Samstag, 11. Oktober 2014

[Rezension] U. S. Levin - Sex vor zwölf








Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
Verlag: Mitteldeutscher Verlag; Auflage: 1 (1. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 395462334X
ISBN-13: 978-3954623341
Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 11,8 x 1,8 cm

Inhalt gem. Mitteldeutschem Verlag:
Endlich: Ein Band mit Satiren zur schönsten Nebensache der Welt! Ob Schul- oder Menopause, ob glücklich oder verheiratet, ob einsam oder geschieden – hierin findet sich jeder wieder. U. S. Levins Credo: »Wunden müssen schmerzen, sonst tun sie nicht weh!« Protagonisten seiner locker-leicht erzählten Episoden sind in wechselnden Konstellationen der Schriftsteller Uwe Levin, seine Frau, sein Nachbar Felix Stürzler und dessen Frau Erika. Sie verhandeln in unterschiedlichen Situationen die Frage, ob Sex im gehobenen Alter überhaupt noch relevant ist und wenn ja – wie und warum.
Aber keine Sorge, Levin bleibt auf dem Teppich: Seine urkomischen Geschichten sind lebensnah und handlungsreich, mal sinnlich, mal deftig, aber niemals plump. Und: Die zauberhaften Karikaturen von Peter Dunsch setzen noch einen herzhaften Lacher obendrauf.

Zum Buch:
Der Autor U.S. Levin legt mit diesem Buch ein Werk vor, in dem es in vielen kleinen Episoden um das Thema Ehe und Sex geht.
Munter und sehr humorvoll plaudert er von "seinen" Erlebnissen.

So erfährt der Leser beispielsweise, das der Autor auf Blondinen steht und von seinem Verhältnis zum anderen Geschlecht.

"Frauen sind auf dem Vormarsch", so lautet einer der Titel aus dem Buch. Dabei stellt er richtig fest, dass Frauen einfach wissen, wo es langgeht. Frauen haben eine genaue Vorstellung von dem, was sie wollen und was nicht. Männer hingegen verkümmern zusehends im Schatten einer dominanter werdenden Gesellschaft. Dabei erzählt er eine wahre Geschichte, die er sich selbst ausgedacht hat, der Familie Nörglig aus seinem Haus. Nach der Hochzeit mit seiner Doris wurde aus dem heiteren und lebensfrohen Gert ein ruhiges Männchen, der sich dem Kontrollzwang seiner Frau beugte. Doris wusste und managte alles. Als der nach einem Arbeitsunfall gefragt wurde, wo er denn Schmerzen hätte, wollte er, dass nach seiner Frau geschickt wurde, schließlich wüsste sie auch, wo es ihm weh tut.

Eine ebenso amüsante Geschichte zeigt, wie es ist, wenn man einer Person seines Vertrauens ein Geheimnis erzählt, das er um Gottes Willen nicht weiter erzählen soll. Das ist wie "Stille Post" spielen. Vorn erzählt man Quark und hinten kommt Kirschkuchen raus. In dieser Geschichte geht es allerdings etwas handfester zu und überrascht mit seinem Ende.

Hochzeitstage vergessen oder doch nicht, Sex zu dritt oder viert, Männer, die "besser" einparken als Frauen und viele andere nette Episoden erzählt der Autor U.S. Levin sehr zur Unterhaltung des Lesers.

Ich habe mich während dieser Lektüre bestens unterhalten und musste des Öfteren mein Grinsen aus dem Gesicht wischen.

Der Autor, mit mir fast gleich alt, erinnerte mich auch an meine Jugend, als er davon erzählte, dass er sich mehrmals den Film "Petroleum-Miezen" angesehen hatte. Den Film kennt heute sicher niemand mehr von der jüngeren Generation, aber auch mich hat er damals ins Kino gezogen und begeistert.

Eine kleine Kostprobe aus dem Buch möchte ich noch loswerden, die den Humor des Autors zeigt:
"... denn im Alter wird der Sex immer ausgefallener: Freitag ausgefallen, Samstag ausgefallen, Sonntag ausgefallen..." (Seite 119)
Wer ein wenig Abwechslung und Zerstreuung beim Lesen sucht, ist mit diesem Buch bestens beraten. Die einzelnen Geschichten sind recht kurz gehalten, so dass man auch immer mal schnell zwischendurch eine lesen kann. Ich habe sie in einer Lesung hintereinander gelesen und kam gar nicht dazu, meine Mundwinkel in den Normalmodus zu parken.

Aufgewertet wird das Buch noch durch die genialen Illustrationen des Zeichners Peter Dunsch, die man in jeder der Episoden vorfindet. Besser geht nicht.

Ein Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle. 

Bewertung:



Zum Autor (übernommen vom Mitteldeutschen Verlag)
U. S. Levin, geb. 1960 in Laucha (Sachsen-Anhalt), seit 1991 satirische Texte für die LVZ, Tageszeitungen und die Satirezeitschrift »Eulenspiegel«. Seit 1995 zahlreiche Buchpublikationen u. a. »Nichts für starke Nerven« (2012), »Eiterherd ist Goldes wert« (2011), »Bis dass der Arzt uns schneidet« (2010). 2012 Literaturpreis der Stadt Taucha in der Kategorie »Beste Kurzgeschichte«. Levin lebt in Markkleeberg.

Zum Illustrator (übernommen vom Mitteldeutschen Verlag)
Peter Dunsch, geb. 1947 in Leuna, nahm Konsultationen beim Karikaturisten Arthur Epperlein in Halle (Saale). Nach ersten Zeichnungen für Zeitschriften folgen Buchveröffentlichungen als Karikaturist und Illustrator, u.a. für U. S. Levin. Er lebt in Magdeburg.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Autor

U. S. Levin 

bedanken, der mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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