Montag, 16. November 2015

[Rezension] Kerstin Hohlfeld - Morgen ist ein neues Leben



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (11. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548286569
ISBN-13: 978-3548286563
Größe und/oder Gewicht: 12 x 2,3 x 18,7 cm

Inhalt gem. Ullstein:
"Lass uns Backe Kuchen spielen!" — dieser Satz und ein altes Foto sind die einzigen Erinnerungen, die Tanja Wellenstein an ihre Mutter hat. Vor zwanzig Jahren kam diese auf einer Reise ums Leben, Tanja wuchs bei den Großeltern auf, denen sie nie gut genug war. Doch dann erfährt sie durch einen Zufall, dass ihre Mutter Valentina auf der Insel Langkawi lebt — und einen schweren Unfall hatte. Überstürzt bricht Tanja nach Malaysia auf, wo ihre Mutter mit dem Tod ringt. Hat das Schicksal wirklich gewollt, dass sie einander niemals wiedersehen?

Zum Buch:
Für Tanja Wellenstein fällt eine Welt zusammen, als sie versehentlich ein Gespräch ihrer Großeltern mit anhört, in dem es um ihre verstorbene Mutter geht. Vor 20 Jahren starb diese bei einem Verkehrsunfall, so dass sie seither bei ihren Großeltern lebt, die beide Ärzte sind und sie sehr streng erzogen haben. Nie konnte sie es ihnen recht machen. 
In dem Gespräch geht es um Briefe ihrer Mutter und dass diese doch nicht tot sei, sondern weit weg wohnt und auch die Großeltern seit 20 Jahren nicht mehr wissen, wie es ihr geht und wohin es diese geweht hat. Tanja ist entsetzt ob der Lügen, die ihr jahrelang erzählt wurden und macht sich auf den Weg nach Malaysia, von wo aus sich die Mutter das letzte Mal gemeldet hatte.

Helena, eine erfolgreiche Ärztin mit eigener Klinik lebt nur für ihre Arbeit. Die Ehe mit ihrem Mann bringt nicht mehr die Erfüllung, so dass es zu einem Seitensprung kam, der ihr nicht allzuviel bedeutete, dem anderen aber.
Zu ihrem 40. Geburtstag veranstaltet ihr Mann eine Überraschungsparty und hat ein Überraschungsgeschenk für sie. Er schenkt ihr Zeit, etwas, was sie sich immer gewünscht hat. Jetzt hat sie sie und zwar in Form eines Tickets in den Urlaub. Allein, nach Malaysia. Nach einigen Hin- und Her-Überlegungen entschließt sie sich, die Reise anzutreten. 
Im Flieger begegnen sich Tanja und Helena und sie verbringen den Flug gemeinsam. In Malaysia trennen sich ihre Wege, jedoch nicht für immer ...

Tanjas Welt liegt in Scherben. Was ist vor 20 Jahren vorgefallen, dass ihre Mutter Reißaus genommen hat und ihre kleine Tochter zurück ließ? Ihr blieben nur ein Foto aus glücklichen gemeinsamen Jahren sowie die Erinnerung an den Kinderreim "Backe, backe Kuchen". Und ein Albtraum, indem ihre Mutter im Zug sitzt und beim Losfahren nicht einmal hochguckt.
Nun ist sie auf den Weg nach Malaysia, sie will ihre Mutter suchen und hoffentlich finden. Sie fährt mit bangen Gefühlen. Was ist, wenn ihre Mutter gar kein Interesse daran hat, sie zu sehen und ihr egal ist, was aus ihr geworden ist? Was für ein Mensch ist ihre Mutter, was für ein Mensch kann man überhaupt sein, wenn man sein Kind einfach im Stich lässt? Wurde sie im Stich gelassen? Was passierte vor 20 Jahren? 
Tanja weiß nicht, ob sie auf alle Fragen eine Antwort finden wird, aber auf keinen Fall ahnt sie, dass sie ihre Mutter nach einem Autounfall im Koma liegend vorfinden wird, die sich zurück ins Leben kämpft.

Kerstin Hohlfeld, die Autorin des Buches, hat mich mit ihrem Buch in eine Welt entführt, die ich nur vom Hörensagen und Fotos her kenne. Sie nimmt den Leser mit auf einen Tripp nach Malaysia, einem Land am Ende der Welt.
Dorthin hatte es vor 20 Jahren Valentina, Tanjas Mutter, getrieben. Sie kam nie wieder nach Hause.
Nun haben sich unabhängig voneinander zwei weitere Frauen auf den Weg nach Malaysia gemacht, die eine, um ihre Mutter zu finden, die andere, um Zeit für sich zu haben und ihr Leben zu überdenken.
Beide finden eine traumhaft schöne Insel vor.

Kerstin Hohlfeld gelingt es mühelos, den Leser mit einem Teil der Schönheiten vertraut zu machen. Die Reise geht auf die Insel Langkawi, die die Autorin selbst bereist hat. Sie nimmt den Leser an die Hand und lässt ihn anhand von fantastischen Beschreibungen an den Naturschönheiten teilhaben. Mehr als einmal habe ich mir gewünscht, ich würde das mit eigenen Augen können.

Tanja ist eine Protagonistin, die man einfach gern haben muss. Ein wenig übergewichtig macht sie sich auf in eine ihr unbekannte Welt zu einer ihr unbekannten Mutter. Sie lässt sich auf das Abenteuer ein, nicht wissend, was sie erwarten wird. Weder, ob sie ihre Mutter überhaupt treffen wird, noch hat sie eine Vorstellung, wie ein Wiedersehen ablaufen könnte. Sie springt ins kalte Wasser und beisst sich durch, immer die Angst im Nacken, sie könnte abgelehnt werden.
Ich mochte die meisten Protagonisten, bis auf die Eltern von Valentina. Wer solche Eltern hat, braucht definitiv keine Feinde mehr. Deren Verhalten konnte ich so gar nicht nachvollziehen.

Mit dem Buch verlebt man nicht nur im übertragenen Sinne schöne Stunden in Malaysia, man fühlt sich auch sehr gut unterhalten. Es muss nicht immer ein Liebesroman sein, um in einer Geschichte versinken und seine Umgebung vergessen zu können.

Auch diesen Roman empfehle ich sehr gern weiter. 


Bewertung:


Zur Autorin:
(Text übernommen vom Ullstein-Verlag)
Kerstin Hohlfeld, geboren 1965 in Magdeburg, studierte von 1985 bis 1991 Theologie in Naumburg und Berlin. Danach bekam sie erst einmal drei Kinder und sah lieber davon ab, für die Kirche zu arbeiten. Sie verlegte sich aufs Schreiben und veröffentlichte bereits mehrere Romane.










An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin Kerstin Hohlfeld sowie beim Verlag


bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt


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