Dienstag, 10. März 2015

[Rezension] Holly-Jane Rahlens - Blätterrauschen



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 320
ISBN: 978-3-499-21686-2
Erscheinungstermin:
27. Februar 2015  
Format: Hardcover
Verlag:
Rowohlt


Klappentext gem. Rowohlt:
Als es eines stürmischen Herbstnachmittags an die Hintertür zum Leseclub der Buchhandlung Blätterrauschen klopft, ahnen Oliver, Iris und Rosa nicht, dass sie bereits mitten in einem großen Abenteuer stecken. Denn der Junge vor der Tür kommt aus der Zukunft. Und es dauert eine Weile, bis er versteht, dass er sich nicht in einem virtuellen Spiel befindet, sondern gegen seinen Willen in die Vergangenheit gereist ist –– ins 21. Jahrhundert!
Oliver, Rosa und Iris geraten gemeinsam mit Colin in eine gefährliche Zeitschleife. Und müssen feststellen, dass sie alle Figuren eines Komplotts sind, in dem es um nicht weniger geht als um ihr Leben –– und um unser aller Zukunft!

Rezension:
Oliver, Rosa und Iris sind Mitglieder des Leseclubs der Buchhandlung "Blätterrauschen" in Berlin. Die drei sind zwar im selben Alter, doch könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Oliver ist der Sohn des Hausmeisters, in dessen Haus auch die Buchhandlung liegt, wobei sein Vater mehr dem Alkohol zugetan ist, denn seinen hausmeisterlichen Pflichten, sodass Oliver und seine Mutter diese Arbeiten ausführen. Oliver hat auch noch einen Bruder, Thilo, doch dieser hat nach einem Streit die Familie verlassen und ist bisher nicht zurückgekommen. Oliver ist der einzige aus dem Leseclub, der sich nicht wirklich was aus Büchern macht, doch Cornelia Eichfeld, die Inhaberin von "Blätterrauschen" hat es sich in den Kopf gesetzt, Oliver mit Hilfe von Literatur zu retten.

Iris hingegen liebt Bücher und macht auch vor Fachbüchern, die eigentlich nicht ihrer Altersklasse entsprechen, nicht halt. Wirklich Freunde hat Iris nicht, denn auf Grund ihrer oft recht altklugen Art, wird sie von Kindern ihres Alters gewöhnlich abgelehnt. Außerdem hat sie den Hang dazu, sich kunterbunt anzuziehen, was natürlich auch nicht unbedingt dazu beiträgt, weniger aufzufallen. Auch Rosa liebt Literatur, doch haben es ihr mehr Romantasy-Romane angetan, denn nichts ist in ihren Augen schöner als ein Happy End. Einst war Rosa ein sehr beliebtes Mädchen, doch vor Jahren rettete sie ihre kleine Schwester Lily vor einem Autounfall und wurde selbst verletzt - sie verlor eine Hand und trägt seitdem eine Prothese. Ab diesem Zeitpunkt zog sich Rosa immer weiter zurück, von ihren Freunden und ihrer Familie und fand ihre Zuflucht in der romantisch-fantastischen Literatur.

An jenem Tag soll sich das Leben der drei Kinder für immer verändern, denn während eines Sturms steht plötzlich ein Junge, etwas älter als sie selbst, vor der Hintertür der Buchhandlung. Der Junge stellt sich als Colin Julio Aaronson-Aiello vor und ist felsenfest der Überzeugung, dass er sich in einem Computerspiel befindet. Augenscheinlich wird Colin verfolgt und mit ihm die Kinder, die in seiner Gesellschaft sind. In letzter Sekunde gelingt es ihnen, sich im Geräteschuppen auf dem Hof zu verstecken, doch als sie aus diesem wieder herauskommen, ist alles anders, als es jemals war. Schnell steht fest, sie sind nicht mehr in ihrer Welt, doch wo genau sie sind, wissen sie auch nicht. Zwar treffen sie hier auf Cornelia, doch obwohl vieles ähnlich ist, es ist nicht die Welt, die sie verlassen haben. Cornelia nimmt sich der "Flüchtlinge" an, doch ehe sie es sich versehen, sind die Verfolger bereits vor Ort. In letzter Sekunde gelingt ihnen erneut die Flucht, die Flucht in die Zukunft ...


Nur Zusammenhalt kann sie retten! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass es in diesem Buch nicht in erster Linie um Zeitreisen bzw. andere Realitäten ging, sondern um die Entwicklung der jeweiligen Figuren und wie sie miteinander agieren. Die Figuren an sich wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Bereits zu Beginn des Buches konnte der Leser erahnen, dass in dem kleinen Oliver mehr steckt, als es den Anschein hat. Besonders gut hat mir hingegen die Wandlung der Figur Rosa gefallen, denn diese hat sich dermaßen geöffnet und zum Positiven entwickelt, damit hatte ich zum Beginn des Buches nicht gerechnet. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und spannend zu lesen, sodass ich unbedingt erfahren wollte, wie sich das Schicksal der Kinder entwickelt. Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat, ich allerdings gerne mehr über das Phänomen "Dark Winter" erfahren hätte.

Bewertung

Die Autorin:
Holly-Jane Rahlens kam Anfang der siebziger Jahre aus ihrer Heimatstadt New York nach Berlin. Mit Funkerzählungen, Hörspielen und Solo-Bühnenshows machte sie sich dort in den achtziger und neunziger Jahren einen Namen. Außerdem arbeitete sie als Journalistin, Radiomoderatorin und Fernsehautorin. Ihr Jugendbuch «Prinz William, Maximilian Minsky und ich» wurde 2003 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis prämiert und 2007 fürs Kino verfilmt. (übernommen von rowohlt)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich gerne beim Verlag



http://www.rowohlt.de/verlag/rororo-rotfuchs

bedanken, der mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

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