Montag, 24. November 2014

[Rezension] Michael Langoth - IL PO - Kulinarische Impressionen



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Edition Styria in Verlagsgruppe Styria (27. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3990110705
ISBN-13: 978-3990110706
Größe und/oder Gewicht: 23,8 x 2,7 x 32,7 cm

Inhalt gem. edition styria:
Die Po-Ebene: ein Reich des Wassers, der Flüsse und Kanäle am Südrand der Alpen, Paradies für Genießer und Heimat großartiger Produkte, die das Herz eines jeden Feinschmeckers höher schlagen lassen: Aceto Balsamico und Grana Padana, Arborio, Carnaroli und Polenta, Radicchio tardivo und San Daniele – hier wird Geschmack zelebriert und hier werden die seit Jahrhunderten überlieferten kulinarischen Glaubenssätze hochgehalten: vom ehemaligen Armeleuteessen, der Cucina povera, bis zu den raffinierten Gerichten der feinen Küche.
Michael Langoth hat sich wieder auf eine fantastische Entdeckungsreise begeben, er porträtiert die Landschaft der Po-Ebene und ihre Menschen und er präsentiert die authentische Küche der Region – eine faszinierende Begegnung voller Überraschungen.

Zum Buch:
Zu diesem Buch Kochbuch zu sagen, trifft es nicht richtig.
Es vermittelt Wissen über die italienische Po-Ebene, Warenkunde, ist ein fantastischer Bildband und bietet obendrein noch Rezepte.

Das Buch ist unterteilt in folgende Abschnitte:
- Die große Ebene am Südrand der Alpen
- Kochtechnik
- Haptisches Design
- Auf den Punkt gebracht
- Die Kunst des Schmorens
- Minestre & Zuppe
- Vegatarische Meisterwerke
- Kulinarische Glaubenssätze

Im ersten Abschnitt erzählt der Autor über die Gegend am Südrand der Alpen. Das Leben, das Klima, das Wasser, die Berge, nichts wird außer Acht gelassen. Er zeigt die historischen Wurzeln und berichtet aus der kulinarischen Geschichte, beginnend 10.000 Jahre v. Christus. Aber auch vom Heute erfährt man, vom größten Markt, von Fleisch und Käse.
Viel Wissenswertes gibt es zu berichten, so erfährt man beispielsweise, dass der Parmaschinken 10 - 12 Monate zum Reifen braucht und auch von den verschiedenen Reifezeiten von Käse.
Interessant für mich war die Erkenntnis, dass der Aceto Balsamico, den ich verwende, nur ein Imitat eines ausgesprochen teuren Originalrezeptes ist. So muss das Original z.B. mindestens 12 Jahre reifen, eine spezielle Form davon sogar 25 Jahre.

Unter der Rubrik Kochtechniken findet man alles, was man zum Kochen braucht. Basisgewürze wie Butter, Olivenöl und Knoblauch oder auch die Aufzählung der nötigen Zutaten für die Pasta. Zusätzliche Aromen lassen sich durch Kräuter oder z.B. Rosinen oder Steinpilze und Essig bzw. Zitrone vertreten.
Natürlich fehlt in einem Italienbuch auch nicht die Aufzählung der verschiedenen Pastasorten und wozu man sie anwendet.
Ein paar Seiten sind direkt der "Kochtechnik Pasta" gewidmet, ebenso wie dem Risotto, dem Schmoren, der Suppe, dem Gemüse. Ergänzt werden die Kochtechniken mit Benennung des Equipments und den Basiszutaten.
Alle Kochtechniken werden mit Rezepten bereichert.

Zu den jeweiligen Rezepten gibt es kurz etwas Wissenswertes zum Gericht, die Zutaten und die Zubereitung, oftmals zusätzlich sogar in italienisch, sozusagen im Original.
Sehr gut gefällt mir, dass bei jedem Rezept untern eine Aufstellung von Fotos der Zutaten vorhanden ist.

Es macht nicht nur Spaß, die verschiedenen Rezepte nachzuarbeiten, es macht Spaß, das ganze Buch durchzublättern. Fantastische ganzseitige Fotos komplettieren das Buch und machen es zu etwas besonderem. Bildband, touristischer und kulinarischer Führer in einem. Unterhaltsam, informativ und appetitanregend, was will man mehr.

Ich kann dieses Buch in jeder Hinsicht nur weiterempfehlen.

Hier noch ein kleiner Blick auf meine Gerichte, aber bedenkt bitte, ich bin kein Fotograf :-)

Penne alla Carbonara (Penne mit aromatisierter Pancetta, Parmesan & Ei) Rezept Seite 139
Ragu alla Bolognese (Bologneser Fleischragout) Rezept Seite 162












Bewertung:


Zum Autor:
(übernommen von Edition Styria)
Michael Langoth ist Fotograf, Musiker und Koch und beschäftigt sich schon seit Langem mit verschiedenen Ausdrucksformen von Kreativität und deren gemeinsamen, verbindenden Elementen. Seit 30 Jahren fotografiert er Essen im Studio Trizeps, das er mit Josef Fallnhauser in Wien betreibt. In diesem „kulinarischen Labor“ werden neben innovativen Bildsprachen auch neue Aspekte des Kochens erforscht und medial verarbeitet. 2013 erschien in der Edition Styria sein Buch Mekong Food, das mit der Silbermedaille der Gastronomischen Akademie Deutschlands ausgezeichnet wurde.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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