Dienstag, 20. Oktober 2015

[Rezension] Markus Tillmanns - Basaltblitz: Monsterjagd (Band 2)



Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2232 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 94 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B0155EZVAY



Klappentext gem. Amanzon:
Was würdest du tun, wenn in deiner Stadt ein Monster umgeht?

Seit Nick versehentlich einen Kometen gegessen hat, ist er der Superheld Basaltblitz!

Immer deutlicher wird, dass in Nicks Nachbarschaft ein Monster lebt. Ein Fall für einen Superhelden! Nick verwandelt sich in Basaltblitz und die Monsterjagd beginnt ...


Rezension:
Vor nicht allzu langer Zeit war der 17-jährige Nick Nieländer ein typischer Nerd und somit das geborene Opfer in seiner Schule. Das änderte sich, als Bruce "Be" Darrell neu an die Schule kam und die beiden sich anfreundeten. Der Zufall wollte es, dass in Bes Garten ein Komet einschlug, den Be natürlich mit in die Schule brachte, wo Nick ihn versehentlich verzehrte. Seitdem ist in Nicks Leben nichts mehr wie es war, denn er ist nunmehr Basaltblitz, ein Superheld. Doch ein Superheld braucht natürlich einen geheimen Unterschlupf.

In dem Vorort von Heropolis, der Stadt, in der Nick und Be leben, gibt es die Villa Nachtgraf, die wie geschaffen für sie ist, zumal die Beiden nicht wählerisch sein können, denn sie sind Schüler und keine Millionäre, also müssen sie nehmen, was sie kriegen können. Vor vielen Jahren lebte der verwitwete Arthur Nachtgraf mit seinen beiden Söhnen Wilhelm und Konrad in der Villa. Diese kamen auf rätselhafte Art ums Leben, worauf hin ihr Vater, inmitten der Spielzeuge seiner Söhne, Selbstmord beging. Seitdem ist die Villa verflucht - und von daher der perfekte Unterschlupf.

Doch auch so ist das Leben nicht unbedingt einfacher geworden, seitdem Nick Superkräfte hat. Wie soll er es nur anstellen, dass niemand die Veränderungen an seinem Körper bemerkt? Bisher konnte er seinen stählernen Körper unter weiter Kleidung verstecken - aber spätestens beim Sportunterricht in der Umkleide ist alles aus. Der Zufall will es, dass ein Monster in der Stadt unterwegs ist und (ausgerechnet) die Schwimmhalle demoliert - welch Glück für Nick, auch wenn er weiß, dass Basaltblitz auf Monsterjagd gehen muss, denn so ein Monster kann man unmöglich frei herumlaufen lassen, immerhin könnten ihm neben Tieren auch Menschen zum Opfer fallen. Ein neues Abenteuer für Basaltblitz ...


Der 2. Band der Basaltblitz-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet und schließt unmittelbar an den 1. Band der Reihe "Geburt eines Helden" an. Interessant fand ich hier, wie der "Alltag" eines noch zur Schule gehenden Superhelden beschrieben wurde, denn nicht nur Verbrecherjagd steht auf dem Programm, nein, auch das ganz normale Leben muss ja irgendwie weitergeführt werden. Die Figuren wurden vielschichtig und authentisch erarbeitet. Nick hat sich in dieser kurzen Zeit zu einer faszinierenden Persönlichkeit gewandelt, ich bin gespannt, ob dieser Reifeprozess im nächsten Band Fortbestand hat. Den Schreibstil empfand ich als sehr packend zu lesen, sodass ich das Buch in einem Rutsch gelesen haben. Jetzt ist leider wieder die Zeit des Wartens angebrochen - doch zum Glück nicht allzu lange, denn schon am 8. November erscheint der 3. Teil der Reihe "Basaltblitz: Blutmond" erscheinen.




Bewertung

Von Markus Tillmanns bisher gelesen und rezensiert.



Der Autor über sich:
„Sie wissen, warum wir Sie anhalten?“ Das Gesicht hinter der Frage scheint aus einem amerikanischen Polizeiverhör zu stammen. Und es gehört definitiv dem bösen Cop.
Ich überlege fieberhaft. Aber es will mir nichts einfallen. Ich bin noch zu abgelenkt.
„Verdammt, machen Sie die Scheibe richtig runter!“
Ich drücke den elektrischen Fensteröffner. Surrend verschwindet das Glas vollständig.
Der Polizist schneidet mir mit dem Taschenlampenstrahl ins Auge. Dann leuchtet er das Innere des Peugeot aus. „Was zum Teufel ist denn hier passiert?“
Ich bin mir nicht sicher. Die Tasche auf dem Beifahrersitz ist offen. Da war eine Windbö. Meine Sachen haben sich explosionsartig im Wagen verteilt. Ein Blatt meines neuen Manuskriptes hängt am Innenspiegel. „Ich weiß nicht genau“, sage ich unsicher. Ich war vorhin sehr abgelenkt. Und ich bin über irgendeine … Unebenheit gefahren.
„Sie wissen, warum wir Sie anhalten!“
Oh Gott, das wird doch nicht …? Vor dem inneren Auge sehe ich einen Film ablaufen, wie ich zwei Waisenkinder im Dunkeln überfahren habe. Nachts auf Landstraßen spielen hier immer Zwillinge. Es ist geradezu unheimlich.
„Was zum Teufel ist d a s da?“ Der Mann deutet auf meinen Kopf.
Ich fasse mir in die Haare. Sie kleben zusammen. „Ein Kaugummi“, sage ich. Froh, endlich einmal eine Frage beantworten zu können.
Der Polizist guckt nicht so, als ob er die Freude teilen würde. Er dreht sich zu seinem Kollegen um. „Wen haben wir denn da gerade noch erwischt?“ Die harten Augen kommen zurück. „Zeigen Sie jetzt die Fahrerlaubnis!“
Ich werfe rasch einen Blick in den Rückspiegel, um das Entsetzliche zu sehen. Aber das Blaulicht überall blendet mich.
„Den Führerschein!“
„Ja, ja. Sofort.“ Ich fasse in die Innentasche meiner Jacke. Da ist: nichts.
Nein!
 „Wird´s bald!“
„Ich … Sofort.“ Ich greife in die beiden Seitentaschen. Halstabletten, Öko-Purex-Taschentücher, ein Einkaufszettel von letztem Sommer. Kein Führerschein.
Oh, scheiße!
„Ich … es tut mir leid. Ich kann die Fahrerlaubnis nicht finden.“
Die unbarmherzige Lampe kommt zurück und sticht mir in die Augen. „Ach, so ist das.“
Der Mann reicht mir etwas herein. Führerschein. Tillmanns, Markus.
„Ist Ihnen hinten rausgesegelt. Machen Sie doch wenigstens e i n e Scheibe hoch.“
Ich nicke. Und drücke den elektrischen Fensterheber.
Surrend schließt sich das Glas wieder. (übernommen von HP)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 



bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

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