Samstag, 19. Dezember 2015

[Rezension] Christine Lawens - Weit hinter dem Horizont


Leseprobe




Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1140 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 259 Seiten
Verlag: Edel:eBooks (10. April 2015)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00UVT31LA

Inhalt gem. Amazon:
Florence Letrec ist eine junge, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris. Lange war sie nicht mehr in ihrer Heimat, an der wild-romantischen Küste der Bretagne – zu schmerzlich sind die Erinnerungen. Florences Eltern starben bei einer Explosion auf einem Leuchtturm, als sie gerade zwölf Jahre alt war. Sie wuchs gut behütet bei ihrer Großmutter im malerischen Locronan auf. Eines Tages erhält Florence einen Brief ihrer totgeglaubten Mutter aus einem Kloster, der sie zurück in die Bretagne führt. Dort begibt sie sich gemeinsam mit ihrer Jugendliebe Serge auf eine Reise in die Vergangenheit ihrer Familiengeschichte, in tiefe menschliche Abgründe. Dabei entdeckt sie die Memoiren ihrer Mutter und begreift, warum ihre Großmutter alles getan hat, um ein Verbrechen zu vertuschen und Serge und sie auseinanderzubringen. Florence riskiert dabei nicht nur ihren guten Ruf, sondern auch ihr Leben in Paris und den Zusammenhalt ihrer Familie und einstiger Freunde.
Plötzlich weiß Florence, dass sie all ihre Pläne überdenken und ihrer inneren Stimme vertrauen muss

Zum Buch:
Florence bekommt Post aus einem Kloster. Ihr wurde mitgeteilt, dass ihre Mutter verstorben ist. Das Verheerende ist jedoch, dass sie glaubte, schon vor vielen Jahren ihre Mutter bei einem Brand gemeinsam mit ihrem Vater verloren zu haben. Sie kann nicht glauben, was sie gelesen hat und will nun der Sache auf den Grund gehen. Was ist Wahrheit, was Lüge.
Sie fährt kurzerhand zu ihrer Großmutter, die sie nach dem vermeintlichen Tod ihrer Eltern großgezogen hat. Von ihr erhofft sie die längst fällige Wahrheit. Aber Adélaide, ihre Großmutter hat ihre eigene Art von Wahrheit und Gründe, diese nicht zu offenbaren.
Florence trifft auf ihren ehemaligen Jugendfreund Serge. Die beiden hatte damals eine große Liebe verbunden, die abrupt beendet wurde. Obwohl er ihr anfangs ablehnend gegenüber steht, hilft er ihr bei der Wahrheitssuche, denn auch sein Vater kam bei der damaligen Explosion im Leuchtturm um...

Was gibt es schlimmeres, als feststellen zu müssen, dass man jahrelang belogen wurde? Das auch noch von Menschen, die es eigentlich gut mit einem meinen und von denen man sich geliebt fühlte.
Florence fiel von einem Augenblick in den anderen auf den Boden der Tatsachen. Ein einziger Brief vermochte das, ein Brief von ihrer Mutter, die sie schon so viele Jahre tot glaubte. Nun, da sie den Brief in Händen hält, ist diese tatsächlich tot und für Florence bricht eine Welt zusammen.
Kurzerhand entschließt sie sich, ihre Großmutter aufzusuchen, um zu erfahren, was diese weiß. Ihrem Verlobten, der sie nicht gehen lassen will, erzählt sie, dass die Großmutter krank und sie müsste unbedingt zu ihr. Wie erstaunt war sie jedoch, als ihr eine Krankenschwester die Tür öffnet, weil die Großmutter tatsächlich krank war und Betreuung benötigte. Natürlich kann sie nun nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und muss Geduld üben.
Sie trifft auf ihre alte Liebe Serge und die Gedanken an damals kommen zurück. Warum hat er nie einen ihrer Briefe beantwortet und warum konnte sie ihn trotz allem nie vergessen?

Der Roman der Autorin Christine Lawens handelt von einem alten Geheimnis, einer nie vergessenen Liebe und einer Liebe, die nie sein sollte. Das Ganze hat sie nach Frankreich verlagert, an die Küste der Bretagne. Mit diesem Grundstock kann man schon mal nichts falsch machen.
Ich liebe Geschichten, in denen es um alte Familiengeheimnisse geht, die ans Tageslicht gebracht werden müssen. In dieser Geschichte geht es nicht um Jahrhunderte alte Geheimnisse, sondern um welche in der Gegenwart. 
Florences Mutter kam ums Leben, als diese 12 Jahre alt war, so erzählte man ihr und allen anderen. Dass das nicht der Wahrheit entsprach, wussten nur ein paar Personen, die das Geheimnis bis heute bewahrt hatten.
So nach und nach kommen Florence und Serge der Vergangenheit auf die Spur und beginnen auch darüber zu sprechen, was früher zwischen ihnen war und auch, was davon noch da ist. Aber es gibt da auch noch den Verlobten von Florence, bei dem sie sich nicht sicher ist, ob es der Mann fürs Leben für sie ist. 

Der Roman ist wieder einer von denen, die man nicht aus der Hand legen möchte, viel zu interessant ist die Frage, wie entwickelt es sich und wie geht es aus? Die Autorin lässt es langsam angehen, so dass man als Leser genug Raum hat, um diverse Vermutungen zu stellen.
Der Autorin ist es ebenfalls gelungen, die Atmosphäre und Stimmung in diesem Teil der Bretagne gut herüberzubringen. Man fühlt sich dort vor Ort wohl und hat das Gefühl, live dabei zu sein. 
Sie hat einen angenehmen Schreibstil, der gut zu lesen ist.
Wer gern Familiengeheimnisse lüften will, sich vor einer Liebesgeschichte nicht scheut und sich gern an die Küste der Bretagne versetzen lassen will, dem sei dieses Buch sehr ans Herz gelegt.
Aber auch allen anderen, die gern gute Geschichten lesen, dem empfehle sie ebenfalls gern weiter.


Bewertung:





Zur Autorin:

(Die Autorin über sich selbst: übernommen von ihrer HP)
Man schrieb das Jahr 1964, um genau zu sein im Tierkreiszeichen Zwilling, hatte ein Mädchen in den frühen Morgenstunden, das Licht der Welt erblickt. Wie Zeitzeugen mit ihren Erzählungen vermuten lassen, dass es sich dabei um mich handelte, fehlt mir bis heute jegliche Erinnerung an diesem globalen Ereignis. 
Meine Ideale bestimmen fast immer meine Handlungen, meistens ohne Kompromisse. Die Polarität - Gut und Böse, Licht und Schatten, treten als ergänzende Gegensätze auf. Aber auch zwiespältig, wie die Tierkreiszeichen, die Sterne Kastor und Pollux, verraten. Zwei Seelen! 
Ich arbeitete fünfzehn Jahre bei einem Kommunikations-unternehmen. 1993 veröffentlichte ich mein erstes Sachbuch, danach folgte die Mitarbeit bei verschiedenen Tageszeitungen als freie Mitarbeiterin und PR-Assistentin.
Meine erste Kurzgeschichte wurde in einer Anthologie veröffentlicht.
Die immer wiederkehrende Frage, die sich darum dreht, wann und warum und mit was für Absichten ich anfing zu schreiben, beantwortete ich wahrheitsgetreu und ausweichend zugleich: Irgendwas geschrieben habe ich, seit ich lesen und schreiben lernte

Von Christine Lawens wurden gelesen und rezensiert:



An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei der Autorin 


Christine Lawens 


bedanken, die mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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