigen muss man selbst entscheiden, ob man sie für bare Münze nimmt oder nicht.

Alle Geschichten sind illustriert.
Ich weiß, dass diese Art von Illustrationen momentan eine Modeerscheinung ist, mir gefällt sie überhaupt nicht. Im Gegenteil, sie schreckt mich regelrecht ab.
Die Protagonistin ist nur daran zu erkennen, dass sie immer irgendwas pinkartiges trägt und ein gelbes Horn auf dem Kopf hat. Ich bin leider nicht dahinter gekommen, was es mit dem Horn auf sich hat. Stielaugen und Striche als Arme und Beine vervollkommnen die Person.
Völlig unförmig gezeichnet sind alle Figuren, die Menschen darstellen sollen. Der Kopf setzt unmittelbar am Körper an, einen Hals gibt es nicht.
Es ist mit Sicherheit alles Geschmackssache oder eine Frage des Alters. Ich bin in den 50er Jahren, vielleicht liegt es daran oder einfach nur daran, dass ich davon keine Ahnung habe. Aber meine persönliche Meinung, und nach der wird hier gefragt, ist negativ. Mir gefällt es nicht und ich kann mich beim besten Willen nicht mit diesen Zeichnungen anfreunden. Mag sein, dass es anderen gefällt, mir nicht.
Das ist auch der Grund, warum ich 2 Pfötchen in der Bewertung abziehe.

Das Buch ist auf Leser zwischen 12 und 16 Jahren eingetaktet und ich denke, dass das ganz gut passt.


Bewertung:




Zur Autorin:
(übernommen von Mosaik)
Allie Brosh lebt als Eremitin in ihrem Schlafzimmer (naja, eigentlich lebt sie mit ihrem Mann in einem Haus in Oregon). 2009 dachte sie sich: »Ich habe eine super Idee, ich werde keine Wissenschaftlerin, sondern schreibe und zeichne Sachen im Internet.« Aus mehreren Gründen war das eine total bescheuerte Idee, aber die Dinge gerieten außer Kontrolle und der Blog bekam mehr und mehr und dann unfassbar viele Follower, er gewann Preise und Allie wurde plötzlich zu einer der 50 einflussreichsten kreativen Persönlichkeiten der Welt ernannt (von Advertising Age, aber hey!). Da musste sie dann wohl auch noch ein erfolgreiches Buch machen ...


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag




bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 28. September 2014

[Lesung] Ein Tag im Oderbruch bei Sabine Bürger mit Lesungen

Der 27.09. stand schon lange im Kalender, um einen Ausflug ins Oderbruch zu machen.
Glücklicherweise verschob sich ein privater Termin, so dass es uns möglich wurde, den anvisierten Termin wahrnehmen zu können.

Sabine Bürger, Autorin, lud nicht nur uns dazu ein, sie auf ihrem Landsitz zu besuchen und gleichzeitig bei Lesungen dabei sein zu dürfen.

Da wir wussten, dass sie nicht weit von der polnischen Grenze entfernt wohnt, haben wir die Chance benutzt, die Fahrt auch noch mit einem Polenmarktbesuch zu verbinden.
Schon beim Aufstehen am morgen war abzusehen, dass das Wetter es mehr als gut mit uns meinte und so machten wir uns mit bester Laune auf den Weg nach Polen. 

Freundliche Kürbisse auf dem Polenmarkt

Wir haben eine Reihe von Euronen in Polen gelassen und machten uns am Oderdeich entlang auf den Weg zu Sabine.


Am Oderdeich

Am Wegesrand sahen wir noch ein Kürbisfeld mit den verschiedensten Sorten, wie Hokkaido, Bischofsmütze, Muskatkürbis und der gemeine Gartenkürbis. Wenn wir uns getraut hätten, wäre der ein oder andere mit uns gekommen, aber da wir ehrlichen Menschen sind, haben wir alle dort gelassen.

Kürbisfeld

Sabines Landsitz war sehr gut erreichbar. Schon am Wegesrand fühlte man sich willkommen, denn folgendes Schild stand dort und wartete auf uns.


Nach einem ersten herzlichen Willkommen, führte uns Sabine durch ihr Haus und ihr Anwesen.
Das Haus ganz toll ausgebaut und das Rundum-Gelände herrlich angelegt und gemacht zum Wohlfühlen.

Sabines und Klaus' zu Hause

Unter dem Dach

Unter dem Dach hatte sie für alle den Kaffeetisch gedeckt

Sousou, eine kleine Karthäuserin (irgendwie sieht sie groß auf dem Foto aus)

Der Hauskater (Name vergessen), der sich sichtlich gestört fühlte :-)

Nach dem Genuss von super leckerem Kuchen und Kaffee wurde geschnattert, geschnattert und dann auch tatsächlich gelesen.
Den Anfang machte Dagmar Helene Schlanstedt, die aus ihrem 2. Teil der Weltenspurreihe vorgelesen hatte.
 
Dagmar Helene Schlanstedt liest aus "Cyana - Weltenspur 2"

Eine der vielen aufmerksamen Zuhörerinnen war Sabine Bürger

Die Männer der beiden Autorinnen hatten sich diskret zurückgezogen, schließlich kannten sie die Bücher bereits.

Nach Dagmar kam auch Sabine zum Lesen. Sie las uns zuerst eine ihrer Kurzgeschichten vor, die sie vor Jahren für eine von vielen Zeitschriften geschrieben hatte.

Sabine hatte inzwischen das kleine Öfchen angeschmissen und es wurde so richtig warm und kuschelig im Zimmer. Es war so warm, dass Kleeblatt das Weite suchte, denn sie saß ursprünglich nebem dem Kamin.

Es wurde unglaublich viel erzählt, diskutiert, gelacht und letztendlich auch gegessen. Wir waren alle so satt, weil man eigentlich immer in Gesellschaft viel mehr isst, als gut für einen ist.
Aber was soll man machen, wenn alles so lecker ist und man sieht, mit wie viel Liebe es zubereitet wurde.
Schon recht spät, verabschiedeten sich die ersten Gäste und wir gingen alle mit hinaus, um uns den Sternenhimmel anzusehen, der dort aufgrund der herrschenden Dunkelheit und der fehlenden Lichter wunderschön und klar war. So ganz ohne Wolken war es auch ein besonderes Erlebnis, das man in der Großstadt nicht findet. 
Draußen vor dem Haus entstanden dann noch Bilder. Wenn jemand fragen sollte, warum wir keine Bilder gemacht haben, bevor die ersten gegangen sind, kann die Frage niemand beantworten.

Bernhard (Dagmars Mann), Dagmar, Kerstin

hinten: Bernhard, Dagmar, Sabine, Ilona, Klaus (Sabines Mann)
vorn: Kerstin

Obwohl die Zeit schon weit vorangeschritten war, durften wir auch noch eine Kostprobe aus Sabines neuem Werk, dem 2. Teil der Hexenkinder lauschen, das aber erst im November 2014 erscheinen wird.
 
Für Leser, die Teil bereits kennen, ein absolutes Muss

Es war ein rundum schöner und gelungener Tag. Die Gastgeber hießen uns willkommen und wir fühlten uns sehr wohl bei ihnen. Die Zeit verging so schnell, dass es kaum glaubhaft war, dass es plötzlich schon Mitternacht war und wir uns daraufhin auch schon bald auf den Heimweg machten.

Es war alles so stimmig, dass wir uns schon auf ein Wiedersehen mit euch freuen.
Sabine und Dagmar, im Auto konnten wir dann im nachhinein noch feststellen, was für tolle Männer ihr habt :-)

Um den schönen Tag noch ein wenig nachklingen zu lassen, hier im Anschluss noch ein paar Bilder aus dem Garten von Sabine.

 
Tanne und eine Eisenbahn

Der Blick aus der Sicht einer der Hollywoodschaukeln

Gartenteich

Ist der nicht süß?

Eine Kletterpflanze

Ein Blick in die Sonne auf einen Brunnen, der keiner ist 

 
links: Lärche / rechts: wo wollen die Äpfel mit dem Baum hin?

