Samstag, 18. Oktober 2014

[Rezenion] Kate Lord Brown - Das Sonntagsmädchen



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (15. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492305458
ISBN-13: 978-3492305457

Inhalt gem. Piper:
Immer sonntags öffnet die herrschaftliche Villa in Marseille ihre schmiedeeisernen Tore und wird zum Treffpunkt für Künstler und Intellektuelle, die aus allen Ecken des Landes herbeiströmen. Auch der junge Maler Gabriel Lambert macht sich auf den Weg nach Südfrankreich. Doch es ist das Nachbarhaus, das ihn schon bald in seinen Bann zieht. Denn dort wohnt ein Mädchen, dessen Schönheit ihn vom ersten Augenblick an fesselt. Ein Mädchen, für das er alles zu tun bereit ist - koste es, was es wolle ...

Zum Buch:
Der Maler Gabriel Lambert lebt zurückgezogen und kann auf ein langes Leben zurückblicken.
Sophie Cass, eine Journalistin, deren Großtante Vita einst mit dem Maler zu tun hatte, versucht seit einiger Zeit, ein Interview mit dem Maler zu bekommen. Nach einigem Briefverkehr ist es dann endlich soweit. Ihr Ziel ist es, zu erfahren, was die beiden miteinander zu tun hatten...

Der Leser erfährt eine Geschichte, in der es nicht nur um den Maler Gabriel Lambert geht, der nach Marseille geht, um dort malen zu können, sondern es wird eine Geschichte erzählt von Liebe und Krieg.
Großen Anteil nimmt die französische Organisation ARC, die von dem Amerikaner Varian Fry geleitet wird. Deren Ziel ist es, bekannte und berühmte Künstler vor dem Hitlerregime zu schützen und sie außer Landes zu bringen. Es sind die Jahre 1940/41, in der dieser Roman spielt. Sie arbeiten im Verborgenen und können leider nicht allen helfen, denen sie gern helfen möchten.

Gabriel Lambert freundet sich mit Varian an und versucht dann später auch, die Ausreise zu erlangen.

Es ist schwer, dieses Buch zu rezensieren. Es spielt in einer Zeit, die mich lesungstechnisch nicht so interessiert. Leider gab es anhand des Klappentextes keinen Hinweis darauf, dass es sich in dem Buch um die Zeit des Hitlerregimes in Frankreich handelt, sonst hätte ich wahrscheinlich die Finger davon gelassen.

Von der Autorin hatte ich "Das Haus der Tänzerin" gelesen und war von ihrer Geschichte und ihrem Schreibstil sehr angetan. Von daher wollte ich auch das folgende Buch lesen, aber es wurde mir nicht leicht gemacht.
Durch die ersten 200 Seiten habe ich mich regelrecht kämpfen müssen, ich kam nicht in die Geschichte hinein.
Ich mag das Zusammenspiel von verschiedenen Zeitebenen, in denen eine Geschichte erzählt wird, aber in dieser gab es für mich keinen ersichtlichen roten Faden. Es war nicht zu erkennen, worauf die Geschichte hinauslaufen sollte und verwirrend geschrieben war sie auch noch. Mir ging nach 200 Seiten ernsthaft der Gedanke durch den Kopf, das Buch abzubrechen, aber ich habe mich dagegen entschieden.
Obwohl es ein wenig besser wurde, konnte mich die Handlung nicht wirklich packen.
Zugute halten muss man der Autorin, dass sie die geschichtlichen Ereignisse der damaligen Zeit und um die Organisation der ARC sehr gut recherchiert hat. Sie hat real existierende Personen mit fiktiven verknüpft, um diesen Roman zu schreiben.

Für historisch interessierte Leser, die sich mit der Arbeit der Organisation ARC vertraut machen wollen, ist das durchaus ein lesenswertes Buch.
Mich konnte es leider nicht überzeugen.  

Bewertung:





Zur Autorin:
(Text von Piper)
Kate Lord Brown wuchs in der malerischen englischen Grafschaft Devon auf. Nach ihrem Studium der Philosophiean der Universität Durham und am Courtauld Institute of Art war sie zunächst als internationale Kunstberaterin tätig und kuratierte in Europa und dem Mittleren Osten Sammlungen für Botschaften und Paläste. Später zog sie mit ihrer Familie nach Valencia und widmete sich dort dem Schreiben. Im Jahr 2009 war sie eine der Finalistinnen der »People´s Author Competition«, die vom britischen TV-Netzwerk ITV ausgerichtet wird.
Sie ist mit einem Piloten verheiratet und lebt heute mit ihrer Familie in Qatar. Ihr Debütroman „The Beauty Chorus“ wurde von den vielen Stunden inspiriert, die sie auf Flugplätzen in Großbritannien verbrachte. Sie verarbeitet darin die Erfahrungen von Piloten aus ihrer Familie während des Zweiten Weltkriegs. Ihr zweiter Roman über den Spanischen Bürgerkrieg, „Das Haus der Tänzerin“, zehrt von den Jahren, die sie in Spanien gelebt hat, und und ist ihr erster auf Deutsch erschienener Roman.


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei dem Verlag 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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