Mittwoch, 22. Oktober 2014

[Rezension] Dagmar Helene Schlanstedt - Weltenspur: Cyana (Band 2)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 396
ISBN: 978-9-963-52476-1
Erscheinungstermin: 8. September 2014
Preis: 14,99 EUR (D)
Format: Taschenbuch
Verlag: Bookshouse

Klappentext: gem. Bookshouse
Stell dir vor, du triffst in der Vergangenheit auf deinen bösartigen Vater in jungen Jahren und er ist noch abscheulicher und widerwärtiger, als du dir jemals vorgestellt hast.

Marka und Claudio haben das geheimnisumwobene Witara vor dem Untergang gerettet, doch das Böse hat sich ein neues Domizil gesucht. In den Wirren des 2. Weltkrieges wurde die Insel Cyana mit einem energetischen Schutzschild von der Menschenwelt abgeschirmt und wird nun von knallenden Geräuschen heimgesucht. Marka und Claudio gehen auf Zeitreise in das Jahr 1945 und setzen mit ihrer Suche bei ihrem Urgroßvater an, der ein gut gehütetes Geheimnis bewahrt. Mit seiner Hilfe und einem Navajo-Code, hoffen sie, Licht ins Dunkel zu bringen. Eine mysteriöse Bestimmung und eine furchtbare Überraschung erwarten sie. Bevor sie die Zusammenhänge verstehen, geraten sie in höchste Gefahr. Können sie die Bewohner Cyanas dennoch retten?

Rezension:

Etwas mehr als zwei Monate sind ins Land gezogen, seitdem Marka und Claudio Witara in letzter Minute retten konnten (Witara). Mittlerweile leben sie in Witara, zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Großmutter und überhaupt hat sich alles zum Guten gewendet - die Gefahr für Witara wurde gebannt, Claudios Vater Harkas muss bei dem finalen Kampf getötet worden sein, auch wenn sein Körper nicht gefunden wurde und auch in Liebesdingen sind die Geschwister mehr als glücklich. Claudio hat nach wie vor seinen Doppelstatus als Erst- und Zweitgeborener, doch dieser endet in einer Woche, wenn Marka ihren 15. Geburtstag feiert - dann trennen die beiden Geschwister, die sich in Witara so nah gekommen sind, wieder 9 Monate, bevor Claudio wieder seinen Doppelstatus erlangt und sie sich wieder so nah sein können, als wären sie eine Einheit. 

Doch das Glück der Beiden wird getrübt, denn Daanjo, der nächste Vorsitzende Witaras bittet die beiden im Namen von Rusto, seinem Vater und derzeitigem Vorsitzenden Witaras, um Hilfe. Auf der Insel Cyana, die seit langer Zeit unter dem Schutz Witaras steht, werden knallende Geräusche vernommen. Die Cyanaer selbst haben versucht hinter das Geheimnis zu kommen, doch endete diese Mission tödlich. Es ist unklar, woher dieses Knallen kommt, fest steht jedoch, dass es droht Cyana, welches zu Witara gehört, zu zerstören. Rusto weiß lediglich, dass die Ursache für das Übel, in der Vergangenheit, genauer gesagt im Jahr 1945 zu suchen ist, denn seitdem steht die Insel unter dem Schutz der Witaraer, also muss die Gefahr bereits vorher bestanden haben und jetzt zum Ausbruch gekommen sein.

Rusto hat einen Plan geschmiedet, wie es Marka und Claudio gelingen kann, hinter das Geheimnis zu kommen, doch dieser ist nicht ungefährlich. Zusammen sollen sie in die Vergangenheit reisen und mit ihrem Urgroßvater Wilhelm Kontakt aufnehmen, der im Jahr 1945 auf der Insel als Funker stationiert war. Auf Grund dessen, dass Wilhelm ein direkter Vorfahr von ihnen ist, ist dieser in der Lage, die Beiden zu sehen, aber nur er kann sie sehen. Rusto rechnet fest damit, dass Wilhelm als Funker über alle wichtigen Vorkommnisse Kenntnis hat, sodass er in dieser Zeitreise die einzige Möglichkeit sieht, der Gefahr für Cyana auf den Grund zu kommen. Die Reise ist nicht ungefährlich. Zwar droht den Geschwistern vor Ort keine körperliche Gefahr, da sie nur mental vor Ort sind und nur Wilhelm sie sehen kann, doch wenn es ihnen nicht gelingt, hinter das Geheimnis der knallenden Geräusche zu kommen, bevor Marka ihr 15. Lebensjahr vollendet, besteht für die Beiden keine Möglichkeit mehr, in die Gegenwart zurück zu kommen. Trotz dieser Gefahr und noch nicht zu erahnenden Unwegsamkeiten, machen sich die Beiden auf den Weg in die Vergangenheit und tatsächlich gelingt es ihnen, sehr schnell Kontakt zu Wilhelm aufzunehmen. Dieser weiß zwar nicht genau, was es mit der Gefahr um Cyana auf sich hat, erklärt sich jedoch bereit, seinen  Nachfahren aus der Zukunft zu helfen. Doch so einfach, wie sich Wilhelm, Marka und Claudio das Ganze vorstellen, wird es nicht, denn sie haben auch im Jahr 1945 einen gefährlichen Feind: Harkas, Claudios Vater, war im Jahr 1945 ebenfalls auf jener Insel und ging seinen dunklen Machenschaften nach. Wird es den Geschwistern zusammen mit Wilhelm gelingen, hinter das Geheimnis der knallenden Geräusche zu kommen und so Cyana  zu retten oder wird ihr Schicksal im Jahr 1945 besiegelt?


Der 2. Band der Weltenspur-Reihe! Der Plot wurde authentisch und abwechslungsreich erarbeitet. Ausgesprochen fasziniert war ich von der Tatsache, wie es die Autorin schaffte, eine Atmosphäre in dem Buch entstehen zu lassen, die dem Leser direkt vor Augen führt, wie es seinerzeit im 2. Weltkrieg, kurz vor Ende desselben, ausgesehen hat, wie es sich anfühlte, direkt vor Ort und im Geschehen zu sein und dennoch, nicht nur die Gräuel des Krieges entstehen zu lassen, sondern auch die Menschlichkeit der damaligen Menschen aufzuzeigen. Die Protagonisten wurden wieder facettenreich und ausgesprochen realistisch erarbeitet. Wieder wurde ich durch die unglaubliche Verbindung zwischen Marka und Claudio in deren Bann gezogen, doch nicht nur das. In diesem Buch merkt man, wie gereift sie aus ihrem letzten Abenteuer hervorgegangen sind, ja, wie erwachsen sie eigentlich schon mit ihren 14 Jahren sind. Auch die Figur des Wilhelm, der ja als Deutscher eindeutig auf der Verliererseite steht und dies auch weiß, wurde stilistisch einzigartig erarbeitet, denn dieser ist nicht der böse Nazi, für den mancher Mensch aus der Gegenwart ihn vielleicht halten würde, sondern nur ein ganz normaler Mensch mit Hoffnungen und Träumen, der sich gezwungen sieht, für sein Land, jedoch nicht für dessen ideologischen Grundsätze zu kämpfen. Den Schreibstil empfand ich wieder als ausgesprochen fesselnd zu lesen, sodass ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt hätte. Leider endet hier vorerst die Weltenspur-Reihe, doch ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es vielleicht doch noch mal ein Wiedersehen mit Marka und Claudio für mich gibt.

Bewertung
Von Dagmar Helene Schlandstedt wurde bereits gelesen und rezensiert:

 
Die Autorin:

Dagmar Helene Schlanstedt, geboren 1956, ist in Sachsen Anhalt zu Hause.
Ihr ursprünglicher Beruf als Kommunikations-Techniker machte ihr lange Zeit Freude, bis die Liebe zur Natur siegte und sie mit einem Kräuterlädchen einen Neuanfang wagte. Endlich angekommen, unterstützt sie seitdem Ratsuchende mit ihren Kräuter-und-Energie-Heilungen.
Nebenher ist das Schreiben von Geschichten in Versform, aber auch Fantasy um irgendwelche kleine Wesen, ihre große Leidenschaft. (übernommen von Bookshouse)





Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei 


bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt haben.

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