Blick aufs Haus von der Straße aus

Tannenzapfen

 
Eine Kiefer mit irre langen Nadeln und eine Schnecke in der Kiefer

Klaus, der aus dem Haus kommt

Die Reiher sammeln sich. Man achte auf diesen unendlich klaren Himmel

Nochmals vielen lieben Dank für die Einladung. Wir sind ihr gern gefolgt, haben uns bei euch sehr wohl gefühlt und kommen sehr gern wieder.

[Neuzugänge] der 39. KW 2014

Natürlich gibt es auch in dieser Woche wieder Neuzugänge, wie sollte es auch anders sein. Das ein oder andere Buch kam völlig überraschend, das andere wurde mit Sehnsucht erwartet.

Diese Woche kamen diese Bücher zu uns:

Kerrys Neuzugänge:

- Sund, Erik Axl - Narbenkind 
- Schlanstedt, Dagmar Helene - Cyana - Weltenspur 2  


Kleeblatts Neuzugänge:
- Vogeley, Christine - Die Liebe zu so ziemlich allem 
- von Heyden, Alexa - Meine Sonne. Mein Mond. Meine Sterne 
- Müller, Melanie - Mach's dir selbst, sonst macht's dir keiner 
- Höhn, Max - Der Astrofriseur 
- Martini, Manuela - Vamos a la playa. Eine Schriftstellerin wandert aus 
- Brosh, Allie - Ich. Neben der Spur 
- Pernkopf, Ingrid / Haider, Willi - Vorratsbibel 
- Kuttnig-Urbanz / Pinteritsch, Friedrich - Dampfgarbibel 
- Webb, Katherine - Das fremde Mädchen 
- Lind, Christiane - Die Heilerin und der Feuertod 
- Wild, Eveline - Wild Backen 



Welches von unseren Neuzugängen hättet ihr auch gern oder besitzt ihr vielleicht schon und könnt uns sagen, was uns da erwartet?

Wir wünschen euch einen schönen Sonntag und eine tolle Woche

Kleeblatt und Kerry

Samstag, 27. September 2014

[Rezension] Carlotta Franck - Blau ist die Farbe der Liebe




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426514273
ISBN-13: 978-3426514276
Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 2,6 cm

Inhalt gem. Knaur:
Nach dem Tod ihres Mannes ist Sanne am Boden zerstört: Wie soll sie ohne ihren geliebten David weiterleben können? In ihrem Tagebuch setzt sie das Gespräch mit ihm fort, fühlt sich ihm immer noch nahe. Doch es wird Zeit, Abschied zu nehmen. Und so beschließt Sanne, eine Reise in ihr Lieblingsland Frankreich zu machen. Sie fährt in die Bretagne, wo sie dem Schriftsteller Mathieu begegnet, der sich gerade in einer Schreibkrise befindet. 

Zum Buch:
Zwei Jahre sind eine lange Zeit, seit Sanne Witwe ist. Nun ist sie 48, aber der Schmerz um den Verlust ihres Mannes hat noch nicht nachgelassen. Es fällt ihr schwer, den Verlust zu akzeptieren, so dass sie ihm regelmäßig Briefe schreibt über alles, was sie bewegt.
Ihr Kinder und ihre beste Freundin haben sie über die Zeit begleitet, aber letzten Endes ist sie doch allein.
Als ihre Freundin vorschlägt, doch für ein paar Tage nach Frankreich zu fahren, willigt sie nur widerwillig ein.
Dort trifft sie auf den Schriftsteller Mathieu, den sie zwar flüchtig kannte und dessen Bücher sie ins Deutsche übersetzt. Auch er befindet sich in einer Krise, in einer Schreibkrise und hadert mit sich selbst...

"Blau ist die Farbe der Liebe" ist schon ein ungewöhnlicher Titel für ein Buch, wenn es um die Liebe geht. Im Normalfall assoziiert man rot oder eventuell noch rosa für die Liebe, aber blau?
Natürlich gibt es für den speziellen Fall auch eine Erklärung dafür im Buch.

Sanne ist seit 2 Jahren Witwe und fühlte sich in ihrer Ehe geliebt und geborgen. Sie erzählt von David und ihrem Zusammenleben mittels der Briefe, die sie ihm schreibt, aber nie mehr abschicken kann. Es ist für sie die Möglichkeit, mit dem schweren Verlust fertig zu werden.
Nie könnte sie sich vorstellen, jemals eine zweite Liebe zu finden, obwohl sie auch nicht den Rest ihres Lebens allein bleiben möchte. Ihr David hätte nichts dagegen gehabt, wenn sie wieder einen Partner fürs Leben finden sollte.

Frankreich ist für Sanne das Land, das gleichzusetzen ist mit Freiheit und Unabhängigkeit. Vor ihrer Ehe hatte sie dort eine Zeit lang gelebt und das Land lieben gelernt. Sie spricht fast akzentfrei französisch und findet sich im Land sehr gut zurecht.

Als sie auf den Schriftsteller Mathieu trifft, fängt sie trotz aller Trauer um David doch wieder an, an die Liebe zu glauben. Aber es gelingt ihr nicht, loszulassen, sich fallenzulassen in die Liebe. Zu tief sitzt die Angst, wieder jemanden zu verlieren.
Mathieu hat selbst mit seinen Dämonen zu kämpfen. Er versucht gerade ein Buch zu schreiben, hinter dem er selbst nicht 100%ig steht und so blockiert er sich selbst.

Es ist eine Liebesgeschichte der leisen Töne, die nicht junge Menschen in den Mittelpunkt stellt, sondern schon gestandene, die bereits einiges erlebt haben. Sanne und Mathieu sind Protagonisten, die nicht nur sympathisch sind, sie wirken auch völlig echt. Ihre Emotionen lassen sich sehr gut nachvollziehen, sind nicht überspannt, sondern absolut glaubhaft.
Gleich zu Beginn wurde ich in die Geschichte hineingezogen. Mit Sannes Briefen an ihren verstorbenen Mann David rührte sie mich zu Tränen. Der Schmerz, den sie empfindet, war förmlich greifbar und ließ mich mit ihr fühlen.

Auch während ihrer Beziehung mit Mathieu verlässt sie nicht die Frage, ob sie ihren David betrügt und ob es nicht doch schon zu zeitig wäre, eine neue Bindung anzustreben. Vor allem, hat diese Beziehung Zukunft? Wie würden ihre Kinder diese Beziehung sehen, haben sie doch die 2 Jahre gemeinsam mit ihr getrauert?

Es ist eine sehr schöne Liebesgeschichte, in der es mal auf, mal ab geht, mit Missverständnissen und vor allem um Liebe. Es geht um Vergangenheitsbewältigung, dem Loslassen und dem sich wieder neufinden.

Leider hat mich das Ende nicht ganz überzeugt, so dass ich dafür ein Pfötchen abziehe. Es ließ mich leider im nachhinein einiges infrage stellen.   

Bewertung:



Zur Autorin:
(Text übernommen vom Knaur-Verlag)
Carlotta Franck wurde 1965 in Hamburg geboren. Nach einem Geschichtsstudium in Göttingen und München verbrachte die Autorin einige Monate in London und arbeitete dann als Journalistin. Ihre große Leidenschaft ist das Reisen. Als Seglerin gilt ihre besondere Liebe den schönen Küsten Europas. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei fast erwachsenen Kindern in Hamburg.


Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich bei der 



bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Freitag, 26. September 2014

[Kinderbuch-Rezension] Ulrike Rylance - Penny Pepper 01: Alles kein Problem!



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 152 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423761008
ISBN-13: 978-3423761000
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 10 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 22 x 15,8 x 2 cm

Inhalt gem. dtv:
Penny Pepper ist 10 Jahre alt und hat drei große Wünsche (und ungefähr eine Million kleine):
1. Einen Hund
2. Detektivin werden und Kriminalfälle lösen
3. Nicht auf die Geburtstagsparty der Angeberzicke Flora zu müssen
Wunsch Nummer 3 erfüllt sich schon mal nicht, aber dass Penny ausgerechnet auf Floras Party in ihren ersten großen Fall verwickelt wird, hätte sie nie gedacht. Denn plötzlich verschwindet Geburtstagsgeschenk Dschastin - der süßeste Hund der Welt - und im Hundekörbchen liegt nur noch ein Erpresserbrief. Und wen beschuldigt Flora als Entführer? Niemanden anderes als Penny . . .

