Mittwoch, 10. September 2014

[Rezension] Karin Slaugther - Georgia 04: Bittere Wunden




Leseprobe


Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (1. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3764505176
ISBN-13: 978-3764505172
Originaltitel: Criminal
Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 4,2 cm

Inhalt gem. Blanvalet:
Die tiefsten Wunden sind jene, die uns die Vergangenheit zufügt
Als eine Studentin spurlos verschwindet und Will Trent den Fall übernehmen will, wird ihm dieser mit unerwarteter Heftigkeit entzogen. Amanda Wagner, seine undurchschaubare Vorgesetzte, scheint Will mit aller Macht davon abhalten zu wollen, nach der Vermissten zu fahnden. Aber warum? Erst als sich die beiden in einem verlassenen Waisenheim gegenüberstehen, entspinnt sich eine Geschichte, die nicht nur das lang gehütete Geheimnis um Will Trents Vergangenheit endlich aufdeckt, sondern auch ein grausames Netz aus Verrat, Korruption und bitterem Hass entlarvt.

Zum Buch:
Will Trent wird durch seine Vorgesetzte Amanda Wagner ausgebremst, einen Fall zu bearbeiten, der das Verschwinden einer Studentin betrifft. Ein Fall, der das gesamte Revier in Alarm versetzt, nur er darf nicht mitmischen.
Da kommt ihm ein Verdacht und als er Amanda in dem ehemaligen Waisenhaus trifft, bestätigt es sich.
Sein Vater, verurteilter Mörder, ist auf freiem Fuß und der anliegende Fall passt genau in sein Täterprofil.
Ein Lauf gegen die Zeit und in die Vergangenheit beginnt...

Dieser Thriller ist der 4. Teil aus der Georgia-Reihe. Bevor man diesen Teil liest, sollte man zumindest Kenntnis der Vorgänger haben, um die Zusammenhänge zu verstehen.
Ich denke nicht, dass man diesen Band auch separat lesen sollte.

Auf der Suche nach den verschwundenen Mädchen erfährt der Leser eine Reise in die Vergangenheit. Sie führt ihn in die Jahre 1974 / 75, in die Zeit, als Amanda Wagner und Evelyn Mitchell Partnerinnen und ganz am Anfang ihrer Laufbahn im Police Department sind. Seinerzeit treibt ein Serienmörder sein Unwesen, quält und foltert Mädchen, größtenteils Prostituierte. Im Namen Gottes hält er sie gefangen, bis er sie nicht mehr benötigt.
Eines dieser Mädchen ist Lucy Bennett.

In den 70er Jahren des vergangenen Jh. werden Frauen bei der Polizei nicht für voll genommen. Amanda und Evelyn haben keinen leichten Stand bei ihren Kollegen und werden von ihnen aufs übelste beschimpft und auch von ihren Kollegen belästigt.

Die Autorin Karin Slaughter zeichnet ein Bild der gesellschaftlichen Zustände nicht nur in Georgia, sondern speziell auch im Police Department.
Die Rassendiskriminierung wurde soweit aufgehoben, dass ein Schwarzer Chef wird, der als erste Amtshandlung alle Weißen ihrer höheren Posten enthebt.
Diskriminierung findet sich aber nicht nur zwischen schwarz und weiß, sondern auch die Diskriminierung der Frau wird hier deutlich aufgezeigt.
Frauen sind zu der Zeit noch Anhängsel der Männer, sie sind allein nicht geschäftsfähig, dürfen nur mit Erlaubnis der Ehemänner oder Väter ein Geldkonto besitzen. Dinge, die heute inzwischen unvorstellbar sind. 

In dieser Zeit behaupten sich Amanda und Evelyn gegen ihre Kollegen, auch wenn diese es nicht wahrhaben wollen. Sie ermitteln allein und auf ihre Art. Evelyn ist die taffere und draufgängerische, die Amanda mitzieht und ihr Selbstbewusstsein stärkt.
Man lernt in der Vergangenheit eine völlig andere Amanda kennen, als die, zu der sie sich bis zur Gegenwart entwickelt hat. 

Bei beiden Fällen gibt es Parallelen, die dazu führen, dass die Ermittlungsstränge abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit liegen, wobei der Hauptanteil in der Vergangenheit spielt.

Viele Fragen, die Will Trent betreffen, werden in diesem Band geklärt, auch die Rolle, die Amanda in Wills Leben spielt. 

Bei diesem Buch hatte ich einige Probleme, in die Geschichte einzutauchen. Ich verhedderte mich und tat mich schwer, Zusammenhänge zu erkennen. Je länger man sich jedoch in der Geschichte befand, um so klarer wurde das Bild und machte den Thriller letztendlich stimmig.

Da das Hauptaugenmerk in der Vergangenheit lag, ging die Weiterentwicklung der Protagonisten in der Gegenwart nur langsam vonstatten, was ich ein wenig schade finde.

Auch wenn ich anfangs Probleme hatte, war es wieder ein Thriller der Autorin, der mich gefangen genommen hat.
Durch die umfangreiche Recherche der Autorin zum Leben in den 70er Jahren erscheinen die Ereignisse glaubwürdig.
Ich empfehle diesen Thriller gern weiter, aber mit dem Hinweis, diesen nicht separat zu lesen, sondern nur, wenn man Kenntnisse der vorherigen Bände hat. Ansonsten bleiben Informationen auf der Strecke. 


Reiheninfo:
1. Tote Augen
2. Letzte Worte 
3. Harter Schnitt
4. Bittere Wunden 

Bewertung:


Zur Autorin:
(Text übernommen von Blanvalet)
Karin Slaughter, Jahrgang 1971, stammt aus Atlanta, Georgia. 2003 erschien ihr Debütroman Belladonna, der sie sofort an die Spitze der internationalen Bestsellerlisten und auf den Thriller-Olymp katapultierte. Ihre Romane um Rechtsmedizinerin Sara Linton, Polizeichef Jeffrey Tolliver und Ermittler Will Trent sind inzwischen in 32 Sprachen übersetzt und weltweit mehr als 30 Millionen Mal verkauft worden.





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An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

1 Kommentar:

Sabine Büchersüchtig hat gesagt…

Schöne Rezension, liebe Monika. Diese Reihe mag ich allerdings nicht und seit in der Sara Linton-Reihe ihr Mann gestorben ist, ist da auch der Wurm drinnen. ;-)

Liebe Grüße von
Sabine