Freitag, 31. Januar 2014

[Lesung] Ein Abend mit Lucinda Riley beim Meet & Greet und bei der Lesung

Am Mittwoch gab es das Highlight der Woche.
Die Autorin Lucinda Riley war in Berlin, um ihr neues Buch vorzustellen.


          

Der Goldmann-Verlag hatte Kleeblatt und ein paar andere Blogger zu einem Meet & Greet im wunderschönen Hotel de Rome hier in Berlin eingeladen, dem Kleeblatt sehr gern gefolgt ist.


   
Außenansicht und Empfangshalle des Hotel de Rome

Leider konnte Kerry die Teilnahme zeitlich nicht einrichten, so dass Kleeblatt die Autorin Kerstin Hohlfeld fragte, ob sie nicht Lust hätte, Lucinda Riley kennenzulernen. Wer sagt zu solch einer Einladung schon nein :-)
Viele sind der Einladung des Goldmann-Verlages nicht gefolgt, so dass wir eine wirklich kleine intime Runde waren. Außer der Bloggerin Ramona Nicklaus vom Blog Kielfeder und uns gesellte sich noch die Bloggerin Nef, Mitautorin des Blogs Buchjunkies, zu uns. So waren wir inklusive der Verlagsmitarbeiterin Frau Barbara Henning und Lucinda Riley zu 6 Mann, so dass reichlich Zeit für Fragen vorhanden war.

                      v.l.: Kerstin Hohlfeld, Lucinda Riley, Ramona Nicklaus

                                                      v.l.: Barbara Henning, Nef

Wir hatten einen separaten Raum und Gelegenheit, 1 Stunde lang, Lucinda Riley auszufragen. So erfuhren wir von ihrer Arbeit an dem Buch, in dem sie auch ein wenig ihre eigene Familiengeschichte aufarbeitete. Ihre Vorfahren kamen aus Indien, dem Land, wo auch der Roman teilweise spielt. 
Sie erzählte von einem Familienalbum, das ihre Mutter noch besaß und in dem sie die Figuren vorfand, die sie bereits für ihr Buch konzipiert hatten. Als hätte sie einen 6. Sinn dafür entwickelt. Nun wurde sie in ihrer Familie mehr oder weniger humorvoll als Orakel befragt. 
Erstaunt hörten wir auch, dass dieses Buch bereits ihr 13. Buch war.
Die Bücher vor "Das Orchideenhaus" erschienen unter Pseudonym und wenn ich nichts übersehen habe, ist unter diesem bislang nur eines auf deutsch erschienen.

Aber nicht nur wir befragten Lucinda Riley, sie selbst hatte auch Fragen, Berlin betreffend. Sie fragte, wie es war, mit der Mauer zu leben.

Leider war die 1 Stunde im nu vorbei und es blieb gerade noch Zeit, die Bücher signieren zu lassen, die Kleeblatt mitgebracht hatte.
Auch das neue Buch von ihr durften wir Dank des Goldmann-Verlages signiert mit nach Hause nehmen.
An dieser Stelle noch einmal meinen Dank dafür, darüber habe ich (Kleeblatt) mich riesig gefreut.


Nach dem Meet & Greet hieß gleichzeitig Vor der Lesung. Abends sollte Lucinda Riley noch in der Buchhandlung Sosch aus ihrem neuen Buch lesen.


Ihr zur Seite standen die Schauspielerin Dennenesch Zoudé, die auf deutsch lesen sollte und der Journalist Günter Keil, der durch den Lesungsabend moderierte.

v.l.: Dennenesch Zoudé, Lucinda Riley und Günter Keil

Im Wechsel wurde gelesen und die Autorin durch Günter Keil interviewt.
So erfuhren wir unter anderem, dass Lucinda Riley vor ihrer Kariere als Autorin bereits als Schauspielerin gearbeitet hatte.

Wir haben an dem Abend eine aufgeschlossene, sympathische Autorin kennengelernt. Ein Energiebündel, eine allseits interessierte und interessante Autorin machte diesen Abend zu einem Event, das man so schnell nicht vergisst.

Donnerstag, 30. Januar 2014

[TTT] - Top Ten Thursday #148

Es ist wieder Donnerstag und auch diese Woche hat sich Alice Bücherland wieder was tolles ausgedacht





Diese Woche lautet das Thema:

"Die 10 schlechtesten Bücher, die ihr 2013 gelesen habt"


Ganz ehrlich, das Thema dürfte mir nicht allzu schwer fallen, denn ich habe 2013 mehr als nur ein schlechtes Buch gelesen. Hier sind sie nun:



Teilweise mit Grauen erinnere ich mich an diese Bücher, weil ich sie teils echt schlecht fand oder auch, weil ich mir viel davon versprochen hatte und einfach nur furchtbar enttäuscht wurde. Ich hoffe ja, die anderen Teilnehmer hatten deutlich mehr Schwierigkeiten, 10 Bücher voll zu bekommen und ich gehe jetzt mal nicht ernsthaft davon aus, mit jemandem ein Buch gemeinsam zu haben (denn das würde ich keinem wünschen). Ich für meinen Teil hoffe, dass ich dieses Jahr nicht so viele schlechte Bücher lesen werde.

Ich wünsche euch eine schöne Restwoche

Liebe Grüße

Kerry
    

Mittwoch, 29. Januar 2014

[Rezension] Tom Folsom - Dennis Hopper



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Karl Blessing Verlag (28. Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3896674978
ISBN-13: 978-3896674975
Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 4 cm

Inhalt gem. Blessing:
2010 verstarb Dennis Hopper, bevor der maßgebliche Rebell Hollywoods eines seiner letzten Projekte inszenieren konnte: seine Autobiografie. Dank Bestsellerautor Tom Folsom liegt dieses große Werk nun vor: die außergewöhnliche Geschichte eines kleinen Jungen aus dem tiefsten Kansas, der – immer seine eigenen Bilder vom American Dream vor Augen – zu einem der größten Schauspieler, Regisseure und Künstler des 20. Jahrhunderts wurde. James Dean, Elvis Presley und John Wayne, Andy Warhol, Jack Nicholson und Charles Manson – die Liste der Persönlichkeiten, die Hopper prägte und die ihn prägten, ist lang. Dabei blieb Hopper immer nur den Regeln treu, die er sich selbst geschaffen hat. Wegbegleiter, Widersacher und Freunde Hoppers – wie Easy-Rider- Kollege Peter Fonda und Kult-Regisseur David Lynch – gaben Tom Folsom ihre Erfahrungen mit diesem manischen Perfektionisten, hochsensiblen Denker und ikonoklastischen Genie zu Protokoll. Dennis Hopper – Die Biografie ist eine wilde Fahrt durch die prägenden Epochen amerikanischer Kino- und Kunstgeschichte.

Zum Buch:
Dennis Hopper. Ein Name, ein Begriff. Aus der Filmgeschichte nicht mehr wegzudenken. Nie der absolute Megastar, aber immer gegenwärtig.
Meine Generation kennt noch Filme wie "Easy Rider" und "Denn sie wissen nicht, was sie tun". 

Tom Folsom, der Autor der vorliegenden Biographie stellt einen Dennis Hopper vor, den man so nicht kannte.
Ich kenne einige Filme, in denen Dennis Hopper mitspielte, wusste, dass er ein recht schwieriger Mensch war, dass er mehrmals verheiratet war, dass er Drogen nahm und auch ganz gern trank.
Was ich nicht wusste war, wie er das wurde, was er war.

Mit drei Jahren machte der kleine Dennis das erste Mal Bekanntschaft mit Leuten vom Film. Er lebte seinerzeit in Dodge City, Texas, als eine Filmcrew mit Errol Flynn dort einmarschierte. Dennis war fasziniert und spielte von da ab mit seinen Freunden ebenfalls Cowboy.

Später, als seine Laufbahn als Schauspieler begann, begegnete er während der Dreharbeiten James Dean, der ihn maßgeblich beeindruckte und auch beeinflusste. Er wollte sein wie er, für Dennis war James ein Idol. Die beiden waren befreundet, verband sie neben der Schauspielerei auch der Rausch der Geschwindigkeit, die letztendlich auch James Dean das Leben kostete.

Seinen großen Durchbruch machte Dennis Hopper mit dem Film "Easy Rider", den er gemeinsam mit Peter Fonda und Jack Nicholson drehte. Leider sollte dieser Film auch die beiden Freunde Fonda und Hopper auf ewig entzweihen.
Nach diesem Film wurde man auf Hopper aufmerksam und genehmigte ihm Gelder, damit er den Film, seinen großen Traum "The last Movie" drehen konnte.

Im Laufe der Jahre wurde Hopper immer exzentrischer, eigensinniger und schwieriger. Es war schwierig, mit ihm zu arbeiten, er fühlte sich perfekt, ließ sich nichts sagen. Alkohol und Drogen waren seine ständigen Begleiter, unter deren Einfluss er unberechenbar wurde.

In dem Buch wird aber nicht nur von Dennis Hopper, dem Schauspieler erzählt, sondern auch, dass er ein Maler und Fotograf war, was mir bislang nicht bewusst war. Viele Persönlichkeiten hat er fotografiert und machte sogar Ausstellungen mit seinen Bildern.

Der Mensch Dennis Hopper war nicht leicht zu nehmen. Die Drogen machten ihn unberechenbar, bei den Filmbossen war er nicht sehr beliebt. Die ganz großen Filmrollen blieben deshalb auch aus. Trotzdem kennt man ihn aus vielen Filmen in Nebenrollen, denen er Leben eingehaucht hat und an die man sich erinnert.

Dieses Buch ist nicht nur die Biographie über Dennis Hopper, es beinhaltet auch einen kleinen Abriss der Filmgeschichte, die Hopper mitgeprägt hat.
Hopper, der mit Filmgrößen wie James Dean, Vincent Price, Elvis Presley, Paul Newman und Jack Nicholson drehte, war einer der großen Schauspieler, auch wenn er sie mit Nebenrollen füllte.
Die Biographie erzählt über das Kind Dennis Hopper ebenso wie über den sterbenden. Dennis Hopper wird gezeigt als Hippie, Rebell, Druchgeknallter und Schauspieler.

Der Autor Tom Folsom ist für 4 Monate nach Taos in New Mexico gezogen, wo Hopper viele Jahre arbeitete. Er interviewte Freunde und Kollegen und zeigt in seinem Buch den ganzen Dennis Hopper, wie man ihn so nicht kennt.

Bewertung:




Zum Autor:
(Text vom Blessing Verlag)
Tom Folsom, Jahrgang 1974, lernte Journalismus an der University of Georgia. Er veröffentlichte "Mr. Untouchable", eine Biografie über den Drogenbaron Leroy Barnes, verfilmt von Ridley Scott ("American Gangster"), sein Buch "The Mad Ones" über den legendären Mafioso Crazy Joe Gallo stand monatelang auf der New-York-Times-Bestsellerliste.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim



bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 28. Januar 2014

[Rezension] Siegfried Langer - Leide!


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 435 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 301 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00HZJSLXM


Klappentext gem. Amazon:
Jemand ist hinter dir her.
Er will dich leiden sehen.

Observierungen untreuer Ehemänner und Kaufhausüberwachungen sind die Hauptgeschäftsfelder der Privatdetektivin Sabrina Lampe.
Auch der Auftrag einer schrulligen, alten Nachbarin sieht zunächst sehr nach Routine aus.
Doch im Zuge ihrer Recherchen wird Sabrina Teil eines grausamen Spiels, dessen Ursachen weit in der Vergangenheit liegen.

Ihr teuflischer Kontrahent zwingt Sabrina an ihre Grenzen - und darüber hinaus!
 

Rezension:
Willi Meisners geht mit seinen Dackeldamen Froufrou und Margot wie jeden Tag spazieren. Doch dieses Mal entwischt Margot in eine stillgelegte Fabrik. Willi geht ihr natürlich hinterher, immerhin muss er sie ja wieder aufspüren, doch er entdeckt nicht nur Margot. Diese hat einen menschlichen Fuß in ihrem Maul  - und der Rest der furchtbar verstümmelten Leiche ist nicht weit.

Der 40-jährige Niklas Steg hat an diesem Tag seinen ersten Arbeitstag als Kriminalhauptkommissar beim LKA Berlin. Erst vor wenigen Tagen ist er nach der Trennung von seiner Frau Hanna vor zwei Monaten wieder in das heimatliche Berlin gezogen. Aus naheliegenden Gründen zog er wieder zu seinen Eltern, denn seine Mutter leidet an beginnender Demenz und sein Vater ist nach einem schweren Schlaganfall sehr eingeschränkt. Indem er wieder bei ihnen wohnt, kann er ihnen zur Hand gehen und ein Auge auf sie haben. Doch seinen ersten Arbeitstag hatte er sich definitiv anders vorgestellt, denn anstatt einer ruhigen Eingewöhnungsphase, wird er gleich mit einem bestialischen Mord konfrontiert und zum Leiter der Soko Alarich ernannt. Der Tote, der von Willi Meisners gefunden wurde, hatte keine Papiere bei sich und es liegt auch keine entsprechende Vermisstenmeldung vor. Rasch stellt sich jedoch heraus, dass am Tatort gefundene Fingerabdrücke zu einem Mord nach Hamburg führen.

Derweil hat die 40-jährige Sabrina Lampe ganz andere Sorgen. Sie verdient sich als Privatdetektivin, denn für die Ausbildung zur Polizeibeamtin war sie genau einen Zentimeter zu klein. Von ihrem Ehemann lebt sie getrennt, doch die 15-jährige Tochter Lara hält ihr Leben ganz schön auf Trapp. Zurzeit ist diesen nämlich damit beschäftigt, einen neuen Mann für ihre Mutter zu finden und hat sie auf einem Datingportal angemeldet, sodass Sabrina sich einen furchtbaren Date nach dem anderen entledigen muss. Zu allem Überfluss ist ihr Job lange nicht so spannend, wie er sich anhört, denn eigentlich observiert sie nur untreue Ehepartner und arbeitet als Kaufhausdetektivin, aber eines Tages, das weiß sie, wird ihr großer Fall kommen. Doch damit nicht genug, auch Nachbarin Angelika Schimmelpfeng macht ihr das Leben mit ihrer penetranten Art nicht wirklich leichter. Als jedoch gerade diese Nachbarin Sabrina um Hilfe bittet, willigt sie widerstrebend zu, denn Frau Schimmelpfeng konnte bereits seit Tagen ihren Neffen Patrick Bender nicht mehr erreichen. Lediglich seine Frau Nadine ging ans Telefon, doch irgendwas scheint im Hause Bender nicht zu stimmen. Trotz aller Antipathie für Frau Schimmelpfeng muss Sabrina zugeben, dass dort tatsächlich etwas im Argen liegt, sie spürt es einfach. Umgehend mach sie sich an die Ermittlungen zum Aufenthaltsort von Patrick Bender - und ahnt noch nicht, wo sie dort reingeraten ist ...


"Alle warten auf das Licht. Fürchtet euch. Fürchtet euch nicht"! Der Plot wurde realistisch und packend erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass die verschiedenen Handlungsstränge aus der Sicht der jeweiligen Figuren erzählt wurden und dass diese erst relativ spät zueinander finden bzw. die entsprechenden Wege sich kreuzen. Die Figuren wurden facettenreich und lebensecht erarbeitet. Besonders gut hat mir hier die Figur der Sabrina gefallen, die sich mit den Alltäglichkeiten des Lebens einer alleinerziehenden Mutter von einer Tochter im besten Teenageralter herumschlagen muss und ganz nebenbei auch noch einen Fall bearbeitet, der weit tiefer reicht, als sie es sich jemals hätte vorstellen können. Aber auch die Figur des Niklas hat mir unheimlich imponiert, denn dieser gestandene Mann hat sich, trotz seines Berufes, in dem er immer wieder mit den Grausamkeiten der Menschen konfrontiert wird, eine einfühlsame und sehr gefühlvolle Seite in seinem Inneren bewahrt, mit der ich so auf den ersten Blick überhaupt nicht gerechnet habe. Zum Schluss bleibt natürlich noch der Täter, zu dem ich an dieser Stelle nicht viel sagen möchte, denn ich will ja nichts verraten, aber der ist böse, so richtig böse - einfach genial böse. Den Schreibstil empfand ich als sehr fesselnd zu lesen, sodass ich mich förmlich genötigt gesehen habe, das Buch am Stück zu lesen und ganz ehrlich: Es war viel zu schnell vorbei!

Bewertung: 

Von Siegfried Langer bereits gelesen und rezensiert:



Der Autor:
Siegfried Langer, geboren 1966, stand unter anderem als Schauspieler auf der Bühne und vor der Kamera. Sterbenswort ist nach dem Erfolg von Vater, Mutter, Tod sein zweiterThriller bei List. (übernommen von Ullsteinbuchverlage)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

 
Wie ich zu dem Buch kam:
Dieses Buch war ein Geschenk des Autoren - vielen Dank nochmal dafür!!!

