Samstag, 3. Oktober 2015

[Rezension] Michael Tsokos / Andreas Gößling - Zerschunden (Band 1)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 432
ISBN: 978-3-426-51789-5
Erscheinungstermin: 1. Oktober 2015
Preis: 14,99 EUR 
Format: Broschiert
Verlag: Knaur



Klappentext gem. Knaur:
Ein Serienkiller, der europaweit in der Nähe von Flughäfen zuschlägt. Er ist schnell, er ist unberechenbar, und er ist nicht zu fassen. Seine Opfer: Alleinstehende Frauen, auf deren Körper er seine ganz persönliche Signatur hinterlässt. Ein Fall für Rechtsmediziner Fred Abel vom Bundeskriminalamt, der plötzlich tiefer in den Fall involviert ist, als er möchte. Denn der Hauptverdächtige ist ein alter Freund, dessen kleine Tochter im Sterben liegt.

Der Auftakt zu einer hochspannenden Serie, die auf authentischen Fällen und echten Ermittlungen basiert - von Deutschlands bekanntestem Rechtsmediziner.
„Nichts ist so grausam wie die Realität - eine fulminante Mischung aus Fakten und Fiktion!“ Sebastian Fitzek


Rezension:
Die 76-jährige Irina Petrowa kommt wie jeden Tag vom Einkaufen nach Hause, nur das heute etwas anders ist als sonst. Heute wird sie beobachtet, heute wird sie verfolgt, heute wird sie sterben! Ein Mann folgt ihr, beobachtet sie, drängt sie in ihre Wohnung und tötet sie. Gefunden wird Irina Petrowa am nächsten Morgen von ihrer Betreuerin Mercedes Camejo.

Freitag, der 3. Juli ist für den 46-jährigen Dr. Fred Abel alles andere als ein Glückstag. Der Rechtsmediziner der Abteilung "Extremdelikte" wollte es lieber ruhig angehen lassen, doch ein Unfall auf einem Kleinflughafen mit acht Todesopfern erfordert die Anwesenheit aller verfügbaren Rechtsmediziner des Berliner Landesinstituts und vom rechtsmedizinischen Institut der Charité, sodass, bis die abwesenden Rechtsmediziner wieder in Berlin sind, alle halbwegs rätselhaften Todesfälle in dieser Zeit in seiner Abteilung landen werden und zu allem Überfluss ist der Leiter der Sonderabteilung, Professor Paul Herzfeld, seit diesem Tag in einem Kurzurlaub. Tatsächlich lässt der erste dieser befürchteten Fälle nicht lange auf sich warten. Hauptkommissar Markwitz wurde über einen Leichenfund informiert - das Opfer ist Irina Petrowa und sie wurde eindeutig Opfer eines Tötungsdeliktes, denn nach ihrem Tod wurde das Opfer mit Respectez Asia beschriftet.

Am Opfer können keine eindeutigen DNA-Spuren gesichert werden, jedoch hat der Täter genügend Spuren zurück gelassen, anhand derer die Ermittler feststellen lasen können, dass der Täter männlich ist und afrikanische Vorfahren hat. Kurz darauf können die Ermittler einen Verdächtigen stellen: Lars Moewig. Fred Abel glaubt die an die Schuld von Moewig, da er vor vielen Jahren mit diesem befreundet war. Dennoch wird er in Untersuchungshaft genommen. Derweil liegt dessen 12-jährige Tochter Lilly in der Charité im Sterben, sie hat Leukämie und die Ärzte können für das Mädchen nichts mehr tun, ja schlimmer noch, sie geben ihr nur noch wenige Tage zu Leben. Fred erfährt davon, ebenso von dem Wunsch Lillys, ihren Vater noch einmal zu sehen. Er weiß, dass eine Freilassung aus der Untersuchungshaft unwahrscheinlich ist, ja sogar unmöglich, nachdem Lars einen Wärter angegriffen hat und um Lilly diesen letzten Wunsch zu erfüllen, muss Fred den wahren Täter stellen. Dafür hat er nur wenige Tage Zeit, denn Lilly wird auf absehbare Zeit ins Koma fallen, aus dem sie nicht mehr erwachen wird. Durch eine Nachforschungen findet Fred heraus, dass auch andernorts in Europa ältere Frauen ermordet wurden, welche ebenfalls mit Respectez Asia beschriftet wurden. Er begibt sich auf die Jagd, doch die Zeit spielt gegen ihn ...


1. Band der Fred-Abel-Reihe. Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Faszinierend empfand ich die Tatsache, dass etwa 80 % des Buches auf tatsächlichen Begebenheiten beruhen, was ich irgendwie erschreckend finde. Die Figuren wurden facettenreich und realistisch erarbeitet. Allerdings muss ich gestehen, dass meine Sympathien ganz auf Seiten von Lars Moewig lagen, der augenscheinlich alles für seine Tochter tun würde. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch wirklich schöne Lesestunden bereitet hat.
Bewertung

Von Michael Tsokos bereits gelesen und rezensiert: (Es ist erst alles sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)



Die Autoren: 


Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine Bücher über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin sind allesamt Bestseller.
(Text übernommen vom Droemer-Verlag)

Andreas Gößling wurde 1958 geboren und ist promovierter Literatur- und Sozialwissenschaftler. Unter Pseudonym und seinem eigenen Namen hat er zahlreiche Sachbücher und Romane für jugendliche und erwachsene Leser verfasst. Er lebt als freier Autor mit seiner Frau in Berlin, wo er auch den Spezialverlag MayaMedia leitet. (Text übernommen vom Droemer-Verlag)


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich gerne beim Verlag





bedanken, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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