Donnerstag, 26. November 2015

[Rezension] Morton Rhue - Über uns Stille



Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 256
ISBN: 978-3-473-58452-9
Erscheinungstermin: 1. Juli 2013 
Format: Taschenbuch
Verlag: Ravensburger


Klappentext: gem. Ravensburger
Die Angst vor einem Atomkrieg wächst. Scotts Vater hat einen Bunker im Garten bauen lassen. Seitdem stellt Scott sich quälende Fragen: Wird er es rechtzeitig in den Bunker schaffen, wenn der Krieg kommt? Und was, wenn dort kein Platz mehr für ihn ist, weil die Nachbarn schneller waren? Wie lange muss man eigentlich in einem Bunker bleiben? Hätten sie überhaupt eine Chance zu überleben, wenn draußen alles verseucht wäre?


Rezension:
Die letzten Tage der Sommerferien des Jahres 1962 sollten die letzten unbeschwerten Tage im Leben des 12-jährigen Scott sein. Das Jahr 1962 ist geprägt vom Kalten Krieg und der Angst vor der Zündung einer Atombombe. Scotts Vater weiß ebenfalls um die Gefahr, die fast zum Greifen nah ist und er lässt für sich und seine Familie im heimischen Garten, unter seinem Haus, einen Atomschutzbunker bauen. Tatsächlich geschieht am letzten Ferientag das, was alle befürchtet und doch jeder geleugnet hat: eine Atombombe wird gezündet.

In dem Augenblick jedoch, als die Familie ihren Bunker betreten will, kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen mit den Nachbarn, denn diese haben keinen Schutzbunker für sich und ihre Familien. Während dieser Auseinandersetzungen wird Scotts Mutter schwer verletzt und neben seinen Eltern und seinem jüngeren Bruder schaffen es auch einige Nachbarn in den Bunker. Um unbeschadet in die Außenwelt zurückkehren zu können, müssen sie mindestens 14 Tage in dem Bunker überstehen, 14 Tage lang - 10 Personen und dabei ist der Bunker lediglich mit Vorräten für eine 4-köpfige Familie ausgestattet.

Es dauert nicht lange, dann droht die Situation im Bunker zu eskalieren und auch alte Streitigkeiten unter den "Geretteten" bahnen sich ihren Weg in diese Situation, denn nicht jeder ist der Meinung, dass jeder in dem Bunker ein Anrecht auf sein Überleben hat ...


Wenn das Unvorstellbare geschieht! Der Plot wurde authentisch und realistisch erarbeitet. Im Besonderen beeindruckt haben mich die unterschiedlichen Situationen, die sich innerhalb des Bunkers abspielten, zumal diese im Laufe der Zeit immer wieder variieren und zur Eskalation innerhalb der Gruppe führen könnten. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Gerade die Figur des 12-jährigen Scott hat mich sehr beeindruckt, der bereits vor der Zeit im Bunker, gerade auf Grund der politischen Situation und auch der Voraussicht seiner Eltern, deutlich reifer war, als seine Freunde und am ehesten realisiert hat, was durchaus passieren könnte und dann auch geschah. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, hätte mir allerdings zwischendrin eher weitere Interaktionen der Menschen im Bunker gewünscht.


Bewertung

Von Morton Rhue bereits gelesen und rezensiert: (Es ist erst alles sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)



Der Autor: 
Nach einigen Jahren an einem New Yorker College schmiss Morton Rhue, eigentlicher Name: Todd Strasser, sein Studium, um sein Glück zuerst in einer Kommune und dann als Straßenmusiker in Europa zu suchen. Trotz seiner Schwierigkeiten mit Rechtschreibung und Grammatik schrieb Rhue Lieder und Gedichte für seine Freunde zu Hause und begann nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten ein Literaturstudium. Nach seinem Abschluss arbeitete er einige Jahre als Reporter für verschiedene Zeitungen. 1978 erschien sein erster Roman "Angel Dust Blues". Mit seinen Tantiemen gründete er eine Firma und begann Glückskekse zu produzieren, von denen er die nächsten zwölf Jahre bis zu seinem Durchbruch als Schriftsteller noch mehr verkaufen sollte als von seinen Büchern. (von Amazon übernommen)

  
Wie ich zu dem Buch kam: 
Das Buch habe ich mir geliehen.

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