Donnerstag, 5. November 2015

[Rezension] Jodi Picoult - In den Augen der anderen



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 688
ISBN: 978-3-404-16824-8
Erscheinungstermin: 21. Juni 2013 
Format: Taschenbuch
Verlag: Bastei Lübbe


Klappentext gem. Lübbe:
Jacob hasst die Farbe Orange. Und er hasst es, wenn sein gewohnter Tagesablauf gestört wird. Routinen sind für ihn lebenswichtig, denn er leidet unter dem Asperger-Syndrom. Doch dann wird seine Erzieherin erschlagen, und Jacob wird des Mordes verdächtigt. Die von seiner Mutter Emma mühsam erkämpfte ‚Normalität‘ bricht zusammen. Alle Beweise sprechen gegen Jacob. Doch Emma nimmt den Kampf auf. Denn es geht darum, ihren Sohn vor dem Gefängnis zu bewahren – und um die Rechte von Menschen, die anders sind.

Rezension:
Der 18-jährige Jacob Hunt ist anders, als andere Jungen in seinem Alter. Er hasst die Farbe Orange, hasst es, wenn sein Tagesablauf gestört wird, hasst alles, was nicht nach Plan läuft. Doch Jacob kann nichts dafür, er hat das Asperger-Syndrom. Zwar steht ihm seine Mutter Emma immer zur Seite und auch sein jüngerer Bruder Theo hilft ihm (widerwillig), aber dennoch ist das Leben nicht so einfach. Der Vater hat sich, nachdem Jacobs Krankheit diagnostiziert wurde, aus dem Staub gemacht. Zwar zahlt er regelmäßig Unterhalt, doch sonst ist er nicht für seine Familie da.

Wie es häufig bei Menschen mit dem Asperger-Syndrom vorkommt, hat auch Jacob Spezialinteressen, die ihn mehr fesseln, als alles andere. In seinem Fall ist es Ermittlungsarbeit der Polizei. Mit Vorliebe baut er auch selbst Tatorte nach und lässt seine Familie die Fälle lösen. Auch liebt er die TV-Serie "CrimeBusters", die Tatorte nachstellen und lösen und er verpasst nie eine Folge, obwohl er sie schon alle auswendig kennt.

Um sein Sozialverhalten zu verbessern, trifft er sich zweimal wöchentlich mit der 23-jährigen Jess, seiner Sozialtherapeutin. Zwar studiert diese noch, doch die Arbeit mit ihr hilft ihm sehr, sodass es ihm möglich ist, leichter mit seiner Umwelt zu agieren. Dann verschwindet Jess eines Tages, ihr Haus weist Spuren einer Entführung auf, doch sie selbst bleibt verschwunden. Kurz darauf wird ihre Leiche gefunden und Indizien am Fundort führen direkt zu Jacob ...


Leidenschaft, die zum Verhängnis wird! Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir die Darstellung des Asperger-Syndroms bei diesem jungen Mann gefallen, für den seine Mutter gekämpft hat und jeden Tag kämpft, damit er ein möglichst normales Leben im Rahmen seiner Möglichkeiten führen kann, doch wie "beschränkt" diese Möglichkeiten sind, ist hier sehr gut dargestellt. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Besonders gut hat mir hier die Figur des Jacob gefallen, der zwar hochintelligent ist, jedoch auf Grund seiner Erkrankung Schwierigkeiten mit dem "normalen" Leben hat. Den Schreibstil empfand ich als sehr packend, ebenso den Plot, sodass ich mich hier kaum von dem Buch lösen konnte.

Bewertung


Von Jodi Picoult bereits gelesen und rezensiert: (Es ist erst alles sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)


Die Autorin: 
Jodi Picoult, geboren 1967 in New York, studierte in Princeton und Harvard. Seit 1992 schrieb sie mehr als zwanzig Romane, von denen viele Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste waren. Die Autorin wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, wie etwa 2003 mit dem renommierten New England Book Award. Picoult lebt mit ihrem Mann, drei Kindern und zahlreichen Tieren in Hanover, New Hampshire. (übernommen von Randomhouse)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier

Wie ich zu dem Buch kam:
Bei diesem Buch handelt es sich um eine Leihgabe der örtlichen Bücherei.

Keine Kommentare: