Mittwoch, 2. Dezember 2015

[Blogtour] Dieses Hutmenschenkomplott: Tyrrin Hexenkater Band 1 - Platti Lorenz, Station 3 - Interview mit Platti Lorenz


Heute ist bereits der 3. Tag der Blogtour rund um den 1. Band der Tyrrin-Hexenkater-Reihe von Platti Lorenz.
Folgende Stationen konntet ihr bereits aufsuchen bzw. warten noch auf euch:

Tag 1: Ein Blick ins Buch bei Magische Momente in der kleinen Bücherwelt
Tag 2: Mit dem Hexenkater im Gespräch bei Liti's fabelhafte Welt der Bücher
Tag 3: Heutiger Beitrag
Tag 4: Interview mit der Illustratorin beim Lesenden Katzenpersonal
Tag 5: Hintergrundinfos (Tyrrin - zwischen Katze und Mensch) auf dem Tyrrin-Hexenkater-Blog

Heute gibt es ein Interview mit der Autorin Platti Lorenz für euch, in dem ihr ein wenig über die Autorin selbst erfahren könnt.






Platti, würdest du uns ein wenig verraten, wer du bist?
Das mach ich doch gerne, Monika! ^^ 
Ich bin gebürtige Mecklenburgerin und habe es mit einigen Ortswechseln sogar bis heute geschafft, in meiner Heimat wohnhaft zu bleiben. ^.~ Irgendwie habe ich es nämlich hinbekommen, an drei Tagen in der Woche einer sinnvollen Beschäftigung in der Öffentlichkeitsarbeit mit dem Schwerpunkt Online-Redaktion nachzugehen und das muss man mit einem Studienabschluss in Kommunikationswissenschaft und Kunstgeschichte in einem wirtschaftlich dünn besiedelten Land wie Mecklenburg-Vorpommern auch erst einmal hinkriegen. ^^ Aber es geht wobei mein typisch mecklenburgischer Dickkopf und ausdauernde Hartnäckigkeit allerdings nicht geschadet haben. ^.~ Jedenfalls habe ich mir auf diese Weise mein spezielles (und vor allem lebensfähiges) Biotop als Schriftstellerin geschaffen, in dem ich mich voll und ganz meiner Indie-Autoren-Existenz und natürlich meinen skurril bis satirisch humorvollen Fantasy-Geschichten widmen kann. ^_^

Wann und warum hast du angefangen Bücher zu schreiben?
Oha. – Das Thema „Buchschreiben“ kam mir erst so 2011 also kurz nach meinem Studium in den Sinn. In diesem Zug entstand auch mein Debütroman „von Bitterweg. Das DuneburgDebakel“. Damals war meine berufliche Zukunft noch ziemlich ungewiss, sodass ich mir gleich mehrere Eisen ins Feuer gepackt habe. Eines davon war eben auch, einfach der Leidenschaft zu folgen und ein „Schreibprojekt“ endlich mal systematisch mit der Zielstellung „Das wird ein Buch!“ anzugehen. ^^
Mit dem Geschichten-„Schreiben“ an sich habe ich schon in der Schulzeit angefangen. Das war so mit 18 und ich habe das Schreiben auch während des Studiums weiter fortgesetzt. Aber das mit dem Geschichten-„Erzählen“ ging bei mit eigentlich schon mit 14 Jahren los. Allerdings habe ich da noch nicht im handelsüblichen Prosa geschrieben sondern Comics gezeichnet. ^_^ Mit der Zeit stellte sich dann aber heraus, dass diese Art des Erzählens ziemlich lange dauert, sodass ich irgendwann anfing, meine Ideen erst einmal niederzuschreiben.

Mit welchem Buch erwachte die Liebe zur Literatur?
Uh … Das war auch ziemlich spät. ^^‘ Natürlich habe ich in der Schule Bücher gelesen und auch die ein oder andere Buchempfehlung beherzigt. Aber die große Liebe zur Prosaliteratur war das damals ehrlich gesagt noch nicht. In meiner frühen Jugend habe ich mich viel lieber auf Mangas, Animes und Videospiele gestürzt. Erst so mit 16 habe ich schließlich die gesammelten Werke von Edgar Allan Poe in die Finger bekommen und wenig später habe ich die Kamigawa-Trilogie aus der Magic-Reihe dann regelrecht verschlungen. Ich glaube, da nahm meine Faszination für das rein geschriebene Wort und die Fantasy-Literatur im besonderen ihren Anfang.

