Mittwoch, 16. Dezember 2015

[Rezension] Lisa Schroeder - In Liebe, Brooklyn


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 432
ISBN: 978-3-7855-7057-9
Erscheinungstermin: 2. November 2011
Format:
Hardcover
Verlag: Loewe


Klappentext: gem. Loewe
Lieber Lucca,

ich vermisse dich.
Ich vermisse deine Augen und
die Liebe darin.
Ich vermisse deine Arme um mich.
Ich vermisse, wie geborgen
ich mich gefühlt habe bei dir.
Ich vermisse dich, Lucca.
Ich werde dich vermissen,
mein Leben lang.

In Liebe,
Brooklyn

Eine ergreifende und dramatische Liebesgeschichte mit Sogwirkung, fesselnd und einfühlsam geschrieben. Durch die freie Versform schafft es die Autorin, die Emotionalität der Geschichte noch zu verstärken.


Rezension:
Ein Jahr ist es her, dass Brooklyn ihre große Liebe Lucca durch einen Autounfall verloren hat - ein Jahr und dennoch ist es so, als wäre es erst gestern gewesen. Um diesen Verlust zu verarbeiten schreibt sie ihm Briefe, Briefe an die Liebe ihres Lebens, um ihn ein Stück weit weiter an ihrem Leben teilhaben zu lassen und um ihn weiterhin um sich zu haben.

Auch wenn sie den Verlust von Lucca noch nicht ganz verarbeitet hat, kommt der nächste Schicksalsschlag für Brooklyn. Gabe, der Junge, der vor einem Jahr den Autounfall verursache, ist an einer Überdosis gestorben. Erneut stürzt Brooklyn in ein tiefes Loch, doch die Situation wird noch schlimmer, als die von vor einem Jahr, denn nachts erscheint ihr Gabe in ihren Alpträumen.

Nico hat seinen ganz eigenen Weg gefunden, sich mit dem Verlust seines Bruders Lucca auseinander zu setzen. Er trainiert energisch, um an Triathlon-Wettkämpfen teilzunehmen, denn nur die körperliche Anstrengung vermag es, den Schmerz in seinem Inneren zu beruhigen. Doch genau am 1. Todestag seines Bruders fängt es an - er erhält Nachrichten von Lucca aus dem Jenseits, der ihn bittet, für ihn auf Brooklyn aufzupassen und ihr zu helfen. Vielleicht können sie einander aus dieser schweren Krise in ihren jungen Leben helfen ...


Wenn das Schicksal zuschlägt! Der Plot wurde realistisch erarbeitet, mit einem Hauch Mystik, die mitunter für leichte Gänsehautschauer sorgte. An sich hat mir die Geschichte gut gefallen, geht es doch um die Bewältigung eines gemeinsam erlittenen Verlustes, doch empfand ich diese Verarbeitung an sich nicht wirklich überzeugend. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, blieben jedoch in meinen Augen flach und unscheinbar. Leider konnte ich mich zu keinem Zeitpunkt in eine der Figuren einfühlen, sie haben einfach nicht mein Herz erobert oder irgendeinen Eindruck auf mich hinterlassen. Der Schreibstil wurde sehr poetisch gehalten, in meinen Augen war jedoch zu viel Gefühlsduselei mit im Spiel, was ich sehr schade finde, da ich mir von dem Buch sehr viel versprochen hatte.

Bewertung

Die Autorin:
Sommer voller Camping, Angeln, Lesen (natürlich!) und Spielen in der Sonne – so sah Lisa Schroeders Kindheit aus. Heute joggt sie durch die Nachbarschaft (wenn es nicht regnet), backt leckere Sachen, liest oder schaut sich Filme an, wenn sie nicht gerade an einem neuen Buch schreibt. Lisa Schoeder lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen im amerikanischen Bundesstaat Oregon. (von Loewe übernommen)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.


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