Samstag, 31. Mai 2014

[Interview] Das Katzenpersonal befragt Markus Walther

Und wieder habe ich es geschafft einem Autoren meine Fragen überzuhelfen - zu meiner Verteidung muss ich aber sagen, ich kann wirklich nichts dafür, bei mir treten nun einmal Fragen während der Lektüre eines Buches auf und von daher freue ich mich natürlich riesig, wenn der betreffende Autor sich bereit erklärt, mir Antworten darauf zu geben. Dieses Mal handelt es sich um keinen geringeren als MARKUS WALTHER, der sich bereit erklärt hat, sich meinen neurierigen Fragen zu stellen ^^

Folgende Bücher hat Markus Walther bereits geschrieben:






Markus, stellst du dich uns kurz vor?

Klar, mach ich. Mein Name ist Markus Walther. Ich bin Jahrgang 1972, geboren im Sternbild Widder, verheiratet, Papa von zwei Töchtern. Exilkölner in Rösrath, Bergisches Land. Beruf: Kalligraph (Schönschreiber). Hobbys: Schreiben, Lesen, Computern, Malen.
 

Warum hast du angefangen Bücher zu schreiben?

Das kann ich mit einem Satz beantworten: weil die Geschichten in meinem Kopf sind und erzählt werden wollen.

Wie wichtig ist dir der Leserkontakt und das direkte Feedback deiner Leser?

Früher habe ich nur für mich geschrieben. Das war ok und hat mir eigentlich gereicht. Doch inzwischen ist mir der Kontakt zu meinen Lesern sehr wichtig geworden. Lesungen z.B. sind für mich etwas Besonderes. Dort wird viel gelacht und erzählt. Das ist ganz nach meinem Geschmack. Aber auch Leserunden machen mir Spaß, weil man da so schön über die Storys fachsimpeln kann.

Für Plaudereien im Web stehe ich immer gerne bereit: Ich pflege meine Facebook-Autorenseite, betreibe einen Twitter-Account und außerdem schreibe ich für drei eigene und manchmal für befreundete Blogs.

Welches Buch befindet sich aktuell auf deinem Nachttisch?

Da liegt seit längerem »Die Kunst, kein Egoist zu sein: Warum wir gerne gut sein wollen und was uns davon abhält« von Richard David Precht.

Wie schwer ist es deiner Meinung nach, sich als Autor auf dem deutschen Buchmarkt zu integrieren? (Ich meine wirklich Teil des Ganzen. Gefühlt aus Lesersicht gibt es deutlich mehr Übersetzungen aus dem Ausland und wenn deutsche Autoren veröffentlicht werden, ist es selten ein Debüt. Gerade als Leser habe ich das Gefühl, dass es für viele deutsche Autoren schwer ist, über einen Verlag zu publizieren. Viele finden ja gar keinen Verlag, dafür werden von Verlagen jedoch auf der anderen Seite mehr Übersetzungen angeboten.)

Wirklich antworten darf ich da eigentlich erst, wenn ich mich mal auf dem deutschen Buchmarkt integriert habe, oder? Vom Status eines etablierten Schriftsteller bin ich noch gefühlte 10.000 Meilen entfernt.

Ich denke, dass es ganz darauf ankommt, wie hoch man als Autor seine Ziele steckt. Wer sich an den Schreibtisch setzt, mit dem Ziel einen Bestseller zu schreiben, der hat es natürlich sehr schwer. Ihm (oder ihr) bleibt für gewöhnlich nur der Weg über die großen Publikumsverlage mit Umweg über eine etablierte Agentur. Da dieser Teil des Marktes im Großen und Ganzen vom Mainstream lebt (das kann man der Branche nicht zum Vorwurf machen: Dort sitzen in Unternehmer in den Chefetagen) ist da wenig Platz für Experimente. Deswegen haben Newcomer gegen die bekannten Autoren einen schweren Stand.

Alternativ gibt es aber bekanntermaßen viele andere Wege die auf den Buchmarktführen. Selfpublishing ist der vielleicht einfachste Weg.

In der goldenen Mitte sind die kleineren und mittelgroßen Verlage. Mit Fleiß, Ausdauer, Kreativität, etwas Eigeninitiative und möglichst viel Professionalität kann man auch hier zu zufriedenstellenden Ergebnissen kommen. Mit dem Acabus-Verlag habe ich beispielsweise einen guten Partner gefunden, der mir alle künstlerischen Freiheiten erlaubt und mich verlagstechnisch mit den zur Verfügung stehenden Mitteln voll unterstützt. In die Bestsellerlisten komme ich zwar nicht - aber das war auch nie mein Ziel.

Zurüch zur eigentlichen Frage! Du hattest sie »aus Sicht der Leser« gestellt. Ich antworte mal aus »Sicht der Verlage«: Ob sich ein (neuer) deutscher Autor auf dem Markt gegen die zahlreichen Übersetzungen behaupten kann, ist eine Sache der Nachfrage. Wenn die Leserschaft den Mut hat, (neue) deutsche Autoren zu lesen, wird sie mit der Zeit auch mehr davon geliefert bekommen.

Deinen Facebook-Posts kann man entnehmen, dass du beruflich durchaus auch mit skurrilen Menschen zu tun hast. Was genau machst du beruflich, neben der Schriftstellerei?

Ich bin gelernter Werbetechniker. Seit 1998 bin ich selbständig als Kalligraph tätig. Hauptsächlich verdiene ich meine Brötchen mit dem Beschriften von Trauerschleifen und Schärpen. Manchmal erstelle ich auch handschriftliche Urkunden oder Ähnliches.
Die Menschen, mit denen ich zu tun habe, sind nicht skurriler als andere. Vielleicht beobachte ich sie nur genauer. ;)

Wie sieht dein normaler Tagesablauf aus?

Sehr früh (3:30 Uhr) aufstehen. Ins Bad gehen. Mit dem Hund eine Runde drehen. Einen schnellen Kaffee genießen. Zum Blumengroßmarkt Köln fahren. Bis 9:30 Uhr arbeiten. Zurück nach Hause. Erledigungen und Familienleben. Nachmittags geht’s dann bis abends ins Büro unterm Dach. Zwischendurch etwas Schriftstellern, wenn es die Zeit erlaubt. Hübsch langweiliger Alltag. Nix Besonderes.

Welchen Stellenwert haben Bücher, neben deinem beruflichen Leben, in deinem Privatleben?

Ich bin kein Buchjunkie. Da an erster Stelle die Familie steht, an zweiter Stelle der Beruf kommen muss, steht das Lesen von Büchern abgeschlagen an vierter Stelle. - Platz drei wird allerdings vom Schreiben der Selbigen eingenommen.

Haben deine eigenen Bücher ein eigenes Regal nur für sich (z. B. eine Vitrine im Wohnzimmer)?

Ertappt! Meine Frau dekoriert die Bücher tatsächlich in der Vitrine des Wohnzimmerschranks. Langsam wird es auf dem beleuchteten Brett eng. In ein paar Jahren habe ich vielleicht die Sammlung mit den Lieblings-DVDs vom Brett darunter vertrieben. Fernziel ist es, mal den ganzen Schrank zu erobern. Danach strebe ich nach der Weltherrschaft. [Hier irrsinniges Lachen einfügen.]

Was wünschst du dir für die Zukunft?

Den Weltfrieden. Einen Sack voll Gold. Und den ganzen anderen Kram von der üblichen Liste. Aber alles in allem darf das Leben ungefähr so bleiben, wie es ist. Gegen einen Platz auf der Spiegel Bestsellerliste hätte ich natürlich nichts einzuwenden.

In deinem aktuellen Buch „Der Letzte beißt die Hunde“ hast du eine einzigartige Protagonistin „Mimi“ geschaffen. Wie kamst du auf die Idee zu dieser älteren Dame, die alles ist, aber nicht auf den Kopf gefallen?

Ich mag die alten Miss Marple Filme. Und ich mag den schwarzen englischen Humor. Außerdem ist meine Schwiegeroma eine recht resolute Dame. Dies alles zusammengewürfelt mit diesem Schlagerlied aus der Nachkriegszeit (der immer noch zum penetranten Ohrwurm werden kann), taugte zu dem, was meine Mimi geworden ist.

Eine andere Figur deines Buches „Helen“ hat während ihrer letzten Beziehung traumatische Erfahrungen machen müssen. Basiert diese Figur auf einem realen Vorbild, dass dir die Gefühle der „Helen“ näher bringen konnte?

Stark verfremdet habe ich reale Ereignisse und Personen eingebunden. Aber hier möchte ich nicht ins Detail gehen.

Mein absoluter Liebling in dem Buch ist neben Mimi auf jeden Fall der Butler! Wer oder was inspirierte dich zu dieser Figur?

Norbert ist auch mein heimlicher Liebling in der Story. Er ist das überspitzte Klischee eines perfekten englischen Butlers. Diesen kühlen, sachlichen, aber nicht herzlosen Charakter zu erschaffen, hat mir viel Spaß gemacht. Im ursprünglichen Plot des Manuskripts hatte er nur eine kleine Rolle als Running Gag. Aber er hat sich nachher ganz von selbst in den Vordergrund geschoben, der Gute.

In „Der Letzte beißt die Hunde“ zeigst du allerhand skurrile Mordarten auf. Wie kamst du denn auf diese Vielfalt?

Das war nicht schwer. Dazu muss man wissen, dass ich lange Zeit nur Kurzgeschichten geschrieben habe. Vier Bücher mit ein paar hundert Shortstories stehen meinen beiden Romanen gegenüber. Die Morde präsentieren sich wie kleine Kurzgeschichten, die von mir in »Der Letzte beißt die Hunde« eingewoben worden sind.


Kannst du uns schon was zu zukünftigen Projekten sagen?

Zur Zeit arbeite ich an einer Fortsetzung von »Buchland«. Irgendwie musste ich für mich feststellen, dass die Handlung um Beatrice und das Antiquariat noch nicht ganz zu Ende erzählt ist. Einen zweiten Teil hatte ich eigentlich nicht vorgesehen, aber wenn eine Idee da ist, muss sie umgesetzt werden. Im Hinterstübchen habe ich auch noch Pläne für eine Horror-Komödie und einen weiteren Mimi-Krimi. Mal sehen, wohin mich Kalliope und Thalia führen.


Herzlichen Dank an Markus Walther für die Beantwortung der Fragen.

[Rezension] Markus Walther - Der Letzte beißt die Hunde


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 228
ISBN: 978-3-862-82258-4
Erscheinungstermin:
April 2014
Preis: 1
2,90 EUR (D)
Format: Taschenbuch
Verlag: ACABUS


Klappentext gem. ACABUS:
Krimis sind ihre Leidenschaft: Mimi, die scharfsinnige, ältere Dame, lebt in ihrer Villa am Rande der Stadt. Eigentlich ist es kaum vorstellbar, dass ihr jemand mit einem herabfallenden Flügel den Garaus machen will. Daher stellt sie gemeinsam mit ihrer Enkeltochter Helen eigene Ermittlungen an – ganz wie ihre Vorbilder in den Büchern.

Mimi lädt fünf „Verdächtige“ in ihre Villa ein, darunter den Bürgermeister, denn dieser hat ein Motiv: Er will Mimis Grundstück aufkaufen, um darauf ein Einkaufszentrum zu errichten. Doch ist er nicht der einzige, der der alten Dame an den Kragen will. Zusammen mit ihrer Enkelin, ihrem Butler und einem Bügeleisen weiß Mimi sich aber durchaus zur Wehr zu setzen.

Ein mörderisches Vergnügen nimmt seinen Lauf.


Rezension:
Eigentlich führt die 87-jährige Mimi Richter ein ruhiges Leben und beschauliches Leben. In ihrer großen Villa widmet sie sich ihrer Krimileidenschaft und wird liebevoll von ihrem Personal umsorgt. Hier sticht besonders der Butler Norbert ins Auge, der Mimi jeden Wunsch erfüllt, wie es sich für einen guten Butler gehört. Ihre beiden Wachhunde, Willi und Basker, sorgen für die Sicherheit auf dem Grundstück. Doch all das ändert sich eines Tages, als jemand versucht, die nette alte Dame mit einem Flügel zu erschlagen. Für Mimi steht fest, jemand wollte sie um die Ecke bringen. Da jedoch laut ihrer Meinung auf die Polizei wenig Verlass ist, nimmt sie die Ermittlungen selbst in die Hand. Ihr zur Seite steht ihr ihre etwas unscheinbare Enkelin Helen, die noch dabei ist, ihre gescheiterte Ehe zu verarbeiten.

Fünf Personen stehen auf Mimis Verdächtigenliste und jedem von ihnen hat sie eine Einladung zukommen lassen, vornehmlich, um über Geschäftliches zu reden, in Wahrheit jedoch, um ihnen auf den Zahn zu fühlen. Mit dabei ist der Bürgermeister der Kleinstadt, in der Mimi wohnt, denn dieser würde zu gern von ihr (oder auch ihren Erben), die Villa erwerben, um dort ein Einkaufszentrum zu bauen. Doch auch Hans Kuhn, der Gärtner (ist es nicht immer der Gärtner?) steht auf der Liste; ebenso Tom Malo, Helens Ex-Mann; Helge Bionda, Helens Stiefvater und nicht zu vergessen, Ferdi Johannson, Mimis Enkel aus dritter Ehe und Helens Cousin. An Verdächtigen, die auch noch allesamt ein Motiv haben, mangelt es also nicht.

Helen ist sich unsicher, was sie von der ganzen Sache zu halten hat, zumal Mimi ja alle Verdächtigen in ihre Villa eingeladen hat. Ziemlich schnell stellt sich jedoch heraus, wer von den Verdächtigen nicht der Täter ist, denn einige der Verdächtigen sterben unter äußerst skurrilen Umständen während ihres Aufenthaltes in der Villa, u. a. wird Ferdi von einem Bügeleisen erschlagen. Jetzt ist guter Rat teuer, denn die Leichen müssen erst einmal verschwinden, man will ja nicht unnötig Verdacht aufkommen lassen und auch der Mörder, der es auf Mimi abgesehen hat, ist immer noch auf freiem Fuß. Werden es Mimi und ihr Team schaffen, den Mörder zu entlarven, bevor er sie selbst um die Ecke bringt?


Miss Mimi ermittelt! Der Plot wurde abwechslungsreich, spannend und mit unter skurril ausgearbeitet, sprich, es war ein absolutes Vergnügen mit Mimi und ihren Mitstreitern auf Verbrecherjagd zu gehen. Den Schreibstil empfand sehr angenehm zu lesen, ich konnte mir hier und da jedoch ein kleines Schmunzeln nicht verkneifen. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet, wobei ich hier gerade die Figuren der Mimi und des Norbert sehr ins Herz geschlossen habe, wobei ich an dieser Stelle allerdings anmerken möchte, dass ich mich mit keinem von Beiden jemals anlegen würde, die Konsequenzen wären für mich nicht erwägbar. Abschließend kann ich sagen, dass es sich bei diesem Buch um eine sehr gelungene Krimi-Komödie handelt, von der ich sehr gerne eine Fortsetzung lesen würde.


Bewertung
Von Markus Walther bereits gelesen und rezensiert:



Der Autor:
Markus Walther, geboren 1972 in Köln, lebt seit 2006 mit seiner Frau und zwei Töchtern in Rösrath. Als ausgebildeter Werbetechniker begeisterte er sich bald für die Schriftgestaltung und machte sich 1998 als Kalligraph selbstständig. Der Schwerpunkt seiner schriftstellerischen Arbeit liegt in der Gattung der Kurz- und Kürzestgeschichte. Die Gratwanderung zwischen Klischee und Pointe, Independent und Mainstream führt ihn seither quer durch sämtliche Genres der Bücherwelt. (übernommen von ACABUS)


Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim



bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Freitag, 30. Mai 2014

[Rezension] Dorothea Flechsig - Petronella Glückschuh: Deutschland - Umwelt - Tiere - Kinderatlas








Eckdaten:
Broschiert: 158 Seiten
Verlag: Glückschuh-Verlag; Auflage: 1 (9. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3943030148
ISBN-13: 978-3943030143
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 - 12 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 29 x 19,8 x 1,6 cm

Inhalt gem. Amazon:
In Zusammenarbeit mit dem BUND und FahrtzielNatur ist ein attraktiver Tiere-Umweltatlas für Kinder entstanden. Die schönsten Familienziele! Kartografische Darstellung deutscher Naturparke, Nationalparke und Biopshärenreservate mit Ausflugstipps und einem Spiel-, Lern- und Unterhaltungs-Teil für die Reise. Wissenswertes über Natur, Umwelt und Tiere! Wie lese ich eine Karte? Wie benutze ich einen Kompass? U.v.m. präsentiert von Petronella Glückschuh.

Zum Buch:
Wer kennt das nicht. Die Familie fährt in Urlaub oder ist anderweitig mit Auto oder Bahn unterwegs und die lieben Kleinen haben Langeweile und wollen beschäftigt sein. 
Da ich die Beschäftigung mittels Berieselung durch diverse DVD's ablehne, habe ich hier einen wunderbaren Vorschlag.
Der Petronella Glückschuh Kinderatlas ist genau das, was ich mir vor Jahren für meine Kinder gewünscht hätte.
Ein Deutschland-Atlas für Kinder mit den Themen Umwelt und Tiere.

Das Kind hat die Möglichkeit, sich anhand einer Straßen- oder Bahnkarte zu orientieren.
Guckt man sich die Karten an, unterscheiden sie sich erst mal nicht von denen, die man selbst im Auto zu liegen hat. Sieht man genauer hin, kann man gezeichnete Tiere erkennen, die in Deutschland heimisch sind.
Sehr gut gekennzeichnet sind Hinweise auf Zoos und Freizeitparks, Ausflugsziele, Erlebnispfade und und und. So ist es im Vornherein schon möglich zu sehen, wo kann man sich auf der Fahrt in den Urlaub zusätzlich etwas anschauen oder erleben.

Neben den Karten vermittelt der Atlas auch kurz Informationen zu den einzelnen Nationalparks, die in den Karten besonders gekennzeichnet sind. Dabei erfährt der Leser Wissenswertes in Form von "Petronellas Ausflugstipps" und "Petronellas Forschungsergebnisse". Zusätzliche Informationen findet man in den Rubriken "Das gefällt mir", "Das gefällt mir nicht", "Das ist auch keine schlechte Idee", "Petronellas Link-Tipp" oder andere Informationen.
Alle lesenswert und informativ, nicht nur für Kinder.

Ein weiterer Abschnitt läuft unter der Überschrift "Wissenswertes". Dort findet man Interessantes über Bienen, Wildkatzen, Schmetterlinge und vieles andere mehr.

Natürlich fehlt auch nicht das Wichtigste im Buch, nämlich wie man eine Karte liest und wie man einen Atlas benutzt. 
Eine Europa- und Deutschlandkarte komplettieren die Karten. 
Aber auch für andere Abwechslung ist in dem Atlas gesorgt. Hinten findet man ein paar Beispiele, wie man die Zeit der Fahrt überbrücken kann, als Beispiel sei das allseits bekannte "Stadt, Land, Fluss ... " genannt.

Im Anhang findet man neben des Ortsregister auch ein Register der Unternehmungen und Unterkünfte mit Adresse. Was will man mehr.

Ein wunderbares Buch für Kinder, in dem informativ Wissen vermittelt wird. Die Kinder lernen Deutschland kennen und erfahren Wissenswertes über Umweltschutz und Tiere.
Es ist schön anzusehen, beinhaltet wundervolle Fotos und die passenden Grafiken dazu.
Ein Buch für jede Familie, in der Kinder leben, aber interessant auch für die Eltern.
Ich bin von diesem Kinderatlas total begeistert und empfehle ihn sehr gern weiter. 

Bewertung:


Zur Autorin:
Dorothea Flechsig wurde 1968 in Coburg geboren. 
Von ihrer Mutter, die Buchhändlerin war, geprägt, schrieb sie als Kind schon phantasievolle Geschichten. Ihr Vater, Lehrer, veröffentlichte Gedichte und Kurzgeschichten.
Sie arbeitete als freie Journalistin für verschiedene Zeitungen und Magazine, nun schreibt sie für Kinder. 







Von Dorothea Flechsig wurden gelesen und rezensiert:




An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Dorothea Flechsig - Sandor 02: Abenteuer in Transsilvanien



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
Verlag: Glückschuh-Verlag; Auflage: 1 (August 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3943030032
ISBN-13: 978-3943030037
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 6 - 8 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 19,6 x 13,2 x 1,6 cm

Inhalt gem. Amazon:
In "Sandor - Fledermaus mit Köpfchen" haben der Junge Jendrik und seine sprechende Fledermaus Sandor einen Schatz gefunden. Vom Finderlohn fahren Sandor und Jendrik gemeinsam in den Urlaub. Natürlich in Sandors Heimat: Nach Transsilvanien. Schon die Anreise ist spannend. In Transsilvanien angekommen, beginnt das wahre Abenteuer! Sandor und Jendrik verfolgen einen Dieb. Sie durchstreifen Kirchenburgen, Geheimgänge und dunkle Wälder. Doch dann nimmt ihre Verfolgungsjagd eine überraschende Wendung.

Zum Buch:
Nachdem Jendrik die Belohnung für den Schatz bekommen hat, möchte er mit seiner Mutter und seinem Bruder nach Transsilvanien fahren, um die Heimat von Sandor kennenzulernen. 
Auch der Kinderpsychologe, mit dem sich seine Mutter angefreundet hat, kommt mit auf die große Reise.
Sandor ist natürlich auch mit dabei, nur dass er sich schon 3 Wochen früher auf den Weg macht, denn er fliegt selbst.

Schon vor dem Einchecken im Flughafen wird Jendrik auf einen Passagier aufmerksam, der dort ausgerufen wird und eine Pistole im Gepäck hat. Entsetzt bemerkt Jendrik, dass genau dieser Typ auch mit ihnen im Flugzeug sitzt.
Nach einer abenteuerlichen Anreise ins Hotel und einem verspäteten Treffen mit Sandor trifft er später wieder auf den Menschen. Und von da ab sind Jendrik und Sandor nicht mehr zu halten ...