Welches ist mit heutigem Stand dein Lieblingsbuch?
Schwierig. Zurzeit habe ich da kein konkretes Werk vor Augen. Doch ich denke mal „Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär“ oder „Die Stadt der Träumenden Bücher“ von Walter Moers kommen dem im Moment am nächsten. ^^

Was wolltest du ursprünglich werden?
Hm. Wenn ich das so im Nachhinein betrachte, habe ich mir meinen Kindheitsberufswunsch schon irgendwie erfüllt. Und mit „irgendwie“ meine ich, dass ich so einen typischen Wunsch nicht wirklich hatte.
Ganz oben auf dem Plan stand immer studieren. Und als ich etwa mit 13 zu meinen Berufsvorstellungen für so ein Gutachten gefragt wurde, stand da tatsächlich Kunstgeschichte auf meiner Agenda. (Obwohl ich damals von dem Fach keine nennenswerten Vorstellungen hatte. ^^') Als ich anfing praktischer zudenken wurde dann Kommunikationsdesigner, Lebensmittelchemiker und schließlich Apotheker daraus. Aber nach zwei Semestern Pharmazie, merkte ich, dass das für den Rest meines Lebens ganz schön langweilige Aussichten wären, weshalb ich mich mit dem vagen Ziel „irgendwas mit Medien“ dann doch noch für Kunstgeschichte und Kommunikationswissenschaft einschrieb. ^.~

Neben der Schriftstellerei wie viele Bücher liest du als Privatperson im Jahr?
Oje. ^^‘ Dieses Jahr waren es vielleicht so … 5 … – Dabei lese ich eigentlich gerne, auch wenn es nur 2 – 3 Seiten vorm Zubettgehen sind. Da ich die meiste Zeit des Tages jedoch recht oft über Texten brüte, ersetzte ich das Lesen von Büchern ab und zu auch mal durch eine TV-Serie oder eine Runde an der Videospielkonsole.

Wie sieht dein normaler Tagesablauf aus?
Einen normalen Tagesablauf habe ich an sich nicht, da ich drei Wochentage in der Öffentlichkeitsarbeit eines Technologiezentrums arbeite. Daher würde ich eher von einem „normalen Wochenablauf“ reden. ^^ Dieser sieht dann meistens so aus, dass ich Montag, Mittwoch und Donnerstag meinem Brot-Job nachgehe und die restliche Zeit mit meiner freiberuflichen Schriftstellerei und deren Begleiterscheinungen (Marketing, Korrekturarbeiten, Planung, Konzeptentwicklung etc.) verbringe. Natürlich plane ich zwischendurch auch Zeit für meine Familie oder Freunde ein. Das ist dann meist an den Wochenenden, obwohl ich mir hin und wieder, wenn es denn passt oder nötig ist, auch unter der Woche etwas Zeit dafür nehme und meine Arbeit dann am Wochenende nachhole. Ich bin mit meiner Zeit gern etwas flexibel. ^^

Wie gehst du mit negativer Kritik um?
Die muss es auch geben. – Geschmäcker sind verschieden, doch gerade konstruktive Kritik weiß ich sehr zu schätzen. Sie hilft mir dabei, meine Leser besser zu verstehen und, wenn ich feststelle, dass die Kritik auch wirklich berechtigt ist, meine Arbeit zu verbessern. Ich stehe erst am Anfang meiner Schriftstellerkarriere und mache zudem das Lektorat und die Korrekturen komplett in Eigenregie. Da ist ein objektives und durchdachtes Feedback von Außen eine schöne Möglichkeit, um meinen Blickwinkel etwas zu verändern. – Nichtsdestotrotz freue mich natürlich auch sehr und – ehrlich gesagt – viel lieber über positive Kritiken. ^.~