[Rezension] Emmy Laybourne - Monument 14 (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 336
ISBN: 978-3-453-41163-0
Erscheinungstermin:
13. Januar 2014
Preis:
8,99 EUR (D), 9,30 EUR (A), 13,50 CHF
Format:
Taschenbuch
Verlag: Heyne


Klappentext gem. Heyne:
An dem Tag, als die Welt untergeht und ein Tsunami die Ostküste der USA trifft, stranden 14 Jugendliche in einem Einkaufszentrum. Schnell wird ihnen klar, dass sie völlig auf sich allein gestellt sind. Während der Strom ausfällt und die Zivilisation zusammenbricht, braut sich am Himmel etwas noch viel Furchtbareres zusammen. Eine Giftwolke aus einer nahen Chemiefabrik nähert sich dem Einkaufszentrum. Diejenigen, die die Chemikalien einatmen, verändern sich in völlig unerwarteter und beängstigender Weise. Der zurückhaltende Dean, bislang eher ein Außenseiter, muss sich mit den anderen verbünden und um sein Überleben kämpfen …


Rezension:
Eigentlich begann der Tag für Dean Grieder und seinen kleinen Bruder Alex wie immer. Nach dem Frühstück mussten die beiden sich spurten, um den Schulbus zu erwischen, Dean den Bus für die Highschool, Alex für die Grundschule. Der Weg war derselbe, aber die Busse verschiedene. Beide schafften es, pünktlich in ihren Bussen zu sitzen und die Fahrt Richtung Schule ging los. Doch noch während der Fahrt kam plötzlich ein Unwetter auf und Hagelkörner beschädigten den Bus, in dem Dean saß, so sehr, dass er ein Totalschaden war. Die Hagelkörner ließen sich jedoch nicht vom Metall des Busses aufhalten, sie durchschlugen es und verletzten und töteten einige Insassen. Der Bus in dem Alex saß, direkt hinter Deans Bus, wurde ebenfalls beschädigt, allerdings fuhr die Fahrerin, Mrs. Wooly, diesen in einen Supermarkt, um die Kinder dort in Sicherheit zu bringen. Anschließend schaffte sie es, die Überlebenden aus Deans Bus ebenfalls mit Hilfe ihres Busses, dorthin zu bringen. Die Verluste waren hoch, doch 14 Kinder konnte sie retten.

Als die Überlebenden in Sicherheit sind, versuchen sie über das Network Hilfe anzufordern, doch dieses ist zusammengebrochen. Sie sind auf sich gestellt, abgeschottet von der Außenwelt. Mrs. Wooly beschließt zu Fuß zur Notaufnahme zu gehen und Hilfe zu holen, die Kinder sollen derweil im Supermarkt Greenway bleiben, diesen aber verschließen, damit niemand eindringen kann. Tatsächlich schaffen es die Kids, den Supermarkt zu verschließen. Anfänglich ist das Leben im Supermarkt ein großes Abenteuer - Essen in Hülle und Fülle, vor allem Süßes und alles erdenkliche Spielzeug. Doch die paradiesischen Umstände ändern sich bald, denn ein Tsunami verwüstet die Ostküste der USA und in der nahegelegenen Chemiefabrik wird eine Giftwolke freigesetzt. Diese erreicht auch das Einkaufszentrum und hat verheerende Folgen, denn je nach Blutgruppe reagiert jeder anders auf die Chemikalien.

Mit Müh und Not gelingt es den Kids, diese Krise zu bewältigen, doch wie soll es weitergehen? Die ältesten unter ihnen gehen zwar schon auf die Highschool, doch die jüngsten sind noch Vorschulkinder. Die Großen kümmern sich um die Kleinen und dennoch, es sind noch Kinder. Nach erstaunlich kurzer Zeit schaffen sie es, ihren Alltag zu bewältigen und so etwas wie eine Gesellschaftsstruktur aufzubauen, doch es ist alles andere als einfach, so zu leben, zumal Gefahr von allen Seiten droht. Vermehrt versucht jemand, in den Supermarkt einzudringen, die kleinen Kinder müssen beschäftigt werden, das Chemiegift ist nicht nur in der Luft (den Supermarkt dicht zu machen gelang den Jugendlichen in letzter Sekunde), sondern auch im Wasser und auch untereinander kommt es immer wieder zu Streitigkeiten, die die Gemeinschaft zu spalten droht. Doch das alles ist erst der Anfang ...


Der 1. Band der Monument-14-Reihe! Der Plot wurde erschreckend realistisch und spannend erarbeitet. Besonders beeindruckt hat mich zurückgelassen, wie diese 14 Kids es geschafft haben, in einem Supermarkt so etwas wie ein strukturiertes und funktionierendes System aufzubauen, mit dem ein Überleben möglich ist. Die Figuren wurden facettenreich in Szene gesetzt, wobei ich ausgesprochen faszinierend fand, wie sich einige von ihnen im Laufe des Buches veränderten bzw. ihr anscheinend wahres Gesicht erkennen ließen. Hier kamen Dinge zu Tage, mit denen ich am Anfang des Buches überhaupt nicht gerechnet hätte. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen angenehm und faszinierend zu lesen, doch an dieser Stelle eine Warnung: Dieser erste Band lässt den Leser mit einem ganz bösen Cliffhanger zurück und ganz ehrlich, ich bin so froh, dass der Nachfolge Band "Monument 14: Die Flucht" in wenigen Wochen erscheinen wird - ich glaube, allzu lange würde ich nicht auf die Fortsetzung warten wollen.

