Mittwoch, 19. August 2015

[Rezension] Eva Völler - Kiss & Crime 01: Zeugenkussprogramm


Leseprobe 




Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (one by Lübbe); Auflage: 1. Aufl. 2015 (13. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3846600156
ISBN-13: 978-3846600153
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Größe und/oder Gewicht: 15,7 x 3,4 x 22,2 cm

Inhalt gem. Bastei Lübbe:
Band 1 der neuen Serie Kiss & Crime von Eva Völler.
Emily kann es nicht fassen. Eigentlich wollte sie am letzten Wochenende vor ihren Abiklausuren bloß noch etwas feiern, doch dann gerät ihr Leben komplett aus den Fugen: Nach einem bewaffneten Überfall landen ihre Mutter und deren Freund Jonas im Krankenhaus, und das nur, weil Jonas sich mit den falschen Leuten eingelassen hat. Auf einmal sind sie alle in so großer Gefahr, dass ein Personenschützer für sie abgestellt wird. Pascal, jung und gut aussehend, sorgt bei Emily für noch mehr Pulsrasen, obwohl ihr sein Machogehabe ziemlich auf die Nerven geht. Als sich die Lage zuspitzt, muss die Familie sogar ins Zeugenschutzprogramm. Von der Großstadt geht's aufs Land – für Emily der totale Absturz. Sie will unbedingt zurück, aber im Zeugenschutz gelten harte Regeln. Und Pascal sorgt dafür, dass sie eingehalten werden – bis Emily schließlich begreift, dass der kleinste Fehler nicht nur ihr Leben in Gefahr bringt, sondern auch ihr Herz ...

Zum Buch:
Das kann ja wohl nicht wahr sein. Ihre Mutter liebt Jonas, mit dem Emily nicht so richtig warm wird. Sie traut ihm nicht  und wie sie merkt, das auch noch zurecht.
Er ist in kriminelle Handlungen verstrickt und landet gemeinsam mit ihrer Mutter angeschossen im Krankenhaus. Emily, die Zeugin des Angriffes war, ist völlig mit den Nerven fertig. Sie, ihre Mutter und Großmutter, die ebenfalls im Haus wohnt, kommen ins Zeugenschutzprogramm, bis die Täter gefasst sind und das heißt im Klartext, sie müssen Berlin verlassen. Das Abi ist geplatzt, alle Kontakte müssen unterbunden werden, sie ziehen in die letzte Pampa, an die Rhön und sie bekommen neue Namen. 
Es ist der Geburtsort ihrer Oma, die Autorin ist und dieses Szenario schon einmal in einem ihrer Bücher durchlebt hat.
Dort soll Emma, wie sie jetzt heißt, das letzte Schuljahr noch einmal absolvieren. 
Der einzige Lichtblick, den sie sieht, ist, dass ihnen für die erste Zeit, die Emmy, wie sie sich weiterhin nennen lässt, in die neue Schule geht, Pascal wieder als Personenschützer zur Verfügung hat. Er soll mit ihr die ersten Tage zur Schule gehen, unter dem Vorwand, dass er Austauschschüler aus Australien ist.
Es dauert nicht lange, bis sie sich ineinander verlieben, aber das darf natürlich nicht sein, also müssen sie ihre Liebe verbergen.

Trotz aller Sicherheit wird ihr Domizil von den Tätern ausfindig gemacht, und die Frage stellt sich nun, wem können sie trauen?

Ihre Mutter hat bereits einen neuen Mann kennengelernt und sich sehr schnell in ihn verliebt. Emmy hat in der Schule eine Freundin gefunden und in Nachbars Sohn Tommy einen Kumpel, der ihr bei ihrem Problemfach Mathe hilft. 
Das schlimmste für Emmy ist die Tatsache, dass sie sich niemandem anvertrauen kann, denn ihre Berliner Freundin Yasemin darf sie nicht anrufen und auch nicht schreiben, zumindest keinen Brief, wie sie ihn gern schreiben würde.
Sie fühlt sich manches Mal überfordert und nur die Liebe zu Pascal hält sie aufrecht.
Aber es dauert nicht lange und die Ereignisse überstürzen sich.

Mit diesem Buch beginnt Eva Völler eine neue Reihe, die sich "Kiss & Crime" nennt. Zielgruppe sind jugendliche Leser um die 14 Jahre. 
Der Schreibstil ist dieser Zielgruppe angepasst, das Buch aus der Sicht der Protagonistin Emily in der Ich-Form geschrieben.
Emily, fast 18 Jahre alt, purzelt, genau wie ihre Mutter und Großmutter in die ganze Sache hinein. 
Zeugenschutzprogramm, wer Krimis liest oder im TV sieht, weiß, was das heißt, so auch Emily, aber nun muss sie es am eigenen Körper erfahren. Die Gangster, die es auf sie abgesehen haben, sind übel und mit ihnen ist nicht zu spaßen. Nur knapp entgehen sie den Attentaten, die diese ausüben.

Auch wenn Emily das ein oder andere mal wirklich nervt, weil sie den Ernst der Lage nicht immer vor Augen hat, habe ich sie gemocht. Sie ist jung, unbekümmert und versucht das Leben so zu nehmen, wie es kommt, bis es ihr einen gewaltigen Strich durch die Rechnung macht.
Aber Probleme sind dazu da, sie zu bewältigen und Emily ist nicht allein.

Die Autorin Eva Völler fängt den Roman spannend an, flacht dann aber leider im Spannungsbogen etwas ab. Zum Ende hin nimmt die Geschichte wieder Fahrt auf, so dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann. Einige Dinge sind vorhersehbar, aber über die Inszenierung des Endes war ich dann doch überrascht, da doch einige Dinge anders liefen, als ich es gedacht hatte. Vermutungen hatte ich einige gestellt, aber nicht ganz so komplex.

Was mir fehlte, war ein bisschen mehr Leidenschaft zwischen Emmy und Pascal, das Knistern zwischen den beiden fehlte mir, so dass man die Liebesgeschichte nicht voll ausleben konnte. Über Pascal erfährt man sehr wenig, auch dort hätte mir gern ein paar Informationen mehr gewünscht.

Die Story hat eine sehr gute Grundlage, nur auf der emotionalen Ebene hätte ich gern ein wenig mehr gehabt. Die Leidenschaft blieb leider ein wenig auf der Strecke. 
Aber trotz allem ist ein wunderbarer Roman für jugendliche Leser, den ich gern weiterempfehle.


Bewertung:


Zur Autorin:
(Text übernommen von One)
Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem verdiente sie zunächst als Richterin und Rechtsanwältin ihre Brötchen, bevor sie die Juristerei endgültig an den Nagel hängte. "Vom Bücherschreiben kriegt man einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht." 
Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.

Von Eva Völler wurden gelesen und rezensiert:



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. 


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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