Gibt es Autoren, die dir als Vorbild dienen?
Absolut. ^^ Ganz oben steht da der einzig wahre Meister der schrägen Phantastik und Scheibenwelterfinder Terry Pratchett. Aber ich bin auch ein großer Fan von Walter Moers und seinen Zamonien-Romanen. Ich mag die Art, wie diese beiden in ihren Geschichten und Romanen mit dem Fantasy-Genre umgehen und ihm dabei auch mal eine leicht philosophische bis kritische Note verpassen. ^.~

Wie bereitest du dich auf einen Roman vor? Du hast eine Idee und dann?
Die Idee wird umgehend notiert. Kaum etwas ist schlimmer, als nicht mehr zu wissen, welch genialen Einfall man mal gehabt hatte. ^^‘ Dann lasse ich die Idee in der Regel eine Weile reifen. Ich frage mich, ob ich sie nach ein paar Tagen oder Wochen immer noch gut finde. Wenn das der Fall ist, beginne ich im Kopf ein paar Szenarien durchzuspielen, recherchiere vielleicht etwas, entwickle Charaktere und Handlungen. Auch hier gilt wieder: Wenn ich das Übermorgen noch mag, wird’s beibehalten. Und wenn ich schließlich einen guten Anfang gefunden habe, geht es dann ans Schreiben, obwohl die komplette Handlung bis dahin in der Regel noch lange nicht fertig ist. Die meisten meiner Szenen entstehen spontan beim Schreiben, folgen aber im Großen und Ganzen einem groben Fahrplan.

Wer darf deinen Entwurf eines Buches als Erster lesen?
Bisher hält Mie immer als bereitwillige Beta-Leserin her. ^^

Wo kommen dir die besten Ideen?
Och, das ist ganz unterschiedlich. Mal kommts beim Duschen, mal beim Gespräch, mal beim Träumen, mal beim Bahnfahren und auch manchmal, wenn ich kurz vorm Wegnicken etwas völlig anderes Lese … ^^‘ Ich bin da nicht sonderlich festgelegt. Wichtig ist nur, wenn gerade gar nichts kommt, einfach was anderes machen und sich ablenken – und zur Not eben duschen. ^.~

Wie bist du auf den Namen Tyrrin gekommen?
Durch Aussprechen und Umherprobieren, was denn so passen könnte. ^^ Ich wollte für „meinen“ Hexenkater keinen Namen haben, der so typisch nach Katze oder überhaupt nach einem bekannten Namen klingt. Es sollte ein Name sein, der ihn von den anderen bekannten Hexenkatern in der (zumeist Kinderbuch-)Literatur abhebt, da „Tyrrin Hexenkater“ ja auch keine Geschichte für Kinder ist, sondern reichlich mit Humor und Ironie beladene Phantastik. Außerdem gefiel mir der Klang des Namens. ^_^

Wie bist du auf die Idee gekommen, auf einem Blog die Geschichten von Tyrrin zu erzählen?
Ich wollte mal an einer neuen Website bauen. ^^ – Das war zu einer Zeit, in der ich keine wirklich spannenden Projekte als Content-Redakteurin hatte, und den Anfang der Geschichte hatte ich damals ja schon auf dem Papier. Also habe ich Mie als Hobby-Illustratorin angefragt, ob sie Lust hätte mal was in aller Öffentlichkeit und mit Katzen zu machen, und damit stand das Grundkonzept „Geschichten-Blog“ fürs Erste auch schon fest.

Hast du selbst auch Katzen und wenn ja, wieviel von ihnen hast du auf Tyrrin übertragen?
Ich habe zuhause zwei von der Sorte und bin zudem mit einem sehr divenhaften Kater aufgewachsen. Da kommt also schon eine ganze Menge an katzenhaften Marotten zusammen, die mit voranschreitender Geschichte auch mehr und mehr in Tyrrin einfließen. – Ich mag mir gar nicht so genau ausmahlen, wohin das noch führen wird ... ^^‘

Wird es irgendwann auch etwas anderes von dir zu lesen geben?
Ja und „etwas anderes“ gibt es auch jetzt schon. 2014 habe ich meinen Debüt-Roman „von Bitterweg. Das DuneburgDebakel“ veröffentlicht. Und wer sich noch in etwas bis zum Jahreswechsel gedulden mag, kann dann die frisch überarbeitete Version mit neuem Cover aus eigener Herstellung genießen. ^.~ Darüber hinaus habe ich für den Herbst 2016 einen Kurzroman mit dem Titel „Zum Brückenschlag“ auf meiner To-do-Liste, der sich nach bisherigem Entwicklungsstand als komödiantischer Fantasy-Politthriller umreißen lässt. So putzig der Hexenkater auch ist, manchmal muss es ganz dringend auch etwas anderes sein. ^^‘

Welches Buch befindet sich aktuell auf deinem Nachttisch?
Zurzeit ist es meine typische Herbst-Pflichtlektüre. Seit vier Jahren begebe ich mich regelmäßig im November, Dezember nach London um mit Constable Peter Grant übernatürliche Mordfälle aufzuklären. Dieses Jahr ist es der 4. Roman aus der Reihe von Ben Aaronovitch mit dem Titel „Der böse Ort“. Ich finde den Humor und die Erzählweise einfach toll, außerdem bekommt man auch mal einen etwas anderen Blick auf London. ^.~

Was wünschst du dir für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass ich mit meinen Geschichten bei meinen Lesern gewissen Eindruck hinterlassen kann, der sie dazu anregt, das alltägliche und selbstverständliche „Es ist halt, wie es ist.“ ein Stück zu hinterfragen. Außerdem wünsche ich mir ganz, ganz viele treue Leser und eine gute Gesundheit für alle Beteiligten kann, denke ich, auch nicht schaden. ^^


Doch das ist noch nicht alles, ihr habt auch die Möglichkeit, etwas zu gewinnen.



1. Platz: E-Book „Dieses Hutmenschenkomplott. Tyrrin Hexenkater Band 1“ + Original Kunstpostkarte (Tyrrin Hexenkater) + Signiertes Poster + Lesezeichen
2. Platz: Original Kunstpostkarte (Hexenkater & Eulen) + Signiertes Poster + Lesezeichen
3. Platz: Signiertes Poster + Lesezeichen 



Um in den Lostopf zu hüpfen bedarf es nicht viel. Setzt die einzelnen Lösungsbuchstaben, die ihr in unseren Blogbeiträgen findet, zusammen und schickt das Lösungswort mit dem Stichwort „Hexenkater-Blogtour“ bis zum 12. Dezember 2015 an post@plattilorenz.de




Die Gewinner werden am 13. Dezember 2015 auf www.tyrrin-hexenkater.blogspot.de benannt.
Hier das Bilderrätsel zu Tag 3


Teilnahmebedingungen:
- Teilnahme ab 18 oder mit dem Einverständnis der Eltern
- Teilnehmer erklären sich bereit, im Gewinnfall öffentlich genannt zu werden
- Die Gewinner werden mittels Losverfahren aus allen Teilnehmern mit korrektem Lösungswort ermittelt
- Die Barauszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen
- Versand des E-Books erfolgt per E-Mail
- Lesezeichen, Poster und Kunstpostkarten werden mit der Deutschen Post verschickt
- Keine Haftung für den Versand
- Versand nur innerhalb Deutschlands - Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
- Die Daten der Teilnehmer werden ausschließlich für das Gewinnspiel verwendet und danach gelöscht

 


Morgen könnt ihr noch ein weiteres Mal auf unserem Blog verweilen, denn dann wird euch Kerry das Illustratorenporträt vorstellen. 
Wir freuen uns, wenn ihr wiederkommt.

Weiterhin wünsche ich euch viel Spaß auf der Blogtour und natürlich viel Glück bei der Lösung des Rätsels ganz um Tyrrin.

Kleeblatt

Kommentare:

karin hat gesagt…

Huhu,

Danke für das interessant, geführte Interview.

Was mich doch etwas bewegt, ist der doch eigenartige Vorname der Autorin.

Gerne hätte ich dazu etwas gelesen, wenn es nicht zu aufdringlich erscheint.

LG..Karin...

Kleeblatt hat gesagt…

Hallo Karin

Informationen dazu findest du hier:

http://www.plattilorenz.de/%C3%BCber-mich/

LG
Monika