Zum Buch:
Wenn man ein 10-jähriges Mädchen ist, was möchte man dann werden? Detektivin, ist doch wohl klar.
Penny Pepper jedenfalls hat diesen Wunsch, ein Hund wäre auch nicht schlecht. Nun steht aber erst einmal eine Geburtstagsparty an, zu der sie gehen muss. Und die ist auch noch bei Flora, einer Zicke aus ihrer Klasse, die sie so gar nicht mag.
Die Geschenke, die Flora bekommt, sind alle doof, vor allem aber Dschastin, ein kleiner flauschiger Welpe, den Flora geschenkt bekommen hat. Na ja, so richtig doof ist er ja nicht, aber da spricht eben der Neid aus Penny.
Als dann noch während der Party Dschastin entführt wird und ein Brief mit einer Lösegeldforderung auftaucht, ist die erste Verdächtige ausgerechnet Penny.
Aber das kann sie nicht so auf sich sitzen lassen und sofort fängt sie an mit ihren beiden Freundinnen Ida und Marie, den Schuldigen zu finden ...

Mein erster Gedanke beim Durchblättern war einfach nur: Wow.

Die Autorin erzählt die Geschichte von Penny Pepper, die beschuldigt wurde, einen Hund gekidnappt zu haben. Das kann sie nicht auf sich beruhen lassen und ermittelt gemeinsam mit ihren beiden Freundinnen, wo Dschastin geblieben sein könnte. Wer sollte es sonst tun, zumal sie ja sowieso Detektivin werden will.
Im Fernsehen hat sie genug Filme gesehen, um im Ansatz zu wissen, was sie wie zu tun hat. Ganz oben steht natürlich die Ermittlung von Fingerabdrücken.

Mit der richtigen Ausrüstung und ihren Freundinnen kommen sie ihrem Ziel immer näher. 

Penny ist eine taffe Protagonistin, die auf witzige Ideen kommt, um ihrem Zielobjekt näherzukommen. Selbst das Gebiss ihrer Oma kommt zum Einsatz - ohne deren Wissen natürlich. Viele tolle und verrückte Ideen unterhalten den Leser und lassen ihn mehr als einmal schmunzeln.
Dieses Buch muss man einfach lieben.

Bis jetzt kannte ich von der Autorin nur die Bücher, die sie unter Ulrike Herwig veröffentlicht hatte. Von den unter Ulrike Rylance erschienenen Kinder-/Jugendbüchern ist es das erste, was ich von ihr gelesen habe. Und ich bin schlichtweg begeistert.
Nicht nur, dass sich die Autorin hervorragend in die Altersklasse hineindenken konnte, sie bringt ihre Geschichte auch noch, mit Hilfe der Illustratorin Lisa Hänsch, dem Alter entsprechend an die Leser heran.

Die Story spielt unter Mitschülern, so dass die Idee, diese optisch in eine pinkfarbene Kladde zu verarbeiten, einfach nur genial ist. Angedeutet als karierte Kladde ist sie schon durch die äußere Farbgebung ausgesprochen auffällig.

Das Buch ist eher zum selbst lesen als zum vorlesen. Unterschiedliche Schriften, Randnotizen, Zeichnungen beleben die Story und bringen Bewegung in sie hinein. Als Leser ist man bestrebt, jede Randnotiz zu lesen, jedes Kästchen und jeden Hinweis (man könnte ja was verpassen).

Ein Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle.

Reiheninfo:
Penny Pepper 01: Alles kein Problem
Penny Pepper 02: Alarm auf der Achterbahn
Penny Pepper 03: Chaos in der Schule

Bewertung: 


Zur Autorin:
(Text übernommen vom dtv)
Ulrike Rylance, geboren 1968, studierte Anglistik und Germanistik in Leipzig und London. Sie arbeitete während des Studiums als Assistant Teacher in Wales und in Manchester. Nach dem Studium lebte sie zehn Jahre in London und arbeitete als Deutschlehrerin für Kinder und Erwachsene. 2001 zog sie mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern nach Seattle, USA.






