Mittwoch, 11. November 2015

[Rezension] Michael Tsokos - Der Totenleser


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 256
ISBN: 978-3548373423
Erscheinungstermin: 8. September 2010
Format: Taschenbuch
Verlag: Ullstein


Klappentext gem. Ullstein:
Nahezu täglich hat Michael Tsokos es mit Toten zu tun, die auf spektakuläre Weise ums Leben gekommen sind und die Frage aufwerfen: War es Suizid, war es ein Unfall ? oder war es Mord? In seinem zweiten Buch ist der bekannte Rechtsmediziner dem Tod erneut auf der Spur und schildert weitere unglaubliche Fälle aus eigener Erfahrung.


Rezension:
Prof. Dr. Michael Tsokos ist der Leiter des für Rechtsmedizin an der Berliner Charité und somit könnte man glatt sagen: Der Tod ist sein Geschäft. Unvorstellbar scheint es anzumuten, was Menschen anderen Menschen antun können und dennoch geschehen unvorstellbar grausame Verbrechen tagtäglich. Schlussendlich landen diese Fälle (optimalerweise) auf dem Sektionstisch eines Rechsmediziners.

In diesem Buch werden 12 Fallbeispiele genannt, die Prof. Dr. Michael Tsokos in seiner langjährigen Karriere "auf den Tisch" gekommen sind. Besonders beeindruckt haben mich hier:

Ein Mann rast mit seinem Auto in Tötungs- und auch Selbstmordabsicht in den Blumenladen seiner geschiedenen Frau. Das eigentliche Drama verbirgt sich jedoch in der Gartenhütte des Mannes - dort hat er seine derzeitige Frau aufs grausamste gefoltert und ihr sogar die Augen entfernt - doch sie überlebte. Was sich wirklich dahinter verborgen hat?

In einem Binnenhafen wird die Leiche eines Mannes gefunden. Die Leiche weist vier Messerstiche im Brustbereich auf, allerdings keinerlei Abwehrverletzungen. Welch schreckliche Tragödie sich hinter dem Tod des jungen Mannes verbirgt und wer schlussendlich verantwortlich für dessen Tod ist, stellt sich erst im Laufe der Ermittlungen heraus.


Interessante Fallbeispiele! Wie bereits beschrieben, handelt es sich bei diesem Buch um ein "Sachbuch", welches 12 Fallbeispiele der rechtsmedizinischen Karriere von Prof. Dr. Michael Tsokos dokumentiert. All diese Menschen kamen durch Unfälle (zum Beispiel bei einem autoerotischen Liebesspiel) oder durch Menschenhand ums Leben - einen natürlichen Tod ereilte in diesen Fällen niemanden. Die Beispiele wurden für einen Laien verständlich und klar dargestellt, sodass ich keine Probleme hatte, den Ausführungen zu folgen. Etwas enttäuscht war ich allerdings von der Auswahl der Fälle - wahrscheinlich waren meine Erwartungen einfach zu hoch, denn von Michael Tsokos bin ich bisweilen ganz andere Kaliber gewohnt, diese hier wirkten glatt etwas "zahm".

Bewertung

Von Michael Tsokos bereits gelesen und rezensiert: (Es ist erst alles sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)



Der Autor: 

Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine Bücher über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin sind allesamt Bestseller.
(Text übernommen vom Droemer-Verlag)


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir im Rahmen einer Lesung gekauft.

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