Samstag, 25. April 2015

[Rezension] Markus Tillmanns - Teufel (Band 1)



Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2386 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 347 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00QKQYTW8


Klappentext gem. HP:
Luzifer offenbart sich. Und die Welt ist geblendet. Journalist Tabarie berichtet für gewöhnlich über Lokalpolitik und Kleinkriminelle. Doch nun traut er seinen Augen nicht, als der Engel der Finsternis selbst erscheint und mehr und mehr Menschen dem Bösen verfallen. Kann Tabarie den Teufel noch aufhalten?

Der Journalist ermittelt in dem verzweifelten Versuch, Satans Plan zu durchschauen.

Aber was ist es, dass die Menschen so anfällig für das Böse macht? Warum sind sie so leicht verführbar?

Ein spannender Fantasy-Thriller, der uns entführt von den Türmen des Kölner Doms bis in die Gewölbe unter dem Vatikan.

Für alle, die immer schon sehen wollten, wie die Welt zum Teufel geht ...


Rezension:
Das Ende der Welt scheint nah, als ein Komet auf die Erde zurauscht. Die Wissenschaftler der Welt sind mehr als überrascht, denn mit einem solchen hat niemand gerechnet, doch fest steht: Wenn dieser Komet einschlägt, wird die Menschheit ausgelöscht werden. Umso unglaublicher sind die Geschehnisse, die folgen, denn der Komet hält zwar auf den Kölner Dom zu, schlägt jedoch nicht ein. Dafür erscheint ein Wesen, das die Menschheit noch nie gesehen hat: Ein Engel entsteigt dem Kometen und gibt sogar seinen Namen preis: Luzifer!

Durch Zufall ist der 25-jährige Journalist Aljoscha "Joschi" Tabarie mit seiner Kollegin Songül "Gül" vor Ort. Erstaunt und mit Skepsis beobachtet er, wie alle Menschen vor Ort auf dieses Wesen reagieren. Augenscheinlich kann nur Joschi diesem himmlischen Wesen widerstehen. Natürlich wird dieses Ereignis von der gesamten Presse gefeiert, auch Joschis Arbeitgeber, die Kölner Morgenpost, macht dort keine Ausnahme. Die gesamte Menschheit und vor allem alle Bewohner Deutschlands sind völlig paralysiert, denn immerhin ist der Engel bei ihnen erschienen und hält sich auch nach wie vor, wenn auch im Verborgenen, bei ihnen auf. Lediglich Joschi ist skeptisch, ob es sich bei dem vermeintlichen Engel wirklich um einen solchen handelt und überhaupt, ist Luzifer nicht der Engel, der von Gott aus dem Himmel verstoßen wurde?

Entgegen dem Willen seiner Vorgesetzten recherchiert Joschi auf eigene Faust, was hinter dem Phänomen "Luzifer" steckt und tatsächlich muss er feststellen, dass nicht alles so zu sein scheint, wie es auf den ersten Blick erscheint. Auch die Menschen, die direkt oder indirekt mit Luzifer zu tun haben, scheinen sich immer mehr zu verändern und das nicht unbedingt zum Positiven. Was hat es mit der neu gegründeten Luzifer-Stiftung, die sich augenscheinlich vielen sozialen Projekten verschrieben hat, auf sich? Warum tritt Luzifer nicht selbst an die Öffentlichkeit und erklärt sich, wie er es bei seinem Erscheinen am Kölner Dom getan hat? Warum versucht jemand mit allen Mitteln, Joschi zum Schweigen zu bringen und schreckt auch vor Mord nicht zurück und was hat der verschwundene Leichnam von Joschis Vater mit Luzifers Erscheinen zu tun? Wer ist Luzifer wirklich?


Der 1. Band der Luzifer-Chroniken! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Das Buch ist in zwei Teile geteilt. Der erste Teil behandelt die Ankunft des Kometen bzw. Luzifers und der zweite Teil spiegelt die Handlung sechs Monate später wider. Besonders gut hat mir gefallen, dass sehr lange unklar ist, was es mit der Figur des Luzifers auf sich hat, denn obwohl das Buch aus der Sicht von Joschi und aus der Sicht Luzifers bzw. dessen Umfeld geschrieben ist, ist lange unklar, wer oder was Luzifer wirklich ist und was er im Schilde führt oder auch nicht. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Protagonist Joschi empfand ich als sehr authentisch dargestellt und ja, der junge Mann ist mir sehr sympathisch. Besonders an ihm hat mir gefallen, dass er trotz seines schwierigen sozialen Umfeldes bzw. seiner doch recht traumatischen Vergangenheit nicht einfach jemand ist, der das Leben hinnimmt, sondern ihm auf den Grund geht. Auch die Figur des Luzifer empfand ich als faszinierend, gerade auf Grund der Tatsache, dass man in diesem Band erfährt, was sich in seinem Umfeld abspielt, aber ob die Handlungen durch ihn bestimmt werden oder fremdbestimmt sind, bleibt lange unklar. Den Schreibstil kann ich nur als packend und fesselnd beschreiben, denn ich konnte mich von dem Buch einfach nicht lösen. Am Ende erwartete mich ein böser/genialer Cliffhanger, der in mir sofort den Wunsch weckte, am liebsten gleich weiterlesen zu wollen, weil ich unbedingt wissen möchte, wie es mit Joschi/Luzifer weiter geht. Als abschließendes Fazit kann ich sagen, dass es sich bei diesem Buch aus meiner Sicht um einen faszinierenden und überaus packenden Auftakt der Luzifer-Chroniken handelt, der in mir das Bedürfnis weckte, in diese Geschichte voll und ganz einzutauchen.



Bewertung

Von Markus Tillmanns bereits gelesen und rezensiert:


Der Autor über sich:
„Sie wissen, warum wir Sie anhalten?“ Das Gesicht hinter der Frage scheint aus einem amerikanischen Polizeiverhör zu stammen. Und es gehört definitiv dem bösen Cop.
Ich überlege fieberhaft. Aber es will mir nichts einfallen. Ich bin noch zu abgelenkt.
„Verdammt, machen Sie die Scheibe richtig runter!“
Ich drücke den elektrischen Fensteröffner. Surrend verschwindet das Glas vollständig.
Der Polizist schneidet mir mit dem Taschenlampenstrahl ins Auge. Dann leuchtet er das Innere des Peugeot aus. „Was zum Teufel ist denn hier passiert?“
Ich bin mir nicht sicher. Die Tasche auf dem Beifahrersitz ist offen. Da war eine Windbö. Meine Sachen haben sich explosionsartig im Wagen verteilt. Ein Blatt meines neuen Manuskriptes hängt am Innenspiegel. „Ich weiß nicht genau“, sage ich unsicher. Ich war vorhin sehr abgelenkt. Und ich bin über irgendeine … Unebenheit gefahren.
„Sie wissen, warum wir Sie anhalten!“
Oh Gott, das wird doch nicht …? Vor dem inneren Auge sehe ich einen Film ablaufen, wie ich zwei Waisenkinder im Dunkeln überfahren habe. Nachts auf Landstraßen spielen hier immer Zwillinge. Es ist geradezu unheimlich.
„Was zum Teufel ist d a s da?“ Der Mann deutet auf meinen Kopf.
Ich fasse mir in die Haare. Sie kleben zusammen. „Ein Kaugummi“, sage ich. Froh, endlich einmal eine Frage beantworten zu können.
Der Polizist guckt nicht so, als ob er die Freude teilen würde. Er dreht sich zu seinem Kollegen um. „Wen haben wir denn da gerade noch erwischt?“ Die harten Augen kommen zurück. „Zeigen Sie jetzt die Fahrerlaubnis!“
Ich werfe rasch einen Blick in den Rückspiegel, um das Entsetzliche zu sehen. Aber das Blaulicht überall blendet mich.
„Den Führerschein!“
„Ja, ja. Sofort.“ Ich fasse in die Innentasche meiner Jacke. Da ist: nichts.
Nein!
 „Wird´s bald!“
„Ich … Sofort.“ Ich greife in die beiden Seitentaschen. Halstabletten, Öko-Purex-Taschentücher, ein Einkaufszettel von letztem Sommer. Kein Führerschein.
Oh, scheiße!
„Ich … es tut mir leid. Ich kann die Fahrerlaubnis nicht finden.“
Die unbarmherzige Lampe kommt zurück und sticht mir in die Augen. „Ach, so ist das.“
Der Mann reicht mir etwas herein. Führerschein. Tillmanns, Markus.
„Ist Ihnen hinten rausgesegelt. Machen Sie doch wenigstens e i n e Scheibe hoch.“
Ich nicke. Und drücke den elektrischen Fensterheber.
Surrend schließt sich das Glas wieder. (übernommen von HP)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 



bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

1 Kommentar:

Nazurka hat gesagt…

Das Buch klingt echt gut! Ich habe es zuvor zwar schon mal irgendwo gesehen, allerdings ist es mir nicht im Kopf geblieben. Diesmal packe ich es direkt auf meine Wunschliste um es nicht wieder zu vergessen. Danke für den tollen Tipp!

Liebste Grüße,
Nazurka