Freitag, 27. November 2015

[Rezension] Jessica Khoury - Die Einzige: In deinen Augen die Unendlichkeit


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 440
ISBN: 978-3-401-06869-5
Erscheinungstermin: 1. Januar 2013
Format:
Hardcover
Verlag: Arena


Klappentext: gem. Arena
Als Pia ihm begegnet, weiß sie nicht, wohin sie blicken soll. Diese unglaublich blauen Augen. Die wilden Zeichen, die seinen Körper bedecken. Seine Lippen, die ihren Namen so aussprechen wie niemand zuvor. Pia weiß, dass Eio sterblich ist. Im Gegensatz zu ihr, der ersten und einzigen Unsterblichen. Sie weiß, dass sie zusammen keine Zukunft haben. Doch obwohl alles gegen sie spricht, ist ihre Liebe das Einzige, wofür Pia kämpfen wird.


Rezension:
Die 17-jährige Pia lebt in der Forschungseinrichtung Little Cam im dichten Urwald des Amazonas. Sie wurde dort geboren und hat Little Cam noch nie verlassen. Zeit ihres Lebens ist sie von Wissenschaftlern umgeben, immerhin ist es eine Forschungsstation und auch ihre Eltern sind Wissenschaftler, die dort geboren wurde. Doch Pia ist einzigartig, denn sie ist unsterblich und sie ist die einzige ihrer Art. Pia ist nicht unglücklich mit ihrem Leben, kennt sie doch nichts anderes und ist es doch auch ihr eigenes Ziel, ihren Eltern bzw. ihrer Umgebung nachzueifern und Wissenschaftlerin zu werden, immerhin bringt sie dafür die besten Voraussetzungen mit. Pia ist zufrieden, so wie es ist, doch sie ist auch einsam, denn es gibt niemanden wie sie und auch niemanden in ihrem Alter in Little Cam.

Eines Tages jedoch ändert sich alles. Ein Baum brach um und schuf ein Loch im Elektrozaun, der die Forscher vom Urwald trennt. Sie, die bisher lediglich einen Blick auf die Außenwelt werfen konnte, beschließt nun, diese zu ergründen und schleicht sich heimlich fort. Weit kommt sie jedoch nicht, da trifft sie auf einen Eingeborenen. Dieser stellt sich ihr als Eio vor und schnell ist klar, dass er anders ist, als sie erwartet hat, denn Eio spricht ihre Sprache und dieser Junge, der etwa in ihrem Alter ist, fasziniert sie. Zurück in Little Cam kann sie ihn einfach nicht vergessen.

Plötzlich erscheint ihr ihre bisherige Welt als zu klein, zu abgeschottet und immer wieder schleicht sie sich unbemerkt aus dem Lager, um sich mit Eio zu treffen, der ihr seine Welt zeigt. Tatsächlich ist Eio etwas Besonderes, denn er ist das Kind einer Indianerin und eines Forschers, der vor Jahren eine Beziehung mit ihr einging. Auch Eios Vater schleicht sich immer wieder aus Little Cam und unterrichtet seinen Sohn. Was beide noch nicht wissen: Eio wurde darauf vorbereitet, Pia zu retten, denn in Little Cam ist nicht alles so, wie es auf den ersten Blick erscheint ...


Die Einzige ihrer Art! Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Die Idee an sich, eine Forschungseinrichtung inmitten eines Urwaldes und in diesem Umfeld eine 17-jährige Unsterbliche zu platzieren fand ich ausgesprochen vielversprechend, jedoch war leider nach dem Zusammentreffen von Pia und Eio der restliche Plot mehr als offensichtlich. Die Figuren wurden realistisch erarbeitet, blieben jedoch in meinen Augen recht flach. Anfangs empfand ich Pia als durchaus faszinierend, wie sie sich den Regeln widersetzt und die Außenwelt erkundet, doch auch im Laufe des Buches legt sie ihre Naivität nicht ab, was ich, in Anbetracht der Tatsache, dass sie immer mehr über die Hintergründe der Forschungseinrichtung erfährt, so nicht recht glauben mochte. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, doch konnte dieser den schwachen Plot und die fadenscheinigen Charaktere nicht wirklich aufwerten.


Bewertung

Die Autorin:
Jessica Khoury hat syrische und schottische Wurzeln, lebt mit ihrem Mann in Toccoa, Georgia, und studierte Englisch am dortigen College. Neben dem Schreiben trainiert sie eine Jugendfußballmannschaft. „Die Einzige. In deinen Augen die Unendlichkeit“ ist ihr Debütroman, der auf Anhieb in mehrere Sprachen übersetzt wurde. (von Arena übernommen)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.





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