Bewertung


Die Autorin: 
Emmy Laybourne arbeitete als Schauspielerin, ehe sie zum Schreiben kann. Über den großen Erfolg von MONUMENT 14, ihrem Debütroman, ist sie noch immer selbst erstaunt. Mit ihrem Mann, zwei Kindern und der australischen Echse Goldie lebt sie im Bundesstaat New York. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Verlag

http://www.randomhouse.de/heyne/

bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Montag, 27. Januar 2014

[Rezension] Eileen Schlüter - Grünkohlsuppen-Blues



Leseprobe



Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 338 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 235 Seiten
Verlag: neobooks Self-Publishing (17. Januar 2014)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00H8I2HR6

Inhalt gem. Amazon:
Stellen Sie sich vor, Sie wachen eines Tages auf und es gibt Grünkohlsuppe anstatt Beluga Kaviar und Trüffel. Ihr heißgeliebter Schuhschrank ist plötzlich ein Lager für Gesundheitslatschen und die Klamotten in Ihrem Kleiderschrank sind reif für die Altkleidersammlung.
Sie sind zwar Sie selbst, aber Ihr Leben ist das einer anderen. Sie tun Dinge, die Sie nie für möglich hielten. Sie lieben einen Mann, doch nicht den, mit dem Sie eine Familie gegründet haben. Und als wäre das nicht schlimm genug, läuft Ihnen eines Tages eine alte Dame mit Ihrer verschollenen Lieblings-Designerhandtasche in die Arme. 
Wer würde sich nicht auf die Suche nach einer Erklärung machen?

Zum Buch:

Stella kommt im Krankenhaus zu sich. Man erzählt ihr, dass sie eine Woche im Koma lag und Stella Gaulkötter heißt. Sie ist mit einem Gynäkologen, Julius, verheiratet und hat Drillinge. Jungen im Alter von 3 Jahren.
Stella hält das alles für eine schlechten Scherz oder besser noch für einen Streich der versteckten Kamera. Schließlich ist sie Stella Edwards, Tochter eines reichen Mannes und verlobt. Tja, schön wärs.
Die Realität ist, dass Stella bei dem Versuch, durch eine geschlossene Glastür zu gehen, gestürzt ist und das Gedächtnis verloren hat. Sie hat Amnesie und ihr fehlen die kompletten letzten 7 Jahre.
Wie kann es sein, dass sie sich von einer gutbetuchten Schickimicki-Frau in eine Hausfrau, Mutter, Ökotante, Nichtraucherin und -trinkerin verwandeln konnte? Sie kann preisgekrönte Suppen kochen? Niemals! 
Die Kinder kann sie nicht ausstehen, auch wenn es scheinbar wirklich ihre sein sollen, ihr Mann ist absolut nicht ihr Typ und sie empfindet nichts für ihn.
Was zum Teufel ist in den letzten 7 Jahren passiert? ...

Stella, eine junge Frau kommt aus einem Koma wieder zu sich und findet ihre Welt nicht wieder. Ihr letzter Stand ist der von vor 7 Jahren, wo sie noch mit Alexander verlobt war, eine schönes Appartement besitzt, immer bestens gestylt ist und Designerin eines Edelmodellabels.
Die Frau, die ihr jetzt aus dem Spiegel entgegensieht, ist nicht mehr ganz frisch, ihr Bauch ist schwabbelig und ihre Haare - ohne Kommentar.
Die Welt, die sich ihr offenbart ist eine, mit der sie sich absolut nicht anfreunden kann. Hausarbeit und Kinder sind nicht so ihr Ding, kochen - nein danke. Eine quirlige Schwiegermutter und Ökotanten als Freunde - wo ist sie da nur reingeraten? Sie muss dort raus und sucht das Weite, auf der Suche nach ihrer verblichenen Existenz, denn eins weiß sie inzwischen - irgendetwas ist vor 7 Jahren passiert. Sie muss wissen, was.

Das ist bereits das 2. Buch, das ich von Eileen Schlüter gelesen habe. Da mir das erste schon sehr gut gefallen hatte, war ich natürlich auf dieses umso gespannter. Ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht.
Stella ist zu Beginn des Buches eine arrogante Person, der ich so gar nichts abgewinnen konnte. Permanent weigert sie sich, das anzunehmen, was nun einmal Realität ist, nämlich ihre Familie.
Obwohl ihr Mann Julius ihr schon vieles abnimmt und ihr zeigt, wie sehr er sie liebt, kommt von ihrer Seite nicht einmal der Versuch, sich in die Familie hineinzufinden.
Ich muss aber zugeben, dass sich mein Verhältnis zu ihr im Laufe des Buches doch geändert hat, zum positiven.

Humorvoll zeigt die Autorin, was so alles schief gehen kann, wenn man keine Ahnung von nichts hat. Das Kochen einer Suppe hat mich zum Lachen gebracht. Der Versuch, diese ohne Wasser zu kochen, war ja schon lustig, aber die Kartoffeln auch noch ungeschält hineinzutun, konnten mich doch schon sehr erheitern.
Stella macht vieles falsch, sie denkt nicht nach und lebt in der Familie mit ihrer Einstellung von vor 7 Jahren. Das geht natürlich nicht nur einmal nach hinten los.
Als sie sich auf die Suche nach ihrer Identität gemacht habe, war ich erst skeptisch. Was wird sie finden und wie passte alles zusammen?
Sie trifft ihre alten Freunde wieder und erfährt auch zum Teil von ihnen, was vor 7 Jahren passiert ist.

Stella hat viele Erkenntnisse gewonnen, die absolut nicht vorhersehbar waren. So blieb die Geschichte immer im Fluss und wurde zu keiner Zeit langweilig.
Ich habe Stella sehr gern begleitet auf ihrer Suche nach Wahrheit, Liebe und Freundschaft. 

Was mich an dem Buch ein klein wenig stört, ist das rosafarbene Cover. Wäre es da nicht möglich gewesen, es in grün zu halten? Wenn es denn rosa sein muss, hätte es doch auch ein Rote-Beete-Blues sein können. 

Ein Buch, das gute Unterhaltung nicht nur verspricht, sondern sie auch hält. Auch dieses Buch der Autorin empfehle ich gern weiter.

Bewertung:


Zur Autorin:
(Text vom Aavaa-Verlag)
Eileen Schlüter wurde 1978 in Marl, Kreis Recklinghausen geboren, wo sie heute noch lebt und arbeitet. Die gelernte Pharmazeutisch-technische-Assistentin ist verheiratet und außerdem Mutter von drei Kindern.

Von Eileen Schlüter wurden gelesen und rezensiert:


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin


Eileen Schlüter


bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat 

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 26. Januar 2014

[Neuzugänge] der 4. KW 2014

Neue Woche, neues Bücherglück. Wie sollte es auch anders sein beim Lesenden Katzenpersonal.
Auch diese Woche haben uns natürlich neue Bücher erreicht und bei der Kälte draußen, haben wir uns Mühe gegeben, ihnen ein kuscheliges Zuhause zu geben, wer will das letztendlich nicht.

Hier unsere neuen Schätze, die es sich bei uns in den Regalen bequem machen dürfen:

Kerrys Neuzugänge:


Kleeblatts Neuzugänge:

- Michaels, Kasey - Der Sünder und die Lady
- Jewel, Carolyn - Mein skandalöser Earl
- Frankel, Laurie - Alphabet der Freundschaft 
- Anderson, Jan - Hilfe, mein Kaktus hat Herpes 

- Kagawa, Julie - Plötzlich Prinz



Wir wünschen euch einen schönen Sonntag und eine tolle neue Woche 
Kleeblatt und Kerry

Samstag, 25. Januar 2014

[Lesung] Martin Krist las aus "Drecksspiel"

Es ist Freitag und ganz ehrlich, es ist bitterkalt in Berlin. Ein guter Grund, um sich Zuhause hinter einem Buch zu vergraben und erst wieder herauszukommen, wenn Frühling ist oder wenn die Lebensmittel knapp werden? Nee - doch nicht beim Katzenpersonal, obwohl wir zugeben müssen, es bedurfte einem besonderen Ereignis, dass wir uns nochmal freiwillig in die Kälte begaben. So geschehen, denn bei Kerstin Hohlfeld stand eine erneute Wohnzimmerlesung an und bei einem Autoren wie Martin Krist waren natürlich alle Gegenargumente (Wetter, Kälte, Straßenverhältnisse, etc.) sinnlos - wer ihn schon mal in natura kennengelernt hat, versteht uns sicher.

Erstaunlicherweise ist es uns dieses Mal gelungen, mit die ersten Gäste zu sein - ihr wisst ja, rechtzeitiges Erscheinen sichert gute Plätze, aber: Das wäre gar nicht nötig gewesen, denn seht selbst, was auf unseren Stühlen lag:




Hier noch ein paar erste Eindrücke:

 Der Autorentisch - die M&M waren ein kleines Geschenk für den Autoren von uns, da er die besonders gerne isst ^^

Der Büchertisch 

Das Buffet, bevor es geplündert wurden (und lecker war es)


Nachdem alle Gäste anwesend waren, konnte es auch schon losgehen. Nach einer kurzen Vorstellung von Kerstin Hohlfeld, wurden wir wieder musikalisch von der jüngsten Tochter der Familie, Mia, unterhalten. 

Kerstin Hohlfeld bei der Anmoderation

musikalische Begleitung


Anschließend erzählte Martin Krist aus seinem Leben und wie er überhaupt zur Berufung Schriftsteller gekommen ist. Ferner erklärte er, was es mit seinem Pseudonym (bürgerlich heißt er Marcel Feige) auf sich hat (Krist = eine Hommage an Agatha Christie) und ehe wir es uns versehen konnten, begann auch schon die Lesung (den Übergang kann man wirklich nur als fließend bezeichnen, das hättet ihr erleben müssen).

Martin Krist bei der Einführung 

Dieser Teil wurde nur kurz unterbrochen, um uns den Findungsprozess der Buchidee näher zu bringen (und ganz ehrlich, ihr wollt alles, nur nicht in Martin Krists Kopf sein!!!) 

Martin Krist lesend

Und weiter ging es. Kleeblatt war mittlerweile so angefixt, dass sie vor Spannung Gänsehaut hatte, während Kerry mit einem wissenden Lächeln dasitzen konnte, denn sie hat ja das Buch schon im vergangenen Jahr gelesen. 

Nach Abschluss des Lesungsparts, ging es zum gemütlichen Teil des Abends über und es wurde geschlemmt, geschlemmt, geschlemmt, so lange, bis wirklich gar nichts mehr reinging - und lecker war es *sabber*. 


anschließendes nettes Beisammensein
und Futtern
 
Doch dann kam das, was uns bereits zu Beginn des Abends angekündigt wurde. Während die Gäste sich alle satt und zufrieden wieder auf ihren Plätzen einfanden, war für Martin Krist der "arbeitende" Teil noch nicht zu Ende, denn: "Drecksspiel" ist der Beginn einer Trilogie und wir hatten die absolut geniale Möglichkeit, ersten Auszügen aus dem Nachfolgeband zu lauschen, der im Herbst 2014 veröffentlicht werden soll. Auch hier hat der Autor, wie immer übrigens, seine Zuhörer dermaßen begeistert zurückgelassen, dass am liebsten alle sich sofort in die Lektüre vertieft hätten - und Kerry wartet nunmehr sehnsüchtig auf das neue Buch.


Es war ein wunderschöner Abend mit tollen Leuten und nein, wir haben es nicht bereut, bei diesem Wetter unsere Wohnungen verlassen zu haben, denn es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Abschließend ist es Kleeblatt gelungen, auch noch ein "ernstes" Bild des Autoren zu machen ^^

 Martin Krist

Martin Krist hatte an diesem Abend auch eine "moralische" Unterstützung dabei. Es handelte sich um Timo Kümmel, der die Illustrationen zu "Drecksspiel" gemacht hat *genial*

 Timo Kümmel

Vielen Dank an die Gastgeber, es war wieder schön bei euch und ein riesen Dankeschön an Martin Krist für die fesselnde Lesung.

Freitag, 24. Januar 2014

[Rezension] Christina Maria Bauer - Der Juliane - Plan



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 182 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (26. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1494218232
ISBN-13: 978-1494218232
Größe und/oder Gewicht: 1 x 12,5 x 20 cm

Inhalt gem. Amazon:
Die freche Violetta führt das perfekte Katzenleben. Doch plötzlich hat sie ein Problem: Ihre Menschenfrau Juliane ist unglücklich. Kein Lächeln, kein Kraulen, kein Spielen – so geht das nicht, findet Violetta. Sie beschließt, sofort herauszufinden, was los ist, und etwas zu unternehmen. Gemeinsam mit dem Gentleman-Kartäuser Herr Paul und dem jungen Tigerkater Max heckt sie einen Plan aus, um Juliane aufzuheitern. Dafür müssen sich die drei einiges einfallen lassen. Zur größten Herausforderung wird die Eroberung eines neuen Balzpartners. Denn der Mann, der Julianes Herz höher schlagen lässt, ist offenbar der schlimmste Katzenbanause, den die Welt je gesehen hat.

Zum Buch:
Violetta lebt bei Juliane und Carla. Die beiden haben sich seinerzeit Violetta aus einem Wurf aussuchen dürfen und ihr ein schönes Zuhause gegeben.
Violetta fühlt sich sehr wohl bei den beiden, wobei Juliane eindeutig die bessere Person zum Kuscheln und Streicheln ist.
Aber nun ist Juliane sehr traurig und Violetta gelingt es nicht, sie abzulenken oder glücklich zu machen.
Was versteht denn eine Katze auch von Liebesdingen der Menschen. Sie beratschlagt sich mit ihren Katzenfreunden, was sie denn tun können, aber so richtig fällt ihnen nichts ein.
Da zieht eines Tages ein neuer Nachbar bei ihnen ein. Als Violetta mitbekommt, dass Juliane immer ein wenig rot und verlegen wird, wenn die Rede auf ihn kommt, hat sie einen Plan, den sie aber nur mit ihren Freunden umsetzen kann, den Juliane-Plan ...

Wie auch Menschen spüren Katzen, wenn es ihren Freunden bzw. ihrem Personal nicht gut geht. Sie sind sehr feinfühlig und versuchen, den Menschen aufzumuntern und ihm zu helfen.
Die kleine Katzendame Violetta hat alles Zeug für eine Freundin, aber sie ist nur die Katze und so fällt es ihr schwer, Juliane aus ihrer trüben Stimmung, an der ein Mann schuld ist, herauszuholen. Aber Freundschaften sind dazu gemacht, sich gegenseitig zu helfen.
Violetta mobilisiert ihre Freunde und sie stürzen sich auf die Abarbeitung ihres Planes.

Tiere bekommen menschliche Eigenschaften, mit denen man sich als Leser sehr gut identifizieren kann. Freundschaft, Hilfsbereitschaft und gute Ideen sind gefragt.
Und wieviel besser kann man seine Liebe zeigen, indem man Dinge tut, die man nicht mag? Violetta ist nämlich so gar nicht überzeugt von Jonas, der keine Katzen mag, aber den ganzen Tag Klavier spielt. 

Ein schöner Roman, bei dem man immer ein wenig schmunzeln muss. Humorvoll geschrieben und voller Liebe von Katze zu Mensch und umgekehrt fühlt man sich beim Lesen wohl.
Ein kleiner Blick in die Katzenwelt zeigt, dass sie genauso fühlen und denken wie wir Menschen. 
Ich habe sie alle ins Herz geschlossen - Violetta, die ihr Personal wieder glücklich sehen will, Kater Max, der einen Plan hat und Hunden gegenüber ganz schön kess sein kann, den Kater Herr Paul, der immer gute Ratschläge hat und Nelly, die Teil des Planes ist.
Lesevergnügen ist auf alle Fälle vorprogrammiert. 

Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen vom Blog der Autorin)
Mich interessieren spannende, witzige, romantische, nachdenkliche oder einfach schöne Geschichten, als Buch, Artikel, Film, Lied, Foto, Gemälde, Skulptur oder in anderer gestalterischer Form. Nach Studium und Promotion in Psychologie und mehrjähriger Arbeit in sozialwissenschaftlichen Forschungsprojekten habe ich mich im Herbst 2012 für meinen Wunschberuf als Schriftstellerin, Journalistin und Lektorin entschieden.

Von Christina Maria Bauer wurden gelesen und rezensiert:



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin 



bedanken, die mir das Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Donnerstag, 23. Januar 2014

[Rezension] Barry Lyga - Ich soll nicht töten (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 384
ISBN: 978-3-442-38043-5
Erscheinungstermin:
18. Februar 2013
Format: Taschenbuch
Verlag: blanvalet 


Klappentext gem. blanvalet: 
Heimlich beobachtet der 17-jährige Jasper »Jazz« Dent ein Ermittlerteam am Schauplatz eines brutalen Mordes. Dem jungen Mann wird sofort klar, dass er in großen Schwierigkeiten steckt. Denn der Killer hat seinem Opfer mehrere Finger abgeschnitten und als Souvenir mitgenommen. Und genau das war das Markenzeichen von Jazz’ Vater. Doch der berüchtigte Serienmörder befindet sich seit Jahren in einem Hochsicherheitsgefängnis. Jazz weiß, dass nun alle ihn für den Täter halten müssen – bis er den wahren Schuldigen zur Strecke bringt.


Rezension:
Der 17-jährige Jasper "Jazz" Francis Dent ist auf den ersten Blick ein ganz  normaler Teenager - allerdings wirklich nur auf den ersten Blick, denn Jazz ist der Sohn von William Cornelius "Billy" Dent, dem berüchtigtsten Serienmörder aller Zeiten der USA. Vor vier Jahren gelang Sheriff G. William Tanner das fast unmöglich: Nachdem Billy zwei Morde in Lobo´s Nod begangen hat, seinem Heimatort, konnte Tanner Billy endlich überführen. Seitdem lebt Jazz bei seiner verrückten Großmutter, der Mutter von Billy. Seine Mutter "verschwand" einfach eines Tages.

Jazz lebt immer noch in Lobo´s Nod und an einem Sonntagmorgen beobachtet er ein Ermittlerteam am Fundort einer Leiche. Durch seinen Polizeifunk-Scanner erfuhr er von dem Leichenfund und machte sich umgehend auf den Weg dorthin. Denn auch wenn Jazz aussieht wie ein normaler Teenager und sich bemüht, wie einer aufzutreten, ist er dennoch durch Erziehung / Vererbung / Prägung auf "Serienmörder" programmiert. Er denkt nicht wie ein "normaler" Teenager, sondern immer aus dem Blickwinkel eines Mörders, sodass er sich natürlich solch einen Leichenfund nicht entgehen lassen kann. Schon am Fundort wird Jazz klar, dass dieser Leichenfund in Lobo´s Nod kein Zufall sein kann, denn genauso hat sein Vater vor vielen Jahren ebenfalls eines seiner Opfer zurück gelassen. Bei diesem Opfer fehlen lediglich zusätzlich noch Finger.

Jazz, der niemals so werden will wie sein Vater, beschließt, der Polizei bzw. Tanner seine Hilfe bei der Aufklärung des Verbrechens anzubieten, denn Jazz weiß einfach, wie Serienmörder ticken. Tanner lehnt natürlich die Hilfe des Jugendlichen ab, sodass sich Jazz förmlich gezwungen sieht, selbst zu ermitteln. Ihm zur Seite steht ihm sein einziger Freund Howie, ein Bluter, dem er als Kind einmal in einer Notsituation geholfen hat. Seitdem sind die Beiden unzertrennlich, daran konnte auch Connie, die Freundin von Jazz nichts ändern und wollte es auch nicht. Auch als Jazz und Howie beim Einbruch ins örtliche Leichenschauhaus erwischt werden, ist Jazz nicht bereit, seine Ermittlungen einzustellen. Als eine weitere Leiche auftaucht, wird Jazz schnell klar, dass es sich hierbei um einen Nachahmungstäter handelt, der die ersten Morde seines Vaters nachstellt. Zwar kommt Jazz dem Täter immer näher, doch dieser ist weiterhin auf der Jagd und hat seine nächsten Opfer schon im Visier ...


Der 1. Band der Jasper-Dent-Reihe! Der Plot wurde realistisch und spannend erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Autor die Geschichte in einer Kleinstadt angesiedelt hat, in der vor vier Jahren bereits ein Serienkiller gestellt werden konnte bzw. dass die Geschichte zu einem Großteil auf den Ereignissen um diesen damaligen Serienmörder beruht. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch verarbeitet, wobei mir hier die Figur des Jazz ganz besonders ans Herz gewachsen ist, da dieser wirklich gewillt ist, alles nur Erdenkliche zu tun, um nicht so zu werden, wie sein Vater bzw. es seine Umwelt mehr oder weniger von ihm erwartet. Besonders gut fand ich seinen emotionalen Zwiespalt zwischen dem, was er sein will (ein normaler Teenager) und dem was er ist (ein Killer, der noch nicht getötet hat) dargestellt. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und durchaus packend zu lesen, wobei ich mir an machen Stellen doch etwas mehr Thrill gewünscht hätte. Nichts desto trotz bin ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung "Blut von meinem Blut".

Bewertung

Von Barry Lyga bereits gelesen und rezensiert:



Der Autor:
Barry Lyga hat bereits mehrere in den USA gefeierte Jugendbücher geschrieben. Seit seinen Recherchen für seinen Debüt-Thriller Ich soll nicht töten weiß er beunruhigend gut über alle Methoden Bescheid, wie man eine Leiche verschwinden lässt. Der Autor lebt und arbeitet in New York City. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Dieses Buch bekam ich von meiner Mutter geschenkt.

[TTT] - Top Ten Thursday #147

Es ist wieder Donnerstag und auch diese Woche hat sich Alice Bücherland wieder was tolles ausgedacht





Diese Woche lautet das Thema:

"10 Bücher aus dem Arena Verlag"

Puh, mal schauen, ob ich das 10 zusammen bekomme - gefühlt ist das der Verlag, wo ich den Hang dazu habe, diese Bücher weiterzuverschenken, weil ich jemanden kenne, der es darauf abgesehen hat.


 
Mit Müh und Not bin ich auf 10 verschiedene Autoren gekommen *puh*, wobei ich ein Buch mit reinnehmen musste, das ich mir geliehen habe (aber auch nur, weil ich das Schneewittchenbuch von Gabriela Engelmann gleich nach dem Lesen verschenkt habe - sprich, ich hatte mal 10 ^^). Diese Woche bin ich ausgesprochen optimistisch, mit jemandem ein Buch oder einen Autoren gemeinsam zu haben ^^
 

Ich wünsche euch eine schöne Restwoche

Liebe Grüße

Kerry