Mittwoch, 11. März 2015

[Rezension] Jutta Brettschneider - Montagsblues



Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 292 Seiten
Verlag: MEDU VERLAG; Auflage: 1 (1. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3941955942
ISBN-13: 978-3941955943
Größe und/oder Gewicht: 13,7 x 2,7 x 20,5 cm

Inhalt gem. Medu:
Melanie hat schon lange von allem die Schnauze gestrichen voll – vom Aufstehen, vom Alltag und vor allem von ihrem Job. Eine Lösung muss her und das schnell. Was fehlt, ist die nötige Kohle. Kurz entschlossen überfällt sie mit zwei ebenfalls vom bräsigen Kleinstadtalltag frustrierten Kolleginnen die ortsansässige Bank. Berauscht vom Erfolg des schnellen Geldes schwelgen die drei Räuberinnen im süßen Luxus der traumhaft exotischen Metropole Thailands – endlich wilde Partynächte und shoppen bis zum Umfallen!
Doch nach und nach bekommt das gestohlene Glück einen faden Beigeschmack. Auf einmal vermisst Melanie ihr ganz normales kleines Leben und will nach Deutschland zurück. Ein folgenschwerer Entschluss.

Zum Buch:
Montagsblues, wer kennt ihn nicht? Wenn Montag früh schon die Woche gelaufen ist und man sich davor graut, morgens aufzustehen, um zur Arbeit zu gehen. Zu einer Arbeit, die immer den gleichen Trott bringt.
Melanie hat genug davon und würde am liebsten alles hinschmeißen.
Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Carmen und Tina, mit denen sie auch befreundet ist und denen es ähnlich geht, wollen sie diesen Zustand ändern. Aber was machen? Da bleibt nur eines zu tun, eine Bank ausräumen, was sonst?
Gesagt, getan. Die Bank ist schnell ausgeraubt, ohne größere Probleme sogar und nun auf in die Freiheit, mit 2 Mio. Euro im Gepäck.
In weiser Voraussicht hatten sie Urlaub beantragt und den nehmen sie nun auch, mit Ziel Thailand.
Geld haben sie nun, aber werden sie damit glücklich? ...

Heute raube ich eine Bank aus... Wer mag den Gedanken nicht schon mal gehabt haben? Sich auszumalen, was man mit dem erbeuteten Geld alles anfangen könnte, auch ein schöner Gedanke.
Melanie, Carmen und Tina setzen diesen einmal gefassten Gedanken tatsächlich in die Tat um und flüchten nach Thailand. Nicht nur, um sich zu verstecken, sondern auch um sich zu erholen und mal so richtig auf den Putz zu hauen. Und das machen sie auch nach allen Regeln der Kunst.
Obwohl ihr Leben nicht langweilig ist, ganz im Gegenteil, fehlt irgendwas. Nach der anfänglichen Euphorie kommt allzubald die Sehnsucht nach dem zu Hause. Was nun? Der Urlaub geht dem Ende zu und sie müssten eigentlich wieder nach Hause. Wie weit sind die Ermittlungen in ihrem Fall? Wartet die Polizei vielleicht schon auf sie?
Es müssen Entscheidungen getroffen werden.

Mit diesem Roman hält man ein Werk in den Händen, das mal etwas anders ist als die üblichen Krimis. Dieser nennt sich sogar Antikrimi.
Es ist von allem ein wenig dabei. Alltag, Überfall, Flucht, Urlaub und auch ein wenig Herzklopfen darf nicht fehlen. 
Die Handlung ist einfach gestrickt mit einigen unvorhersehbaren Wendungen, konnte mich aber leider gar nicht überzeugen.
Die Protagonistinnen wirkten auf mich oberflächlich und platt, ich konnte leider keine Beziehung zu ihnen aufbauen und so blieben sie mir vom Wesen her fremd.
Auch konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, wie man nach einem Banküberfall annehmen kann, dass man nach dem folgenden Urlaub, der ordnungsgemäß beantragt wurde, wieder gedenkt, in seinen gewohnten Lebensrhythmus eintauchen zu können. Und das, wo im Urlaub das Geld mit vollen Händen ausgegeben wurde. Das war für mich nicht rund, weil ich nicht glauben kann, dass jemanden nach einem Überfall derartige Gedanken durch den Kopf gehen. Meine Idee wäre jedenfalls dann, weg auf Nimmerwiedersehen.

Da mich dieses Buch leider nicht überzeugen konnte, kann ich auch nur 3 von 5 möglichen Pfötchen vergeben.

Bewertung:



Zur Autorin:

Jutta Brettschneider wurde 1962 in Kassel geboren. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin. 1988 zog sie von Nordhessen ins Rhein-Main-Gebiet. Derzeit lebt die reiselustige Fashionista mit ihrem Mann in Hattersheim. 

Seit 25 Jahren arbeitet sie als Vertriebs- und Marketing-Assistentin in einem internationalen Konzern. Nebenbei ist sie als freiberufliche Schriftstellerin tätig. „Montagsblues“ ist ihr erster Roman.





An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim



bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

1 Kommentar:

Nazurka hat gesagt…

Was zur Hoelle darf man sich denn unter einem Antikrimi vorstellen (also rein vom Wort her? :D). Leider so gar nicht mein Genre, dennoch gutes Fazit!

Liebste Gruesse,
Nazurka