Dienstag, 9. Dezember 2014

[Rezension] Steffen Wittenbecher - Schauder: Ein Mann der Tat


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2133 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 596 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00K1RB7DQ


Klappentext gem. Amazon:
Vor siebzehn Jahren wird der junge Schauder von der Felskante eines Steinbruches in einen Tümpel gestoßen. Doch dort drinnen endet das Grauen für ihn keineswegs. Heute und mittlerweile genesen, doch nur körperlich ein erwachsener Mann, erfährt er, dass sein Freund unterdessen verstorben ist und seine Mutter sich von ihm abgewandt hat. Die Polizei ist ihm ebenfalls keine große Hilfe, um seinen damaligen Fall aufzuklären. Also nimmt er sich der Sache selbst an und wird zum Ankläger, Richter und Vollstrecker in einer Person.
Schauder ist ein Mann der Tat. Ein Mann, ein Wort, ein Mord! Nach siebzehn Jahren ist die Zeit reif, dass sie leiden werden und sich ihren größten Ängsten zu stellen haben. Sein Rachefeldzug beginnt!



Rezension:
Schauder unterschied sich schon als Kind von den Übrigen. Er war mehr ein Einzelgänger und lebte ein eher ruhiges Leben mit seiner alleinerziehenden Mutter. Der junge Schauder war nicht unglücklich mit seinem Leben, er hatte einen Freund in seinem Alter, Karl Hauser und war eng mit einem Obdachlosen, Hermann, befreundet. Von diesem lernte er so manches über das Leben und auch seine Mutter unterstütze diese Freundschaft, da sie merkte, wie gut Hermann ihrem Sohn tat, zumal dieser ja ohne Vater aufwuchs.

An einem Sommertag waren der junge Schauder und Karl im Moor unterwegs. Dort gab es einen Tümpel, in den Karl als Mutprobe hineinsprang. Schauder jedoch wollte partout nicht, denn ehrlich, der Tümpel war echt eklig, mit Algen bewachsen und außerdem gab es das Gerücht, dass dort ein Monster hausen würde. Welcher normale Mensch würde schon freiwillig in diese Brühe springen? Schauder jedenfalls nicht. Doch der junge Schauder hat die Rechnung ohne Karl gemacht, der diesen in einem Moment der Wut hinabstößt. Dieser Sturz hat fatale Folgen, denn Schauder verliert das Bewusstsein und geht unter. Karl, der sich im Klaren über seine Untat ist, ergreift die Flucht, kommt aber später wieder, um Schauder endgültig zu versenken, damit seine Leiche niemals gefunden wird.

17 Jahre später - Schauder hat überlebt und wurde in letzter Sekunde durch Zufall gefunden und gerettet. Doch die Zeit im Tümpel blieb nicht ohne Folgen: Seine Hand und sein Fuß wurden von einem dort lebenden Tier angefressen und er lag jahrelang im Koma, doch er erinnert sich, er erinnert sich an alles, was ihm während dieser Zeit wiederfahren ist. Nach 17 Jahren ist es an der Zeit Rache zu nehmen, Rache an all jenen, die dem kleinen, sonderbaren Jungen seinerzeit Unrecht angetan haben - angefangen mit dem damals ermittelnden Polizeibeamten Gustav Krüger. Die Liste der Personen, an denen er sich rächen will, ist lang und ein jeder wird sich mit seinen schlimmsten Ängsten auseinander setzen müssen, bevor ihnen die Gnade ihres Todes zuteil wird ...


Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird! Der Plot wurde abwechslungsreich erarbeitet. Was  mir hier besonders gut gefallen hat, sind die unterschiedlichen Zeitebenen, in denen der Plot erarbeitet wurde, denn um die aktuelle Handlung darzustellen, gibt der Autor immer Einblick in Schauders Vergangenheit und klärt so die gegenwärtige Situation auf bzw. legt die Gründe für genau dieses Handeln Schauders im Augenblick dar. Die Figuren, allen voran Schauder, wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Besonders an Herz gewachsen ist mir jedoch der Obdachlose Hermann, der die Entwicklung des jungen Schauder nachhaltig prägt hat und die ungewöhnliche Freundschaft zwischen den Beiden hat mich einfach nur entzückt. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und spannend zu lesen, sodass sich das Buch förmlich am Stück gelesen habe. Leider war mir das Ende doch etwas zu offen, ich hätte gern gewusst, wie sich die Geschichte bis ins Kleinste (u. a. mit dem Polizeibeamten) auflöste.

Bewertung
Von Steffen Wittenbecher wurde bereits gelesen und rezensiert:

Der Autor:
Geboren 1972 wuchs Steffen Wittenbecher in der ehemaligen DDR auf und lebt heute zwischen den manchmal immer noch ungleichen Welten des Ostens und des Westens Deutschlands in Nordrhein-Westfalen. Hauptberuflich IT-ler hatte er bereits seit vielen Jahren das Bedürfnis, Gedanken niederzuschreiben und seiner regen Fantasie auf diese Weise Ausdruck zu verleihen. Die Ideen zu seinen Geschichten kommen plötzlich, während alltäglicher Situationen in sein Bewusstsein und reifen. Längst hat er sich damit abgefunden, dass es Dinge gibt, die man nicht beschreiben kann, sondern ausschließlich selbst erfahren muss, um sie wirklich verstehen zu können. Doch davon wollte er sich nicht entmutigen lassen und zumindest versuchen, sie zu beschreiben. Als Kind liebte er die Märchen der Gebrüder Grimm und Welten, deren Zeitrechnungen weit in der Zukunft lagen. Er las viel und ausgiebig und die Grenze bildete nicht nur das Inventar der kleinen Bibliothek seines Wohnblocks. Eines Nachts, und bereits jenseits der 40, im September 2012 entschloss er sich, einfach die Gedanken niederzuschreiben, die in seinem Kopf herumschwirrten. Das zu tun, wofür sein Herz brennt, etwas aus seiner Kindheit zurückzugeben und die Grenze von damals für zukünftige Generationen zu erweitern. (übernommen von amazon)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei


für die Bereitstellung dieses Buches bedanken.

1 Kommentar:

Stefanie Hofmann hat gesagt…

Hallo,

das klingt ja ganz gut, aber nicht fertige Enden sind auch nicht meins. Das kann einem Buch doch glatt einen Punkt Abzug geben.

Liebe Grüße
Steffi