An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin


bedanken, die mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat. 

Von Ulrike Rylance / Herwig wurden gelesen und rezensiert:


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Kinderbuch-Rezension] Dorothea Flechsig - Petronella Glückschuh: Naturforschergeschichten









Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
Verlag: Glückschuh-Verlag; Auflage: mit Lesebändchen und über 40 farbigen Zeichnungen von Katrin Inzinger und Christian Puille (15. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3943030237
ISBN-13: 978-3943030235
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 - 9 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 20 x 13 x 1,6 cm

Inhalt gem. Amazon:
Petronella, die kleine Tierforscherin, macht wieder außergewöhnliche Entdeckungen! Mit kindlichem Scharfsinn werden kleine und große Lebewesen untersucht. Petronella lässt Hühner bei sich überwintern, rettet eine Bienenkönigin und überrascht ihre Eltern mit Grillen im Wohnzimmer. Können Blutegel bei Knieschmerzen helfen? Und wo hat ein Maulwurf eigentlich seine Ohren? Bei Petronella ist immer etwas los! Hündin Kordel und Freundin Claudia sind natürlich wieder mit dabei.

Zum Buch:
Petronella Glückschuh, die immer Wissbegierige, ist wieder da und dieses mal geht es um Naturforschergeschichten. 

Auf vergnügliche Art erlebt der Leser mit Petronella einige Geschichten, die ebenso unterhaltsam wie auch lehrreich sind. Auf erzählerische Weise vermittelt die Autorin Dorothea Flechsig Wissen aus der Natur.

So hat Petronella mal gehört, dass Blutegel in der Medizin angewendet werden. Da ihre Oma Probleme mit dem Knie hat, tut sie das naheliegende - sie sammelt im Fluss Blutegel und setzt diese ihrer Oma aufs Knie. Nun ja, auch wenn es das falsche Knie war, es zählt der Wille.

Petronella hat ein großes Herz für Tiere und in ihrem Haushalt befinden sich auch schon einige, so dass sie Verbot hat, weitere gestrandete Tiere ins Haus zu bringen. Das ignoriert sie jedoch völlig, als sie einen kleinen Vogel bei sich aufnimmt, der aus dem Nest gefallen. 
So ganz nebenbei erfährt der Leser, was Eichelhäher fressen und warum die Vogeleltern ihr Kind nicht mehr aufnehmen würden.

In weiteren Geschichten geht es unterhaltsam weiter. Ein Maulwurf macht ihrem Vater das Leben schwer, Petronella kauft Grillen, um ihrer Mutter ein wenig Urlaubsflair zu bringen und sie wird zur Retterin einer Bienenkönigin.

Kindgerecht vermittelt die Autorin Wissenswertes aus der Natur, einfach und verständlich.

Die Schrift ist groß und mit großem Zeilenabstand geschrieben. Die Geschichten wurden mit fantastischen Illustrationen unterstützt und machen schon beim Durchblättern des Buches Spaß.
Am Ende des Buches erfährt der Leser "Wissenswertes über Bienen", unterstützend zur Geschichte "Flieg, flieg Bienenkönigin".

Es ist eine sehr schöne Hardcoverausgabe, die zusätzlich sogar ein Lesebändchen im Buch verankert hat.

Mir gefällt dieses Buch so gut, dass ich es gern weiterempfehle. Es ist nicht nur ein Buch zum selber lesen, sondern auch zum gemeinsamen Lesen und diskutieren.

Bewertung:


Zur Autorin:
Dorothea Flechsig wurde 1968 in Coburg geboren. 
Von ihrer Mutter, die Buchhändlerin war, geprägt, schrieb sie als Kind schon phantasievolle Geschichten. Ihr Vater, Lehrer, veröffentlichte Gedichte und Kurzgeschichten.
Sie arbeitete als freie Journalistin für verschiedene Zeitungen und Magazine, nun schreibt sie für Kinder. 








Von Dorothea Flechsig wurden gelesen und rezensiert:
       
 


 An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt