Freitag, 27. November 2015

[Rezension] Andrea Sawatzki - Ein allzu braves Mädchen


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 176
ISBN: 978-3-492-30486-3
Erscheinungstermin: 11. August 2014
Format:
Taschenbuch
Verlag: Piper


Klappentext: gem. Piper
Ihre roten Haare leuchten zwischen dem Grün der Bäume. Verstört und mit bloßen Füßen findet man die junge Frau in einem Waldstück. Ihr anfängliches Misstrauen den Psychiatern gegenüber weicht erst ganz allmählich dem Bedürfnis, ihre Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte, die wirklich niemanden kalt lässt. Aber entspricht das, was sie erlebt zu haben glaubt, auch der Wahrheit?


Rezension:
Winfried Ott ist tot. Der 71-jährige Mann starb bereits vor einigen Tagen, ermordet mit einem scharfkantigen Gegenstand. Vermisst hatte den Mann niemand, lediglich durch das Bellen seiner Hunde wurde die Nachbarschaft darauf aufmerksam, dass bei Ott irgendwas nicht stimmte. Vom Täter ist weit und breit keine Spur zu entdecken - doch wer hätte auch ein Motiv gehabt, diesen alten Mann zu ermorden?

Derweil wird eine junge, verstörte Frau in einem Wald aufgefunden. Sie selbst kann sich an nichts erinnern, weiß nicht, was passiert ist und wie sie in den Wald gekommen ist. Von der hinzugerufenen Polizei wird sie in eine psychiatrische Klinik gebracht. Anfänglich ist die Frau nicht bereit, mit den Ärzten zusammen zu arbeiten, doch nach und nach verändert sich ihre Einstellung.

Zu ihrer betreuenden Ärztin, Dr. Minkowa baut sie langsam aber sicher ein Vertrauensverhältnis auf und beginnt, sich ihr zu öffnen und der Ärztin schonungslos und offen aus ihrem Leben zu berichten. Dr. Minkowa ist schockiert und fasziniert von dieser jungen Frau, die noch immer keinen Namen hat. Dann jedoch steht ein unheimlicher Verdacht im Raum - könnte sie etwas mit dem Tod des alten Mannes zu tun gehabt haben?


Opfer oder Täterin? Der Plot wurde abwechslungsreich und realistisch erarbeitet. Fasziniert war ich von der Tatsache, wie die Autorin es schaffte, den Leser immer wieder in die Gedankenwelt der jungen Frau eintauchen zu lassen und die ist mitunter sehr erschreckend. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, jedoch hätten mir ein paar mehr an der Zahl gut gefallen, irgendwie waren sie recht rar gesät. Den Schreibstil empfand ich angenehm zu lesen, jedoch blieb bei mir nach Abschluss der Lektüre ein eher fader Beigeschmack zurück - ich hatte wohl einfach zu viel erwartet.

Bewertung

Die Autorin:
Andrea Sawatzki, geboren 1963, gehört zu den bekanntesten deutschen Film- und Fernsehschauspielerinnen. Nach ihrem Spiegel-Bestseller »Ein allzu braves Mädchen« erschien die turbulente Weihnachtskomödie »Tief durchatmen, die Familie kommt«, die ebenfalls wochenlang auf den Bestsellerlisten stand. Andrea Sawatzki lebt zusammen mit ihrem Mann, dem Schauspieler Christian Berkel, und den zwei gemeinsamen Söhnen sowie drei Hunden in Berlin. »Tief durchatmen, die Familie kommt« wurde mit Andrea Sawatzki, Axel Milberg und anderen für das ZDF verfilmt. (von Piper übernommen)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.




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