Donnerstag, 17. September 2015

[Rezension] Markus Tillmanns - Basaltblitz: Geburt eines Helden (Band 1)



Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2561 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 154 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B0143GWWIO


Klappentext gem. Amanzon:
Der schüchterne Nick verwandelt sich, nachdem er versehentlich einen Kometen gegessen hat, in einen Superhelden.
Nick ist begeistert!
Doch schon bald muss er feststellen: Wo ein Superheld ist, da sind die Superschurken nicht weit. Und dann ist da noch dieser merkwürdige Durst nach Blut, der nach jeder Heldentat größer wird …

Was würdest du tun, wenn du über Nacht zum Superhelden wirst?


Rezension:
Der 17-jährige Nick Nieländer ist der Typ Schüler, den andere Schüler sich immer als Opfer aussuchen, denn Nick ist schmächtig und hat eine Vorliebe für Comics. Freunde hat Nick keine, denn wer will schon mit einem Nerd befreundet sein? Doch zur Schule muss Nick, ob er will oder nicht und Blaumachen ist auch nicht mehr, denn das hat er zu oft getan und seine Lehrer riefen seine Mutter auf den Plan, die ihm gehörig die Meinung gesagt hat und dann gibt es da noch Sven Fellenberg. Dieser ist das genaue Gegenteil von Nick, braungebrannt, sportlich und bei der gesamten Schülerschaft überaus beliebt. Tja und der ist es, der Nick einen seiner schlimmsten Streiche spielt.

Nach einem erneuten, überaus frustrierenden Schultag, will Nick nur noch eines: Fernsehen und Abschalten, doch die Demütigung sitzt so tief, da kann noch nicht einmal sein Lieblingsfilm ihn aus diesem Frust reißen. Doch eher er es sich versieht, ist plötzlich etwas strahlendes am Himmel. Ein UFO, ein Komet, ein Flugzeug? Was auch immer es sein mag, es stürzt in der Nachbarschaft ab, doch seine Mutter lässt ihn natürlich nicht nachsehen was es ist, denn immerhin ist es bereits später Abend und Nick muss am nächsten Tag in die Schule.

Der darauffolgende Schultag scheint auch nicht besser zu werden, als die vorherigen, doch etwas ändert sich. In Nicks Klasse gibt es einen neuen Schüler, Bruce "Be" Darrell und dieser ist, genau wie Nick, ein comicliebender Nerd. Die beiden Jungen verstehen sich auf Anhieb prächtig, was umgehend dazu führt, dass Be Nachsitzen muss. Die Beiden tauschen sich über das abstürzende Objekt der letzten Nacht aus, denn Be wohnt direkt bei Nick um die Ecke und Nick glaubt es kaum, aber der Komet (so Bes Aussage), ist direkt in dessen Garten gelandet. Ein kleines Stück des Kometen hat Be sogar dabei - doch versehentlich isst Nick das Stückchen. Dennoch will Be Nick unbedingt den Kometen in seinem Garten zeigen, doch als sie vor Ort sind, ist dieser verschwunden. Dafür haben sie eine Begegnung einer ganz anderen Art: aus dem Gartenteich der Darrells taucht plötzlich ein maskierter Mann in einem Kostüm auf, der es, soviel steht fest, nicht gut mit den Jungen meint. Sie können ihn in die Flucht schlagen - aber was war das nur? Am nächsten Morgen bemerkt Nick einige Veränderungen an sich ...


Der 1. Band der Basaltblitz-Reihe! Der Plot wurde mitreißend und abwechslungsreich erarbeitet, denn mal ganz ehrlich, wer würde schon auf der Seite der Schulschläger stehen, wenn es so einen kleinen hilflosen Nerd gibt, den alle ärgern? Und wenn ausgerechnet dieser Nerd durch Zufall zu außergewöhnlichen Kräften kommt - na, wer wäre da nicht auf seiner Seite? Also ich bin es voll und ganz! Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Mir tat Nick unheimlich leid zum Beginn des Buches, denn was mag es schlimmeres für einen Schüler geben, als ein Punchingball für die beliebten Schüler zu sein? So sehr Nick auch versucht, diesen Schülern aus dem Weg zu gehen, er schafft es einfach nicht, aber dann ist seine Stunde gekommen und er könnte sich an ihnen allen rächen, doch Nick ist nun einmal Nick und die anderen sind Menschen, auch wenn er zwischenzeitlich Basaltblitz geworden ist. Den Schreibstil empfand ich als sehr fesselnd, sodass ich das Buch, dass ich eigentlich nur kurz anlesen wollte, in einem Rutsch verschlungen haben. Aber Achtung - es gibt einen genial-bösen Cliffhanger am Ende. Jetzt ist kurzfristig Warten angesagt, doch nicht für lange - schon am 11. Oktober soll der 2. Teil der Reihe "Basaltblitz: Monsterjagd" erscheinen.



Bewertung

Von Markus Tillmanns bisher gelesen und rezensiert.



Der Autor über sich:
„Sie wissen, warum wir Sie anhalten?“ Das Gesicht hinter der Frage scheint aus einem amerikanischen Polizeiverhör zu stammen. Und es gehört definitiv dem bösen Cop.
Ich überlege fieberhaft. Aber es will mir nichts einfallen. Ich bin noch zu abgelenkt.
„Verdammt, machen Sie die Scheibe richtig runter!“
Ich drücke den elektrischen Fensteröffner. Surrend verschwindet das Glas vollständig.
Der Polizist schneidet mir mit dem Taschenlampenstrahl ins Auge. Dann leuchtet er das Innere des Peugeot aus. „Was zum Teufel ist denn hier passiert?“
Ich bin mir nicht sicher. Die Tasche auf dem Beifahrersitz ist offen. Da war eine Windbö. Meine Sachen haben sich explosionsartig im Wagen verteilt. Ein Blatt meines neuen Manuskriptes hängt am Innenspiegel. „Ich weiß nicht genau“, sage ich unsicher. Ich war vorhin sehr abgelenkt. Und ich bin über irgendeine … Unebenheit gefahren.
„Sie wissen, warum wir Sie anhalten!“
Oh Gott, das wird doch nicht …? Vor dem inneren Auge sehe ich einen Film ablaufen, wie ich zwei Waisenkinder im Dunkeln überfahren habe. Nachts auf Landstraßen spielen hier immer Zwillinge. Es ist geradezu unheimlich.
„Was zum Teufel ist d a s da?“ Der Mann deutet auf meinen Kopf.
Ich fasse mir in die Haare. Sie kleben zusammen. „Ein Kaugummi“, sage ich. Froh, endlich einmal eine Frage beantworten zu können.
Der Polizist guckt nicht so, als ob er die Freude teilen würde. Er dreht sich zu seinem Kollegen um. „Wen haben wir denn da gerade noch erwischt?“ Die harten Augen kommen zurück. „Zeigen Sie jetzt die Fahrerlaubnis!“
Ich werfe rasch einen Blick in den Rückspiegel, um das Entsetzliche zu sehen. Aber das Blaulicht überall blendet mich.
„Den Führerschein!“
„Ja, ja. Sofort.“ Ich fasse in die Innentasche meiner Jacke. Da ist: nichts.
Nein!
 „Wird´s bald!“
„Ich … Sofort.“ Ich greife in die beiden Seitentaschen. Halstabletten, Öko-Purex-Taschentücher, ein Einkaufszettel von letztem Sommer. Kein Führerschein.
Oh, scheiße!
„Ich … es tut mir leid. Ich kann die Fahrerlaubnis nicht finden.“
Die unbarmherzige Lampe kommt zurück und sticht mir in die Augen. „Ach, so ist das.“
Der Mann reicht mir etwas herein. Führerschein. Tillmanns, Markus.
„Ist Ihnen hinten rausgesegelt. Machen Sie doch wenigstens e i n e Scheibe hoch.“
Ich nicke. Und drücke den elektrischen Fensterheber.
Surrend schließt sich das Glas wieder. (übernommen von HP)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 



bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

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