Während im ersten Teil "nur" ein Schatz gefunden wurde, werden nunmehr Sandor und Jendrik einen Dieb jagen. Eine rasante Verfolgungsjagd beginnt und lässt auch den jugendlichen Leser nicht zur Ruhe kommen.
Spannend und auch humorvoll geschrieben, macht es einfach nur Spaß, die übermüdete Fledermaus und den aufgeweckten Jendrik dabei zu begleiten.

Fast nahtlos geht die Geschichte vom 1. in den 2. Teil über. Während im ersten Teil nur ein klein wenig über die Heimat von Sandor erzählt wird, spielt dieser Band direkt in Transsilvanien.
Sehr gut und altersgemäß erklärt finde ich den kurzen Abriss zur Geschichte Transsilvaniens und das heutige Leben in der Gegend. Da werden die vielen unkastrierten Straßenhunde ebenso angesprochen wie auch die Anteile der Roma und Sinti.

Sandor und Jendrik sind ein tolles Team und man möchte mit dem Lesen gar nicht aufhören.
Auch dieser Roman ist wieder altergemäß in großer Schrift und passendem Zeilenabstand gedruckt, so dass die Augen nicht so sehr beim Lesen angestrengt werden.
Für Leseanfänger oder zum Zuhören absolut empfehlenswert.

Ich hoffe, dass es noch ganz viele Abenteuer mit Sandor und seinem Freund geben wird, denn sie unterhalten nicht nur, sondern vermitteln klammheimlich auch noch Wissen. Was will man mehr für sein Kind?

Reiheninfo:
Sandor 01: Fledermaus mit Köpfchen
Sandor 02: Abenteuer in Transsilvanien
Sandor 03: Not macht erfinderisch (nur als Hörbuch)

Bewertung:


Zur Autorin:
Dorothea Flechsig wurde 1968 in Coburg geboren. 
Von ihrer Mutter, die Buchhändlerin war, geprägt, schrieb sie als Kind schon phantasievolle Geschichten. Ihr Vater, Lehrer, veröffentlichte Gedichte und Kurzgeschichten.
Sie arbeitete als freie Journalistin für verschiedene Zeitungen und Magazine, nun schreibt sie für Kinder. 








Von Dorothea Flechsig wurden gelesen und rezensiert:



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Dorothea Flechsig - Sandor 01: Fledermaus mit Köpfchen



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
Verlag: Glückschuh-Verlag; Auflage: 1 (19. Oktober 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3943030008
ISBN-13: 978-3943030006
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 6 - 8 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 13,2 x 1,6 cm

Inhalt gem. Amazon:
Sandor ist ein großer Abendsegler aus Transsilvanien. Eine sprechende Fledermaus mit einem Knick im linken Ohr. Ganz alleine wohnt Sandor in der hintersten Ecke des Klassenzimmers in einem alten Rollokasten. Genau unter ihm sitzt der Junge Jendrik. Er ist kein guter Schüler und wird oft von seinen Klassenkameraden gehänselt. – Mit ihm freundet Sandor sich an. Gemeinsam lüften sie gleich ein großes Geheimnis. Ein Dieb hat bei der Burgruine eine glitzernde Truhe vergraben! Sandor und Jendrik finden den Schatz und erleben ein turbulentes Abenteuer! Hardcover-Ausgabe, veredelt 112 Seiten, Fadenheftung, Lesebändchen reicht illustriert mit über 25 farbigen Abbildungen von Christian Puille

Zum Buch:
Sandor ist eine Fledermaus, genauer gesagt, ein Großer Abendsegler.
Er ist allein und hat es sich in der Schule im alten Rollokasten, genau über der Schulbank von Jendrik, gemütlich gemacht. Er lebt schon sehr lange dort und hatte während dieser Zeit genug Gelegenheit, gemeinsam mit den Kindern zu lernen. Das heißt, Sandor ist eine Fledermaus, die lesen kann. 

Jendrik weiß nichts von der Fledermaus, die da über seinem Kopf sitzt, lernt ihn aber eines Abends kennen, als Sandor ihm nach Hause gefolgt ist. Während Jendrik über einer Strafarbeit sitzt, gibt ihm Sandor Hilfe. Erstaunlicherweise kann Sandor auch sprechen, aber wie sich herausstellen wird, kann nur Jendrik ihn hören.

Eines Nachts beobachtet Sandor einen Dieb dabei, wie er seine Beute versteckt und gibt Jendrik Bescheid. Ob das allerdings gut gehen kann? ...

Was für eine schöne Geschichte. Die Freundschaft zwischen Sandor und Jendrik ist nicht nur für Jendrik hilfreich. Er wird dank Sandor von einem anfänglich ruhigen Schüler einer, der sich verbessert und der Spaß am Lernen findet. Sandor genießt die Freundschaft, denn er ist nun nicht mehr allein.

Jendriks Mutter ist allein erziehend, sein Bruder Tom noch ein Kindergartenkind.
Als er seiner Mutter von seinem besten Freund Sandor erzählt, nimmt sie ihn nicht ernst, nachdem sie erfahren hat, dass Sandor nur eine Fledermaus ist.
Kritisch wird es, als er nach dem Schatzfund behauptet, Sandor hätte ihm den Fundort verraten.
Was macht man da als Mutter, wenn man das Gefühl hat, der Junge ist nicht mehr ganz richtig im Kopf ... richtig, man sucht sich einen Kinderpsychologen. Klar, dass für Jendrik nunmehr feststeht, dass er Sandor verschweigen muss.

Ein wirklich tolles Buch für Leseanfänger. Die Altersklasse ist mit 6 - 8 Jahren angegeben und ich denke, dass das passt.
Der Schreibstil ist der Altersklasse angepasst, ebenso die Größe der Schrift und der Zeilenabstand.
Ausgestattet ist das Buch mit Lesebändchen.
Im Anhang gibt es vom Fledermausschutz Wissenswertes über die Fledermaus zu lesen.

Humorvoll geschrieben ist dieses Buch eine Bereicherung für das anvisierte Lesealter. Eine tolle Geschichte zum Vorlesen bzw. zum selber lesen.
Ich hatte Spaß mit Jendrik und Sandor und freue mich, dass die Geschichte der ungewöhnlichen Freundschaft weiter geht. 

Reiheninfo:
Sandor 01: Fledermaus mit Köpfchen
Sandor 02: Abenteuer in Transsilvanien
Sandor 03: Not macht erfinderisch (nur als Hörbuch)

Bewertung:


Zur Autorin:
Dorothea Flechsig wurde 1968 in Coburg geboren. 
Von ihrer Mutter, die Buchhändlerin war, geprägt, schrieb sie als Kind schon phantasievolle Geschichten. Ihr Vater, Lehrer, veröffentlichte Gedichte und Kurzgeschichten.
Sie arbeitete als freie Journalistin für verschiedene Zeitungen und Magazine, nun schreibt sie für Kinder. 








Von Dorothea Flechsig wurden gelesen und rezensiert:



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Donnerstag, 29. Mai 2014

[TTT] - Top Ten Thursday #164

Es ist wieder Donnerstag und auch diese Woche hat sich Alice Bücherland wieder was tolles ausgedacht





Diese Woche lautet das Thema:

"10 Bücher, die ihr diesen Sommer lesen wollt"
 
Oh, das ist ganz einfach, denn es sind eigentlich ganz viele, also zähle ich hier einfach mal zehn auf ^^



Tja, das war es auch schon wieder. Auf Grund der Fülle an Büchern, die es gibt, gehe ich nicht davon aus, dass ich diese Woche mit jemandem ein Buch gemeinsam habe - ich lasse mich allerdings gerne auch vom Gegenteil überzeugen ^^

Ich wünsche euch eine schöne Restwoche 

Liebe Grüße 

Kerry 


Mittwoch, 28. Mai 2014

[Rezension] Karen Thompson Walker - Ein Jahr voller Wunder



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: btb Verlag (13. Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442753635
ISBN-13: 978-3442753635
Originaltitel: The age of miracles

Inhalt gem. btb:
Das kalifornische Ehepaar Joel und Helen sitzt mit seiner Tochter Julia gerade am Frühstückstisch, als die Neuigkeit über sie hereinbricht: Die Erdrotation verlangsamt sich spürbar. Und auf einmal ist alles anders. Als sich Julia Hals über Kopf zum ersten Mal verliebt. Und Julias Vater mit dem Gedanken spielt, seine Frau für Julias Klavierlehrerin zu verlassen, die sich nicht von der allgemeinen Panik anstecken lässt. Und Julias Mutter gegen ihre Depressionen ankämpft. Was geschieht mit einer Familie, wenn sich plötzlich das Gefüge um sie herum verschiebt? Was könnte verhängnisvoller sein als der Zerfall einer Ehe? Was bewegender als die Gefühle eines verunsicherten Teenagers? Denn selbst wenn die Erde, wie manche voraussagen, vor ihrem Ende steht – das Leben muss doch weitergehen ...

Zum Buch:
Von einem Tag auf den anderen ist nichts mehr so wie es war.
Als im Radio morgens angesagt wird, dass die Welt sich langsamer dreht, ist davon noch nichts zu bemerken. Scheinbar hat es keine Folgen und Veränderungen sind noch nicht wirklich spürbar. Aus den anfänglichen 56 min, die ein Tag länger war als normal werden bis zu 72 Stunden.
Die Tage sind länger hell, die Nächte länger dunkel. An einen normalen Tagesrhythmus ist nicht mehr zu denken.
Die Gesellschaft spaltet sich, es gibt die Menschen, die nach der Echtzeit leben und die nach der Uhrzeit.
Julia und ihre Eltern haben sich für die Uhrzeit entschieden, sie tun so, als wäre der Rhythmus des Tages immer noch 24 h lang. 
Probleme sind vorprogrammiert.
Pflanzen sterben, die nicht mehr genug Sonne abbekommen, andere sterben, weil sie zuviel davon bekommen.
Das Magnetfeld der Erde verschiebt sich, das Verhalten der Menschen ändert sich ebenfalls.
Die Menschen kämpfen ums Überleben ...

Was für ein Albtraum. 
Wer hat sich nicht schon wenigstens einmal gewünscht, der Tag würde mehr als nur 24 h haben. Man bekommt nichts auf die Reihe und hat das Gefühl, bei mehr Stunden würde es passen.
Wenn man sich aber wissenschaftlich mit den Nebeneffekten auseinandersetzt, was passieren würde, wenn es wirklich mehr als 24 h sind, würde man diesen Wunsch nicht äußern.

Die Autorin hat recherchiert und einen Roman um dieses Thema geschrieben. Die Erde dreht sich langsamer und langsamer und noch langsamer. Das Ergebnis ist katastrophal für die Erde, mehr noch aber für das Leben, das auf ihr wohnt, Flora und Fauna sterben langsam.
Es wird eine düstere Welt gezeichnet, die man nicht wirklich kennenlernen möchte, zumindest ich nicht.
Eingetaktet auf den gewöhnten 24 h-Rhythmus geht das normale Lebensgefühl den Bach runter. Im Dunkeln zur Schule und wieder nach Hause zu gehen, im hellen ins Bett und wieder im hellen aufwachen, nicht nur der Biorhythmus geht dabei abhanden.

Die Geschichte der Verlangsamung wird aus der Sicht von Julia erzählt. Auf mich wirkte es so, als wäre sie 80 Jahre alt (was sie jedoch nicht ist) und würde ihre Erinnerungen erzählen. Ruhig und bedächtig. So konnte sie viele Dinge beschreiben, die sie zum letzten Mal gesehen, gegessen, getan hatte. Angefangen hatte jedoch alles, als Julia 11 Jahre alt war. 

Auf mich wirkte der Roman bedrückend und beängstigend. Dieses eine Jahr, das beschrieben wurde, war alles, nur kein Jahr der Wunder. Zumindest nicht in dem Sinne, wie ich bislang Wunder definiert hätte. Vor allem als etwas Positives.
Wenn ich es aber mit der Definition von Wikipedia sehe, passt der Titel jedoch ganz genau zum Buch. Dort wird ein Wunder mit einem Ereignis in Raum und Zeit beschrieben, welches menschlicher Vernunft und Erfahrung mit den Gesetzen von Natur und Geschichte widerspricht.

Sehr gelungen finde ich das Cover des Buches, das genau eine Szene im Buch widerspiegelt.

Das Genre des Buches würde ich eher in Richtung Dystopie ansetzen, einem Genre, dem ich persönlich leider nicht allzuviel abgewinnen kann.

Es ist ein Buch, in dem es neben den Veränderungen der Umwelt hauptsächlich um die Veränderungen der Menschen untereinander geht. Die Frage, wie man mit der Situation umgeht, vor allem, was mache ich mit dem Rest meines Lebens, gebe ich alles auf und lebe, wie es mir gefällt? 

Ein Buch, bei dem einige Fragen offen bleiben und das zum Nachdenken anregt.

Bewertung:




Zur Autorin:

(Text vom btb-Verlag)
Karen Thompson Walker, Anfang dreißig, geboren und aufgewachsen in San Diego, Kalifornien, hat an der UCLA und an der Columbia University studiert. Sie schrieb "Ein Jahr voller Wunder" in den Morgenstunden, bevor sie ihrer Arbeit als Lektorin in einem Verlag nachging. Karen Thompson Walker lebt mit ihrem Ehemann in Brooklyn, New York.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. 

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Karen Riefflin - Ehrlich? Gefährlich?



Leseprobe



Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 819 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 465 Seiten
Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (2. September 2013)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00DYQZVB0

Inhalt gem. Knaur:
London. Lilli. Und die Lady nebenan.
Simon und Lilli erfüllen sich einen lang gehegten Traum und ziehen mit ihren beiden kleinen Töchtern in Simons Heimatstadt London. Dort angekommen scheint sich alles bestens zu entwickeln – wäre da nicht die neue Nachbarin Catherine: eine blonde Göttin mit viel zu viel Geld und viel zu hohen Absätzen. Und das Fatale daran: Sie ist auch noch nett und hilfsbereit. Doch nach und nach brechen immer mehr Teile aus der perfekten Fassade und Lillis Misstrauen gegenüber der freundlichen Nachbarin wächst … Zu Recht?
"Ehrlich oder gefährlich?" – Diese zentrale Frage muss sich der Leser in diesem außergewöhnlichen Krimi immer wieder stellen und selbst entscheiden, wie nah er das mögliche Böse an die heile Familie heran lässt. So oder so, Lilli muss die Konsequenzen tragen ...
Ein und dieselbe Geschichte erscheint so immer wieder in einem neuen Licht – und jede Entscheidung des Lesers hat ganz unterschiedliche Folgen für Lilli und ihre Familie!

Zum Buch:
Lilli und Simon sind verheiratet und haben zwei entzückende Kinder. Sie ziehen nach London in ein Cottage. Sehr bald lernen sie die gut aussehende und sympathische Nachbarin Catherine kennen.
Aber irgend etwas hat die Nachbarin an sich. Lillis Hund Frau Krause spielt regelrecht verrückt, wenn sie nur in Catherines Nähe kommt. Lilli ist froh, in ihr eine Freundin zu finden und sehr bald kommt die Sprache auf die bevorstehende Taufe der jüngsten Tochter. Lilli hätte gern Catherine als Taufpatin, Simon ist dagegen.
Die erste Entscheidung steht an, sollen sie Catherine fragen oder nicht? ...

Das ist mal ein völlig anderes Buch. 
Der Leser schreitet in der Geschichte um Lilli, Simon und Catherine vorwärts und wird immer wieder mit Fragen bedrängt, die einer Entscheidung bedürfen.
Es ist ein Buch voller Entscheidungen, die die Handlung, abhängig von der Entscheidung, in eine andere Richtung weiterlaufen lassen.

Nachdem ich das einmal durchgespielt hatte, war ich recht schnell am ersten Ende des Buches angekommen und doch hatte das Buch noch viele Seiten, die gelesen werden wollten.
Also bin ich andere Wege gegangen, habe neue Entscheidungen getroffen.
Viele Enden haben mir besser gefallen als die, auf die ich zuerst getroffen bin.
Ich habe immer wieder gedacht, wie ist es möglich, immer wieder ein neues Ende zu schaffen, die Geschichte in eine völlig andere Richtung zu drängen. Ich war ehrlich überrascht über die Fülle der "Angebote", die die Autorin mir hier lieferte. 
Die Enden waren oftmals so verschieden voneinander, dass ich der Fantasie der Autorin meine Achtung aussprechen muss. 

Auch wenn diese Geschichte spannend erzählt wird und immer wieder neugierig auf das nächste Ende macht, hat es meiner Meinung nach wenig Ähnlichkeit mit einem Thriller, auch wenn ein paar kleine Segmente zu finden sind.

Durch die vielen unterschiedlichen Geschichten, die es ja letztendlich sind, erhält der Leser ein komplexes Bild der Person Catherine. Auf Grund ihrer Vergangenheit, die in die einzelnen Episoden verpackt wurde, erfasst man, wie die Frau tickt und wie sie zu dem wurde, was sie ist.

Auch wenn ich die Idee gut finde, in einem Roman die Enden selbst bestimmen zu können, ziehe ich einen vom Autoren durchdachten Roman vor, ohne die Frage nach dem "was wäre wenn" stellen zu müssen. 

Bewertung:



Zur Autorin:
(Text übernommen vom Knaur-Verlag)
Karen Riefflin liebt Geschichten. Und England. Deshalb hat sie an der Universität Hamburg Anglistik studiert – trotz der weit verbreiteten Meinung, dass man sich damit in erster Linie für ein Leben als Taxifahrer qualifiziert. Um für diesen ehrenwerten Beruf die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen, folgten ein Studiengang „Creative Writing“ an der Lancaster University und das Studium sehr vieler Krimis (um für die Wartezeiten am Taxistand gerüstet zu sein). Bedauerlicherweise hat es mit der Karriere im Straßenverkehr nicht geklappt. Stattdessen ging Karen Riefflin als Autorin zu „Verbotene Liebe“ nach Köln. Sie hat in den folgenden Jahren für verschiedene Fernsehserien gearbeitet und lebt inzwischen als freie Autorin in Berlin.


Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich bei Lovelybooks und der 



bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 27. Mai 2014

[Rezension] Timo Fuer - Der Typ aus der Fußpilz-Werbung mit dem Nachbar-Sex-Blues



Leseprobe



Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 843 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 260 Seiten
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00J47HWEC

Inhalt gem. Amazon:
„Frauen sind wie liebliche Weine – süß, aber sie verursachen Kopfschmerzen“. Timo ist Anfang 30, Werbetexter und Single. Vor fast zwei Jahren hat ihn seine Freundin Lena mit dem gemeinsamen Nachbarn Frank betrogen und ist nach nebenan gezogen. Timo denkt aber nicht daran, auszuziehen – geschweige denn, Lenas Abschiedsbrief zu öffnen oder gar zu lesen. Also wohnt er direkt neben seiner Ex und ihrem neuen Begatter – mit allen Nebenwirkungen und -geräuschen. Bisher kam er einfach nicht über Lena hinweg. Das soll sich nun radikal ändern. Während er in der Weinabteilung eines Supermarkts nach stilvollen Betäubungsmitteln sucht, fasst er den Entschluss, sein Solistendasein endlich zu genießen, und aus seinem Schneckenhaus bzw. seiner Wohnung auszubrechen. Doch der erste One-Night-Stand wird von der Polizei abgebrochen, die Frau seiner Masturbationsfantasien, Florentine, ist offensichtlich genauso hohl wie hübsch, seine Flirt-Offensive nach den mehr oder weniger hilfreichen Tipps des selbsternannten US-Flirtexperten David O’Dorian könnte besser laufen und seine bildschöne Kollegin Viviane ist einfach viel zu schüchtern. Genau wie Timo. Als wäre das noch nicht genug, rauben ihm hippe Werber-Kollegen und inkompetente Radio-DJs den allerletzten Nerv. Eigentlich hört er nur Radio, um sich morgens aufzuregen und nach einer weiteren, fast schlaflosen Nacht, wach zu werden. Teufelskreis.

Zum Buch:
Timo Feuer, Single, seit seine Freundin eine Wohnung weiter gezogen ist, zum Nachbarn und Timo nunmehr das Vergnügen hat, deren Bettvergnügen nebenan live miterleben zu dürfen.
Das ist jetzt bald 2 Jahre her, aber drüber weg ist er noch lange nicht. Auf alle Fälle ist er auch noch nicht soweit, den Abschiedsbrief von ihr zu lesen, den sie ihm durch die Tür geschoben hatte.
Er ist Werbetexter und muss als dieser auch an einem Werbefilmchen mitdrehen, weil der gebuchte Schauspieler plötzlich abgesprungen ist. Der einzige Vorteil daran ist, er darf mit einer Frau drehen, für die er schwärmt. 
Tja, und dann gibt es noch den örtlichen Radiosender, der ihm tierisch auf den Sender geht mit seinen saublöden Sprüchen und Aktionen ...

Timo ist ein Typ, der sich gern mal ein bisschen an anderen Leuten rächt. Da wird weder der Typ verschont, zu dem seine Exfreundin gezogen ist, noch der Radiosender, der ihn nervt. Den versucht er mittels eines Betruges abzuzocken, aber das kann natürlich auch nach hinten losgehen.

Humorvoll und sehr sarkastisch lässt der Autor Timo Feuer seinen gleichnamigen Protagonisten durchs Leben gehen.
Lockere Sprüche sind garantiert und laden zum Schmunzeln ein.
Die Ideenvielfalt dessen, was Timo so passiert, ist genial. 
Ich habe an der Stelle immer den Kondomautomaten vor meinem inneren Auge, der mich zum grinsen bringt.
Die Begegnungen mit den beiden Polizisten tun an der Stelle ihr übriges.

Ich muss aber gestehen, dass mir das lockere auch ab und an ein wenig zu viel des Guten war. Es nervte mich stellenweise ein wenig, weil man im Leben nicht alles humorvoll oder sarkastisch sehen kann.
Das war aber wahrscheinlich auch stimmungsabhängig, so wie ich gerade beim Lesen drauf war.

Ich habe mich auf dieses Buch eingelassen, obwohl mich weder der Titel noch das Cover überzeugten. 
Erhalten habe ich ein Buch für humorvolle Stunden, in denen man nicht nachdenken muss, das man einfach nur auf sich wirken lassen kann.

Bewertung:


Zum Autor:
leider nichts gefunden

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Autor

Timo Feuer

bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt