Dienstag, 7. April 2015

[Rezension] Michael E. Vieten - Atemlos: Beim Sterben ist jeder allein (Band 1)



Vorab ein paar Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2684 KB
Seitenzahl: 263 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00PS4SVRM
Verlag: BookRix


Klappentext gem. Amazon:
Anselm Jünger lebt zurückgezogen. Er ist freundlich, unscheinbar und still. Doch tief in ihm lauert eine tödliche Gefahr. Seine überaus niedrige Reizschwelle kombiniert mit einer unterentwickelten Fähigkeit zur normalen Konfliktbewältigung. Anselm Jünger ist ein psychopathischer Mörder. Intelligent, pragmatisch, eiskalt. Wer ihn kränkt, unhöflich oder unaufmerksam ist oder ihn zurückweist oder einfach nur sein grundsätzliches Missfallen auslöst, schwebt in größter Gefahr. Allein die Prostituierte Anna Nowak hat Zugang zu diesem überaus verschlossenen Menschen und gefährlichen Psychopathen.

Ein einsamer Kommissar jagt einen gefährlichen Serienmörder. Dann stehen sie sich gegenüber und wissen, nur einer von beiden wird sich danach irgendwo einen Kaffee bestellen.


Rezension:
Anselm Jünger ist ein sehr eigener junger Mann. Er lebt in Trier und steht allein in der Welt dar. Nach dem Tod seiner Eltern wurde er von seiner Großmutter erzogen, aber auch diese ist zwischenzeitlich verstorben. Anselm ist ein Perfektionist, er liebt es, wenn alles korrekt und in geordneten Bahnen abläuft. In seinem Beruf als Stationskellner kann er dieses Naturell voll und ganz ausleben. Es gibt nur einen Menschen, der Anselm nahe kommt - Anna.

Anna Nowak arbeitet in den warmen Monaten des Jahres in einem Wohnmobil auf einem Parkplatz an einer Autobahnausfahrt als Prostituierte. Im Winter arbeitet sie in einem Bordell. Seit drei Jahren ist Anselm "Kunde" bei ihr und mit der Zeit verliebten sich die beiden ineinander. In naher Zukunft will Anna aus dem "ältesten Gewerbe der Welt" aussteigen und  mit Amseln ein neues Leben beginnen.

Doch Anselm ist nicht nur der nette, wohlerzogene Kellner, den die Welt in ihm sieht. Wenn sich jemand nicht an die Regeln hält, kann es schon mal passieren, das demjenigen was passiert, wie zum Beispiel der Katze seiner Nachbarin, die ihn immer wieder stört oder die unfreundliche Kassiererin im Supermarkt - kurzum, Anselm sorgt für Ordnung bzw. entsorgt die störenden Individuen. Dass sich diese im Laufe der Zeit anhäufen, fällt irgendwann auf und die Polizei schaltet sich in Form von Horst Krieger ein. Der übergewichtige Kriminalhauptkommissar punktet nicht mit vielen guten Eigenschaften, aber Köpfchen hat er und ihm gelingt das, woran bisher alle übrigen Polizisten gescheitert sind: Er stellt eine Verbindung zwischen den Morden her ...


1. Band der Atemlos-Reihe! Der Plot des Buches wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Gerade diese realistische Darstellung empfand ich als recht erschreckend, denn wenn man das auf die Realität beziehen würde, hätte hier wahrscheinlich mit mehr Morden in unserer Gesellschaft zu tun, als es sie bereits gibt. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, jedoch empfand ich die Figur des Anselm als recht nüchtern dargestellt. Ich hatte mir hier deutlich  mehr Gefühlsregungen seinerseits erwartet, wenn er denn schon mordet bzw. aus seiner Sicht die Dinge richtig stellt. Jedoch ist Anselm nicht immer so gefühlskalt, denn wenn er mit Anna zusammen ist, dann kann er auch anders, menschlicher, was mich für ihn hoffen lässt. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch angenehme Lesestunden bereitet hat.

Bewertung

Von Michael E. Vieten bereits gelesen und rezensiert:

 
Der Autor über sich:
Mein Name ist Michael E. Vieten. Jahrgang 1962. Ich lebe und arbeite im Hunsrück mit Blick auf den Hochwald. Dort schreibe ich als freier Autor Romane und Erzählungen.
Ich liebe das Meer, philosophische Fragen und kluge Antworten. Ob SIE oder DU als Anrede ist mir nicht wichtig. Allerdings lege ich Wert auf einen höflichen und respektvollen Umgang miteinander.
Das Genre Mystery fasziniert mich. Für die großen und kleinen Dramen im Leben von Menschen kann ich mich ebenfalls begeistern. “The sixth sense”, “Jenseits von Afrika”. Solche Erzählungen treiben mich an.
Ein gutes Buch, ein Film im Kino, ein Abend in der Oper, ein Konzert, ein Zirkus oder irgendeine andere beeindruckende Leistung von Menschen, die mich stundenlang unterhalten und begeistert haben, lösten bei mir den Wunsch aus, ihnen etwas wiederzugeben. Deshalb schreibe ich.
Ich bin in einfachen Verhältnissen aufgewachsen und lebe weiterhin so. Ich mag einfache Menschen. Meine Sprache ist einfach. Die Menschen sollen mich verstehen. Ich will unterhalten, nicht belehren, und ich freue mich darüber, wenn ich meinen Lesern etwas mitgeben konnte für ihre eigene Reise durch die Zeit.
T.C. Boyle sagte einmal, Romane seien wie Rockkonzerte. Entweder bringst du die Leute zum Tanzen oder sie feuern dir Bierdosen an den Kopf.
Meine Geschichten sind eher Balladen. Wenn ich damit niemanden zum Weinen bringe und es mir nicht gelingt, die Menschen an die Melancholie der eigenen Erlebnisse zu erinnern, dann habe ich mein Ziel nicht erreicht.
Ann Radcliffe soll zu Jane Austen gesagt haben, sie schreibe über das, was ihr eigenes Leben für sie selbst nicht bereithält.
Meine Texte sind eine Mischung aus Erlebtem, Sehnsüchten, Hoffnungen und ein wenig Fantasie.(übernommen von Autoren-Blog)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich gerne bei



für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken.

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